Ich verliere die Kontrolle über meinen Körper

Beamoon
Hallo,
ich habe als Kind physische und S. Gewalt erfahren. Ich bin emotional vernachlässigt worden. 2003 habe ich zum ersten Mal eine Therapie begonnen. Da ist nur noch mehr hochgekommen und heute habe ich immer noch daran zu knacken. Manchmal sehe ich kein Ende. Letztes Jahr war ich in der Trauamklinik in Bielefeld und habe da viel für mich rausziehen können. Nun warte ich auf Antwort, ob die mich ein zweites Mal nehmen um eine Intervalltherapie durchführen zu können. Ich weiß, dass ich noch einen sehr weiten Weg vor mir habe. Nur das Warten auf diese Antwort macht mich verrückt. Was wenn die mich nicht nehmen? Dann bricht für mich alles zusammen. Und ich weiß nicht wann ich die Erlebnisse der Kindheit endlich mal zur Seite legen kann. Die sind so präsent. Mittlerweile neige ich zu SVV. Das macht mir Angst. Was wenn ich die Kontrolle verliere?

16.07.2010 22:49 • #1


dragon
Hallo Beamoon,

bist Du in ambulanter Therapie und nimmst du Antidepressivas?

Das könnte Dir helfen die Kontrolle zu behalten, bis du wieder in stationäre Behandlung kommst.

Hast du Verwandte oder Freunde mit den du reden kannst und die auf dich aufpassen können?

Such dir jemanden, den du anrufen kannst, sobald du meinst, die Kontrolle zu verlieren.
Sprech das vorher mit dieser Person ab. Sie muß natürlich dazu bereit sein.

Das hat ein früherer Therapeut bei mir so gemacht, als selbstgefährdendes Verhalten drohte.
Ich hatte drei Personen die bereit waren sich anrufen zu lassen.
Ich habe sie dann gar nicht gebraucht, aber es war beruhigend zu wissen, dass sie da waren.

LG
Dragon

17.07.2010 00:42 • #2


A


Hallo Beamoon,

Ich verliere die Kontrolle über meinen Körper

x 3#3


Beamoon
Hallo dragon,

ich nehme Antidepressivas schon lange. Ich schaffe es nur nicht immer rechtzeitig meinen Bedarf zu nehmen und mit dem Melden habe ich auch meine Schwierigkeiten. Ich habe aber einige Freundinnen wo ich mich melden kann. Vielen Dank für den Tipp. Ich merke zur Zeit noch nicht immer den richtigen Zeitpunkt etwas dagegen zu unternehmen. Und SVV ist wie eine Sucht. Es scheint so einfach zu sein und davon wieder loszukommen so viel schwieriger.

LG
Beamoon

17.07.2010 02:15 • #3


Glasscherbe
Hallo Beamoon,

ich neige auch zu SVV und es ist wirklich nicht leicht, es zu unterbinden. Ich persönlich glaube mittlerweile, dass SVV zumindest bei mir immer so sein wird, wie die Sucht eines Alk. - ich werde nie trocken sein. Wenn du verstehst, was ich meine.
Was mir unheimlich wichtig ist, bei Leuten, die mir anbieten, dass ich mich melden kann, wenn ich merke, dass es wieder los geht, ist das Vertrauen.

Es gibt einige Leute, die mir in letzter Zeit derartiges angeboten haben. Es nützt mir nichts, weil ich nicht darauf vertraue, dass sie es ernst meinen. Hast du unter diesen Freundinnen wenigstens eine, der du diesbezüglich wirklich vertraust?

Hast du für dich Skills herausgefunden, die das SVV verhindern?

Liebe Grüße

17.07.2010 17:21 • #4


Beamoon
Ich habe eine Ablehnung von der Traumaklinik in Bielefeld bekommen. Ich muss erst stabiler werden, mindestens für sechs Monate ohne stationäre oder teilstationäre Behandlung. Dann kann ich mich wieder melden. Das zieht mich total runter. Ich hatte so mit einer Zusage gerechnet. Ich fühle mich total ausgeliefert.

17.07.2010 17:39 • #5


Schneckchen
Hallo Beamoon,

halte dich in Gedanken fest im Arm - tue es auch gerne am Montag (spätestens).

Falls du mich brauchst oder ich dir helfen kann, dann mail mir einfach. Unsere Vergangenheiten haben einen Vorteil: Ich verstehe meistens, was du fühlst und wie sehr du unter Druck stehst.

Ganz liebe Grüße vom Schneckchen

17.07.2010 22:11 • #6


dragon
Hallo Beamoon,

daß muß ja eine schreckliche Nachricht sein.
Meinst Du, du schaffst das stabiler zu werden?

Versuch doch deine Medikamente immer zur gleichen Zeit zu nehmen. Also um 14h ist die blaue Pille dran.
Du kannst auch eine Armbanduhr mit Wecker benutzen. Ein Handy kann man auch so einstellen.
Dann vergißt du die Medikamenteneinnahme nicht.

LG
Dragon

18.07.2010 01:52 • #7


Glasscherbe
Hallo Beamoon,

diese Absage hat dich hart getroffen, als ich es gelesen habe, war ich doch überrascht. Wie geht es dir heute? Ich würde mich freuen, wenn du dich meldest, so du die Kraft dazu hast.

Liebe Grüße

18.07.2010 09:49 • #8


Beamoon
Hallo Glasscherbe,
vielen Dank für Deine Antwort.

Zitat von Glasscherbe:
Hallo Beamoon,

ich neige auch zu SVV und es ist wirklich nicht leicht, es zu unterbinden. Ich persönlich glaube mittlerweile, dass SVV zumindest bei mir immer so sein wird, wie die Sucht eines Alk. - ich werde nie trocken sein. Wenn du verstehst, was ich meine.


Das meinte ich auch, als ich geschrieben habe, es kommt mir wie eine Sucht vor. Meine Therapeutin hat mir gesagt, **** solange ich was zum Schneiden im Haus habe ist es so als wenn ein Alk. Alk. im Haus hat. Schlimmer wird es dann noch, wenn ich es direkt vor Augen habe (Rasierklinge ...) ***

Zitat von Glasscherbe:

Was mir unheimlich wichtig ist, bei Leuten, die mir anbieten, dass ich mich melden kann, wenn ich merke, dass es wieder los geht, ist das Vertrauen.

Es gibt einige Leute, die mir in letzter Zeit derartiges angeboten haben. Es nützt mir nichts, weil ich nicht darauf vertraue, dass sie es ernst meinen. Hast du unter diesen Freundinnen wenigstens eine, der du diesbezüglich wirklich vertraust?


Ja, ich vertraue ihnen. Die mir das angeboten haben kennen mich ganz gut und auch meine Probleme. Und ich habe vermehrt und wiederholt die Angebote bekommen, vor allem nach meinem letzten Mal mit SVV. Ich muss es nur tun. Bei mir ist es das Problem, dass ich nicht weiß ob denen das passt wenn ich mich melde. Ich könnte ja ungelegen kommen. Aber das legt sich jetzt zum Glück auch langsam.


Zitat von Glasscherbe:
Hast du für dich Skills herausgefunden, die das SVV verhindern?


Ja, ich habe Skills gefunden. Das Problem besteht in der Anwendung. ***Es passiert noch zu schnell, dass ich mich dafür entscheide und dann kann ich die Skills schon nicht mehr anwenden. ***

LG
Beamoon

18.07.2010 13:05 • #9


Beamoon
Zitat von dragon:
Hallo Beamoon,

daß muß ja eine schreckliche Nachricht sein.
Meinst Du, du schaffst das stabiler zu werden?

Versuch doch deine Medikamente immer zur gleichen Zeit zu nehmen. Also um 14h ist die blaue Pille dran.
Du kannst auch eine Armbanduhr mit Wecker benutzen. Ein Handy kann man auch so einstellen.
Dann vergißt du die Medikamenteneinnahme nicht.

LG
Dragon


Vielen Dank Dragon!
Ja, es ist eine schreckliche Nachricht. Irgendwie werde ich es auch schaffen stabiler zu werden.
Ich bin eigentlich auf einem guten Weg der Stabilisierung. In einem halben Jahr kann ich mich dann wieder bei der Traumaklinik melden, wenn ich das richtig verstanden habe. Aber dann werde ich noch ein halbes bis dreiviertel Jahr haben bis ich dann letztendlich da hinkann. Dadurch verschiebt sich das sehr nach hinten und ich hatte fest damit gerechnet im Frühjahr nächsten Jahres da hingehen zu können. Ich hatte diese Planung auch mit meiner Therapeutin dort am Ende des letzten Aufenthaltes besprochen. Ich habe der jetzt erst mal ne Mail geschrieben und hoffe von ihr eine Antwort zu bekommen. Das Schlimme daran ist, dass mir im Moment dieser Aufschub als unendlich lang vorkommt, unerträglich lang und das mich die Antwort ein Stück weit destabilisiert. Und die Antwort kam, weil ich ein halbes Jahr in stationärer psychiatrischer Behandlung war und momentan noch in der Tagesklinik, aber da auch nur noch für eine Woche.

Meine Medis nehm ich regelmäßig, nur die bei Bedarf rechtzeitig zu nehmen ist schwierig für mich. Da geht es ja darum das rechtzeitig zu merken.

LG Beamoon

18.07.2010 13:17 • #10


Beamoon
Zitat von Glasscherbe:
Hallo Beamoon,

diese Absage hat dich hart getroffen, als ich es gelesen habe, war ich doch überrascht. Wie geht es dir heute? Ich würde mich freuen, wenn du dich meldest, so du die Kraft dazu hast.

Liebe Grüße


Hallo Glasscherbe,

nach der Mail die ich meiner damaligen Therapeutin geschickt habe und einem erneuten Brief an die Klinik, wo ich noch nicht weiß ob ich den abschicken werde, geht es mir etwas besser. Ich habe noch eine Woche in der Tagesklinik und da kann ich es ja auch ansprechen. Das entlastet mich etwas, so dass es erträglich ist.
Am besten ist, dass ich mich mit einer Freundin verabredet habe. Das wird mir wohl helfen. Darauf freu ich mich jetzt. Und sie versteht mich auch.

LG
Beamoon

18.07.2010 13:21 • #11


Glasscherbe
Liebe Beamoon,

es ist schön zu hören, dass es dir etwas besser geht. Du klingst auch zuversichtlicher. Dass du deinen Freundinnen vertraust, ist ein ebenso wichtiger Grundstein. Gut, solche Freundinnen zu haben! Ich kenne den Gedanken: Kann ich da jetzt wirklich anrufen? nur zu gut. Habe selber gerade ein ganz ähnliches Problem mit meiner Freundin.
Ich hoffe, dass das Gespräch mit deiner Freundin heute hilft, noch ein wenig sicherer zu werden.

18.07.2010 14:36 • #12


Beamoon
Hallo Glasscherbe,

das Gespräch mit meiner Freundin und wir haben Karten gespielt, war eine gute Ablenkung. Nun ist sie wieder weg und es tut sich ein Loch auf. Ich weiß noch nicht was ich machen werde.

LG
Beamoon

18.07.2010 19:07 • #13


Schneckchen
Hallo Engelchen!

Du hast auch meine Telefonnummer oder wir können uns auch schreiben!!!

Ich möchte nicht, dass es dir nicht gut geht, sonst leide ich mit. Ich habe heute mit dir sehr genossen und auch, dass wir uns gut unterhalten konnten ohne uns runterzuziehen.

Aber eins muss ich dir sagen: Große Karten sind einfacher zu mischen...

HDL und bleib fröhlich.
Das Leben ist schön, denn wir können uns mit Menschen umgeben, die uns gut tun und die wir mögen...

Schnecken

18.07.2010 19:12 • #14


A


Hallo Beamoon,

x 4#15


Schneckchen
Ich sehe, dass du gerade online bist, also gehe ich eine rauchen und dann hoffe ich, dass du dich meldest. OK?

18.07.2010 19:21 • #15

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