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Keine Krankschreibung vom Psychiater, bin verzweifelt

D
Hi, ich habe ein großes Problem. Ich bin seit 17.2.2022 krankgeschrieben an mittelschwerer Depression/Sozialer Phobie. Zuerst vom HA danach vom Psychiater/Neurologen. Dieser hatte mich bis einschl. 31.08.2022 seit April 2022 krank geschrieben. Nun möchte er nicht mehr, da er sonst ärger bekomme und das ihm schon zu lange dauert. Nun ja, aber was dauert denn da so lange. Ich habe ab April 2022 auch eine Verhaltenstherapie angefangen mit 25 Stunden. Davon wurden bereits 9 absolviert. An mir selbst arbeite ich Tag täglich. Trotzdem fühle ich mich noch nicht bereit zu arbeiten. Ich fühle schone eine Verbesserung, aber ich möchte mir diese eine kleine Verbesserung nicht durch den Stress der auf Arbeit kommt kaputt machen. Ich habe diese Depression schon echt lange (2016) habe mich aber immer irgendwie davor gedrückt und ausgehalten ohne was zutun - bis es schlimmer wurde und schlimmer. Dann habe ich die Reißleine gezogen und dann war ich krankgeschrieben. Nun bin ich aber wieder am Punkt wo man mich wieder nicht versteht und schnellstmöglich weghaben möchte in Arbeit zu sehen. Aber wenn man noch nicht kann, kann man noch nicht. Zudem habe ich noch HWS/Atrose und somit eh etwas zusätzlich belastet zur Depression. Ich überlege ob ich einen neuen Hausarzt aufsuche der vielleicht meine Problematik versteht und mir helfen kann. Ist das ne gute Entscheidung? Ich weiß es nicht. Dies wäre meine Überlegung. Oder soll ich das ganze nochmal meinen Hausarzt sagen und hoffen das er mich weiter krank schreibt? Ich bin hin und her gerissen weil ich einfach angst habe nicht krank geschrieben zu werden. Was wäre denn der Bestmögliche Weg dafür? Ich bin echt ratlos.

25.08.2022 20:36 • x 1 #1


Ziva
Hi @dunkenschmidt,

da bin ich ja ein wenig fassunglos, dass dein Psychiater dir sagt, er schreibt dich nicht weiter krank, weil er Angst hat Ärger zu bekommen? Von wem denn? Und warum ?! Verstehe ich nicht. Dann sollte er dir vielleicht Optionen anbieten? Stationäre Therapie, Tagesklinik?

Ich würde vielleicht wirklich nochmal mit dem Hausarzt darüber sprechen. Wenn du ihm/ihr vertraust, dann kannst du doch darüber reden.

Bist du denn noch bei deinem alten Arbeitgeber oder müsstest du dich arbeitssuchend melden, wenn du kein weiteres Attest bekommst?

25.08.2022 21:31 • x 2 #2


A


Hallo dunkenschmidt,

Keine Krankschreibung vom Psychiater, bin verzweifelt

x 3#3


D
Hi Danke für deine schnelle Antwort.

Ja ich finde das auch irgendwie alles komisch. Er meinte von der Krankenkasse und er meinte das er eigentlich dachte das geht nur 2-3 Monate. Sie sagte auch sowas ich hätte mich mehr bemühen sollen. Da frage ich mich aber wer hier der Depressiv kranke ist. Sie hätte mir doch alternative Heilmöglichkeiten geben können. Das tat sie nicht. Aber ein Ultimatum gesetzt auf dem 31.8. finde ich schon hart. Ich bin noch bei meinem Arbeitgeber gemeldet und habe noch einen Vertrag.

Meinem Hausarzt vertraue ich schon. Die frage ist aber ob er mir vertraut. Denn klar es ist jetzt bald 7 Monate her. Das ist schon ne lange Zeit, aber ich habe mir gesagt wenn es nach 18 Therapiestunden besser wird gehe ich arbeiten und es wird immer besser und besser. Also möchte ich auch mein Ziel einhalten.

Tagesklinik habe ich nachgedacht und wollte ich auch schon. Man sagte mir aber das es so wie es ausschaut nicht ausreichend ist bei mir. Ich könnte zwar, aber da ich bereits in Therapie bin ist das schon ok. Weiss nicht inwieweit es nachvollziehbar ist. Ich verstehe es aber.

25.08.2022 21:57 • x 1 #3


Ziva
Mhn, also das wäre mir alles zu schwammig.
Du bist doch kein Spielball. Ultimatum setzen - wer macht denn bitte noch sowas ?!

Oke, dass die Krankenkasse dem Psychiater im Nacken sitzt, verstehe ich.
Das war bei mir auch mal der Fall. Aber das kann er ja nicht einfach so auf dir abwälzen.

Zitat von dunkenschmidt:
Meinem Hausarzt vertraue ich schon. Die frage ist aber ob er mir vertraut.


Wie meinst du das, ob er dir vertraut?
Bezgl. einer Besserung deinerseits?

Irgendwie klingt das für mich hier ganz schön hart.
Du bist krank, dir fallen einige Dinge schwer und dein HA und dein Psychiater zuppeln rum, weil es ihnen zu lang dauert?!
Dann sollten die vielleicht endlich mal aktiver werden, anstatt dich in etwas reinzudrücken, was für dich noch gar nicht wieder geht ! Sowas kann nämlich auch wundervoll nach hinten losgehen.

25.08.2022 22:49 • x 2 #4


D
Naja, meinem Weg habe ich ja schon gefunden und weiss was für mich gut ist und vielleicht brauche ich ja auch nicht mehr lange. Ich denke wenn ich erstmal die paar Stunden noch rum habe beim Therapeuten wird es mir noch besser gehen. Es braucht halt zeit. Irgendwie verstehen das aber die Ärzte nicht die mit mir zutun haben. Befunde meines Theraouten liegen auch vor.

Ich bin echt schon dabei neuen Hausarzt zu gehen nach empfehlung eines Kumpels. Er meint er würde mich verstehen. Ich denke das ist der einzige weg obwohl ich ungerne zum neuen Arzt gehe wegen Sozialer Phobie weil ich echt schwer sowas kann. Schon das Telefonieren fällt mir schwer und schon der gang zum Arzt der für mich neu ist ist noch schwerer. Aber zu meinem Hausarzt ist es auch nicht besser, weil ich angst habe das er mich mal wieder nicht versteht und nicht krankschreibt....

25.08.2022 23:19 • #5


Karina1983
Guten morgen,

deine Ängste kann ich absolut nachvollziehen! (Hab auch Schwierigkeiten mit Kontakten z.B. Ärzten und Telefonaten)

Nun zu deinem Tempo. Also dir wurde eine Mittelschwere Depression diagnostiziert und die soll dann wie von Zauberhand am 31.8. verschwunden sein? Also ganz ehrlich, ich kämpfe seit meiner Kindheit mit Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen, mal besser, mal schlechter. UND wenn ich dann mal wieder einen Zusammenbruch habe, dauert das auch seine Zeit bis ich wieder halbwegs stabil bin. Ich gehe davon aus, es ist für dich alles ziemlich neu, auch die Erkrankung an sich? So liest es sich für mich jedenfalls. Also das Tempo ist bei jedem anders und wenn du noch nicht so weit bist und der Psychiater nicht bereit ist, dich weiterhin krank zu schreiben, gehste nochmal zum Hausarzt. Du fühlst dich nicht arbeitsfähig, ende der Geschichte! Sieh es doch als kleine Challenge an! Wenn du stark genug dafür bist kannst du sie gewinnen und es ist wieder ein Schritt nach vorne.

Die Ärzte haben doch mal son komischen Eid geschworen, also sollten sie auch den Kampf mit den Krankenkassen aufnehmen und dich schützen.

Ich wünsche dir viel Kraft und einen ruhigen Tag.

26.08.2022 05:44 • x 1 #6


D
Ja so sehe ich es auch. Die Ärzte sehen es aber anders. Das ist nervig und für mich als depressiv kranker auch noch schwer zu handeln. Ich werde meinen Hausarzt fragen ob er mich weiter krank schreiben kann und dann geht das erstmal schon. Wenn dieser verneint gehe ich zum anderen. Geht ja nicht anders. Die Wahl habe ich ja sozusagen.

Ich möchte noch anmerken das es so ganz neu nicht ist. Ich habe es schon seit 2016 und mich bereits damit befasst aber erst 2022 die reissleine gezogen. Von daher.

26.08.2022 06:29 • #7


Oliver74
auf jeden Fall den Psychiater wecheln!

Hallo @dunkenschmidt,
ich hatte auch mal einen unmöglichen Psychiater der mich auch nicht mehr krankschreiben wollte und sagte dass ich nicht weiter der Krankenkasse auf der Tasche sitzen kann.
Daraufhin bin ich zu meiner Hausärztin erzählte ihr dies und ließ mich weiterhin krankschreiben bis ich neuen Psychiater fand der mich ohne Probleme weiterhin krankschrieb.
Du bist krank! und solange du krank bist muss man dich krankschreiben!

26.08.2022 09:37 • x 3 #8


D
Zitat von Oliver74:
auf jeden Fall den Psychiater wecheln! Hallo @dunkenschmidt, ich hatte auch mal einen unmöglichen Psychiater der mich auch nicht mehr krankschreiben wollte und sagte dass ich nicht weiter der Krankenkasse auf der Tasche sitzen kann. Daraufhin bin ich zu meiner Hausärztin erzählte ihr dies und ließ mich weiterhin ...

Hi Danke für deine Warmen Worte
Wie lange warst du denn krank wenn ich fragen darf und was wurde denn bei dir alles gemacht. Also Medikation, Tagesklinik, Therapie? Was genau, wenns nicht zu persönlich wird.

Ich bin ja in einer Therapie und komme eigentlich gut vorran, muss man mich dann in eine Tagesklinik stecken oder stecken lassen?

26.08.2022 09:58 • #9


Oliver74
Ich bin immer noch krank seit vielen Jahren schon und in Rente.
Ich war 2 mal in der Tagesklinik 2 mal stationär und 1 mal in Reha sowie ambulante Therapie 1 1/2 Jahre. Medikamente nehme ich Duloxetin 90mg, Lithium 900mg Risperidon 2mg und Trazodon 100mg.
Ich hoffe ich konnte helfen

Tagesklinik oder stationär muss man schon von sich aus wollen aber ich kanns auf jeden Fall empfehlen auch wenns mir nicht ganz geholfen hat.

26.08.2022 10:08 • x 1 #10


D
@Oliver74 Danke für deine Antwort. Ja die Antworten waren sehr aufschlussreich.
Ja Tagesklinik muss man selbst wollen wenn man selbst das gefühl hat es geht nichts weiter. Wenn man aber festegestellt hat das eine Therapie hilft muss man sie durchziehen und ich ziehe sie durch. Und möchte diese auch beenden. Fast zum Ende der Therapie möchte ich auch wieder anfangen zu arbeiten. Das oder so sieht mein Plan aus. Das werde ich auch meinem HA sagen.

26.08.2022 14:13 • #11


Lady66
Hallo, ich bin im Forum neu aber ich würde auch mal die Krankenkasse anrufen und in Erfahrung bringen ob die wirklich ärger machen, evtl. is das nur vorgeschoben und der Psychiater hat keine Lust mehr dich zu behandeln, eigentlich würde ich denken das wenn jemand Krank ist er auch Krankgeschrieben werden muss und seit wann haben Depressionen ein Verfallsdatum?

Lg Lady

26.08.2022 14:40 • x 1 #12


D
@Lady66 Das dachte ich mir da auch. Ich bin ja noch krank. Mir gehts zwar besser, aber ich bin nachwievor krank und riskiere bestimmt nicht wieder das ich ausraste oder oder. ich will ja gesund werden. Ja, ich denke ich frage mal bei der Krankenkasse mal nach. Ich finde dieses vorgehen des Psychiaters echt dubiös und höhst unprofessionell.

26.08.2022 14:43 • #13


Lady66
@dunkenschmidt , ich hab dafür ne HA die mich fertig macht und runterputzt das ich die Kröte schlucken müsste, oben sticht unten und noch einiges mehr musste ich mir anhören, obwohl sie die ganze Geschichte kennt und dank Corona find ich keinen neuen HA

26.08.2022 15:02 • x 1 #14


A


Hallo dunkenschmidt,

x 4#15


R
Hallo, wenn du bei deiner Krankenkasse anrufst, könntest du dich auch erkundigen, ob sie dich bei der Suche nach einem Psychiater unterstützen. Manche Krankenkassen vermitteln auch zeitnah einen Termin.
So wie sich dein Psychiater dir gegenüber geäußert hat, da wäre für mich jegliche Vertrauensbasis weg.

26.08.2022 15:27 • x 2 #15

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