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Jugendliebe wieder gefunden und beide Single

37Jahre
Das Thema Männer schien für mich seid 1 Jahr erledigt. Nach einer gescheiterten Ehe von 21 Jahren ,einer verhängnisvollen Affäre und einer anschließenden gescheiterten 10 jährigen´ Bruder/Schwester Beziehung hatte ich keinerlei Sehnsucht und Ambitionen mehr mich auf einen Mann einzulassen.
Im November 2018 fielen mir alte Liebesbriefe aus dem Jahr 1981 in die Hände die ich mein ganzes Leben gehütet hatte wie einen Schatz.
Ich habe damals als 15 jährige auf einer Klassenfahrt nach Belgien einen 17 jährigen Belgier kennengelernt und wir haben uns innigst ineinander verliebt. Wir hatten damals 5 gemeinsame Tage während der Klassenfahrt und einige Wochen später nochmal 2,5 Tage als ich ihn mit meinem Großvater und meiner damals besten Freundin über ein Wochenende besucht habe.Dabei habe ich dann auch seine Familie kennengelernt ,wir haben alle zusammen ein schönes Wochenende in seinem Heimatort miteinander verbracht und es war ausgemachte Sache mit seinen Eltern und meinem Opa das er mit seiner Familie 2 Monate später Deutschland einen Besuch abstattete. Die Liebesbriefe zwischen ihm und mir flatterten nur so hin und her und beide wurden wir 4 Monate lang nicht müde uns eine gemeinsame Zukunft auszumalen wenn ich 18 wäre. Die Aufrichtigkeit und der Tiefgang seiner Emotionen ( wir haben uns heftigst weinend bei unserem ersten Abschied am Bahnhof vor meiner gesamten Schulklasse in den Armen gelegen) habe ich nie vergessen.
Kurz vor dem geplanten Deutschlandbesuch bekam ich allerdings einen Abschiedsbrief von ihm.
Zwischen uns lagen 350 km , eine Ländergrenze und es hätte halt noch eine ganze Weile gedauert bis wir eine Beziehung hätten leben können. Die Aussichtslosigkeit und unsere Jugend hat ihn damals dann wohl dazu bewogen das Ganze zu beenden. So weit,so gut.
Das Leben ging weiter ,für mich war er halt meine große Jugendliebe,vergessen habe ich ihn nie und ich habe immer mit einem Lächeln darauf zurück geblickt.
Und nun kommen wir zum Kern der Sache. Im November habe ich ihn einfach mal aus Neugierde bei Facebook gesucht und BINGO gefunden.Ich hätte allenfalls damit gerechnet das man sich dann ein bisschen austauscht wie das Leben so gelaufen ist aber. nach wenigen Sätzen kam ein Zug ins rollen der nicht mehr zu stoppen war
Wir waren wirklich beide total überwältigt das wir uns nach mehr als 3 Jahrzehnten auf diese Art und Weise nochmal über den Weg laufen und haben uns erstmal stundenlang grob ausgetauscht wie unser Leben so gelaufen ist.Nach einigen Stunden wussten wir das wir beide Single sind und wir alle beide nie einen wirklich sicheren glücklichen Hafen in einer Beziehung gefunden hatten.

27.02.2020 19:03 • x 2 #1


37Jahre
Die alte Vertrautheit, der Humor des anderen ,die Art sich miteinander auszutauschen und zu vertrauen war ganz schnell wieder da.Uns kaputt lachend haben wir die Erinnerungen unserer großen Teenagerliebe wie Puzzleteile zueinander gefügt, und sind uns immer näher gekommen.Es begann das Kribbeln,das zögerliche Flirten und am 2 Tag hat er mir reinen Wein eingeschenkt und gesagt er würde mich wahnsinnig gerne wieder sehen aber er wäre nicht der Mann den ich jetzt treffen sollte, das hätte ich nicht verdient! Er hätte seid 10 Jahren schwere Depressionen und massive Alk.BUMMS, das saß! Mein erster Impuls war ganz klar: Um Gottes Willen,das tu ich mir nicht an! Wir haben dann trotzdem weiter geschrieben,tagelang. Das Vertrauen wuchs immer mehr und ich erfuhr seine wirklich nicht leichte Lebensgeschichte.
Nach 2 Wochen intensivsten Austausch über Messenger wussten wir alles voneinander,hatten aktuelle Bilder getauscht und waren berauscht,verliebt und voller Hoffnung das wir jetzt in unseren höheren Lebensalter doch noch mal das eine,wirkliche Glück finden! Er hatte 3 Tage nach unserem ersten Kontakt abrupt aufgehört zu trinken und 21 Tage nach unserem ersten Kontakt standen wir uns nach 37 Jahren wieder persönlich gegenüber. Zutiefst erschüttert,voller Angst ,lachend und weinend gleichzeitig Für diese Gefühle gibt es kaum Worte, es war einfach nur wie ZUHAUSE sein. Wir waren wirklich beide wie auf Dro.,haben uns das gesamte Wochenende geliebt,sind spazierengegangen , haben geredet,haben uns immer wieder nur ungläubig angesehen und haben das Ganze als ein Geschenk des Lebens an uns empfunden und als einzigartige Chance die wir nutzen wollten.

27.02.2020 19:05 • x 2 #2


A


Hallo 37Jahre,

Jugendliebe wieder gefunden und beide Single

x 3#3


37Jahre
Also,Mitte November 2018 begann das alles durch Facebook. Nachdem wir das erste Wochenende miteinander verbracht hatten waren wir einfach nur voller Hoffnung ,total verliebt und unser Mantra war: Wir schaffen das !
Trotz 540 km Entfernung und 2 verschiedener Länder und seinen damals 12 jährigen Zwillingen die regelmäßig auch für mehrere Tage bei ihm sind. Zudem zeichnete sich auch beruflich bei ihm eine Veränderung an was maßgeblich positiv zu sehen war, und ist, in Bezug auf seine Probleme. So das wir uns einig waren,wir gucken wie alles läuft,ob er seine Trinkerei ( täglich eine Flasche Grand Manier) in den Griff bekommt und sich den Depressionen stellt. Ich muss zugeben das ich wirklich sehr naiv gewesen bin was das Ausmaß dieser Krankheiten anbelangt.
Natürlich war mir klar ,das es hart wird für ihn aber ich habe wirklich geglaubt damals, die Liebe ,die Gefühle,diese unbändige Freude über dieses sich wiederfinden wird es möglich machen.
Seine Augen haben sooo gestrahlt,wir haben so gelacht,einander genossen wie es schöner nicht sein kann.
Und waren beide davon überzeugt das es Schicksal war und genauso passieren sollte wenn die Zeit reif ist.
Er hat mehrmals gesagt in den letzten 15 Monaten das ich ihm das Leben gerettet hätte. ( So einen sch. will ich gar nicht hören,will kein Lebensretter sein nur eine liebende Partnerin) Die beiden Weihnachtsfeiertage 2018 bis einschließlich 1 Januar war er dann bei mir. Wir waren 24/7 zusammen und es fühlte sich an wie ein harmonisches Paar was schon lange zusammen ist. Er hatte seid Mitte November keinen Tropfen Alk. angerührt,es fiel ihm auch nicht schwer. Und doch gab es 2 Situationen in denen ich hätte realisieren müssen das es alles nicht so einfach wird.
Bei dem ersten Wochenende hat er irgendwann plötzlich gesagt: Das wird viele Tränen geben! Und in der Weihnachtszeit sagte er so etwas wie: Man hat solange Vertrauen bis es einem kaputt gemacht wird.
Aber,wie gesagt ich war so naiv und einfach nur verliebt.

27.02.2020 19:07 • x 1 #3


37Jahre
Nachdem er Neujahr dann zurück gefahren ist habe ich mir schon so meine Gedanken gemacht,da er erzählt hatte das er wenn er Betriebsurlaub hat ( er ist/ war gemeinsam mit seinem Bruder Chef eines mittelständischen Familienunternehmens) komischerweise nie getrunken hat. Er ist sich bewusst darüber das sein Job und und die Familien/Unternehmenswerte die entscheidende Rolle gespielt haben bei der verhängnisvollen Entwicklung. In seiner Familie zählt nur arbeiten und Geld verdienen. So sagte er einmal.
Also blickte ich mit Bangen auf den Arbeitsbeginn bei ihm. Mitte Januar 19 fuhr ich dann das erste Mal nach 38 Jahren wieder nach Belgien für ein verlängertes We.
Er kam mir schon etwas anders vor. Einfach angespannter. Da ich seine Eltern ja damals kennengelernt hatte , (sein Vater lebt nicht mehr) hatte ich insgeheim schon gehofft das wir zusammen seine Mutter besuchen. Ich wusste nicht so genau ob er ihr schon von uns erzählt hatte und hatte auch nicht gebohrt. Am ersten gemeinsamen Abend in Belgien meinte er dann, morgen fahren wir zu meiner Mutter. Ich habe mich wahnsinnig gefreut denn offiziell zu den Eltern mitgenommen zu werden ist ja auch schon so ein Statement. Ebenso hatte er sich schon Weihnachten Gedanken drüber gemacht wie seine Kinder es aufnehmen werden wenn Papa eine Freundin hat.
Auf meine Frage 2 Stunden später was er denn für eine Uhrzeit mit seiner Mutter ausgemacht hätte schaute er mich plötzlich ganz kalt an und sagte: Ich will nicht zu meiner Mutter. Ich fragte verdutzt: Wieso? Du hast doch vorhin gesagt wir besuchen Sie Morgen. Darauf er: Hast du wirklich geglaubt nach der kurzen Zeit ( es waren 11 Wochen) würden wir schon zu meiner Mutter gehen? Ich sagte nur : Ich habe garnix geglaubt und überlasse vollkommen dir wann wir das tun. Aber warum erzählst du mir dann den Blödsinn? Er sagte nur: Ich erzähle oft Blödsinn

27.02.2020 19:09 • x 1 #4


37Jahre
Ich habe das dann mal so stehen lassen.Aber. mir wurde schlagartig klar was es heißt einen psychisch kranken Mann zu lieben.
An diesem We haben wir dann noch gemeinsam die Orte aufgesucht an denen wir uns als Jugendliche damals aufgehalten hatten. Mich hat das total berührt ,niemals niemals hätte ich 3 Monate zuvor noch gedacht das ich diese Orte nochmals mit ihm an meiner Hand besuchen würde. Hätte man mir erzählt ich würde mal zum Mond fliegen,hätte ich das für wahrscheinlicher gehalten.
Mit viel Unsicherheit und Angst im Herzen fuhr ich schließlich zurück Sonntags abends. Denn auch ich habe meine Geschichte grad was das Thema Männer,Aufrichtigkeit und Vertrauen anbelangt. Ich hatte schon zu dem Zeitpunkt für mich einen Termin bei einer Psychologin ausgemacht da ich schnell merkte und wusste damit diese Geschichte ein gutes Ende nimmt brauche ich Begleitung und muss dringend auch an meine Themen nochmal ran.
Das nächste Treffen war für 4 Wochen später geplant und auch weitere Planungen für gegenseitige Besuche gab es schon. Und natürlich habe ich angefangen mich intensiv mit den beiden Krankheitsbildern auseinander zu setzen und soviel Info wie möglich zu bekommen.
In den folgenden 4 Wochen wurden seine Nachrichten an mich deutlich weniger ( ok,vorher hatten wir auch wirklich wie die Teenies rund um die Uhr getextet)
Aber,ich konnte mit diesen spärlicheren Nachrichten nicht gut umgehen und meine Ängste gingen mit mir spazieren.
Das ließ ich ihn auch wissen.Er beteuerte das sich an seinen Gefühlen für mich nichts verändert hätte aber das sein Alltag schon sehr anstrengend sei und die Depression anklopft.
Mit Problemen im Arbeitsalltag könne er umgehen aber wenn zusätzlich privat Probleme auftauchen das schaffe er nicht. Und wir würden über alles sprechen wenn er das nächste Mal kommt

27.02.2020 19:10 • x 1 #5


J
Ich lese gerne bei dir mit!

27.02.2020 22:11 • x 2 #6


Juli1
Ich auch

27.02.2020 23:19 • x 2 #7


Y
Deine Geschichte berührt mich sehr.

28.02.2020 11:10 • x 2 #8


Juli1
Wie geht es denn jetzt bei euch weiter, habt ihr Kontakt? Bzw. wann seht ihr euch wieder?

28.02.2020 12:05 • x 2 #9


37Jahre
Ihr Lieben,
danke für die Rückmeldungen. Ich werde heute zu einem späteren Zeitpunkt weiter berichten. Jetzt fehlt die Zeit leider.

28.02.2020 12:34 • x 2 #10


37Jahre
Weiter geht's.
Dann war er endlich( mittlerweile Mitte Februar 19) Freitags abends sehr spät um 23.00 wieder hier bei mir übers We.
Samstags morgens begann dann die Aussprache.Er eröffnete das Gespräch mit der Frage: Also,wie ging es dir in den letzten Wochen? Ich habe ihm wahrheitsgemäß geantwortet: Nicht so gut da ich deine Veränderung spüre,und ich irgendwie das Gefühl habe wir verlieren die Verbindung zueinander. Das ich aber viel gelesen habe über Depressionen und es mir geholfen hat all die unzähligen Nachrichten und den Verlauf unserer Geschichte zu lesen und mich damit selber beruhigt habe.
Er hat dann erzählt das er spürt die Depression kommt zurück , er hätte einen Tag lang wieder getrunken, und er fühlt Angst und Unsicherheit. Es wäre sooo anstrengend für ihn auf Deutsch zu kommunizieren ( er spricht flämisch d.h also niederländisch und das spreche ich nicht) Und eine Beziehung würde nicht gehen. Wie sollten wir all die Probleme die da kommen überwinden? Die Entfernung,die Arbeit,die Kinder?
Ich fragte ihn dann: Und nun? Was sollen wir tun? Aufhören?Alles beenden?
Das wollte er auf keinen Fall,sondern weiter machen wie bisher aber eine Beziehung ginge nicht. Das könnte man keinem Partner antun.
Ich spürte seine Verzweiflung ,all seine Ängste und sagte nur: Ok,ich gehe das Wagnis ein,wir machen weiter ohne das ich klassisches Beziehungsverhalten einfordere.( so sinngemäß)
Sonntags morgens wurde ich weinend mit einem Alptraum in dem es um uns ging wach.
Er saß schon in der Küche,hatte Kaffee gekocht und ich traute mich nicht aufzustehen weil mir klar war das meine Angst und meine Tränen jetzt sicherlich nicht von Vorteil waren und ihn nur triggern würden.
Aber mir war ebenfalls klar das ich meinen Kummer und meine Verfassung nicht wirklich vor ihm hätte verbergen können und die Vorstellung das er abends wieder fährt und für die nächsten 2 Wochen wäre man wieder nur auf whats ap und telefonieren angewiesen machte mich noch mehr kirre.
Außerdem hatten wir vereinbart immer ganz ehrlich miteinander umzugehen und so stand ich auf und ging zu ihm in die Küche.
Auf sein freundliches guten Morgen habe ich mich ihm nur weinend in die Arme geworfen und ihm meine furchtbare Angst gestanden.
Meine Angst davor wieder nur benutzt ,ausgenutzt und manipuliert zu werden wie ich es im Grunde mein ganzes Leben lang in Bezug auf die Männer ,die ich liebte,erlebt hatte.
Er hielt mich in den Armen, versuchte mich zu beruhigen und fragte mich: Glaubst du wirklich ich will dich manipulieren?
Ich antwortete: Nein,das denke ich nicht ( habe ich wirklich nicht gedacht ) aber trotzdem täte das alles so weh.
Ich beruhigte mich etwas, sah ihm in die Augen und konnte nicht anders als ihm zu sagen: Ich liebe dich. Ich habe dich damals geliebt und ich liebe dich heute.
Es herrschte kurz Schweigen, ich entschuldigte mich für diesen Ausbruch ,aber ich hätte ihm das jetzt einfach alles so sagen müsse.
Er rannte dann 2/3 mal in meiner Küche auf und ab ,kam zu mir, umfasste mein Gesicht zärtlich mit seinen Händen und sagte: Es ist gut so so,es musste raus.
Dann meinte er .Liebe.,ja da ist so etwas wie Liebe.
Wir haben dann gefrühstückt und uns ,soweit möglich einen schönen Tag gemacht.
Zum Abend hin hatte ich wieder etwas mehr Zuversicht gefasst ,er kochte uns was schönes und irgendwie habe ich dann ( ich weiß nicht mehr in welchem Kontext) noch so etwas fallen lassen wie: Wir müssen weiter an unserem Happy-end arbeiten.
Er warf mir einen leicht irritierten Blick zu.
Als er dann fuhr habe ich wieder eins seiner t- shirts hierbehalten zum reinkuscheln gegen die Sehnsucht.
Er sagte dann: Er hatte keine Sehnsucht. Seine Gefühlswelt wäre einfach wie eine gleichbleibende Linie.
Das tat schon sehr weh denn in den Wochen bis Mitte Januar hatte er schon heftig Sehnsucht und wir haben immer die Tage gezählt bis zum Wiedersehen.
Dieses mal sollten es dann 10 Tage sein bis ich wieder zu ihm fuhr .

28.02.2020 17:08 • x 2 #11


37Jahre
An dieser Stelle sollte ich vielleicht endlich mal etwas hinzufügen:
Natürlich habe ich ihn von Anfang an gefragt ob er sich mit dem Thema Therapie auseinander gesetzt hat?
Seine Antwort : Ja, er hätte 2/ 3 Therapien begonnen aber das wäre nichts für ihn. Es würde bei ihm nicht helfen
Ich habe natürlich immer wieder vorsichtig das Thema Psychologen/ Psychiater und sowas wie anonyme Alk. angesprochen. Er wollte nix nix nix davon wissen .

28.02.2020 17:33 • x 2 #12


maya60
Liebe 37Jahre, auch ich bin sehr berührt von eurer Liebesgeschichte. Denn das ist es, was immer auch sonst sein oder werden sollte!
Schon als Kind wusste ich, dass fast jeder Erwachsene einen tiefen Schmerz in seinem Herzen mit sich trägt.

Darum habe ich auch nie so einen Riesenunterschied zwischen psychisch Kranken und sogenannten Gesunden gesehen.

Und es sind besonders oft die Verwundeten unter uns, die uns besonders anständig behandeln.

Du bist nicht für die Depressions- und-Sucht-Behandlung deines Liebsten verantwortlich und das würde auch gar nicht funktionieren. Aber so alle 4 Wochen kannst du ihm ja mal hier aus dem Forum erzählen unter Wahrung der Anonymität oder ihn einfach mal mitlesen lassen. Mehr gar nicht.

Wie ich schonmal in dem Sammelthema zum Umgang mit depressivem Partner geschrieben habe, sind Depressive besonders suchtanfällig ohne Behandlung, weil Alk. und Nikotin z.B. als Nervengifte zunächst erleichternde Prozesse im Hirn freisetzen, die kurzfristig von der Gefühlstaubheit oder der innerlichen Verzweiflung und Angst erleichtern. Die Rechnung kommt kurze Zeit später. Nicht nur als Sucht, sondern in den Verschlimmerungen der Gesamtlage, die diese Nervengifte anrichten.

Auch, dass sich viele Depressive in ihrem unbekannten Elend zu Parties, Affären, Computerspielen, S. und Por.s hingezogen fühlen, um durch den Kick überhaupt noch was zu fühlen, was nicht nur Verzweiflung ist, gehört in diese Suchtschiene. Es sind aber alles Sackgassen der verzweifelten Selbstmedikation und zerstörerisch!

Das einzig Wirksame können die Fachleute, Psychiater und Psychotherapeuten, bieten. Wenn dann eine Behandlungsgrundlage da ist, dann kommen auch wirklich lebensverbessernde Ideen auf und nicht nur immer zerstörerische aus der Suchtecke.

Aber dem allem zum Trotz bleibt es eine berührende Liebesgeschichte bei euch. Und Liebe lässt sich nicht lenken, also versuch es erst gar nicht und genieße das, was da ist.

Liebe Grüße! maya

28.02.2020 17:50 • x 2 #13


37Jahre
Liebe Maya,
Danke für deine lieben Worte.
Mir laufen grad nur so die Tränen nachdem ich deine Antwort gelesen habe. Um es vorweg zu nehmen,er ist inzwischen in Behandlung.Und ich denke es gibt Grund ein kleines bisschen hoffnungsvoll nach vorn zu blicken.
Trotzdem ist alles ungewiss.
Dein Vorschlag, ihm von diesem Forum und den Austausch den ich nun seid 2 Tagen begonnen habe werde ich nicht umsetzen. Zum einem habe ich ihm schon in anderer Art und Weise sowas an die Hand gegeben zum anderen ist das hier meins.
Ich denke alle Angehörigen von euch Betroffenen kennen die Reaktionen ihrer Familie und Freunde wenn man in solchen Situationen steckt und haben irgendwann keine Lust und kein wirkliches Verständnis mehr drüber zu reden.
Es kostet mich viel Kraft das alles mal zusammenhängend aufzuschreiben aber es tut auch gut.
Dieser Austausch stärkt enorm und ich sehe es auch so ein bisschen als Therapie für mich um alles zu verarbeiten.
Ganz liebe Grüße

28.02.2020 18:20 • x 3 #14


A


Hallo 37Jahre,

x 4#15


maya60
Liest sich alles für mich richtig, liebe 37 Grad!

Ich habe immer an die Liebe geglaubt und die Lebensphasen, in denen sie anwesend war, mögen sie noch so schwer gewesen sein, strahlen in meiner Erinnerung bis heute in großer Kostbarkeit!

28.02.2020 18:23 • x 1 #15

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