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Ich bin wieder hier- oder doch nicht?

P
@wozu Hey, wenns gar nicht mehr geht und du meinst, du schaffst es nicht, geh bitte in die psychiatrische Notfallambulanz! Das ist keine Schwäche, eher Stärke! Wenn du meinst, du schaffst es alleine, mach kleine Schritte. Schreib dir auf, was dir früher Spaß gemacht oder dir geholfen hat. Und versuch, das etwas zu wiederholen. Bitte jemanden, der dir nahe steht, um Hilfe, auch das ist keine Schwäche!
Und dann krabbelst du dich Schritt für Schritt wieder aus dem Loch nach oben. Du schaffst das!
Lieben Gruß, Piet

19.08.2023 18:21 • x 2 #16


W
So, ic h habe jetzt alles für den Antrag auf Arbeitslosengeld, einschl. ärztlicher
Befunde zusammen. Für mich war das ein Riesenkraftakt, bin schon wieder total erschöpft.
Morgen früh gebe ich die Papiere ab.
wozu

21.08.2023 19:55 • x 1 #17


A


Hallo wozu,

Ich bin wieder hier- oder doch nicht?

x 3#3


Lost111
Zitat von wozu:
So, ic h habe jetzt alles für den Antrag auf Arbeitslosengeld, einschl. ärztlicher
Befunde zusammen. Für mich war das ein Riesenkraftakt, bin schon wieder total erschöpft.
Morgen früh gebe ich die Papiere ab.

21.08.2023 19:59 • x 1 #18


Moosgrün
@wozu

du hast es geschafft . . .

21.08.2023 23:21 • x 2 #19


maya60
Zitat von wozu:
So, ic h habe jetzt alles für den Antrag auf Arbeitslosengeld, einschl. ärztlicher
Befunde zusammen. Für mich war das ein Riesenkraftakt, bin schon wieder total erschöpft.
Morgen früh gebe ich die Papiere ab.
wozu


Hallo wozu, gut, dass du wieder hier bist.

Und was du geschafft hast!

Du bist doch eh beim Sozialpsychatrischen Dienst. Mit denen zusammen würde ich, wenn es mir zu schlecht ginge wie dir, vorübergehend eine rechtliche Betreuung in allen dich entlastenden Lebensbereichen beantragen, so auch wieder eine Krankenversicherung, dringend!

Und hat der Sozialpsychiatrische Dienst bei euch nicht wie bei uns kostenlos und unabhängig von Krankenkasse viele unterschiedliche Entlastungs- und PsychologInnenangebote?

Meine Psychologin vom SD betreut mich sooft wie ich es brauche und als es mir mal so richtig grottig depressiv ging, ging ich sicherheitshalber täglich in deren Tagesbetreuung, um aufgefangen zu sein.

Das Gute ist nämlich, dass dabei kein Ende und kein Therapiezieldruck da ist und kein Kostendruck. Weil es halt Leute gibt mit langen oder chronischen Depressionen und die nicht jedes Mal wieder von vorne das Rad neu erfinden können und wollen, aber in Sicherheit und Fürsorge und Verständnis und Kompetenz und Entlastung!

Gute Unterstützung und Besserung dir und Respekt für deine Selbstfürsorge, auf dich zu achten, so gut du kannst und dich nicht alleine zu verkriechen und auch wieder hier zu sein!

Viele liebe Grüße! maya60

22.08.2023 16:36 • x 1 #20


W
Liebe Maya60 und alle anderen- vielen Dank!
ja- ich habe gekämpft, die Sachen auf die Kette bekommen. (Maya 60: das der sozialpsychiatrische Dienst auch dabei hilft, habe ich nicht gewusst)-
es gibt noch einige Baustellen: ich habe schon zig- Therapeut:innen angefragt, muss aber, laut Krankenkasse, die 116117 anrufen, das habe ich auch gemacht, die wollen aber einen Code von mir, jetzt muss ich mich erkundigen woher ich den bekomme, aber eigentlich will ich zu meiner ehemaligen Therapeutin, die mich auch nehmen würde, die aber aus Altersgründen ihre Kassenzulassung abgegeben hat und jetzt noch eine kleine Privatpraxis hat.
Ja, und dann muss ich mich auch um eine Bescheinigung kümmern, die besagt, dass ich chronisch krank bin und eine Befreiung von der Zuzahlung beantragen.
Ich dreh durch!
Seit einiger Zeit frage ich mich: wie lange kann man eigentlich suizidal sein?
Diese ganzen Anstrengungen hätten ja einen Sinn, wenn ich Lebensperspektiven hätte, aber nein! Mein Grundgefühl ist: ich will nicht mehr.
Hoffentlich war das okay so, wie ich das ausgedrückt habe
wozu

26.08.2023 23:46 • #21


Moosgrün
Guten Morgen,
eine Bekannte war beim Hausarzt und hat dort diesen Code bekommen.
VG

27.08.2023 08:27 • #22


W
Hallo,
ja mittlerweile habe ich den Code auch, morgen wird ich dann die 116117 anrufen.
Ich mach ja alles, was von mir verlangt wird.
Und das ist sicherlich auch eins von meinen Problemen.
In der vergangenen Woche war ich noch mal bei meiner ehemaligen Therapeutin.
Ich habe im Laufe des Gesprächs festgestellt, dass es u.a. 2 Anteile bei mir gibt:
der 1. Anteil- ich will nicht mehr leben, der ist sehr stark, und der 2. Anteil- man darf keinen Suizid verüben, auf Grund meiner Sozialisation und meiner Arbeit in der Kirche als AG.
Mein erster Gedanke war gleich- Jupp, dann muss ich den 2. Anteil eliminieren und dann kann ich es endlich tun.
Da hat meine Therapeutin aber was ganz anderes gesagt, diese beiden sollen in Kommunikation treten und als Mediator die Weisheit.
Wir haben das ausführlich besprochen, aber ich finde keinen Weg, wie diese beiden Anteile in Kontakt treten können.
Es ist so- der 1. Anteil bestimmt mein Leben.
Aber ich darf im real life nicht darüber sprechen: Gestern hatte ich APP und sie sagte mir, dass wir den Blick auf die Selbstfürsorge lenken sollte, das andere würde mich einengen. Selbstfürsorge- dieses Wort allein triggert mich.
in der Klinik hieß es: Suizidgedanken- das ist ein Symptom der Depression, das kommt und geht wieder. Verflixt noch mal, das ist seit Monaten so.
Und wenn ich am Freitag zu meiner Psychiaterin gehe, kann ich das auch nicht ansprechen, die würde mir raten wieder in die Klinik zu gehen. Allerdings wäre das die Klinik hier vor Ort.
Ich bin jetzt fast 4 Wochen zu Hause. Es war ein reiner Kraftakt. Ernsthaft- wofür?
wozu

29.08.2023 23:31 • #23


hlena
Zitat von wozu:
Suizidgedanken- das ist ein Symptom der Depression,


Eine Depression kann bis zu 2 Jahren dauern.

29.08.2023 23:52 • x 2 #24


Moosgrün
Zitat von wozu:
Suizidgedanken- das ist ein Symptom der Depression

und sie bestimmen dein Leben, schreibst du. Aber du bist noch da und kämpfst und genau das hat einen Grund. Du siehst ihn momentan nicht, aber er ist da!
In der Therapie habe ich gelernt, dass ich diese Gedanken haben darf. Sie sind sozusagen mein Hintertürchen. Wenn ich all das nicht mehr ertragen kann, habe ich diese Option.
Mit verschiedenen Begriffen habe ich auch so mein Problem. Selbstfürsorge . . . ich sage mir, ich muss versuchen mir was Gutes zu tun, den Tag so gestalten, das ich ihn leben kann.

30.08.2023 08:18 • x 1 #25


Wuslchen
Das sehe ich ganz ähnlich wie @Moosgrün.
Der Begriff Selbstfürsorge ist so groß und bäh - ich habe Jahre gebraucht, um den verwenden zu können. Lass es, wenn du dabei innerlich auf Ablehnung stößt. Es geht darum dir etwas Gutes zu tun, freundlich mit dir umzugehen oder welche Formulierung für dich eben gerade so aushaltbar ist. Es wird dir nichts bringen, wenn du es so nennst, dass du es direkt abstoßend findest.

Und zum Thema Suizidgedanken: ja, das ist für mich auch ein wichtiger Gedanke. Der Ausweg, der mir immer bleibt, den Gedanken brauche ich; er ist wie eine wärmende schützende Decke, auch wenn das andere Menschen oft nicht verstehen. Bei mir wandelt sich das gerade, aber nur sehr vorsichtig und das macht mir auch große Angst, obwohl es ja positiv ist. Es ist ok, dass das Angst macht und es ist ok, dass du diese Gedanken hast. Meiner Erfahrung nach wird es dann so richtig schwierig, wenn du mit aller Kraft versuchst dich gegen so feste Überzeugungen in dir zu wehren. Das heißt nicht, dass du ihnen nachgeben sollst, aber du kannst akzeptieren, dass sie da sind und versuchen zu schauen wo du vielleicht das eine oder andere winzige Gegenargument findest. Und wenn da grad gar keines ist, dann ist das auch ok. Dann darf es einfach so sein, dass diese Gedanken da sind, du aber trotzdem weitermachst.

30.08.2023 09:43 • x 1 #26


Juju
Liebe Wozu.
Darf ich Dir einige Fragen stellen?
ich lege mal einfach los und Du entscheidest, was Du beantworten möchtest und was nicht, okay?

Wie lief denn Dein Leben vor dieser Phase der Depression? Hattest Du schon einmal solche Gedanken? Hat denn Dein Leben vorher funktioniert?
Wie ich lese bist Du 61 Jahre alt? Mein Respekt, Du hast dann ja im Grunde genommen schon bestimmt 40 Arbeitsjahre?
Du bist in jedem Fall versichert, musst eben nur den Antrag schnellstmöglich abgeben. Dann bist Du normal übers Arbeitsamt krankenversichert.

Hast Du Familie?
Kinder?
Freunde?

Wenn ja, wissen sie um Dein psychisches Empfinden?

Oder bist Du gar alleine?

Wenn sich so ein Gedanke mal manifestiert hat, dann sitzt der in Deinem Kopf und bloppt immer wieder auf. Aber weißt Du was mich erfreut hat, Du hast irgendwann geschrieben, dass Du Angst hast zu verarmen und das zeugt ja eher von Lebeneswillen.Wenn alles schon verloren wäre, dann wäre Dir das vielleicht auch egal.

Ich sehe wirklich Hoffnung für Dich.

Ich hoffe, ich war nicht übergriffig.

Herzlichst, Juju

30.08.2023 09:47 • x 3 #27


W
Ich habe euch gelesen,
vielen Dank dafür, muss es erst mal sacken lassen.
wozu

30.08.2023 17:56 • #28


W
Ich bin völlig durchwirrt. Hatte gedacht, dass ich schon längst auf eure Antworten reagiert habe. Das tut mir leid.
Ja, diese S. Gedanken bestimmen auch jetzt mein Leben. In der Klinik wurde immer gesagt, sie sind ein Symptom der Depression- aber dieses Symptom ist nicht mehr auszuhalten.
Es geht nicht nur um ein Hintertürchen.
Es stimmt, ich kämpfe, wenn ich allein schon dieses Kraftakt sehe, um einen Therapeuten zu finden oder auch , diese ganzen Anträge zu stellen - da bin ich einfach überfordert und ich frage mich immer mehr , warum das alle, wozu ?
Warum kämpfe ich, obwohl ich das doch gar nicht mehr will und kann? Es übersteigt meine Fähigkeiten.

Depressionen u. eine kptbst habe ich seit mehr als 20 Jahren. Es ist auffällig , dass seit 2021 die Klinikaufenthalte mehr werden und die Zeiten in denen es mir einigermaßen geht immer kürzer werden. Die Episoden werden immer länger, die Zeiten, wo es einigermaßen geht immer kürzer--- Und ja: ich habe immer wieder gekämpft und bin jetzt so müde.
Ich habe Freundinnen - und habe ihnen in den vergangenen Zeiten auch
viel zugemutet ich bin dankbar, dass es sie gibt.
wozu

07.09.2023 01:04 • x 2 #29


A


Hallo wozu,

x 4#15


W
Es ist spät - dies ist mein 3. Versuch, einen Text hier zu schreiben. Für mich ist das WWW manchmal unverständlich.
Mal etwas Positives: gestern kam der Bescheid, dass ich ALG1 erhalte. Das ist schon etwas beruhigend (übrigens kam am letzten Freitag noch die Mitteilung, dass mir ein Formular fehlt und als Zusatz stand in dem Brief, dass ich nicht krankenversichert bin und zwar solange, bis das erste Geld gezahlt wurde.
Der Reha-Antrag ist auch abgegeben.
Soweit so gut, aber nach dem Antrag - ist vor dem Antrag. Nun heißt es den Antrag auf Befreiung der Zuzahlung auf den Weg zu bringen. Die Chronikerbescheinigung habe ich schon.
Einen Monat bin ich wieder hier, und da ist eine Menge passiert und ich habe, nach meinem Gefühl, viel geackert.(Auch das ist so ein Zug von mir, wo ich versuche, alles zu tun, was von mir verlangt wird). Ich bin dankbar, dass die APP mir dabei geholfen hat, wobei die mir heute sagten, das hätte ich alleine gemacht.
und
doch, es bleibt die gleiche Frage: wozu?
Der Wunsch, mein Leben zu beenden ist sehr stark da. Moosgrün: du schreibst, du bist noch da und kämpfst. Ja, das stimmt, ich hatte ja geschrieben, dass es diese beiden Anteile in mir gibt, der erste Anteil, der jetzt sehr vorherrschend ist: Ich will nicht mehr leben, und der 2. Anteil: man darf sich nicht suizidieren. Mittlerweile spüre ich, dass sie sehr miteinander kämpfen.

Ich bin dankbar, dass die Auffassung von Selbstfürsorge bei einigen von euch ähnlich gesehen wird. Manchmal komm ich mir komisch vor, wenn die APP - Kraft anspricht, das ich Selbstfürsorge machen soll, meistens bekomme ich einen Schauer und blockiere.
Genauso geht es mir mit der Frage: - was möchtest du in Zukunft, wie stellst du dir die Zukunft vor? - Ich schweige aus 2 Gründen: 1. weiß ich nicht, was ich hier machen könnte und 2. ich will hier keine Zukunft haben.
So, nun ist es sehr spät. Ich wünsche allen eine gute Nacht.
wozu

09.09.2023 02:19 • x 3 #30

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