Hallochen,
melde mich mal wieder zum Thema.
Den Freund habe ich nun seit einem Jahr nicht wiedergesehen (er wohnt im Nachbarort). Telefoniert haben wir seit Januar ebenfalls nicht. Er hat mir zum Geburtstag eine Email geschrieben (zwei Sätze) und ich habe in zwei Sätzen geantwortet.
Es kam wieder eine Email von ihm, die zwar auch kurz war, aber wieder die Tendenz des Jammerns hatte und diesen negativen Touch. Da fragte ich mich: will ich das überhaupt noch, nachdem ich von ihm so behandelt wurde?
Nein, möchte ich nicht. Es fehlt mir nicht und ich habe viel mehr Zeit seitdem. Ich bin drüber weg.
Natürlich habe ich ein gewisses Verständnis für seine eventuellen krankhaften Verhaltensweisen und Reaktionen, doch ich möchte mich auch schützen.
Wenn wir manchmal im Freundeskreis darüber reden kommen wir jedes Mal zu dem Ergebnis, dass zuviel Verständnis und zu wenig Druck genauso wenig bringt, wie zu viel Druck und zu wenig Verständnis. Am Ende geht es ohne seine eigene Initiative eben nicht. Er sitzt also nun seit über einem Jahr krankgeschrieben zu Hause, inkl. seinem pflegebedürftigen Vater. Es soll sogar alles noch schlimmer geworden sein.
Was mich halt immer wieder mal stutzig und auch ärgerlich macht ist, dass Menschen, die länger an Störungen oder Krankheiten leiden, oft all die Schuld auf den nicht mehr vorhandenen Freundeskreis schieben. Wenn sich die Freunde nicht mehr melden. Dabei waren es die Kranken selbst, die den Kontakt so aufgeweicht haben, bis der Freundeskreis halt irgendwann mutlos aufgegeben hat oder einfach nicht mehr an den Kranken rangekommen ist.
17.08.2014 09:21 •
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