176

Ich bin wieder hier- oder doch nicht?

W
Guten Abend in die Runde,
vielen Dank für eure Antworten, so unterschiedlich sie auch waren, so hatten sie doch eins gemeinsam , mir noch mal vor Augen halten, dass wir doch irgendwie in einem Boot sitzen und jede/r
von uns am kämpfen ist, auf die je eigene Weise.
Es ist wieder Samstag und ich gebe ein kleines update:
- in dieser Woche musste/muss ich mich mit körperlichen Symptomen auseinander setzen. Am Donnerstag war ich dann bei der HÄ- Es war mir schon fast peinlich, weil sich so Einiges angesammelt hat.
- meine Magenschmerzen-es ist eine Gastritis
- ich berichtete von meiner Kurzatmigkeit, daraufhin habe ich eine Lungenfunktionsüberprüfung gemacht, das Ergebnis war nicht gut, jetzt muss die Lunge noch geröntgt werden, Ich habe ein Mittel zur Erweiterung der Bronchien bekommen (Spray)
- unter Verstopfung leide ich auch, was ich wirklich unangenehm finde, da hat sie mir Hausmittel empfohlen, die ich allerdings schon seit einiger Zeit anwende.
Blut wurde abgenommen
- ach ja, dann hat sie sich auch noch meinen großen Zeh angesehen, der seit mehr als 2 Monaten bläulich verfärbt ist, dazu hat sie aber nichts gesagt,
-und schließlich gab es auch noch die monatliche B-12 Spritze
- mittlerweile habe ich eine Info von der Rentenversicherung, dass ich die Reha beantragt habe. Bin gespannt, wie lange das dauert, bis der Bescheid da ist.
Und psychisch?
Die sehr drängenden S- Gedanken gehen etwas zurück, und auch das SVV war in dieser Woche nicht.
Die Erschöpfung ist noch sehr groß und auch die Frage nach dem warum soll ich noch leben?
Wenn ich so müde bin, dann hatte ich mal gedacht, dass ich auch gut schlafen kann, dem ist aber nicht so. Ich kann einfach nicht einschlafen. Gestern ist es 2.30 Uhr geworden als ich ins Bett ging.
Ich weiß nicht, ob es ein Fehler war, aber ich habe mir in der Nacht auch einen Kurzurlaub gegönnt in die Lüneburger Heide.In 1 1/2 Wochen geht's los. Ist glaub ich auch gut, mal hier weg zu kommen.
Euch allen eine schöne Woche
die noch immer rat-u.orientierungslose
wozu

23.09.2023 23:02 • x 2 #46


Blütenstaub
Zitat von wozu:
Guten Abend in die Runde, vielen Dank für eure Antworten, so unterschiedlich sie auch waren, so hatten sie doch eins gemeinsam , mir noch mal vor ...

Du machst das soo gut.
Ich hoffe, dir hilft die Auszeit in der Lün. Heide.
Ich bin gerade auch woanders als zuhause... und mir hilft es richtig richtig gut.

Es ist aber an DIR , auch gedanklich Abstand zu nehmen. Das kannst nur Du selbst schaffen...
(Du nimmst dich und deinen Kopf ja an jeden Ort mit )

LG Blüte

24.09.2023 22:52 • x 3 #47


A


Hallo wozu,

Ich bin wieder hier- oder doch nicht?

x 3#3


Dakota
Hallo @ wozu, hoffe mit der Gastritis geht es besser.
Lüneburger Heide klingt gut - was magst Du gerne an der Heide?

27.09.2023 21:24 • #48


W
Hallo und guten Abend
ich bin wieder zu Hause. @ Blütenstaub, du so was von Recht: ich nehme mich mit an jeden Ort. Ich denke schon, dass ich ganz viel getan habe, um meinen Kopf frei zu kriegen.
Jeden Tag ein ausgedehnter Spaziergang (sowohl im Kurpark als auch in der Heide), und mit meiner Hotelbuchung konnte ich jeden Tag in die Therme mit Sauna gehen, das habe ich reichlich ausgenutzt.
Am Sonntag war ich auf einem Herbstmarkt und habe auch etwas gefunden, was mir gefällt außerdem etwas für meine Soziotherapeutin als Dankeschön, weil sie jetzt bald in Rente geht. Am Freitag haben wir unser letztes gemeinsames Treffen.
Eigentlich müsste ich sagen: es war schön,
aber
ich nehme mich mit an jeden Ort.
Die schönen Dinge , die ich gesehen habe, meine Selbstfürsorge, u.a.m. - ich registriere es, es kommt absolut kein positives Gefühl auf, nicht mal ansatzweise. Ja und dann waren auch jeden Tag die
[trigger][/Suizidgedanken da, sehr bedrängend und mit einem Plan, der diesmal funktionieren wird.trigger]
Ich hab jetzt so viel für mich gemacht und weiß nicht weiter.
wozu

04.10.2023 18:36 • x 1 #49


W
Es tut mir leid, dass ich schon wieder schreibe.
Ich weiß nicht mehr weiter. Die S.-Gedanken werden immer bedrängender und ich fühle mich dadurch auch in die Enge getrieben. Da ich mich selber kenne, weiß ich dass ich zu impulsiven Handlungen neige, dass ich nicht mehr nachdenke sondern einfach handle und zwar im negativem Sinn.
Ich fühle mich hilflos und kraftlos, weil ich einfach nicht mehr dagegen ankämpfen kann. Es tut mir leid.
wozu

06.10.2023 00:11 • #50


Lost111
Was kann ich tun, um dir zu helfen?

06.10.2023 00:12 • #51


Lost111
@wozu

?

06.10.2023 01:01 • #52


W
Liebe Lost,
du hast mich gesehen, dafür danke.
Gestern habe ich 2x versucht bei der Telefonseelsorge anzurufen, das ist ja schon ne echte Überwindung, jedenfalls für mich. Beide Male war besetzt. Ich Döddel hab die Telefonnummer vom Bereitschaftsdienst meiner APP verlegt, ich wusste, dass ich mir die Nummer aufgeschrieben habe, bin schon fast panisch geworden, weil ich sie nicht gefunden habe.
Heute Mittag hatte ich APP. Diese Therapeutin geht jetzt in Rente und somit war es unser letztes Treffen. Es ist schade, dass sie geht, aber so ist das nun mal.
Ich würde auch so gerne gehen, richtig gehen.
Hab Angst vor diesem Abend
wozu

06.10.2023 19:29 • x 1 #53


Lost111
Zitat von wozu:
Gestern habe ich 2x versucht bei der Telefonseelsorge anzurufen, das ist ja schon ne echte Überwindung, jedenfalls für mich. Beide Male war besetzt.

Liebe @wozu ,

ich habe da auch schon des Öfteren angerufen, und es hat immer lange gedauert, bis ich durchgekommen bin. Da muss man leider sehr viel Geduld haben.

Zitat von wozu:
Heute Mittag hatte ich APP. Diese Therapeutin geht jetzt in Rente und somit war es unser letztes Treffen. Es ist schade, dass sie geht, aber so ist das nun mal.

Gibt es einen Nachfolger?

06.10.2023 19:45 • x 1 #54


Bondgirl
Liebe wozu,
Es tut mir Leid, dass es dir nicht besser geht, obwohl du darum kämpfst.

Hast du denn noch eine andere Telefonnummer, die du anrufen kannst, wenn die Gedanken immer schlimmer werden?

06.10.2023 20:48 • #55


Kate
Hi Wozu, ich hatte es in einer Notsituation mal mit dem Chat der Telefonseelsorge versucht (oder Mail war das).
Hauptsache es hat einer zugehört. Manchmal hilft es ein winziges bisschen alles aufzuschreiben. All den sch. auf Papier zu bringen.
Du schaffst das, wir alle schaffen das

06.10.2023 20:52 • x 3 #56


W
Es heißt so schön, Depressionen sind behandelbar, das mag wohl sein - aber von Heilung wird weniger gesprochen. So lange quäle ich mich damit rum und ich habe wirklich versucht, mich auf die Therapien einzulassen, habe auch mein Leben geändert (z.B. in eine neue Stadt gezogen und eine neue Arbeitsstelle angetreten) , wozu-? Um die Erfahrung zu machen, es geht bei jeder Episode noch tiefer?
Nach meinem Empfinden bin ich ganz unten, es kann nicht mehr tiefer gehen.
Ich kann nicht mehr und kapituliere.
gekämpft - gehofft - und doch verloren.
wozu

07.10.2023 01:35 • x 2 #57


Ell
So down und tief unten, das ist furchtbar.
Schön dass du dir diesen Kurzurlaub gegönnt hast, aber klar man nimmt sich überall mit. Manchmal hellt es den grauen Nebel etwas auf, aber ich kenne das auch es hilft nicht nachhaltig . Würde es dir vielleicht helfen in eine Klinik zu gehen oder gibt es sogenannte Krisenhäuser in deiner Nähe?
Ja und Chat oder Mail Telefonseelsorge, es gibt auch noch ganz neu dieses Angebot.
https://www.obeon.de/
Vielleicht hilft es dir dort mal zu schreiben?
Kraftgrüße von Ell

07.10.2023 09:33 • x 1 #58


Dakota
Zitat von wozu:
Es heißt so schön, Depressionen sind behandelbar, das mag wohl sein - aber von Heilung wird weniger gesprochen. So lange quäle ich mich damit rum und ich habe wirklich versucht, mich auf die Therapien einzulassen, habe auch mein Leben geändert (z.B. in eine neue Stadt gezogen und eine neue Arbeitsstelle ...

Wer bin ich, Dir aus meiner Position (ebenfalls in einer schweren und langen Krankheitsphase) heraus spontan zu schreiben - Heilung gibt es. Vielleicht versteht jede:r etwas anderes darunter. Auch bei mir ist es chronisch und wenn die Lebensumstände sich verschlechtern, dann habe ich ein Rezidiv. Gilt umgekehrt aber auch - wenn sie sich verbessern und gut bleiben, dann bin ich stabil. Ich hatte einige stabile Jahre, bis Mobbing mich niederstreckte ...
Für meine Diagnose und Anzahl der Episoden (über 40 Episoden in fast 30 Jahren) ging es mir in den letzten Jahren bis zu dem Mobbing erstaunlich gut.
Wenn Du möchtest, können wir auch mal hier chatten. Muss ja nichts Großes sein, tausche mich auch gern über Alltag oder Backrezepte aus.

07.10.2023 22:18 • x 1 #59


A


Hallo wozu,

x 4#15


W
Vielen Dank für den link, ich werde mal hineinschauen,
@ Dakota, es tut mir leid, dass es dir jetzt auch suboptimal oder besser gesagt, schlecht geht.
Gestern Nacht habe ich beim Bereitschaftsdienst der APP angerufen, muss die wohl aus dem Bett geklingelt haben. Das Einzige was sie mir geraten hat, eine Tavor nehmen oder in der Klinik anrufen. Beides wollte ich nicht so gerne hören.
Wie lange kann das bei mir noch gut gehen- ich weiß es nicht. Bin zu müde und kann nicht mehr kämpfen. Es raubt mir meine letzte Kraft
wozu

08.10.2023 01:43 • x 2 #60

Weiterlesen »




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag