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Ich möchte mich trennen, schaffe es aber nicht

Maia
Hallo
Ich möchte mich trennen,und schaffe es pychisch nicht.
Mein Mann hat mich schon 2 mal verprügelt,und 4 mal aus dem Haus geschmissen.
Jetzt hab ich mir eine Wohnung gesucht,und wollte gestern ausziehen.
Um 6 Uhr früh,hab ich allen abgesagt.
Panik machte sich in mir breit.
Ich rief Ihn an und fragte ob wir es bitte nochmal versuchen.
Jetzt sitz ich wieder im Haus,und hab trotzdem wieder Panikattacken.
Und weiss eigtl.dass mir das nicht gut tut.
Eine Deppression zum fürchten.
Ich hab die Wohnung noch nicht gekündigt.
Bitte könnt ihr mir Ratschläge gebn.Oder mir sagen,warum ich jetzt wieder hier bin.
Ich bin verzeweifelt
LG
Und danke

09.07.2022 08:25 • x 1 #1


Antiheldin13
Liebe Maia,

das ist eine furchtbare Situation und da solltest du dringend raus. Das weißt du auch, aber wenn man in dieser Situation drin ist, kommt man nicht so schnell alleine davon weg.
Es ist ein guter Schritt, dass du dich geöffnet und hier geschrieben hast.

Fühl dich bitte von mir in den Arm genommen. Es wird sich eine Lösung finden. Du bist nicht alleine, auch wenn es sich momentan so anfühlt.

Hast du dich schonmal an ein Frauenhaus gewandt? Dort könntest du Hilfe bekommen und wärst nicht alleine. Wahrscheinlich lassen sie dich nicht einziehen, weil du ja bereits eine Wohnung hast, aber dort gibt es sicherlich unterstützende Hilfe in Form von Anlaufstellen oder örtlichen Hilfsangeboten.

Ansonsten gibt es auch die Telefonseelsorge, wenn du sehr akut über dein Problem reden möchtest.

Wenn dir das alles unwirklich erscheint und du aus der Panikattacke nicht raus kommst, vergiss bitte nicht, dass du auch in solchen Situationen den Rettungswagen rufen kannst. Sie werden dir helfen außerhalb des toxischen Hauses zur Ruhe zu kommen und vielleicht findest du dann von außerhalb die Kraft deinen Auszug durchzuziehen.

Gib dich nicht auf. Deine Umgebung und auch dein Mann ist toxisch für dich. Er wird sich nicht mehr ändern. Bitte denk jetzt einmal an dich. Es gibt Menschen, die dir helfen werden. Bitte nimm diese Hilfe an, das Leben kann wieder schöner werden, wenn du diesen ganzen Dreck jetzt hinter dir lässt. Mach kleine Schritte, aber du wirst sehen, jeder kleine Schritt nach vorne wird dir helfen.

Ganz herzliche Grüße,
Antiheldin

09.07.2022 08:49 • x 5 #2


A


Hallo Maia,

Ich möchte mich trennen, schaffe es aber nicht

x 3#3


Maia
Danke für die Nachricht.
Lieben Dank.
Ich sitz hier,und er ist der netteste Mensch.
Er tut als ob nichts gewesen wäre.
Ich muss gehn ich weiss das.
Oben wohnt seine Mama,74 Jahre alt.
Sie sagte mir das ich ein A. bin und undankbar.
Ich brauche keine Miete zahlen,und soll mich umsehn,wie es andren geht.
Ich zahle natürlich was hier.
200 Euro,und alles seine Versicherungen.
Den kompletten Wocheneinkauf.
Das stört mich aber nicht.
Wollt das nur hier erwähnen.
Er hat bis jetzt all seine Frauen geschlagen
Aber er sagt wir sind alle selber schuld.
Wir müssten uns nur anständig aufführn.
Meine Freund sagen auch mir dass ich verrückt bin,weil ich alles wieder abgesagt habe.
LG

09.07.2022 09:07 • #3


Maia
Warum schaff ich nur diesen Absprung nicht

09.07.2022 09:28 • #4


Antiheldin13
Lass dir das alles nicht einreden!
Dein Mann wird sein wahres Gesicht zeigen, sobald er meint, dass irgendwas wieder nicht richtig ist.
Es kann sein, dass es irgendwas im Haushalt ist oder auch nur ein kleine Wolke am Himmel. Es wird nicht an dir liegen, warum er ausflippt.

Bitte denk jetzt an dich. Ich weiß, dass du irgendwo in dir drin noch ein kleines Fünkchen Energie hast, um zu gehen. Nutz es und tu was du dich. Du kannst nicht die ganze Welt retten, aber fang doch bitte bei dir an.
Irgendwann wird es sich wieder gut genug anfühlen und du wirst dir sicher sein, niemals wieder zu ihm zurück zu gehen.

09.07.2022 10:00 • x 3 #5


aurora333
@Maia, ich rate Dir dringen auszuziehen, sei es in ein Frauenhaus ( wie @Antiheldin13 schrieb bekommst Du da auch psychische Betreuung ua.) oder in die eigene Wohnung. Versuch all Deinen Mut zusammen zu nehmen, damit Du wieder genesen kannst.

Auch ich befand mich in einer so destruktiven Beziehung, in der mein Mann regelmässig wegen seiner Impulsivität mich als Prellbock missbrauchte. Einmal drohte er sogar mich umzubringen. Damals nahm das Frauenhaus mich leider nicht auf. Sie sagten, so lange er mich nicht schlage, hätten sie zu wenig Platz.

Du hingegen würdest aufgenommen werden ! Zwischendurch tat mein Ex auch reuig, es gab versöhnliche Gespräche und und, doch wenn ihn etwas irgendwo wieder reizte, überforderte war ich dran. Mit den Jahren wurde mein Selbstwertgefühl immer kleiner und schwächer und meine Angst nahm zu ,so dass zwei Anläufe mich von ihm zu trennen scheiterten. Das gelang dann erst vor 10 Jahren. Seither geht es mir stetig besser. Ich wünschte ich hätte damals die Kraft gehabt, mich öfter aus diesem krankmachenden Klima versuchen zu lösen !

09.07.2022 10:34 • x 5 #6


Maia
Ich danke euch vielmals fürs antworten.
Am liebsten würd ich den ganzen Tag nur schlafe.
Evtl.
Kauf ich einfach alles neue
Dann fällt dieser Umzug schon mal weg

09.07.2022 11:21 • #7


R
Hallo Maia,
ich war mal in einer ähnlichen Situation wie du. Körperliche und seelische Gewalt bestimmten mein Leben, wenn ich in der Wohnung war. Zu Hause kann ich dazu nicht mehr sagen. Meine Gedanken, es wird besser, wenn ich für ihn da bin, noch ein Vesuch, eine Chance . . .
Es wird nicht besser! ! ! Aus heutiger Sicht weiß ich, wenn einmal die Hand erhoben wurde ist eine Grenze überschritten, eine Barriere gebrochen.
Man muss gehen und das schnell. Ein Neuanfang ist der beste Schritt in ein neues Leben, ein selbstbestimmtes Leben ohne Gewalt. Das muss man sich wert sein.
Niemand sagt, dass es einfach ist, aber es ist jede Kraftanstrengung wert.
Ich habe es geschafft und du schaffst es auch.

09.07.2022 12:12 • x 7 #8


Tealight
Zitat von Maia:
Warum schaff ich nur diesen Absprung nicht

Ja, warum nicht

Dir geht es schlecht in der Beziehung. Du wirst verprügelt. Du bist nicht mehr gerne Zuhause, weil es kein Rückzugsort ist. Nur Verunsicherung und Angst....

Ist es das Wort Ehe was Dich nicht gehen lässt...
Ist es die finanzielle Sicherheit...
Ist es die Gewohnheit, die es einen Absprung unmöglich macht...
Ist es das zukünftige alleine sein, was es unmöglich macht...
Ist es die alleinige zukünftige Verantwortung, für das eigene Leben verantwortlich zu sein, was es unmöglich macht...
Magst du das dominante vom Partner...

Irgendwas von dem wird es sein, schätze ich

Es können noch zig andere Beispiele von anderen Usern kommen, aber es liegt an Dir den Absprung zu machen

09.07.2022 13:10 • x 3 #9


Ziva
Huhu,

@Rahel hat es so gut geschrieben!
Nun hast du schon die andere Wohnung und du hast sie (wie ich finde zum Glück) noch nicht gekündigt. Zieh dort ein! Nimm einfach nur das mit, was du brauchst. Alles andere kommt mit der Zeit. Ist nicht alles besser, als mit einem gewalttätigem Menschen zusammen zu leben? Du hast dir eine Möglichkeit geschaffen. Nutze sie! Pack deine sieben Sachen und geh.
Geh einkaufen und komm nicht mehr zurück. Geh spazieren und geh nicht wieder zurück. Tricks dich selbst aus. Sag dir, ok, ich mach eine kleine Runde zu Fuß und dann gehst du weiter, immer weiter. Du wirst es nicht bereuen. Alles wird mit der Zeit besser werden und du wirst dich freier fühlen.
Du willst das! Du schaffst das!

09.07.2022 13:55 • x 4 #10


Kitten
Hallo @Maia
Willkommen im Forum. Zum Glück hast du dich uns hier anvertraut. Ich hoffe, das wird dein Leben ändern und in bessere Bahnen lenken! Ich kann dir nur soviel dazu raten:

Zitat von Maia:
Mein Mann hat mich schon 2 mal verprügelt,und 4 mal aus dem Haus geschmissen.


RENN, SO SCHNELL DU KANNST!!
Dein Mann wird dich noch weitere Male verprügeln.
Zeige ihn bei der Polizei an. Häusliche Gewalt ist kein Kavaliersdelikt sondern eine schwerwiegende Tat!

Hole dir dringend Unterstützung von Fachstellen zum Thema Häusliche Gewalt. Das Frauenhaus ist eine gute 1. Anlaufstelle.

10.07.2022 22:44 • x 5 #11


Maia
Guten Morgen,es ist beruhigend,wenn ich hier sehe dass ihr mich versteht.
Die Nächte tun mir gut,da ist alles so ruhig,auch er.
Und jeden Morgen in der Früh weiss,ich nicht wie ich den Tag übersteh.
Ich werde heute zum Arzt fahren,um ein Medikament bitten,dass mich etwas abstumpfn lässt.
Das ich den Absprung schaffe.
Es ist nicht das finanzielle was mich haltet.
Es ist tatsächlich das,ich hab Angst allein zu sein.
Ich bin bald 50
Was erwartet mich noch.
Es gibt wohl viele die das selbe mitmachen,wie ich,und ich mach ein Drama draus.
Ogott,sorry dass ich soviel wirres Zeug hier niederschreibe.
Ich hab soviel Angst

11.07.2022 05:03 • x 1 #12


Maia
Ich bin jetzt in der Arbeit,das ist der einzige Ort wo ich mich wohl fühle.
Irre oder.

11.07.2022 07:46 • x 2 #13


R
Guten Morgen Maia,

nein, nicht irre, absolut verständlich.

Du hast eine sehr wichtige Voraussetzung um zu gehen . . . du weißt wohin, in deine ! Wohnung.

Du wirst bald 50, dann liegen noch soviele Jahre vor dir, die gelebt werden wollen, frei von Gewalt und Demütigung .
Was dich noch erwartet . . . finde es heraus. Was du hinter dir lassen kannst weißt du.

Aus heutiger Sicht weiß ich, dass ich viel eher hätte gehen müssen. Die Angst vor dem was kommt war groß, sehr groß. Ich habe festgestellt, alles war besser, als das Leben zuvor.

Vielleicht kannst du hier im Forum private Kontakte knüpfen. Diese virtuelle Unterstützung kann einem sehr viel Kraft geben und das Gefühl nicht allein zu sein. Und dann kommt das echte Leben dazu.

11.07.2022 08:12 • x 5 #14


A


Hallo Maia,

x 4#15


Carola1
Liebe Maia,
das ist total verständlich. Wer ist schon gerne alleine.... Dann die Ungewissheit was kommt.
Ich bin ja auch in der selben Situation. Für mich ist nur so schlimm dazu noch... Das es mein Partner das so nicht akzeptieren wird. Ich habe es ja bereits probiert noch relativ am Anfang den Absprung zu schaffen.
Nach einem halben Jahr waren wir drei Wochen getrennt. Dazu kam, dass für ihn eine Welt zusammen brach. Er schickte mir Bilder von sich von seinem elenden Zustand.
Ich wurde schwach. Und ließ ihn wieder zurück kommen.
Ich habe Schuldgefühle ihn zu verlassen.
Das Problem war, dass ich ihn nicht komplett sperrte.
Man muss es durchziehen und nicht mehr nach hinten schauen.
Diese Prozedur hatte ich von einigen Jahren schon mal. Ich war 9 Jahre in einer toxischen Beziehung. Irgendwie wiederholt sich das ganze bei mir wieder. Des war so ein Kraftakt diesen Mann hinter mir zu lassen. Er drohte mir damals, sich etwas anzutun. Über ein Jahr hat es gebraucht von ihm ganz fern zu bleiben. Ich war danach völlig ausgebrannt.
Ich glaube aus diesem Grund fällt es mir jetzt so schwer.
Ich bin so ne ziemlich Co-Abhängig. Mein Leben lang musste ich für andere da sein. Es waren immer so viele bedürftige Menschen( beide Eltern, Geschwister) um mich herum, für die ich mich verantwortlich gefühlt habe. Sie wissen wo sie hin kommen können.
Ich kann nicht mehr für die halbe Welt da sein. Ich muss endlich wieder für mich da sein.

11.07.2022 09:42 • x 3 #15

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