Gespräch mit AG wegen Krankheit: Wie verhalte ich mich richtig?

Anima
Also die Ankündigung meines AG letzte Woche war wirklich Sahne. Ich stehe also auch diese Woche da, ohne jemanden um Rat fragen zu können.

Die Bezirksdirektion der Gewerkschaft ist nicht da (verdienten Urlaub sicherlich, ist ja verständlich), meine RA auch nicht.

Was mir total unsicher macht ist einfach die Tatsache, ob man einem Mitarbeiter einfach so eine Stellenfuktion mündlich aberkennen kann, wenn seit über 15 Jahren eine schriftliche Bestätigung und eine Stellenbeschreibung vor liegt, die ich unterschreiben musste. Muss da nicht etwas schriftlich erfolgen? Wenn ja, muss ich da nicht auch zustimmen?

Wenn das so weiter geht, dann brauche ich jemanden, der meine Interessen vertritt, ich bin ja nicht blöd oder faul, nur krank - aber mit der Aussicht, wieder gesund zu werden.
Die Gedanken kreisen mal wieder.

Den Vordruck für das Versorgungsamt habe ich mir ausgedruckt und brauche wohl doch Hilfe dazu. Alles im neuen Jahr, Ämter haben jetzt dicht. Jetzt muss ich das aber dann mit der Tagesklinik absprechen.

29.12.2011 15:05 • #16


Albarracin
Experte

29.12.2011 17:51 • #17


A


Hallo Anima,

Gespräch mit AG wegen Krankheit: Wie verhalte ich mich richtig?

x 3#3


Anima
Jetzt könnte ich grad heulen vor Erleichterung! Danke Wolfgang, das mache ich!

Den damaligen Posten habe ich zunächst schriftlich bestätigt bekommen und im Zuge diverser Fusionen wurde eine richtige Stellenbeschreibung daraus, die ich immer bei Veränderungen mit unterschreiben musste, die letzte Unterschrift habe ich dieses Jahr tätigen müssen. Auf jeden Fall ändert sich meine Funktion und die damit verbundenen Kompetenzen. Finanziell haben sie sich das immer einfach gemacht, über einen Bonus, der jederzeit widerrufen werden kann. Ich war schon immer insgesamt schlechter bezahlt als andere in meiner Position, was aber an der Feigheit meines Vorgesetzten lag (anderes Thema).

Also muss ich im Augenblick nichts machen und abwarten. Ich weiß ja nicht, ob sie mir dann etwas nach Hause schicken.
Das mit dem Versorgungsamt wird von mir so wie von Dir vorgeschlagen erledigt! Das ist eine gute Idee.
Jetzt habe ich wieder den roten Faden!

29.12.2011 19:42 • #18


Anima
Ich habe heute endlich jemanden bei der Gewerkschaft erreicht. So einfach sei das aber nicht, konnte mir die Dame am Telefon nur sagen - tja und ein persönlicher Termin ist bei mir momentan nicht drin bei den Öffnungszeiten, da bin ich in der Klinik.

Sie hat mir aber sonst angeraten, mich mit meiner RA in Verbindung zu setzen, die ist aber erst seit Montag wieder da.

Mühsam gerade - alles - irgendwie

05.01.2012 19:41 • #19


Sarah
Das ist natürlich unbefriedigend... Aber vielleicht kann dir die RA da weiterhelfen.

05.01.2012 19:45 • #20


Eisbärchen
Hallo Anima,

ich drück Dir die Daumen, dass Dir der RA hilft und gegen den AG unterstützt!
Ich find's super, dass Du kämpfst! Lass Dich nicht unterkriegen

Liebe Grüße
Eisbärchen

05.01.2012 21:57 • #21


Anima
Ohne entsprechende Hilfe werde ich nichts unternehmen. Ich merke einfach auch, wie leer ich bin und empfindlich (überempfindlich, zu dumm). Was mich völlig ärgert ist, dass ich durch meine Krankheit behandelt wurde wie jemand, der schlecht gearbeitet hat. Der Gedanke lässt mich nicht los - aber trotzdem, erst mal bis Montag abwarten und dann mit der Rechtsanwältin sprechen. Ich fürchte, ich habe gerade eine Art Bank-Phobie

06.01.2012 18:17 • #22


Anima
So, heute habe ich die Rechtsanwältin erreicht: Auf jeden Fall ist alleine die mündliche Ankündigung der Änderung nichtig!
Die Änderung muss schriftlich erfolgen mit Zustimmung von mir, ob per Änderungskündigung oder anders, zumal ich über 15 Jahre diesen Job inne hatte. Auch die Bonuszahlung an mich kann nicht einfach zurück gezogen werden, auch diese muss schriftlich erfolgen UND! das Schriftstück muss mir zugänglich gemacht werden. Also einfach schreiben und bei mir am Arbeitsplatz ablegen, bis ich wieder komme, ist nicht drin! Mein AG weiß, dass ich krank bin.

Jetzt warte ich ab: Die nächste Gehaltsabrechnung und - ob noch etwas schriflich kommt. Sollte etwas eintrudeln,sofort bei ihr einen Termin vereinbaren. Sie greift mir dann unter die Arme. Puh - hat gut getan.

10.01.2012 18:59 • #23


Eisbärchen
Hallo Anima,

gut, dass Du zur Rechtsanwältin gegangen bist und sie Dir so kompetent helfen konnte.

Wie läufts bei Dir in der Tagesklinik? Hast Du da ein richtiges Programm mit unterschiedlichen Aktivitäten/Therapien?

Ich merke einfach auch, wie leer ich bin und empfindlich (überempfindlich, zu dumm).
Wie sagt meine Therapeutin? Nur Beobachten, das schafft Distanz. Nicht werten! Deine Empfindlichkeit - wie Du es nennst - ist auf der anderen Seite Empfindsamkeit, die dazu führt, dass Du Dich in andere Menschen gut hineinversezten kannst. Ist nicht alles negativ ;-).

Was mich völlig ärgert ist, dass ich durch meine Krankheit behandelt wurde wie jemand, der schlecht gearbeitet hat. Der Gedanke lässt mich nicht los...
Das kenne ich auch. Mich hat das sehr verletzt. Vor allem, da mir Dinge vorgeworfen wurden, die mir in der Situation nicht mitgeteilt wurden.

Schönen Abend!

Liebe Grüße
Eisbärchen

10.01.2012 23:14 • #24


Eisbärchen
eins vergass ich noch: die Worte es ist, wie es ist - wenn man etwas beobachtet und gleich wieder werten möchte.

11.01.2012 22:48 • #25


Gummitwist78
fühl dich mal geknuddelt.

12.01.2012 10:56 • #26


Eisbärchen
Knuddeltime

15.01.2012 22:09 • #27


Anima

16.01.2012 19:07 • #28


Anima
Ich führe ganz kurz meinen Strang weiter, da ein neuer Schritt eingeleitet wurde: Ein neuer Termin beim RA.
Jetzt geht es ans Eingemachte. Über den RA geht jetzt auch die Meldung der Schwerbehinderung, Prüfung meines bisherigen Einkommens mit dem Manteltarifvertrag, sprich Stellungsbezogene Vergütung), Verantwortlichkeit des Arbeitgebers, Angebot einholen (wo einsetzbar, wenn ich wieder gesund bin).
Bisher hatte ich mich ordnunsgemäß immer zwischendurch gemeldet - ich denke allerdings, es interessiert niemanden, nur noch, wie man mich los wird schätze ich. Ich lasse den RA machen, bin froh, wenn mir das aus der Hand genommen wird.

Rechtliche Absicherung ist einfach gut!

25.03.2012 23:48 • #29


A


Hallo Anima,

x 4#15


Anima
*Seufz*, ich habe mal wieder einen Hänger:

Also - ich weiß ja, dass die medizinische Reha auf die 78-Wochen-Regelung angerechnet wird.

Im Abschlussbericht der Tagesklinik steht die Empfehlung der Teilhabe am Arbeitsleben im Anschluss, wobei damit nicht die Wiedereingliederung gemeint ist, denn das funktioniert nicht.
Da es ja bei mir hinsichtlich der Krankengeldzahlungen immer enger wird meine Frage: Sollte ich jetzt darauf bestehen, von der Krankenkasse zu erfahren, wieviele Wochen überhaupt schon angerechnet wurden? Gibt es irgendeine Maßnahme, die nicht angerechnet wird auf die 78 Wochen?

Ich habe fürchterliche Angst davor, wieder in meinem alten Beruf eingesetzt zu werden, das schnürt mir die Luft ab.
Bin heute am alten Arbeitsplatzt fast vorbei gelaufen und habe hyperventiliert. Ich möchte unbedingt wieder arbeiten, aber nicht mehr so! Ich möchte gesund oder gesünder werden!!!! Immer wieder verfalle ich in Panik und frage mich, ob ich mich doch wieder beim Arbeitsamt arbeitssuchend melden soll. Im Augenblick ruht diese Suche, bin aber noch im Netz gemeldet.

Sorry, ich fürchte, habe gerade einen kleinen Panikanfall...

29.03.2012 23:35 • #30

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