ohneFunktion
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Zitat von sunrisa:Ich war einfach immer überzeugt, dass das eben der Normalzustand sei
Wenn man mit so einer Stimmung und dem Leben irgendwie lebensfähig ist und damit halbwegs klar kommt ohne daran zugrunde zu gehen, ist das ja auch ok.
Rückblickend betrachtet war das Schwere und Traurige, Melancholische auch immer schon Teil meiner Persönlichkeit. Normal.
Als aber nach meinem Zusammenbruch gar nichts mehr ging (schlafen, essen, fühlen...) und ich mich dann doch auf eine Behandlung eingelassen habe zw einlassen musste, habe ich erkannt, dass das auch vorher wohl nicht ganz normalwar.
Ich bin natürlich immer noch ich, aber ich durfte das etwas leichtere und unbeschwerte Leben kennenlernen.
...und das hat nichts mit dem Schubladendenken anderer Menschen oder deren Normvorstellungen zu tun. Sondern mit meinem eigenen Gefühlsleben, tief in mir drin.
Zitat von sunrisa:Klar würde ich gern positivere Gefühle erleben, nicht ständig an mir zweifeln, ängstlich und unkonzentriert sein oder auch mal gut schlafen.
Das spricht doch dafür, sich mal mit sich auseinanderzusetzen und sich dabei professionell unterstützen zu lassen.
Ich bin sowieso der Meinung, dass therapeutische Gespräche (die sich doch um einiges von ein bißchen reden unterscheiden) jedem Menschen etwas bringen können. Da muss man nicht vorher komplett am Boden sein.
Zitat von sunrisa:Allerdings stört mich da am meisten, dass ich Vollzeit arbeite und ich denke niemand, der 8h oder mehr mit seinem Beruf beschäftigt ist, kann wirklich zufrieden sein.
Das waren auch immer meine Gedanken. Aber es gibt tatsächlich Menschen für die vieles Arbeiten ok ist bzw sogar glücklich macht.
Das Energielevel ist nicht bei allen gleich. Und das muss es auch nicht sein.
Wichtig ist seine Grenzen zu kennen, sie wahrzunehmen und nicht in die Überforderung zu kommen, um gesund zu bleiben. All das kann man lernen.