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Innere / intrinsische Motivation für Alltägliches finden

E
vielen lieben dank für deine ausführliche beschreibung @Stromboli
Zitat von stromboli:
mir gefällt gut, wie du von den naturflows schreibst. das mit dem langen wandern kenne ich auch. da spielen dann auch noch die glückshormone mit, die ausgeschüttet werden und dann ist es doppelt schön

das tiefe versinken in arbeit kenne ich auch von früher. nur da war es bei mir oft verbunden mit selbstvernachlässigung, selbstüberforderung. also verbunden mit verpflichtung, irgendwie fast wie aufopfern für die arbeit oder die person, für die ich arbeitete.
ich überlege gerade, ob das dann tatsächlich ein flow war. gibt es unterschiedliche flow-zustände?

jetzt suche ich mehr einen angenehmen, freudigen, oder wohlfühl-flow.


da bin ich etwas anderer meinung, da ich glaube, dass man vieles anstupsen oder fördern kann.
so wie man die kinder, wenn sie klein sind, auch motiviert, an die hand nimmt im doppelten wortsinn.
ich kenne es auch im flow bei jemanden mit einzutauchen, reingesogen zu werden.
vllt wie kleine kinder, die miteinander fließend ruhig spielen ...

und ich könnte mir vorstellen, dass durch psych. krankheiten der flow erschwert wird. dann fehlt oft die ruhe, die konzentration, das sich einlassen.

ein selbst entstehender flow ist allerdings am allerschönsten

25.02.2021 21:02 • x 1 #16


E
Zitat von Lilly-18:
Liebe joline, auch ich finde dein neues Thema sehr inspirierend und werde es gerne verfolgen. Mir geht es so, wenn ich etwas tun möchte stelle ich mir schon vorher das Ergebnis vor, das beflügelt mich dann. Ich habe das Handarbeiten wieder für mich entdeckt. Ich ...

liebe @Lilly-18 , schön, dass dich das thema auch interessiert und du deine freude am stricken wiederentdeckt hast. ich merke auch, dass es schön ist an alte vorlieben wieder anzuknüpfen. vielleicht fange ich irgendwann wieder an zu nähen. das hab ich früher sehr gern getan, lernte es von meinen schneiderinnen-freundinnen.

mir das ergebnis vorzustellen kenne ich auch. vielleicht wurde ich irgendwann zu lösungsorientiert, zu zielstrebig, zu streng dabei, dass ich an dieser methode die freude verloren hab. du bringst mich aber auf die idee, diese methode vielleicht einfach ein bisschen softer. also mit ruhe und weniger perfektion, mehr freiraum für das entstehen und pausen zu lassen.
ja, das ist interessant

25.02.2021 21:12 • x 1 #17


A


Hallo Ex-Mitglied,

Innere / intrinsische Motivation für Alltägliches finden

x 3#3


E
ich probiere jetzt mit dem winzigkleinen schritt anzufangen klavier zu üben.
ich werde mich erstmal auf das schöne klavierbänkchen setzen und was ganz kleines aussuchen zu üben. ein mal reicht schon. ... schon diese gedanke waren schön und ich hab lustbzum annfangen bekommen

25.02.2021 21:23 • x 1 #18


Alexandra2
Liebe @joline
Mir geht es genau wie Lilly, ich frage mich, wozu ich Lust habe und dann fange ich an. Da meine fehlende Aufmerksamkeit und Konzentration viel unmöglich macht, breche ich Aktivitäten oft ab, ohne darüber böse zu werden. Irgendwann nehme ich Begonnenes wieder auf. Das Ergebnis ist unwichtig, wichtig ist, mich nicht mehr unter Druck zu setzen.
Wenn es mir halbwegs gut geht, kann ich auch in einen Flow kommen: vor allem bei Ausdauersport, lange Radfahrstrecken, beim Reiten. Mental waren es wissenschaftliche Texte, aber das geht noch nicht.
Aber der Flow ist die Freude am Tun, egal wobei, egal wie lange. Und die Freude ist mir am Wichtigsten.

25.02.2021 21:31 • x 4 #19


Silentium
Hallo Joline,

ich habe tatsächlich auch Schwierigkeiten, mich zu motivieren. Ich bin eigentlich eine ziemliche Couchpotato. Als ich nun wieder für längere Zeit krankgeschrieben wurde, meinte ich irgendwann zu meiner Therapeutin, dass ich mit meiner Zeit nix anzufangen weiß und ich Angst vor dem riesigen Loch habe. Meine Therapeutin hat mir einen Wochenplan empfohlen- mit der Uhrzeit wann ich was mache. Dann sollte ich mein Stimmungsbarometer zu den einzelnen Aufgaben aufschreiben (+++ bis - ). Erst habe ich gedacht, was soll der Mist denn? Voll spießig! Aber es klappt hervorragend. Mein Tag war angenehm gefüllt. Ich habe fast jeden Tag eine Sporteinheit drin. Ob 15 Minuten Kraft oder 30 Minuten Joggen oder Tae Bo. Auch die Sportart ist festgelegt. Ich persönlich möchte das auch beibehalten, wenn ich ab nächste Woche wieder arbeiten gehe. Ich habe festgestellt, habe ich einen Plan aufgeschrieben, dann mache ich das auch. Zusätzlich sage ich das immer meiner Frau als Motivation, es auch wirklich zu machen. Ich hoffe, dass war gemeint mit deinem Thema?

25.02.2021 21:49 • x 2 #20


Wuslchen
Hm, @Silentium ist das, was du da beschreibst, nicht die absolute Definition von extrinsischer Motivation? Also ich finde es super, dass das bei dir so funktioniert, aber das kommt doch komplett von außen, das ist doch keine Motivation aus deinem Inneren - oder verstehe ich das falsch?

25.02.2021 21:54 • x 1 #21


Silentium
Zitat von Wuslchen:
Hm, @Silentium ist das, was du da beschreibst, nicht die absolute Definition von extrinsischer Motivation? Also ich finde es super, dass das bei dir so funktioniert, aber das kommt doch komplett von außen, das ist doch keine Motivation aus deinem Inneren - oder verstehe ich das falsch?

Da könntest du Recht haben

25.02.2021 22:06 • #22


E
Zitat von Silentium:
Meine Therapeutin hat mir einen Wochenplan empfohlen- mit der Uhrzeit wann ich was mache. Dann sollte ich mein Stimmungsbarometer zu den einzelnen Aufgaben aufschreiben (+++ bis - ). Erst habe ich gedacht, was soll der Mist denn? Voll spießig! Aber es klappt hervorragend. Mein Tag war angenehm gefüllt.

liebe @Silentium , ich finde es auch schön, wie du es beschreibst.
vor corona hatte ich etliche aktivitätengruppen, auch einen richtigen wochenplan. so passend, abgestimmt ergänzend, dass es eine wahre freude war. ich habe mich wirklich auf jede freizeitaktivität gefreut und sie genossen. die ganze woche über. nicht durchgehend im flow bei der aktivität, aber viele flowmomente, auch wenn z.b. der sport zur bestimmten zeit zu ende war.
das wichtigste ist, dass es uns gut geht.

25.02.2021 22:29 • #23


E
Zitat von Wuslchen:
Hm, @Silentium ist das, was du da beschreibst, nicht die absolute Definition von extrinsischer Motivation? Also ich finde es super, dass das bei dir so funktioniert, aber das kommt doch komplett von außen, das ist doch keine Motivation aus deinem Inneren - oder verstehe ich das falsch?


liebe @Wuslchen , ich habe bei dem beitrag auch überlegt. aber es klingt als hättest du, @Silentium ein angenehmes gefühl bei den tätigkeiten, oder?
vielleicht ist es gelungener weg mit hilfsmitteln (extrinsische motivation), eine art flow oder wohlgefühl (ich kenne die grenze, unterschiedung auch nicht so genau) zu finden.
wenn die tätigkeiten angenehm sind, spricht das, denk ich eher für eine art von flowmomenten.

ich möchte das thema jetzt gar nicht undedingt nur zielgenau betrachten. ich finde den austausch auch schön, wie wir gute angenehme erfahrungen bei den beschäftigungen haben. darüber kann man sich vielleicht auch dem thema annähern. motivation heißt ja nur bewegt sein, etwas tun mögen zu tun.
wie gehts dir damit wuslchen? was tust du gern, so dass du für momente das drumherum vergisst, wenn du es schreiben magst?

25.02.2021 22:37 • #24


Silentium
Zitat von joline:
liebe , ich habe bei dem beitrag auch überlegt. aber es klingt als hättest du, ein angenehmes gefühl bei den tätigkeiten, oder?
vielleicht ist es gelungener weg mit hilfsmitteln (extrinsische motivation), eine art flow oder wohlgefühl (ich kenne die grenze, unterschiedung auch nicht so genau) zu finden.
wenn die tätigkeiten angenehm sind, spricht das, denk ich eher für eine art von flowmomenten.


Ich glaube, das trifft es auf den Punkt

25.02.2021 22:40 • x 1 #25


E
Zitat von Silentium:
Ich glaube, das trifft es auf den Punkt

schööön
also schön, dass du flowmomente hast.

25.02.2021 22:43 • x 1 #26


E
ach, ich hab tatsächlich mit schöner motivation durch einen winzlingsschritt angefangen.
mich erstmal auf das bänkchen vor das klavier gesetzt, mich gut gefühlt und ein kleines wohlfühlstück ausgesucht. mit fingerübung angefangen und dann nur 10-15 min geübt, gespielt, es klingt nämlich schon recht schön, bis meine konzentration nachließ. war kurz versucht, noch ein stück anzufangen, so mal schnell noch eben, aber gemerkt, das
ist zuviel. und dann doch mit dem zufriedenen gefühl aufgehört

hat noch jemand was aus den beiträgen ausprobiert und mag es teilen?
oder hat weitere möglichkeiten?

25.02.2021 22:49 • x 2 #27


Lilly-18
Das mag schon stimmen erstmal, aber es braucht vielleicht auch manchmal den Anstoß von außen um zu merken, was einem gut tut.
Ich mache momentan fast jeden Abend nach dem Abendessen meine Wirbelsäulengymnastik. Das ist eine Aufgabe meines Physiotherapeuten. Auf die Idee wäre ich nie gekommen, aber inzwischen merke ich, wie gut mir das tut und wie wohl ich mich danach fühle. Inzwischen kommt der Impuls aus mir selbst, ich brauche keinen Anstoß von außen mehr.
Wichtig ist aber, wie Alexandra das so gut beschrieben hat hat
Zitat von Alexandra2:
breche ich Aktivitäten oft ab, ohne darüber böse zu werden. Irgendwann nehme ich Begonnenes wieder auf. Das Ergebnis ist unwichtig, wichtig ist, mich nicht mehr unter Druck zu setzen.

das ist der Punkt. Den Druck raus nehmen. Auf sich selbst hören. Sich nicht zwingen, weiter zu machen, obwohl man spürt das geht jetzt nur noch mit Druck.
Heute mache ich eine Strickpause, weil ich merke dass meine Schultern es mir übel nehmen, wenn ich übertreibe. Obwohl ich wirklich einen Strick-Flow kenne, ich kann dann nicht mehr aufhören.
Momentan muss ich auf ein Gleichgewicht achten, meinen Körper nicht zu sehr zu strapazieren, trotzdem dem nachgehen was ich wirklich liebe.
Ich fahre gerne Rad, liebe es, in der Gegen rumzufahren, über die Felder und Wiesen oder auch mal in die Stadt. Ich fahre nicht schnell, ich schaue mir so gerne die Gegend an, den Blick in die Berge liebe ich besonders. Oder ich fahre in der Stadt an belebten Plätzen vorbei, genieße es, Menschen zu sehen. Dafür muss ich nicht mitten drin sein. Da entscheidet dann auch mein Gefühl, wie lange und wie weit ich fahre, ob ich an den See oder in die Stadt fahre. Gott-sei-Dank lässt das das Wetter jetzt wieder zu, letztes Wochenende habe ich meine ersten Radrunden gedreht.

25.02.2021 23:00 • x 4 #28


Lilly-18
Zitat von Silentium:
Hm, ist das, was du da beschreibst, nicht die absolute Definition von extrinsischer Motivation? Also ich finde es super, dass das bei dir so funktioniert, aber das kommt doch komplett von außen, das ist doch keine Motivation aus deinem Inneren - oder verstehe ich das falsch?

Ich habe den Einstieg in meinen Beitrag darauf bezogen, da sind doch glatt ein paar Beiträge dazwischen gekommen

25.02.2021 23:03 • x 1 #29


A


Hallo Ex-Mitglied,

x 4#15


E
Zitat von Lilly-18:
Ich habe den Einstieg in meinen Beitrag darauf bezogen, da sind doch glatt ein paar Beiträge dazwischen gekommen

ja, bei mir auch, hab grad erstvgesehen, dass @Alexandra2 auch geschrieben hatte.
toll, was ihr schreibt, total schön.
morgen schreib ich was dazu. jetzt bin ich müde und gehe schlummern.
gute nacht

25.02.2021 23:08 • x 2 #30

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