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Ich bin wieder hier- oder doch nicht?

W
Heute war ich beim meiner Psychiaterin. Wir hatten ein längeres Gespräch und sie meinte, dass ich noch eine schwere Depression habe.
Es war sehr anstrengend und die letzten Wochen waren für mich auch sehr anstrengend Ich habe wirklich geackert und auch versucht mir Gutes zu tun, es hat sich nicht verbessert. Ich weiß, ich kann es nicht erzwingen. Ich weiß aber auch, dass ich nur noch erschöpft bin du nicht mehr kann. In meinem Kopf sind Pläne, wie ich mein Leben, diesmal erfolgreich beenden kann. Es muss doch endlich klappen.
wozu

12.09.2023 23:20 • #31


W
der Weg zum Tiefpunkt ist grausam. hat Fritz geschrieben. Er hat recht. Leider bin ich zu schwach, diesen Weg weiter zu gehen.
Danke fürs Lesen
wozu

14.09.2023 18:01 • #32


A


Hallo wozu,

Ich bin wieder hier- oder doch nicht?

x 3#3


BlackKnight
Nein hat Fritz nicht!

Und du meldest dich bitte hier und schilderst um was es geht und was du vor hast

https://www.telefonseelsorge.de/

BK

14.09.2023 18:50 • x 1 #33


BlackKnight
Ein sehr neuer Wirkstoff:

Ketamin

Wie eine Dro. bei Depression Hoffnung weckt

https://www.google.com/amp/s/amp.zdf.de...e-100.html

14.09.2023 18:53 • x 2 #34


Blütenstaub
Liebe @wozu ,

Mir geht seit gestern nicht aus dem Kopf, wie genau es dir wohl gehen mag (dass es nicht gut ist, weiß ich).

Vielleicht magst Du dich bei uns melden.
Mir ist sehr wichtig, zu wissen, wie es dir geht und was bei dir los ist.
Und ich bin sicher, dass es hier auch anderen so geht.

LG Blütenstaub

15.09.2023 13:46 • x 1 #35


BlackKnight
Zitat von Blütenstaub:
Liebe @wozu , Mir geht seit gestern nicht aus dem Kopf, wie genau es dir wohl gehen mag (dass es nicht gut ist, weiß ich). Vielleicht ...


+ 1 .... Bitte mal melden

15.09.2023 14:37 • #36


hlena
Zitat von Blütenstaub:
Und ich bin sicher, dass es hier auch anderen so geht.


Absolut richtig!
Das habe ich in der Reha gesehen.
Und ich habe festgestellt, anderen geht es sogar noch schlechter.

15.09.2023 16:10 • x 1 #37


W
Hallo an alle, die mir in den letzten Tagen geschrieben haben und an alle, die mich vielleicht noch lesen.
@Blütenstaub - du wolltest ein update von mir, das will ich wohl geben:
- zu den Anträgen: ALG1 ist genehmigt, in dem Zusammenhang fiel mir dann auf, dass ich im gesamten letzten Jahr kein Gehalt bekommen habe nur Krankengeld, wobei ich 2 Wiedereingliederungen hatte und das Arbeitsgefühl da war.
Reha-Antrag ist raus: auch da kam wieder was Komisches. Am Dienstag der vergangenen Woche habe ich den Antrag abgeben, am Samstag bekam ich dann einen Brief von der Rentenversicherung, dass sie ärztliche Unterlagen bekommen haben und ich einen Antrag auf Reha stellen soll. Ich frage mich, woher haben die diese Unterlagen?. Datiert war das Schreiben vom Montag.
Natürlich habe ich versucht nachzuhaken, was das bedeutet. Mehrfach war ich in der Warteschleife (am Do. 1 Stunde) entnervt habe ich dann aufgelegt und eine mail geschickt, aber auch noch keine Antwort.
Therapeutensuche: ich hatte das therapeutische Gespräch und erhielt dann einen anderen Code, wo ich mich dann wieder bei der Terminvergabestelle melden musste, was natürlich auch wieder mehrere Anläufe gebrauchte. Diese konnten mir zeitnah keinen Therapeuten nennen. Jetzt versuche ich es mit der Kostenerstattung und hoffe, dass das endlich klappt und ich dann zu meiner ehemaligen Therapeutin kann.
Die Besorgung der Bescheinigungen erweist sich auch als schwierig. Da muss ich noch überlegen, wie das am Besten geht.
d.h. noch immer viele Baustellen in diesem Bereich. Es kostet soviel Kraft.
-
Beziehung zu meiner Familie (meinen 2 Brüdern) - Als ich noch in der Klinik war, hatte einer Geburtstag. Ich habe lange überlegt, ob ich sage, dass ich in der Klinik bin und dass ich einen SV begangen habe. Schließlich habe ich es getan, aber es kam NULL - Reaktion. Sie wollen nicht hören, dass es mir schlecht geht, und ich glaube, dass das die meisten Menschen nicht hören wollen.
Schließlich ist meine Aufgabe in der Arbeit ja auch: positive Werte zu vermitteln.
Was mir vor dem Krankenhausaufenthalt auch immer mehr wie Heuchelei vorkam.
Ich kann nichts erzählen, was ich in mir nicht fühle.
Vor 2 Wochen wurde ein Kollege verabschiedet und heute hatte unsere Kita 50-jähriges Bestehen. Ich bin hin gegangen, aber es war mir einfach zu viel. Der Lärmpegel, die vielen Menschen, das auf die Menschen zugehen. Beide Male habe ich mich nach kurzer Zeit verabschiedet. - Wenn ich so bin, brauche ich auch nicht mehr zur Arbeit gehen, denn das ist Beziehungsarbeit, die ich sonst gerne gemacht habe und die mir sehr wichtig ist.
- Mein Empfinden:
Meine Grundanspannung ist generell sehr hoch- ich spüre jedoch, dass sie in den letzten 6 Wochen noch mehr angestiegen ist, das hat auch Auswirkungen auf körperliche Symptome.
Die Frage: wozu - wozu noch leben - ich kann und will nicht mehr, ist sehr sehr bedrängend. Ich habe mir aber noch keinen Termin gesetzt.

Ich weiß nicht, wie ich da raus kommen soll - danke euch aber für eure Rückmeldungen
wozu

16.09.2023 21:25 • x 5 #38


hlena
Zu der Mail an die Rentenversicherung :
Man kann schon eine Mail schicken,aber Antwort erhält man grundsätzlich nur mit der Post.

16.09.2023 21:45 • #39


Blütenstaub
Zitat von wozu:
Hallo an alle, die mir in den letzten Tagen geschrieben haben und an alle, die mich vielleicht noch lesen. @Blütenstaub - du wolltest ein update von ...

Liebe @wozu.
Du sprichst mir in so Vielem aus der Seele. Ich habe auch so viele Behörden, die irgendwas von mir wollen und eines hängt vom anderen ab... irgendwie sitzt alles in einer Warteschleife fest und es scheint so, als würde immer wieder jemand auf Wiederholung tippen. Es endet NIE.
Ich bin genauso müde.
Ich kann genauso NICHTS mehr hören.
Ich will nicht mehr kämpfen mit irgendwelchen Behörden, mit der Krankenkasse.
Ich wäge ab: Was egoistischerweise gerade NICHT wirklich für mich irgendwie notwendig ist, lasse ich. Teilweise brauche ich genau diesen Egoismus. Du brauchst ihn auch.
Es gibt nur meinen Sohn in meinem Leben,der mehr über mich entscheidet, als ich selbst.
Ein Suizid kommt für mich nicht in die Tüte (ich bin auch sehr dankbar dafür, dass die Gedanken bei mir nicht so präsent sind).Ich sehe es aktuell noch (ich hoffe, es bleibt so) als meine Pflicht an, nicht aufzugeben. Nicht, weil ich einen Sohn habe, sondern weil ich denke, die Antwort auf das alles kommt noch.... die Antwort, warum ich diese Lektion machen muss. Die Antwort, wofür ich noch stärker werden soll.

Ich bin gerade sehr weit unten, aber ich war schon viel tiefer... Ich ging 6 Wochen nicht vor die Tür- am Stück. Ich ging damals nicht einmal einkaufen. Ich hungerte tagelang.
Aber irgendwie muss ich da aber auch wieder herausgekommen sein. Damals schien auch der Suizid für mich nur erlösend.... dann gab es auf einmal HILFE! GUTE HILFE. Als ich mich seelisch nackig machte, wurde es besser.

Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es besser wird. Ich bin auch genau aktuell da, wo du stehst: ohne Therapieplatz. Nach 9 Monaten Suche inzwischen. Ich akzeptiere auch einfach, dass es gerade sch* ist, das darf es auch sein (es gibt bei mir gute , aber auch ganz böse Tage). Ich kämpfe dagegen nicht an. Wie auch OHNE Therapie?

Ich setze mich nicht unter Druck. Ich werde keinem sagen, es ginge mir gut. Ich werde es nicht mehr machen. Die Zeiten sind vorbei. Das ist das, was du auch am wenigsten brauchst. Du musst in die Welt schreien, wie besch* es dir geht. Und ja, mich interessiert, dass es dir so schlecht geht, dass du einen SV unternommen hast. Für mich bist du wertvoll.
Weißt du, wieso? Weil du mir heute schon hilfst mit deinem Text. Wärst Du nicht, hätte ich mich gerade nicht verstanden gefühlt. Das gibt mir sehr viel.

Ich bin dankbar,dass du all das mit mir und uns teilst. Ich hoffe, du hast weiter die Energie zu kämpfen. Ich finde, du kannst schon jetzt unsagbar stolz auf dich sein.

LG Blüte

16.09.2023 22:35 • x 3 #40


W
Hallo Blüte,
du schreibst, dass ich stolz sein könnte, weil ich kämpfe und mich euch mitgeteilt habe.
Du kannst dir sicherlich denken, dass ich nicht so denke. Es tut mir leid, dass es dir auch sehr beschi (eiden) geht.
Du schreibst, dass dein Sohn nicht der Grund ist, warum du noch kämpfst und das ist auch gut so (sicherlich spielt er eine große Rolle) und oftmals ist es ja auch so, dass man/frau dann sagt, dass kann ich dem und der nicht antun.
Ich habe für mich gemerkt, dass ich auf niemanden mehr Rücksicht nehmen muss, am vergangenen Sonntag habe ich noch einmal probiert mit meinem jüngeren Bruder in Kontakt zu treten, es klappt nicht und das war dann wirklich mein letzter Versuch und macht mir im Grunde den Weg frei: ich muss auf keinen mehr Rücksicht nehmen, es kann sich niemand verletzt fühlen. Das gibt mir ein gutes Gefühl, ich darf so handeln, wie ich es möchte.
Ich spüre auch immer mehr, dass meine Kräfte, gegen diese aufdrängenden Gedanken anzugehen, weniger werden- und weißt du was, es macht mir keine Angst.
Vielen Dank,
dass ihr mir geantwortet habt.
wozu

18.09.2023 22:17 • x 2 #41


Dakota
Wir kennen uns nicht, und doch erkenne ich mich in Deinen Beiträgen wieder. Ich kann Dir nur aus meinem Leben erzählen und aus über 30 Jahren Depression/Chronifizierung ... diese drängenden belastenden Gedanken sind ein Symptom. Hatten bei mir immer Krankheitswert wie Vernachlässigung von Kontakten oder mangelnde Körperhygiene und all das, was das Vollbild einer Depression ausmacht. Ich habe vor Jahren EKT gemacht, um diesen drängenden Gedanken und Absichten einen Riegel vorzuschieben. Liebe wozu, es hat geklappt. Mir ging es etliche Jahre gut. Aktuell bin ich in einer sehr langwierigen und verdammt hartnäckigen Krankheitsphase, fast 10 Monate nun ... mit entsprechender Symptomatik. Je länger es bei mir geht, desto gefährlicher. Daher versuche ich derzeit, Esketamin zu bekommen. Ich brauche jetzt wirklich eine chemische Hilfe, einen Input, einen Mechanismus, der mir hilft, da wieder rauszukommen.
Und ja, auch ich komme vor Kurzem aus der Reha und es wird von Tag zu Tag schlechter. Es ist heftig.
Klingt abgedroschen, aber Du bist nicht allein.
Wären weitere Behandlungsmethoden für Dich eine Option (EKT, Esketamin etc.) ?
Du bist nicht allein.
Wir sind Viele.

18.09.2023 22:28 • x 2 #42


W
Hallo Dakota, hallo liebe Alle
vielen Dank für die Antwort.
Meine ehemalige Therapeutin hat schon mal Ketamin vorgeschlagen, irgendwie habe ich da großen Respekt und auch Angst vor, wobei ich nicht weiß woher die Angst kommt. Eigentlich habe ich nichts zu verlieren.
Ich wohne im Bundesland Bremen, da kann ich es ja mit den Bremer Stadtmusikanten halten. WAS BESSERES ALS DEN TOD FINDEN WIR ÜBERALL:
wobei ich mir absolut nicht sicher bin, ob es wirklich was Besseres gibt. Ich habe Vorstellungen, dass es danach einfach wunderbar sein wird, ohne Schmerzen, ohne negative Gedanken- ganz viel Liebe, Freiheit, Lebendigkeit usw.
wozu

21.09.2023 00:39 • x 1 #43


Moosgrün
Liebe wozu,
mein Psychiater hatte mir auch mal Ketamin vorgeschlagen. Kurz darauf habe ich eine Reportage zu dem Thema gesehen. Ich habe mich entschieden, mir diese Option offen zu halten, wenn mir andere Medikamente nicht mehr helfen.
Du schreibst Eigentlich habe ich nichts zu verlieren . Und uneigentlich? Wer sagt dir denn, dass du nicht Liebe, Freiheit, Lebendigkeit usw. findest, wenn es dir besser geht. Wer weiss denn , was noch alles auf dich wartet und dich glücklich macht. Also warum nicht den Schritt wagen.
Wenn ich dich lese, habe ich immer das Gefühl da ist noch Neugier, da ist noch Hoffnung neben all den Gedanken dieses Leben nicht mehr zu wollen.
Ich lasse dir eine Umarmung da, wenn du sie annehmen möchtest.
moosgrün

21.09.2023 07:36 • x 1 #44


A


Hallo wozu,

x 4#15


Dakota
Liebe wozu,

ich finde es gut, dass Du hier schreibst. Auch das kostet Kraft, denke ich. Was mir auffällt, auch in Deinen anderen Threads - Du schreibst immer wieder von dieser enormen Erschöpfung und Müdigkeit. Ich habe das in der aktuellen Krise (mittlerweile seit fast 10 Monaten) auch extrem und habe versucht, es einzuordnen. Ich wurde gefragt, ob ich an Covid erkrankt war (was ich zumindest nachweislich/offiziell nicht war). Zudem steht der Verdacht Fibromyalgie im Raum. Antrieb und Kraft sind derzeit (auch nach stationärer Reha) fast auf Null. Heute ist ein guter Nachmittag, da ich frische Sachen angezogen und Haare gewaschen habe. Das glaubt einem kein gesunder Mensch.
Warum schreibe ich Dir das? Für diese große Erschöpfung und Müdigkeit gibt es einen Grund. Und wo es einen Grund gibt, da gibt es vielleicht auch einen Hebel, um anzusetzen.
Im Moment scheinen die belastenden Gedanken und die Erschöpfung das Hauptproblem zu sein. Ich wünschte, ich hätte nun ein legendäres Geheimrezept für Dich, für mich, für alle anderen, denen es gerade so geht. Ich würde es sofort teilen.
Bei mir ist es so, dass ich es regelrecht spüre, was mir jetzt helfen könnte - neben Akzeptanz meiner Situation brauche ich jetzt chemischen Input, der mir hilft, damit ich mir wieder mehr helfen kann.

21.09.2023 15:05 • x 1 #45

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