Vielen Dank, Schwabenengel und Wüstenmaus.
Ich habe drüben bei Bunte schon einiges gelassen und kopiere mal von Schwabenengel hier etwas rüber:
Zitat:Meine Ärztin und Psychologin riet mir in meiner Verfassung und Vergangenheit dem Gutachter vorher schriftlich mit zu teilen wie es mir geht.....
Ich überwand mich dann doch und schrieb den Brief.
Ich habe das getan. Das wollte - leider - niemand lesen. Mir wurde stetig gesagt, dass man sich ein eigenes Bild von mir machen wollte. Eine Gutachterin gähnte sogar, als ich es vorlesen wollte. Ich sah das und warf ihr die Unterlagen quasi vor die Füße. Meine Nerven sind mit mir durch. Wahrscheinlich habe ich auch - wie hier - zuviel geschrieben. Ich schaffe es nicht, das alles in kurze knappe Worte zu packen.
Zitat:Ich darf das Nicht! Ich falle aus der Rolle!
Dazu schrieb ich drüben schon. Ich glaube, das ist noch eines meiner Probleme, die ich nicht wahrhaben will. Alle anderen haben größeres Leid erlitten. Und wenn ich sehe, dass andere mit ihrer Miß....chsgeschichte mehr wahrgenommen werden als ich, schleicht sich genau dieses Gefühl ein. Ich meine ja selbst, es negieren zu müssen, also kriege ich dafür auch die Rechnung.
Zitat:Ich war sehr froh, das ich das getan hatte. Ich durfte jemand mit ins Gespräch nehmen. Im Wartezimmer musste ich nach dem Ausfüllen eines Fragebogens noch lange warten. In dieser Wartezeit gab es kein Small Talk. Wir schwiegen. Ich war kurz davor die Flucht zu ergreifen. Meine Begleitung und ich war einfach stumm, weil ich ich in diesem Zustand kein Wort heraus bekam.
So war es bei uns auch, meine Freundin hat auch den Fragebogen für mich ausgefüllt, ich bin zig mal zum Klo gerannt. Ich bin heulend aus der Untersuchung, die Ärztin lief mir hinterher und ich sagte zu meiner Freundin, ich muß hier raus, sonst weiß ich nicht, was passiert.
Das waren ehrliche Gefühle.
Zitat:. Ich glaube nicht das ich den Eindruck vermittelt habe.. Ich wolle nur ein bisschen Rente.... Mir geht es mit dem Thema an sich ziemlich mies. Liebend gerne wäre ich voll leistungsfähig!
Genau das sagte ich dem/den Gutachter/n, dass ich gerne arbeiten würde, dass ich mir das nicht ausgesucht habe, ich würde gerne was arbeiten, aber wie, wer nimmt mich so, wie ich bin. Ob sie mich einstellen würden? .
Daraus wurde gemacht: Ich wurde für sechs Stunden und mehr arbeitsfähig geschrieben für eine Tätigkeit, bei der ich mich frage, wo es solche Jobs gibt, wo ich unter Vermeidung von Streß, sitzenden, stehenden und laufenden Möglichkeiten arbeiten könnte.
Ich habe hier versucht, etwas zu tun, zu Hause und scheitere auch da. Also selbst der Weg in eine evtl. Zukunft durch selbständiges Arbeiten ist mir durch Steine verbaut.
Es macht einfach keinen Spass mehr, weiterzumachen. Spass? Ihr wißt schon, was ich meine - ich weiß auch nicht, ob es richtig ist, in die Klinik zu gehen. Dieser Gedanke geistert nun seit fünf Uhr morgens in mir herum. Deshalb hocke ich schon so früh hier, weil ich ob dieser Gedanken bald wahnsinnig werde.