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Körperliche Beschwerden und Depression

Aita
Nach dem Atlas ist geschaut worden - alles ok.
Osteopathische Behandlungen bekomme ich schon seit Jahren ohne nennenswerte Besserungen.
Beim Kieferorthopäde bin ich auch gewesen, habe den Kiefer vermessen bekommen, mehrere Rezepte für CMD Behandlungen und eine spezielle Schiene für 500,-Euro bekommen die auch nichts gebracht hat.

Jetzt habe ich Ende Juni noch einen Termin bei einem Neurologen, mal sehen ob da was rauskommt.

Die CMD Behandlung war extrem schmerzhaft und seitdem ist es noch schlimmer geworden, so dass ich manchmal denke, es sei in meinem Kiefer etwas verletzt worden. Aber wenn ich das bei den Ärzten anspreche, geht da keiner drauf ein.

12.04.2020 16:57 • #16


Leon33
Hallo Aita!

genau so wie Du das schilderst hab bzw. hatte ich das auch alles. Vor allem während meinen Schüben vor 2 Jahren. Aber leider ist so einiges geblieben. Chronischer Tinnitus bzw. Ohrgeräusche auch im Kopf, verspannte Muskulatur sowieso inklusive Muskelzucken überall. Nur habe ich dazu noch jeden Tag Beinschmerzen die auch nicht abgeklärt werden können. Das wird dann psychosomatisch sein.

Ich habe aber gelernt damit zu leben. Ohne Medikamente. Ich blicke neidvoll auf meine schmerzfreie Zeit vor 2 Jahren zurück... aber das wird wohl nicht mehr so werden wie früher.

Weil ich von Ärzten und Psychotherapeuten die Schnauze voll habe (haben mir nicht weitergeholfen) versuche ich jetzt selbst damit klar zu kommen bzw. mich halt dran zu gewöhnen. Ich höre meinen Tinnitus jetzt nur noch wenn ich dran denke oder wenn alles ganz ruhig ist. Ansonsten kann ich Ihn recht gut ausblenden.

Deswegen hier mein Tipp für Dich: Akzeptiere den Tinnitus. Auch wenn es sehr schwer fällt. Versuche ihn auszublenden und mir der Zeit hörst Du ihn nur noch unter den zwei Bedingungen die ich bereits erwähnt habe. Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit sich sogenannte Tinnitus-Noiser ins Ohr einsetzten zu lassen. Glaube die Krankenkassen zahlen einen gewissen Betrag, aber ein bisschen was musst Du auch zahlen, wie viel weiß ich nicht genau.

Ich hoffe ich konnte dir mit meinem Tipp für Dich weiterhelfen.

Viele Grüße und schöne Ostern

Leon33

12.04.2020 18:21 • #17


A


Hallo Aita,

Körperliche Beschwerden und Depression

x 3#3


Hoffnung21
Hallo Anita,

Starke Nacken-, Schulter- und Kopfschmerzen kenne ich von meiner Erschöpfungsdepression auch. Ich hatte auch regelmäßig KG, es hat nicht geholfen. Irgendwann meinte meine Physiotherapeutin dann auch, dass sie immer nur die Verspannung von den letzten 2-3 Tagen löst und beim nächsten Termin fangen wir immer wieder von vorne an. Ich bin dann eine Zeit lang täglich hingegangen und war je 40 min drin ( hab da privat was draufgezahlt), dann ist es besser geworden. Hat aber leider nach einiger Zeit wieder angefangen. Mit einem Muskelrekaxans konnte ich mir auch eine zeitweilige Linderung verschaffen. Richtig besser ist es erst geworden als ich was gegen die Depression unternommen hab.

Zitat von Aita:
meine Frau muss arbeiten und ich sitze den ganzen Tag allein in der Wohnung


Wieso gehst du nicht wenigstens spazieren?

VG Eis

12.04.2020 22:36 • x 1 #18


M
Hallo, ich weiß nicht wo ich es reinschreiben soll, aber leide an einer Depression und rieche seitdem schlechter... Kann das damit zusammenhängen?

28.05.2020 16:39 • #19


K
Ich habe seit 5 Monaten einen chronischen Schwankschwindel. Ich spüre den Schwindel nicht nur optisch, sondern merke diesen auch in meiner Muskulatur. Wenn ich morgens oder mittags einen Tief habe lässt meine ganze Körperspannung nach und ich kann kaum noch gehen. Habe dann auch starken Schwindel. Wenn ich Abends zu lange auf bleibe kommt das auch. Bin jetzt in einer psychosomatischen Klinik und hoffe dass man mir hier helfen kann. Allerdings habe ich das Gefühl ein absoluter Einzelfall zu sein. Die anderen haben alle klare Auslöser für ihre Beschwerden. Ich kenne meine nicht und bin so ziemlich der Einzige mit so vielen psychosomatischen Beschwerden.

10.08.2020 12:50 • #20


M
Hallo Kondag,

ja, das kann in der Tat alles psychosomatisch bedingt sein. Ich hatte - und habe zum Teil immer noch - eine ganze Liste an ständig wechselnden psychosomatischen Beschwerden. Darunter Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Zahnschmerzen und am Anfang auch Schwindel. Sogar ein deutlich beeinträchtigter Geruchssinn, wie das dein Vorposter geschildert hat, kommt mit dazu. Wenn es mir wieder besser geht, dann sind alle - und zwar wirklich alle - Beschwerden weg. Ein Schädel-MRT wurde gemacht, zahlreiche weitere Untersuchen auch. Es konnte keine Ursache gefunden werden. Die Beschwerden sind bei mir definitiv psychosomatisch. Psychosomatische Beschwerden können wirklich viele Gesichter haben. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Wenn mir jemand vor zwei Jahren gesagt hätte, dass solchen Beschwerden überhaupt durch die Psyche ausgelöst werden können, dann hätte ich ihn für verückt gehalten. Aber es ist so.


Zitat von Kondag:
Die anderen haben alle klare Auslöser für ihre Beschwerden. Ich kenne meine nicht und bin so ziemlich der Einzige mit so vielen psychosomatischen Beschwerden.

Das Gefühl kenne ich sehr gut. Wenn man alle seine Beschwerden auflistet und der Arzt einem mit einem fassungslosen Gesichtsausdruck gegenübersitzt. Dazu kommen dann noch Äußerungen wie: das habe ich ja noch nie gehört!. Das einzige was die Ärzte (ungewollt) damit erreichen ist, dass man sich als Außenseiter fühlt. Dass man der einzige auf der Welt ist, der diese ganzen Beschwerden hat. Aber das ist nicht der Fall. Es ist nicht das vorherrschende Beschwerdebild einer Depression, aber es ist auch nicht so selten. Das haben mir etwas feinfühligere Ärzte auch schon bestätigt. Lass dich davon nicht entmutigen. Du bist in der Klinik an der richtigen Adresse. Irgendwann gewöhnt man sich daran, dass hin und wieder mal ein Arzt schief guckt.

Viele Grüße,
Michi

10.08.2020 14:11 • x 2 #21


Aita
Vor 4 Wochen wurde bei mir ein doppelter Bandscheibenvorfall an der HWS diagnostiziert, der am 19.März operiert werden sollte. Ich hatte am Tag davor ein solch heftige Panikattacke, dass ich die Op abgesagt habe.
Inzwischen ist mir klar, dass das echt Schwachsinn war und die Op wirklich nötig ist. Nun möchte ich mich doch operieren lassen und habe desgalb eben in der Praxis angerufen. Die Arzthelferin meinte, dass sie deswegen erst mit dem Arzt reden muss was er dazu meint.
Kann der Arzt einen erneuten Op Termin verweigern und wenn ja mit welcher Begründung? Ich mache mir einen totalen Kopf deswegen, zumal ich mich jetzt mit der Op abgefunden habe. Ich will auch keinen anderen Arzt suchen. Er müsste doch als Arzt eigentlich Verständnis für Menschen mit psychischen Problemen haben.

29.03.2021 17:53 • #22


Aita
Hat wirklich niemand eine Antwort für mich?
Habe eben in der Praxis angerufen, bin aber wieder von der Arzthelferin vertröstet worden, dass sie noch nicht mit dem Arzt gesprochen hat.
Ich bin mit den Nerven total fertig bei dem Gedanken, dass der Arzt mich wegen der Absage nicht mehr operieren will.

30.03.2021 13:50 • #23


M
Hallo Aita ich kann mir nicht vorstellen das der Arzt dich deshalb nicht mehr operieren wird. Es kommt immer wieder vor das OPs kurzfristig abgesagt werden. Wenn er die OP für so notwendig hält wird er dich auch operieren. Das was natürlich sein kann ist das du jetzt auf einen Termin warten musst und nicht schon in der nächsten Woche operiert werden kannst. Ich hoffe das gibt dir jetzt etwas Trost.

30.03.2021 14:14 • x 1 #24


ZeroOne
Zitat von Aita:
Kann der Arzt einen erneuten Op Termin verweigern und wenn ja mit welcher Begründung?

Zitat von Aita:
Hat wirklich niemand eine Antwort für mich?


Wenn er nicht mehr will, dann kann er immer eine Begründung finden, weshalb er dich nicht operiert, oder zu Kollegen weiterschicken. Aber wieso sollte er?

Wie @Machara schreibt, kann es eben nur sein, dass du relativ lange auf einen Ersatztermin warten musst.

Üblicherweise kann man psychische Bedenken auch ganz gut beim Vorgespräch mit dem Anästhesisten anbringen. Die verschreiben einem dann Psychopharmaka (oder geben sie gleich mit), die man bereits an den Tagen vor der OP einnehmen kann, damit sich die Angst und Panik in Grenzen halten und man nachts schlafen kann.

LG
ZeroOne

31.03.2021 18:18 • x 1 #25


Lavendula
Zitat von Machara:
Hallo Aita ich kann mir nicht vorstellen das der Arzt dich deshalb nicht mehr operieren wird. Es kommt immer wieder vor das OPs kurzfristig abgesagt werden. Wenn er die OP für so notwendig hält wird er dich auch operieren. Das was natürlich sein kann ist ...


Ich wünsche dir alles erdenktlich Gute!

05.04.2021 16:27 • x 1 #26


Aita
Nachdem der Arzt erst krank war und dann Urlaub hatte, habe ich gestern in der Praxis angerufen und gefragt, ob ich einen neuen Termin für die Op vereinbaren kann. Darauf sagte mir die Arzthelferin, dass sie mit dem Arzt gesprochen hat und er mich nicht mehr operieren möchte wegen meiner psychischen Probleme.
Da in der Praxis noch 3 weitere Ärzte sind, habe ich gefragt, ob es dann ein Kollege machen kann. Die Antwort war, dass in dieser Praxis mich niemand operieren will. Ich solle mir eine andere Praxis suchen. Das hat mich total runter gezogen und fix und fertig gemacht. Ich hätte nie gedacht, dass ein Arzt überhaupt kein Verständnis für Depressionen hat. Hoffentlich erwischt es ihn nicht auch selbst mal.
Jetzt muss ich mich auf die Suche nach einem anderen Arzt machen und fange wieder von vorne an und quäle mich vielleicht noch weitere Monate damit rum.
Als ob es einem nicht schon schlecht genug geht.

16.04.2021 13:50 • x 1 #27


Aita
Ich habe nur noch heftige Schmerzen und liege den ganzen Tag entweder im Bett oder auf der Couch. Diese mangelnde Empathie des Arztes hat mir regelrecht den Boden unter den Füßen weggezogen. Es will mir nicht in den Kopf, dass er einfach so sagen darf, dass er und auch kein anderer aus der Praxis mich nicht operieren werden. Morgen muss ich schauen, ob ich vielleicht eine andere Praxis finde. Mir graust davor, dass das wieder ewig dauert. Ich habe auch Angst, dass die neurologischen Beschwerden vielleicht nie mehr weggehen, auch nach einer Op nicht.

18.04.2021 14:42 • x 1 #28


E
Und wenn du mal direkt bei der Krankenkasse anrufst?

Ich meine, du hast heftige Beschwerden und je weniger du dich bewegen kannst desto schlimmer wird das Ganze ja (und kostet langfristig die Krankenkasse mehr Geld)

18.04.2021 15:38 • x 1 #29


A


Hallo Aita,

x 4#15


Augenblicke
Liebe@Alita
Ich hatte mal Physiotherapie für meine Kieferschmezen, das gibt es wirklich. Im Volksmund heisst es ja immer auf die Zähne beissen. Ist ja ein Ausdruck von Stress und psychen Druck. Vielleicht wäre das eine Hilfestellung für Dich

18.04.2021 16:03 • #30

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