Ich esse zu wenig und mein Körper hat Hunger

Sarah


Es gibt keine blöden Fragen - und hier erst recht nicht



Ich habe mich lange Zeit gar nicht gewogen. Ich war nachdem ich in der Klinik mit dem Laufen angefangen habe halbwegs zufrieden mit meiner Figur - zumindest so zufrieden wie selten in meinem Leben zuvor. und Dank des neuen Jobs habe ich mich auch nicht mehr ständig von Pizza, Burger, Döner und Co. ernährt. Im Mau/Juni hatte ich mal wieder eine ziemlich schlechte Phase, in der vieles zusammen kam. Da ist mir aber nicht aufgefallen, dass sich irgendwas an meiner Esserei verändert hat - zumindest nicht bewusst. Irgendwann sprach mich mein Chef an, ob ich eigentlich noch essen würde - er hätte das Gefühl, dass ich einiges abgenommen habe. Daraufhin bin ich zum ersten mal nach Monaten wieder auf die Waage gestiegen - und war erschreckt, wie wenig es war. Da ist mir auch bewusst geworden, das sich mein Essverhalten verändert hatte - zu der Zeit habe ich auch den Thread hier gestartet. Ab da bin ich täglich auf der Waage gewesen, auch um mich vor mir selber zu schützen - denn das Gewicht durfte nicht weniger werden. Auch damals hatte ich die Stimme der Vernunft von der ich oben schrieb immer in mir. Irgendwann hat sich die Einstellung zum wiegen verschoben: die Angst vor dem zu wenig wurde weniger, die Angst vor dem zuviel wurde mehr.

Vielleicht wäre es wirklich mal einen Versuch wert, die Wiegerei erst einmal auf einmal die Woche zu reduzieren. Oder meinst du, dass dieser Kompromiss auch ein eher fauler Kompromiss wäre?



Die auch liebe Grüße. Und deinem pfeifenden Elch schicke ich jetzt mal ein tanzendes Kaninchen zur Gesellschaft

Sarah

16.08.2011 21:36 • #16


M
Sarah, ich glaube, Du hast alles immer noch recht gut unter Kontrolle, weil Du Dir viele Gedanken über die Zusammenhänge machst Die Idee, die Waage mal für eine Weile zu verbannen, halte ich für sehr gut. Da das ganze für Dich tragbar und praktikabel sein muß, wäre wiegen 1 x wöchentlich vielleicht ein guter Kompromiss.

Das Kaninchen ist soooo süß, wo gibt es das?

16.08.2011 22:01 • #17


A


Hallo Sarah,

Ich esse zu wenig und mein Körper hat Hunger

x 3#3


Sarah
Zitat von Martina:
Das Kaninchen ist soooo süß, wo gibt es das?


In einem anderen Forum, in dem ich viel unterwegs bin. Wenn du magst kann ich dir mal eine Aufstellung von ein Paar Grafiklinks schicken, damit man sie hier auch nutzen kann

16.08.2011 22:05 • #18


M
Ja das wäre schön Sarah, ich liebe solche Sachen

16.08.2011 22:17 • #19


Sarah
Bisher hat der Vorsatz nur noch einmal die Woche wiegen nicht wirklich geklappt. Allerdings nicht, weil der Druck zu groß war, sondern wegen allmorgendlicher Verplanung Ich bin echt kein Morgenmensch und wenn ich im Halbschlaf morgens um Viertel vor sechs ins Bad torkle steige ich inzwischen automatisch auf die Waage Spätestens wenn ich an der Kaffeemaschine stehe kommt dann immer da war doch was-Gedanke . Wobei dann auch teils der Gedanke ist, dass es gut zu wissen ist, dass das Gewicht im Wohlfühlkorridor liegt. Oder das es gut zu wissen ist, dass ich knapp früber liege....

Ich habe die Waage jetzt gerade mal ins Schlafzimmer gestellt, um zumindest den Automatismus zu unterbrechen. Mal sehen wie es mir damit geht

23.08.2011 20:38 • #20


Sarah
Hallo Mooni,

danke für die Nachfrage

Es war schon komisch heute Morgen - was auch daran liegen kann das mir gerade meine Morgenroutine heilig ist. Ich entwickel mich erst nach ner Stunde und nem extragroßen Kaffee halbwegs zum Menschen Aber es waren auch die Gedanken da, was das Gewicht wohl mache. Ich habe überlegt, was ich gestern gegessen habe und ob das Gewicht wohl daher in Ordnung ist. Wobei ich heute Morgen eh angespannt war, da ich heute den vorerst letzten Termin bei der Analytikerin hatte, bevor sie ihr Gutachten schreibt.

Aber durch den vollen Schreibtisch im Büro war ich schnell abgelenkt. In der Analyse hat sich das Blatt dann gewendet. Es war ja die letzte Stunde vorm Gutachten. Und die Analytikerin war ja der erste Therapeut, dem ich von meinem Essproblem erzählt habe. Und sie hat mich dann noch mal auf das Thema angesprochen. Und es viel mir schwer darüber zu reden. Weil ich es nicht verstehe, warum dieses Problem zwischendurch so groß geworden ist. Weil es mir teils peinlich ist, dass ich mit Ende zwanzig und mit Wissen um die fiesen Seiten einer ES doch noch fast abrutsche. Und ich konnte irgendwie nichts von dem, was die Therapeutin sagte, so richtig an mich ran lassen konnte. Keine Ahnung wieso...

Gerade habe ich die Quittung dafür bekommen. Ich stand im Bad vorm Spiegel, um mich für den Abend fertig zu machen - ich wollte noch tanzen gehen. Und im Spiegel sah ich wieder den dicken Bauch, die wabbeligen Oberarme. Ich fühlte mich wieder so unwohl, unförmig, häßlich. Jetzt sitze ich immer noch in Schlabberhose hier unf weiß nicht, ob ich gehen soll. Einerseits will ich mich nicht von diesem schei. einschränken lassen - denn ich hatte mich echt auf den Abend gefreut. Zumal ich weiß, dass es objektiv nicht stimmt (siehe hier mit-salsa-tanz-zurueck-ins-leben-halte-aengste-jetzt-aus-t21004.html). Andererseits befürchte ich, dass der Abend zum Flop wird, wenn ich so dahin gehe...

Grmpf, warum muss das alles so schwierig sein

24.08.2011 20:49 • #21


M
Booooooooh, was bist du hübsch, schlank, schön, jung!!!!!

24.08.2011 23:04 • #22


Sarah
Ich grabe den Thread mal wieder aus...

Im Moment läuft eigentlich ganz gut mit der Esserei. Ich esse regelmäßig und es bestimmt auch nicht mehr so sehr mein Denken und fühlen. Ich lebe gut ohne tägliche Besuche auf der Waage. Aber natürlich ist nicht alles perfekt. Es gibt immer wieder Momente, in denen ich mich als zu dick und unförmig empfinde und mein Spiegelbild und Körpergefühl kaum ertrage. Und auch Tage, bei denen ich doch wieder viel darüber nachdenke, was ich gegessen habe, ob es zuviel oder das falsche war. Bei vielen Sachen habe ich immer noch die Kalorienzahlen immer im Kopf. Wenn die Waage dann doch mal was sagt, was mir nicht passt, bringt es mich kurz ins Straucheln. Und oft verbiete ich mir Lebesmittel, auf die ich eigentlich Lust habe. Aber es ist alles im Rahmen.

Was nicht so gut läuft ist mein Verhältnis zum Hungergefühl. Wenn ich Hunger empfinde (was dank regelmäßiger Mahlzeiten Gott sei Dank selten der Fall ist) habe ich das Gefühl, ihn bekämpfen und aushalten zu müssen. Dem Hunger nicht nachgeben zu dürfen. Wenn ich doch etwas esse, weil ich merke das ich wackelig auf den Beinen werde oder mir fast schlecht ist vor Hunger, muss es wenig sein. So wenig wie möglich. Und vor allem fühlt es sich ganz gewaltig nach Versagen an...

Ich weiß nicht, woher das kommt. Und was mir das sagen soll. Vielleicht ließt hier jemand mit und kann mir damit weiterhelfen. Ich kenne solche Empfindungen aus Berichten von magersüchtigen. Aber das bin ich nicht....

Verwirrte Grüße

Sarah

07.11.2011 23:12 • #23


A


Hallo Sarah,

x 4#9


Pyxidis
Hallo Sarah,

Zitat:
Was nicht so gut läuft ist mein Verhältnis zum Hungergefühl. Wenn ich Hunger empfinde (was dank regelmäßiger Mahlzeiten Gott sei Dank selten der Fall ist) habe ich das Gefühl, ihn bekämpfen und aushalten zu müssen.


ich bin nicht magersüchtig und kenne mich mit dem Thema Essen auch nicht aus, was mir aber aufällt ist, wenn Du Deinen Hunger bekämpfst und aushalten willst, kümmerst Du Dich in solchen Momenten überhaupt nicht um Dich, sondern behandelst Dich schlecht im Prinzip selbstverletzend. Hört sich krass an, ist aber meiner Meinung nach so. Der Hunger ist ein Bedürfnis von Dir und will liebevoll gestillt werden. Solange Du das nichts tust, behandelst Du dich schlecht und das hast Du nicht verdient.

Liebe Sarah, sei liebevoll zu Dir und esse was, wenn Du Hunger verspürst.

Viele Grüße
Scorpio

08.11.2011 11:56 • #24

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