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Körperliche Beschwerden und Depression

Aita
Ich bin zuerst wegen meiner starken körperlichen Beschwerden ohne Erfolg behandelt worden. Nachdem wirklich alles medizinisch abgeklärt worden ist, es ist bei keiner Untersuchung etwas gefunden worden, wurde ich mit der Diagnose Depression konfrontiert.
Mir ist es in den letzten Monaten auch kontinuierlich psychisch schlechter gegangen. Seit Mitte Dezember nehme ich Antidepressiva, die mir bis jetzt nach 5 Wochen nicht wirklich geholfen haben, obwohl die Dosis seit 2 Wochen verdoppelt wurde. Ich nehme Morgens und Mittags 50mg Opipramol und am Abend 100mg und zusätzlich 25mg Amitryptilin.

Ich habe eine total verspannte Nacken-und Schultermuskulatur die in meinem Kopf durch die verhärteten Muskeln ein summen, brummen und klingeln verursachen. Ich habe in den letzten Monaten bestimmt 30 Physioanwendungen bekommen, die überhaupt nichts gelindert haben. Ich bin sogar 2 x über 600 km zu einem Heilpraktiker gefahren der mir helfen sollte, hat aber nichts genützt. Diese Kopfgeräusche machen mich fix und fertig und ich weiß nicht wie ich die wieder wegbekommen kann.
Kennt von euch jemand diese Beschwerden und haben die etwas mit meinen Depressionen zu tun?
Die Ärzte sind ALLE ratlos.

28.01.2020 15:34 • #1


Ilse77
Hallo, starke Nackenbeschwerden waren ein Hauptsymptom meines burnouts. Inzwischen bin ich einigermaßen beschwerdefrei. Was geholfen hat, war täglich 40 min Progressive Muskelentspannung. Mache ich jetzt seit drei Monaten. Wenn es wieder etwas ziept abends lege ich mir eine Wärmflasche in den Nacken. Aber es ist viel besser geworden. Kann ein psychosomatisches Zeichen sein bei Überlastung. Lg ilse77

28.01.2020 16:10 • x 3 #2


A


Hallo Aita,

Körperliche Beschwerden und Depression

x 3#3


Aita
Progressive Muskelentspannung mache ich auch und Wärmflasche + Schal + einreiben ist seit Jahren mein ständiger Begleiter. Nichts hat geholfen, im Gegenteil die Beschwerden werden immer schlimmer und psychisch geh ich echt am Stock.

Die Geräusche sind so dominant, es macht mich echt fertig.

28.01.2020 16:15 • x 1 #3


Ilse77
Liebe Aita,

hast du auch Psychotherapie? Medikamente allein sind ja nicht immer so die Lösung.

Lg
ilse77

28.01.2020 16:38 • #4


Aita
Bis jetzt war ich 3 x bei der Therapeutin, hat mir aber noch überhaupt nicht geholfen.

28.01.2020 16:41 • #5


L
Zitat von Aita:
Ich bin sogar 2 x über 600 km zu einem Heilpraktiker gefahren der mir helfen sollte,


wie kamst du auf die Idee, dass ein Heilpraktiker, der 600km von dir entfernt ist dir helfen kann?

Zitat von Aita:
Bis jetzt war ich 3 x bei der Therapeutin, hat mir aber noch überhaupt nicht geholfen.


Das kann man auch nicht erwarten. Manchmal braucht es Jahre bis man weiter kommt. Ich habe nun die fünfte Therapie am Laufen. Man kann nicht immer Wunder erwarten, aber ist besser als gar nichts zu tun.

Es ist ein Prozess. Wenn du unter psychosomatischen Beschwerden leidest, dann hat das einen Grund. Den solltest du erkennen und entsprechend danach handeln.

Wer auf seine Seele nicht hört, da meldet sich der Körper.

28.01.2020 17:16 • x 1 #6


Aita
Freunde von mir waren bei dem Heilpraktiker und hatten ihn so gelobt. Nachdem ich bei so vielen verschieden Physiotherapeuten war, dachte ich er kann mir helfen.

Ich habe inzwischen eingesehen, dass meine psychosomatischen Beschwerden von meinem Job kommen in dem ich mich schon seit 20 Jahren nicht mehr wohl fühle. Es waren einfach zu viele Verletzungen, Mobbing, Demütigungen usw.
Jetzt frag nicht, warum ich nicht gekündigt habe, aber wenn man gerade eine Eigentumswohnung gekauft hat und somit einen Berg Schulden hat, gibt man einen sicheren und gutbezahlten Job nicht auf.

Ich weiß, dass ich dort auf keinen Fall mehr arbeiten kann und versuche deshalb einen Weg für mich zu finden.

28.01.2020 17:31 • x 1 #7


L
Zitat von Aita:
Ich weiß, dass ich dort auf keinen Fall mehr arbeiten kann und versuche deshalb einen Weg für mich zu finden.



Das ist doch ein guter Ansatz und möglicherweise der Kern der Sache.

Viel Glück und viel Kraft bei der Umsetzung.

28.01.2020 17:43 • x 1 #8


Aita
In meinem Kopf kommt es gaaanz langsam an, dass ich nicht mehr arbeiten kann, obwohl mir der Gedanke auf der eine Seite gut tut und auf der anderen Seite erschreckt, weil ich mich nach 45 Jahren so nicht aus dem Arbeitsleben verabschieden wollte.

Ein ganz großes Problem sind nach wie vor meine chronischen Nacken- und Kieferschmerzen die ich einfach nicht lindern kann oder in den Griff bekomme.
Weder Progressive Muskelentspannung, Massagen, Einreibungen noch Wärmeanwendungen helfen.
Ich weiß mir keinen Rat mehr, zumal mich die Beschwerden richtig zermürben.

Ich denke, dass es von meiner psychischen Anspannung kommt, die seit vielen Jahren mein ständiger Begleiter ist, aber wie werde ich die los?

Kennt von euch auch jemand solche Beschwerden?

21.02.2020 13:37 • x 1 #9


W
Hi,

ich kenne das von mir auch etwas, bei mir zieht sich das auch seit ca 2012 hin.

Habe diagnostizierte chronische Rückenschmerzen, Mygelosen im Nacken und und und. Verspannungen quasi am ganzen Körper und stellenweise Steifheit.

Ich hab jetzt einen guten Arzt gefunden der mich zur sogenannten Skelettszintigraphie überwiesen hat, damit siehst du quasi alles an den Knochen von Entzündungen, Tumor, oder Rheuma bzw. Arthrose. Der Vorteil ist, das man den ganzen Körper aufnimmt und dann auch sowas ausschließen kann. Man sollte als depressiver Mensch bzw psychisch erkrankter nicht immer einreden das die Schmerzen aus dem nichts kommen, meiner Meinung nach sind die Schmerzen real aber die depressive Menschen sind empfindlicher.

Wenn du solange Verspannungen hattest und ggfl keine Medikamente genommen hast kann sich eine somatisierungsstörung ergeben bzw somatisiertes Schmerzsyndrom. Ich habe z.B Somatisierungsstörung was sich auch an Schmerzen ausgedrückt, wofür es teilweise zwar Diagnosen gibt aber die Schmerzen schlimmer sind als die Diagnosen.

Was noch abzuklären wäre ist das sogenannte Fibromyalgie Syndrom. Das kläre ich gerade mit einem Rheumatologen ab. Die fibromyalgie und depression gehören fast zusammen.


Vg

10.03.2020 23:19 • x 1 #10


Aita
Heute habe ich wieder schlimme Schmerzen. Der Gedanke an Fibromyalgie Syndrom ist mir bzw. meinen Ärzten noch nicht gekommen, sollte aber wohl mal besprochen werden. Vielen Dank für den Tipp.

11.03.2020 12:14 • #11


Aita
Inzwischen geht es mir von Tag zu Tag schlechter.
Mein linker Kiefer fühlt sich an als würde Strom durchlaufen und es summt an den Zähnen. Ich war beim Zahnarzt, beim HNO Arzt und auch beim Orthopäden. Es sind MRT und Röntgenaufnahmen gemacht worden, aber jeder sagt, dass ich nichts hätte. Aber ich bilde mir diese Beschwerden doch nicht ein. Manchmal habe ich morgens nach dem aufwachen keine Beschwerden, aber sobald ich in Bewegung bin fängt es im Kiefer an zu summen.
Kann es sein, dass es von den Nerven kommt und was könnte ich dagegen machen?
Ich habe mir vor drei Wochen einen Termin beim Neurologen geben lassen, aber der ist erst Ende Juni. So langsam macht mich das fix und fertig und ich kann an nichts anderes mehr denken und über nichts anderes mehr reden. Es ist inzwischen bei meiner Frau und mir das einzige Thema. Ablenkung gibt es durch die Coronakrise auch keine, meine Frau muss arbeiten und ich sitze den ganzen Tag allein in der Wohnung.

07.04.2020 16:31 • #12


L
Zitat von Aita:
Aber ich bilde mir diese Beschwerden doch nicht ein.


doch - wieso nicht? Du hast es doch schon abklären lassen, alles ohne Befund. Ich habe mir auch schon so einiges eingebildet, ich weiß wovon ich spreche. Schau mal unter somatoforme Störung, vielleicht hilft dir das weiter.

Zitat von Aita:
So langsam macht mich das fix und fertig und ich kann an nichts anderes mehr denken und über nichts anderes mehr reden. Es ist inzwischen bei meiner Frau und mir das einzige Thema. Ablenkung gibt es durch die Coronakrise auch keine, meine Frau muss arbeiten und ich sitze den ganzen Tag allein in der Wohnung.


Das ist typisch. Solange du nicht loslässt und glaubst, dass da etwas organisches dahintersteckt, werden die Symptome in der Regel nicht verschwinden.


www. google.de
- somatoforme Störung

07.04.2020 18:28 • x 1 #13


S
mir haben osteopathische Behandlungen geholfen.
es ist zwar noch nicht gut - aber viel besser.
Zusätzlich hab ich Osteopathie tief- entspannend erlebt.

gute Besserung !

09.04.2020 23:16 • #14


A


Hallo Aita,

x 4#15


T
Hallo, deine Symptome kenne ich zu 100%. Wurde der Atlas schon einmal behandelt? Bzw. warst du schon einmal bei einem Kieferorthopäden?
Leider kenne ich mittlerweile zuviele Ärzte und bist jetzt hat wenig geholfen.
Arbeiten geht gar nicht mehr, aber die EM-Rente hat mir nur die finanziellen Sorgen etwas genommen. Leider stecke ich bei den Ärzten in der Schublade eines Hypochonders und da kommt man kaum mehr raus. Mir hat die Psychotherapie etwas gebracht. Ich hoffe ich konnte dir irgendwie etwas helfen?

12.04.2020 14:22 • x 1 #15

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