Gewichtsprobleme bei Antidepressiva

Anima
Während meiner Behandlung mit dem neuen Medikament Venlafaxin hat das Gewichst schneller zugenommen als die Stimmung . Jetzt, wo ich stabil bin, stört es mich schon, dass mein Äußeres auch stabiler geworden ist. Ansonsten komme ich gut zurecht und möchte ungern das Medikament wechseln, zumal mir eine Langzeiteinnahme empfohlen wurde.

Jetzt meine Frage: Diese Medikamente beeinflussen den Stoffwechsel (oder nicht?). Gibt es eine Möglichkeit, dem entgegen zu wirken und auch ohne Ausschleichen des Medikaments wieder in Form zu kommen?

18.03.2012 15:53 • #1


M
Anima, da hilft nur, gut auf das Essen zu achten und viel, viel Sport zu treiben. Bei mir hat eine Zeit lang das Fitness-Studio gute Dienste getan. Einen Medikamentenwechsel würde ich mir auch gut überlegen, da weiß man ja auch wieder nicht, was passiert. Sowohl bei der Stimmung als auch beim Gewicht.

Für mich gilt: Ein gut wirksames und verträgliches Antidepressiva ist wichtiger, als ein paar Pfunde mehr oder weniger.

Ist natürlich nicht ganz so toll aber meiner Meinung nach das kleinere Übel. Bei meiner jetzigen Medikation habe ich allerdings keine Probleme damit.

18.03.2012 16:18 • #2


A


Hallo Anima,

Gewichtsprobleme bei Antidepressiva

x 3#3


Anima
Viel Sport, ich laufe schon mehr als früher, vielleicht wäre es ohne noch schlimmer.
Es könnte halt vor allem eine teure Nebenwirkung sein, ich mutiere gen Kugel in der Mitte, ganz komisch.

Mal abgesehen vom Weglassen der berüchtigten Dickmacher und mehr trinken, wie könnte eine Ernährungsumstellung denn aussehen?

18.03.2012 16:23 • #3


Ragnar
Hallo Anima ,

zwecks Ernährungsumstellung könntest Du mal mit Deinem Hausarzt reden oder aber direkt einen Ernährungsberater fragen.
Bei mir lag es ja nicht an den Medikamenten ,sondern vielmehr das frust essen ,zu spät essen und zu wenig bewegung.
Ich esse nur wenig bis kein Fleisch und Wurst ,meide Fett und Zucker sogut ich kann und habe viel bewegung . Laufen ist da eigendlich garnicht so gut wegen der Gelenke , Radfahren ist für Popo und Beine gut ,Schwimmen währe auch gut ,aber ich weiss ja bescheid.

Bei mir kommt es hin und wieder vor das ich 6 - 10 kg in zwei wochen zunehme ,das liegt dann daran das ich mit dem Essen nicht aufgapasst habe .

Für Dich währe vielleicht ein Sport -und Ernährungsplan sinnvoll der auf Dich abgestimmt ist ,dafür müsste es auch Ratgeber von der Krankenkasse geben.

Gruß R.

18.03.2012 18:08 • #4


Anima
Ernährungsratgeber bei der Krankenkasse - auch eine gute Idee!

Ich möchte einfach vermeiden, dass ich demnächst auf eine Schwangerschaft angesprochen werde
Das Essen in der Klinik war ja im Grunde i.O., bewegen musste ich mich auch...*seufz*. Hier schneit es, also mit dem Radfahren müsste ich noch warten. Walken wäre halt super. Nächste Woche habe ich einen Termin beim Orthopäden, damit endlich meine linke Schulter wieder einsatzfähig wird, das nervt mich tierisch!

18.03.2012 18:43 • #5


MoneH2O
Liebe Anima,

mit Antidepressiva kenne ich mich noch nicht sehr gut aus. Ich selbst nehme seit kurzem Citalopram. Habe aber schon vor der Einnahme des Medikaments einiges an Gewicht zugelegt. Beginne nun mit Sport achte auf die Ernährung. Nicht nur dass dies dem körperlichem Erscheinungsbild zu Gute kommt, denke ich auch das es der Psyche gut tun wird. Wenn ich sonst nichts im Griff habe (tiefgründig betrachtet) habe ich dann wenigstens mein Gewicht im Griff, so meine Hoffnung.
Ich denke du solltest das mit deinem Arzt besprechen was es ausser Ernährung Sport gibt?
Ich denke man muss auch abwägen, geht es mir mit den Tbl. besser - kann ich die Gewichtszunahme tollerieren, verschlechtert es das Gefühl zu mir selbst oder hält es sich im Rahmen?

18.03.2012 19:04 • #6


Anima
Das Körperliche ist im Grunde schon immer ein großes Problem bei mir gewesen. Ich ziehe manches ins Lächerliche, um mir selbst den Druck zu nehmen. Aber steige ich in meine Lieblingsjeans und bekomme sie nicht mehr zu oder merke ich, wie die Blusen enger werden, dann komme ich ins Schwitzen. Vor der Medikamentenumstellung hatte ich ein wenig abgenommen, da ich aufgrund von Hormoneinnahmen auch schon zugenommen hatte. Die Hormone habe ich dann abgesetzt, Stillstand folgte und langsame Abnahme des Gewichtes. Jetzt explodiert es wieder.
Auch jetzt nach der TK laufe ich wieder jeden Tag, ich schwitze wie in der Sauna bei jedem Schritt. Ätzend, bestimmt kommen jetzt auch noch Wechseljahre dazu, Mahlzeit.

18.03.2012 22:55 • #7


S
Huhu Anima,

ich nehme auch seit 3 Jahren Venlafaxin. Mein Psychiater verordnete mir das damals, weil es eines der wenigen Antidepressiva´s ist, wo es unwahrscheinlich ist, dass man an Gewicht zunimmt. Das sagte er mir zumindest so, weil eben viele Patienten über die Gewichtszunahme bei Antidepressiva´s klagen.
Bei mir war das damals zwar nicht notwendig, weil ich bei 1,57 m Größe nur 49 kg wog.
Ich hatte sogar Angst, noch mehr an Gewicht zu verlieren und das trat sogar auch ein.
Obwohl ich viel Schokolade esse und auch mengenweise Cola trank nahm ich nochmal 2 kg ab.
Ich hatte damals erst recht keinen Appetit mehr und hatte große Schwierigkeiten, noch mehr abzunehmen.

Mittlerweile hab ich aber 10 kg zugenommen, was aber wohl daran liegt, dass ich von heute auf morgen in die Wechseljahre gekommen bin, d.h. von heute auf morgen keine Periode mehr hatte und das seit 2 Jahren. Auch merke ich stark diese blöden Hitzewallungen.

Ich denke, man kann nie alles über einen Kamm scheren, aber verwundert hat es mich schon, dass Du mit Venlafaxin zugenommen hast.
Aber so ist es nun mal. Der eine bekommt eine bestimmte Art von Nebenwirkungen, der andere überhaupt nicht.

Viele Grüße!

18.03.2012 23:16 • #8


Anima
Liebe Sonnenblume,

ich danke Dir für Deine Sätze. Seit Jahren möchte ich ohnehin den Hormonspiegel bei mir messen lassen. Es ist halt auffallend, dass ich jetzt zugenommen habe und die Hosen klemmen. Dabei bewege ich mich mehr als im Büro?! Die Hitze habe ich auch, aber ansonsten ist alles regelmäßig, sogar für die Endo-Schmerzen kann ich noch einen Kalender danach bestimmen.

Was tut man also bei gestörtem Stoffwechsel? Ich gehe nicht bei Mc X essen, bei den meisten Fetten bekomme ich eh nur Durchfall. Das Gewicht soll runter und nicht rauf! Naja, bei der Autorechnung, die auf mich zu kommt, werde ich bestimmt mehr Fahrrad fahren müssen....Ich fühle mich wie ein Hefeteig.

19.03.2012 13:55 • #9


S
Zitat von Anima:
Seit Jahren möchte ich ohnehin den Hormonspiegel bei mir messen lassen. Es ist halt auffallend, dass ich jetzt zugenommen habe und die Hosen klemmen.

Das würd ich auf jeden Fall mal machen lassen. Am besten bei einem Endokrinologen, der sich auch gut auskennt. Die Tatsache, dass ich plötzlich meine Periode nicht mehr bekam, hat es halt leicht gemacht, auf Wechseljahre zu tippen. Aber die Gewichtszunahme fing bei mir schon vorher an und zwar einfach ohne Grund.Zu dem Zeitpunkt habe ich schon über ein Jahr Venlafaxin genommen, dies konnte also auch nicht der Grund sein.

Gut, bei mir hat es jetzt nicht so viel ausgemacht, ich hatte damals noch Kleidergröße 32/34 und war tatsächlich ein bisschen zu dünn. Jetzt habe ich 36 und bin ja immer noch nicht zu dick, im Gegenteil ich bin sogar froh, dass ich jetzt mal ein bisschen Gewicht habe, falls ich mal schwer körperlich krank werde oder so. Klingt zwar jetzt blöd, aber ich bin froh.

Wenn Du Dich dabei aber unwohl fühlst und Dein Gewicht über die Normalgrenze steigt, dann können tatsächlich Hormone eine Rolle spielen. Wechseljahre können ja schon viel früher anfangen, als das Ende der Periode.

Viele Grüße

Sonnenblümchen!

19.03.2012 15:03 • #10


Anima
Mich wollte kein Arzt zum Hormontest schicken, sei alles Blödsinn. Jetzt hat meine Therapeutin einen Termin bei einer Ärztin gemacht, der ist aber erst Ende Juli!!! Was mache ich bis dahin? Ich bin 1,68 groß und die Waage steigt über 80, das ist ein Horror, zum Ansehen und für die Gelenke!

19.03.2012 18:49 • #11


ziege
Hey Anima

kann gut verstehen wie Du Dich fühlst!Die Gewichtszunahme die du beschreibst, hatte ich mal so ähnlich. ich musste mal Valporinsäure nehmen wegen der Epilepsie, da war als Nebenwirkung auch eine Gewichtszunahme beschrieben.
Nach langwieriger Einstellung musste ich 900mg am Tag nehmen und hab das aber, außer, das alles etwas langsamer ging und das Gewicht eben rauf auch gut vertragen.

mein normales gewicht laut arzt sind siebenvierzig kilo (bin also wirklich recht klein geraten )mit diesem Gewicht hab ich dann auch das antiepileptikum bekommen. Eigentlich sollte ich die tabletten mindestens 3 jahre nehmen. hab sie aber nach 1.5 jahren mit arzt ausgeschlichen und seit dem so gut wie ruhe.

unter der einnahme habe ich achzehn kilo zugenommen. Aber es war wichtig sie zu nehmen denn die anfälle waren wirklich sehr heftig und ich dachte mir auch, lieber zunehmen, als diese schweren anfälle immer.

vielleicht hast Du ja Glück und Dein Gewicht steigert sich nicht weiter..

ich weiss auch nicht ich hab zu dem zeitpunkt auch normal gegessen, vielleicht hilft es ja wenn du vor jeder mahlzeit erst ein glas wasser trinkst

jedenfalls biste mit dem Problem nicht allein..

ps . ich hab trotzdem immernoch acht kilo von den achzehn über..

viele liebe Grüße

19.03.2012 19:14 • #12


Anima
- ich im Badeanzug = Walross an Land!

Nein wirklich, ich spüre es an den Gelenken. Wasser tringe ich in letzter Zeit recht viel, vor allem aber nehme ich vor allem am Bauch so zu. Die Beine bleiben wie sie waren, ich schiebe so langsam einen Bierbauch vor mir her, das ist nicht nur unästhetisch, sondern auch sehr ungesund. Ich dachte immer, ich hätte evtl. einen zu hohen Östrogenspiegel, die FA meinte aber, das könnte nicht sein in meinem Alter.
Am Anfang der Therapie wurden die Hosen weiter und jetzt so in den letzten 2 Wochen, sitzt alles sehr straff.

Hilft es evtl., den Darm etwas anzuregen? Durchfall habe ich so gut wie keinen mehr, es tendiert zum Gegenteil, eben alles seit dem Medikament. ( was für ein Thema).

19.03.2012 19:48 • #13


S
Zitat von Anima:
Mich wollte kein Arzt zum Hormontest schicken, sei alles Blödsinn.

Ja, das wird gerne gesagt, gerade auch in Bezug auf die Gesundheitsreform.
Meine Gynäkologin wollte mir keine Überweisung ausstellen, meine Hausärztin hat es getan.

Du hast aber jederzeit die Möglichkeit, selbst einen Termin bei einem Endokrinologen auszumachen und zur Not, wenn Du keine Überweisung bekommst, eben die EUR 10,-- Praxisgebühr nochmal zu zahlen.
Ich denke, das müsste im Geldbeutel drin sein, wenn es darum geht, genauen Aufschluss über die Gesundheit zu erhalten.

Viele Grüße!

P.S.:
Zitat von Anima:
Jetzt hat meine Therapeutin einen Termin bei einer Ärztin gemacht, der ist aber erst Ende Juli!!!

Du könntest selbst nach einem Endokrinologen schauen und versuchen, einen Termin zu bekommen. Vielleicht bekommst Du so einen früheren.

19.03.2012 20:41 • #14


A


Hallo Anima,

x 4#15


Anima
Geht das auch beim Hausarztmodel? Blöde Frage oder? Ich google mal...

19.03.2012 22:49 • #15

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