Ich habe solche Angst um meine Tochter!

JeanLucca
Hallo Eni.

Zitat von eni:
... und ich kann sie nur in Arm nehmen und hoffen, dass es ihr hilft.
Das hilft ihr sicher. Eine Ma die an ihrer Seite steht, die sie liebt so wie sie ist, die Geborgenheit ausstrahlt, Sicherheit. Eine Ma auf die sie sich verlassen kann. Das ist sooo wichtig für sie und wird bei ihr auch so ankommen - auch wenn sie es nicht deutlich sagen/zeigen kann.

Dein Thread hier berührt mich weil meine grosse im gleichen Alter wie Deine Tochter ist. Ich mache mir oft Gedanken um sie weil sie auch ihre Gefühle nicht zeigt sondern lächelnd zustimmt selbst wenn ihr gar nicht danach zumute ist. Von daher kann ich mich gut in Deine Situation einfühlen.

Viel Kraft wünsch ich Dir

Lieben Gruß, JeanLucca

19.09.2011 06:54 • #16


eni
Hallo JeanLuca,

vielen Dank für deine tröstenden Worte. Mittlerweile geht es ihr wieder einigermaßen gut und sie telefoniert gerade mit ihrem Freund, er will es noch einmal versuchen!!! Mamas Herz klopft ganz laut, aber es ist ihre Entscheidung und ich bemerke, dass es viel zu nahe an mich herankommt.

Ich empfinde fast so, als würde es mir passieren und nicht ihr und das ist schon ein wenig beängstigend. Ich habe wirklich Angst sie zu sehr einzuengen und auf der anderen Seite will ich ihr Anker und ihr Fels in der Brandung sein. Aber sicher wird es auf Dauer nicht funktionieren.

Sie wird ihren eigenen Weg finden müssen, ob mit SVV, Rauchen oder Schlimmeren. Ich kann und will ihr nur zeigen, dass ich immer für sie da bin, damit bei uns nicht so etwas passiert wie bei einem Mädchen aus der Klinik. Diese Mädchen ist zwar schon 17, aber ihr Mutter hat sie in die Obhut des Jugendamtes gegeben, weil sie einfach hilflos war und nicht mehr mit ihr klar kam. Obwohl dieses Mädel es sich vordergründig gewünscht hatte ( oh, cool, dann komme ich in eine WG), ist sie vor meinen Augen zusammengebrochen, als sie die Nachricht vom Jugendgericht bekam.

Leider habe ich solche Momente immer vor Augen, auch mich hat der Aufenthalt meiner Tochter in der Klinik geprägt. Leider hat es auch meine Tochter geprägt. Sie pflegt noch regen Kontakt mit den anderen Patienten. Auf der einen Seite ganz toll, weil sie sich mit Leidensgenossinnen aussprechen kann, aber auf der anderen Seite ziemlich beängstigend, weil sie mindestens drei Jahre älter sind und schon so einige Erfahrungen mit Sachen haben, von den man in der Regel mit vierzehn noch nicht kennt.

Dadurch hat sie jetzt Schwierigkeiten ihren Platz in der Schule zu finden. Die Gleichaltrigen kommen ihr wahrscheinlich sehr unreif vor und daher sucht sie sich diejenigen, die auch aus der Rolle fallen und auch schon so ihre Schwierigkeiten haben, anders kann ich es mir nicht erklären, dass sie sich ausgerechnet diese Typen ausgesucht hat.

Ich weiß, dass ihre beste Freundin immer wieder auf sie einredet und sagt, dass es Schei... ist mit diesen Typen rumzuhängen, aber ihr sagt sie immer nur wieder, sie würde nie etwas Schlimmes machen. Aber ich glaube, sie belügt sogar ihre beste Freundin.

Ich habe einfach solche Angst.

PS. Ich bin geprägt, von den Buch Wir Kinder von Bahnhof Zoo, es hat mir schon als Jugendliche Angst gemacht und als Mutter macht es mir nur noch mehrAngst...
Ich habe Angst, dass ich ihr nicht genug Stärke geben kann, um nicht abzurutschen. Ich will sie nicht verlieren.

21.09.2011 21:17 • #17

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