Klage gegen Rentenkasse - muss zu vier Gutachtern!

T
Hallo Angelika.....

oje, das glaub ich doch jetzt nicht, was Du da schreibst. Hab echt für Dich gehofft, dass Du jetzt durchkommst.
Lief die Sache jetzt vor dem Sozialgericht oder hat Dich der Rentenversicherungsträger so angeschrieben.
Das muss ich jetzt erstmal sacken lassen und nochmals lesen. Bin einfach fassungslos.
Dich mal ganz lieb in die Arme nimms.

Übrigens ich habe immer noch keinen Bescheid. Heutiges Telefonat mit dem DRV verlief so, Akte liegt in der Widerspruchsstelle, fehlt eine Unterschrift vom Arzt (wofür auch immer) und dann zur Berechnungsstelle. Kann noch daaauuuuerrrn... Nun ja der Widerspruch läuft ja auch erst seit Novermber 2008 (jawohl 8). Mittlerweile ist ja auch mein Geld ausgelaufen. Nun heisst es weiter warten....die Nerven liegen blank und mit der Aussage vom DRV kann ich auch nicht viel anfangen.

Liebe Angelika ich wünsche Dir ganz viel Kraft. Einfach Hammer.

Lieb drückers
Ulli

22.04.2010 20:18 • #16


M
Hallo Angelika,

habe wirklich gedacht, nach deinem letzten Gutachtertermin, das die Begutachtung zu deinem Vorteil ausfällt.
Es tut mir sehr leid, dass es nicht der Fall ist.

Ich hoffe, du hast die Kraft weiter Vorzugehen.

22.04.2010 21:38 • #17


A


Hallo FrolleinMau,

Klage gegen Rentenkasse - muss zu vier Gutachtern!

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S
Hallo Angelika,

mir fehlen gerade auch irgendwie die Worte. Und irgendwie habe ich immer mehr das Gefühl, dass einem die Worte von den Gutachtern im Mund verdreht werden. Schon häufig habe ich jetzt gehört, ich habe es ja auch erlebt, dass Dinge, die man klar formuliert hat entweder nicht erwähnt werden, oder verharmlost werden, oder aber auch im geneauen Gegensatz dargestellt werden.

Ich habe für mich beschlossen, obwohl ich trotz des Gutachtens, was besagt, ich könne mehr als sechs Stunden vollschichtig arbeiten, meine Rente durchbekommen habe, beim nächsten fälligen Gutachtertermin einen Zeugen mitzunehmen.
Ich habe auch ans Gute geglaubt, aber es scheint wohl leider notwendig zu sein.

Du wirst Dich jetzt sicherlich mit dem VDK in Verbindung setzen, um die weitere Vorgehensweise abzuklären.
Welche Schritte bleiben Dir denn jetzt noch? Oder ist das Sozialgericht die letzte Instanz?

Alles Gute und viel Kraft!

22.04.2010 21:44 • #18


F
Wenn ich nur wüßte, wie es weitergeht ...

Ich habe

- den VDK angeschrieben, um einen Beratungstermin zu bekommen über die weitere Vorgehensweise

- gleichzeitig habe ich mir einen Rentenberater aus dem Netz gesucht für den Fall der Fälle

- die Rechtsschutzversicherung angeschrieben - ich hoffe, die melden sich schnell

- geheult, mich in den Schlaf geheult, bin zwischendurch wach geworden, geheult, heute morgen: geheult

- wieder an mir gezweifelt

- habe mich selbst zurückgenommen und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass mein jetziger Absturz gerade damit zu tun hat, dass ich nicht Ernst genommen werde und das schwächt mich so, dass ich nicht weiß, wie ich aus der Nummer herauskommen soll. Es stehen dort so viele Dinge, die ich nie so gesagt habe und Bemerkungen, die mich fassungslos machen, dass sogar meine Schmerzerkrankung angezweifelt wird, weil ich angeblich 90 Minuten ohne Schmerzäußerung auf dem Stuhl der Gutachterin saß, ohne mich zu bewegen, zu beklagen. Dass ich Medis in mir hatte, dass ich diese Schonhaltung immer inne habe, dass ich nie 90 Minuten vor einem Arzt saß, das steht dort nicht. Und so vieles andere was das geschrieben steht, ich würde mich freuen, wenn dem so wäre. Die PTBS nur als Verdacht geäußert wird.

- gestern fassungslos erleben müssen, was dieser Bescheid auslöste, gestern unsere Existenzängste sich erneut aufbauten (alles war da damals auf meinem Gehalt mit aufgebaut)

- mich gefreut, dass mein Mann dann irgendwann sagte, ich solle kündigen, damit ich diesen Dreck schon mal weg habe (und ich bin so unsicher), ich solle für ihn ein paar Stunden arbeiten, so wie ich kann und dann das weiter verfolgen, was ich vorhatte (das geht aber im momentanen Zustand überhaupt nicht)

- mit meiner Freundin telefoniert und die meinte, wie lange ich noch hier sitzen wolle und so tun als sei nichts, dass ich nun mal endlich darlegen soll, dass alles doch nicht so toll ist, wie ich es mir einredete und soll in die Klinik gehen. Und mit dem Gedanken hocke ich hier heute morgen und in mir immer, geht es nicht auch anders? Anderen geht es doch viel schlechter und ich würde dann einem wirklich kranken Menschen den Platz wegnehmen.

Nein, es ist noch kein Urteil gesprochen, nur die Gutachten sprechen nicht für einen Erfolg. Deshalb hat mich der VDK vorgewarnt. Ich habe im Moment keine Kraft weiter zu schauen, was ich tun könnte - ich bin einfach nur müde und was mir durch den Kopf schießt, will ich keinem zumuten.

LG
Angelika
-

23.04.2010 06:41 • #19


F
Ich habe das erste Gespräch in der Klinik am 25. Mai, direkt nach Pfingsten. Mir wird noch ein Fragebogen zugesandt. Ich muß das jetzt abgeben - alleine schaffe ich das nicht.

DANKE für eurer Mitgefühl.

Angelika

23.04.2010 10:53 • #20


T
Hallo Angelika....

ja auch ich kann Deine Situation sehr gut verstehen...Alles wird einem unter den Füssen entzogen.

Solltest Du Dich doch für eine Klinik entschliessen, kann ich Dir nur das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke (wir sprachen schon mal in einem Telefonat darüber) empfehlen. Sie haben dort auch eine gute Sozialarbeiterin, die Dir auch helfen oder Ratschläge geben kann....
Allein ist es sehr schwierig aus dieser Situation herauszukommen...

Schlaf nochmal darüber....

Ganz ganz lieb drückers
Ulli

23.04.2010 20:54 • #21


F
Hallo, liebe Ulli, danke noch einmal für deinen Tipp. Ich habe das Gespräch in der Klinik, in der ich vor acht Jahren war. Da fühle ich mich dann auch aufgehoben. Der Angang war schrecklich.

Heute morgen beim Wachwerden dachte ich zunächst, ob ich mir das nicht alles einbilde, und zack bin ich wieder mitten drin im Geschehen.

Nun, hier ist mein Rententhread, ich mache mal einen anderen auf, damit wir dann dort weiter plaudern könnten.

LG
Angelika

24.04.2010 06:32 • #22


achtsamkeit
Hallo Angelika, das ist ja kaum auszuhalten was du da durchmachst. Es ist als wollen die einen wirklich nur klein machen. Wie gut, dass du einen dich haltenden Menschen zur Seite hast. Diese Gutachter sind nicht akzeptabel. Hatte ja auch das Vergnügen mit einem Gutachter von der DRV beauftragt. Er hat zB. keine soziale Phobier feststellen können. Und in der Reha die haben mir diese wieder sehr massiv bestätigt. Also Klinikaufenthalt kann gut sein, wenn dort ein richtiges Gutachten erstellt wird. Drücke dir die Daumen und halte durch! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !

24.04.2010 10:06 • #23


F
Danke, liebe Pelle, jetzt ist es ja auch wieder gut, meist bin ich einen Tag out of order - der Kampfesgeist ist trotz Widerstände vorhanden und auch die Stimmung ist heute nicht soooo schlimm - zumal mein Mann versucht hat, eine Wäschespinne aufzubauen. Die steht jetzt ein wenig schief und übehaupt Du siehst, ich habe noch genug zum Lachen.

Ich denke, der Klinikaufenthalt wird für mich noch einiges eröffnen, da ich mich ja bisher nicht an jedes Thema gewagt habe und nun sollen wohl die letzten Geheimnisse gelüftet werden - so sei es.

Dir ein fröhliches WE
LG
Angelika

24.04.2010 10:31 • #24


Schwabenengel
Hallo,

mir bleiben die Worte weg.....

Ich wünsche Dir nur, dass Du irgendwie wieder gut aus der Sache heraus kommst...

Grüße
Schwabenengel

24.04.2010 21:13 • #25


W
Hallo, Angelika - ich bin neu hier - aber ich kann dir nur raten -
halte durch - und spiele genau durch in Gedanken was du sagst und wie du es formulierst. Zur Not schreibe es Dir auf und gehe es mit deinem Mann durch im Rollenspiel
Emotionen spielen keine Rolle, Fakten zählen- es geht darum dass du nicht in irgend eine ausnahme Situation gebracht wirst -
( und wir lachten auch, er war so einfühlsam, so, ach, ich weiß nicht, er tat mir einfach gut.)
- die sie dir später dann (falsch) anders Bewerten.
ich kenne es von meiner Kur ebenso... manchmal glaube ich es ist ein Spiel mit mal sehen wer ist fachlicher und kompetenter,mit Tendence wir haben ja Zeit. Nur dass eine Seite enorme Energie aufbringen muss um überhaupt es durchzu ziehen- der Kranke der sowieso schon geschwächt ist.
Im Übrigen private Gurachten sind nicht so teuer also suche dir einen guten Arzt- aber es muss ! neutral sein - sprich: dich vorher noch nie gesehen haben- sonst könnte das Gutachten angefochten werden ( zumindest soviel ich erfahren haben )
weiterhin viele Erfolg - und denke daran : jeden Tag geht die Sonne auf - auch für dich - Liebe Grüße Maria

24.04.2010 23:13 • #26


F
Vielen Dank, Schwabenengel und Wüstenmaus.

Ich habe drüben bei Bunte schon einiges gelassen und kopiere mal von Schwabenengel hier etwas rüber:

Zitat:
Meine Ärztin und Psychologin riet mir in meiner Verfassung und Vergangenheit dem Gutachter vorher schriftlich mit zu teilen wie es mir geht.....
Ich überwand mich dann doch und schrieb den Brief.


Ich habe das getan. Das wollte - leider - niemand lesen. Mir wurde stetig gesagt, dass man sich ein eigenes Bild von mir machen wollte. Eine Gutachterin gähnte sogar, als ich es vorlesen wollte. Ich sah das und warf ihr die Unterlagen quasi vor die Füße. Meine Nerven sind mit mir durch. Wahrscheinlich habe ich auch - wie hier - zuviel geschrieben. Ich schaffe es nicht, das alles in kurze knappe Worte zu packen.

Zitat:
Ich darf das Nicht! Ich falle aus der Rolle!


Dazu schrieb ich drüben schon. Ich glaube, das ist noch eines meiner Probleme, die ich nicht wahrhaben will. Alle anderen haben größeres Leid erlitten. Und wenn ich sehe, dass andere mit ihrer Miß....chsgeschichte mehr wahrgenommen werden als ich, schleicht sich genau dieses Gefühl ein. Ich meine ja selbst, es negieren zu müssen, also kriege ich dafür auch die Rechnung.



Zitat:
Ich war sehr froh, das ich das getan hatte. Ich durfte jemand mit ins Gespräch nehmen. Im Wartezimmer musste ich nach dem Ausfüllen eines Fragebogens noch lange warten. In dieser Wartezeit gab es kein Small Talk. Wir schwiegen. Ich war kurz davor die Flucht zu ergreifen. Meine Begleitung und ich war einfach stumm, weil ich ich in diesem Zustand kein Wort heraus bekam.


So war es bei uns auch, meine Freundin hat auch den Fragebogen für mich ausgefüllt, ich bin zig mal zum Klo gerannt. Ich bin heulend aus der Untersuchung, die Ärztin lief mir hinterher und ich sagte zu meiner Freundin, ich muß hier raus, sonst weiß ich nicht, was passiert.

Das waren ehrliche Gefühle.

Zitat:
. Ich glaube nicht das ich den Eindruck vermittelt habe.. Ich wolle nur ein bisschen Rente.... Mir geht es mit dem Thema an sich ziemlich mies. Liebend gerne wäre ich voll leistungsfähig!


Genau das sagte ich dem/den Gutachter/n, dass ich gerne arbeiten würde, dass ich mir das nicht ausgesucht habe, ich würde gerne was arbeiten, aber wie, wer nimmt mich so, wie ich bin. Ob sie mich einstellen würden? .

Daraus wurde gemacht: Ich wurde für sechs Stunden und mehr arbeitsfähig geschrieben für eine Tätigkeit, bei der ich mich frage, wo es solche Jobs gibt, wo ich unter Vermeidung von Streß, sitzenden, stehenden und laufenden Möglichkeiten arbeiten könnte.

Ich habe hier versucht, etwas zu tun, zu Hause und scheitere auch da. Also selbst der Weg in eine evtl. Zukunft durch selbständiges Arbeiten ist mir durch Steine verbaut.

Es macht einfach keinen Spass mehr, weiterzumachen. Spass? Ihr wißt schon, was ich meine - ich weiß auch nicht, ob es richtig ist, in die Klinik zu gehen. Dieser Gedanke geistert nun seit fünf Uhr morgens in mir herum. Deshalb hocke ich schon so früh hier, weil ich ob dieser Gedanken bald wahnsinnig werde.

25.04.2010 06:01 • #27


W
Hallo erst mal- und denke daran die Sonne steht dran - du schreibtst etwas das wichtig ist
: Genau das sagte ich dem/den Gutachter/n, dass ich gerne arbeiten würde, dass ich mir das nicht ausgesucht habe, ich würde gerne was arbeiten, aber wie, wer nimmt mich so, wie ich bin. Ob sie mich einstellen würden?
WER NIMMT MICH SO - Achtung ! die Ärtzte sagen sich - das ist nicht unsere Baustelle! und schon hast du den Buhmann ...also wenn es etwas geben würde dann arbeitet sie ..... und schon sind wir bei 6 Std...... denn man muss dir ja alle Möglichkeiten geben. ;-)

Und kein würde möchte vielleicht ...... schaffe Fakten NEIN - sagen ... DAS geht nicht mehr -....
Du entschuldigst dich und ich habe das Gefühl du fühlst dich schuldig krank zu sein ..... und fühlst dich in einer Opferrolle.
Ein Freund sagte einmal zu mir - als es mir ganz schlecht ging und ich ihn heulend um 11 nachts anrief: - gehe raus aus der Opferrolle und und schaffe Fakten für deinen Umwelt , ( ich war damals zwar aus anderen Gründen aber ebenso an dieser Stelle) dieser Satz hat mich dann wieder ins Lot gebracht .
ich habe dann diese wagen Wörter wie würde könnte dürfte sollte möchte eliminiert
Übe es mit deinem Mann - rede mit ihn darüber - es gibt gute Bücher - Metasprache
Übe es stäniig - ich halte mich auch nicht immer daran - dann rutsche ich wieder ab....
sag nicht ich möchte heute raus gehen - sag ich gehe heute raus - die Sonne scheint.
sag nicht ich möchte das Schnitzel ... sag das Schnitzel bitte merkst du den Unterschied wenn die es aussprichst
ich wünsche dir alles Liebe - Wünstenmaus

25.04.2010 10:57 • #28


F
Zitat:
Du entschuldigst dich und ich habe das Gefühl du fühlst dich schuldig krank zu sein ..... und fühlst dich in einer Opferrolle.


Hallo, Maus, ich muss grad lächeln, denn gerade ICH dachte, ich sei raus aus der Opferrolle - du bringst mich zum Nachdenken. Wie oft sage ich das hier Frauen, weil ich meine, dass ich kein Opfer mehr bin. Da muß ich wohl noch einmal an mir arbeiten. DANKE ...

Wenn ich im Moment auch nicht wirklich alles aufnehmen kann, was ich grad wieder lese, ich versuche es später noch einmal. Ich weiß, was du mir vermitteln willst, jedoch habe ich gerade eine Sperre im Hirn.

LG
Angelika

25.04.2010 14:14 • #29


A


Hallo FrolleinMau,

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Schwabenengel
Hallo Angelika,

Das Problem mit dem Ich will !Bitte gib mir das und jenes. Also eine aktive Ansprache von Wünschen.... Das konnte ich vor der Erkrankung ein bisschen besser. Irgendwann waren das Themen meiner Berufsausbildung. Damals dachte ich das weist Du jetzt also verhälst Du Dich auch danach.

Bis zum Zusammenbruch vor 2 Jahren.
Ich frage mich heute immer wieder und da habe ich Gewissensbisse!

In wieweit darf ich als Eigenschutz selbst bestimmt Auftreten ohne das mir der andere (Gutachter/Behörden) mir unterstellt..

Die hat ja genug Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein... dann kann die auch arbeiten.

Wenn ja bist Du/ich wieder in der Oferrolle rein gedrängt von der zweiten Runde..
In der Vergnagenheit der Täter später Staat und Geldgeber. Wieder als Abhängige..
Ich hoffe ich habe jetzt nicht zu böse geschrieben..

In der ganzen Geschichte bin ich ein Mensch zweiter Klasse geworden. Ein Bittsteller der hofft das gerecht (was ist das schon??)entschieden wird.
Der Gutachter wird gestellt. Er wird bezahlt. Das was Du jetzt mit den Gutachtern erlebst ist mir in meinem ersten Klinikaufenthalt 2008 in der REHA passiert.
Sie sind voll leistungsfähig. Egal ob Sie ein Kind haben.. Schichtdienst rund um die Uhr ohne Rücksicht auf Verluste.....

Das dicke Ende kam hinterher... Was soll´s. Ich hoffe nur, das mein Gutachter mich nicht so getäuscht hat wie Du getäuscht wurdest. Das die DRV dem Gutachter folgt....
Ich habe Angst um die Zukunft. Überall wird gerade soviel in den Medien geschrieben. Wenn es um´s Eingemachte geht hört keiner mehr zu....

Angelika ich wünche Dir verdammt viel Kraft....

Liebe Grüße
Schwabenengel

25.04.2010 17:34 • #30

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