Janchen09
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Ich freue mich ein Forum gefunden zu haben, in dem ich mal meine Gedanken preis geben kann und vielleicht auch besser verstanden werde als in meinem Freundes- und Familienkreis.
Mein Mann (32 Jahre) hat Depression und ist seit 2 Wochen in stationärer Behandlung in einer Rehaklinik. Es gibt bislang keine Deadline, wie lange er bleiben wird. Während seiner Depression ist er mir fremd gegangen. (Geküsst). Wir sind verheiratet und haben 2 Kinder. Seit Beginn seiner Depression, die merklich vor circa 2 Monaten begann, stehe ich mit allem alleine da. Nun bin ich sehr froh, dass er behandelt wird.
Ich weiß nun nicht, ob ich mir noch große Hoffnungen machen kann. Ich fürchte, dass er nach der Therapie eine Trennung möchte. Er sagte allerdings, dass er eben nichts mehr fühlen kann und wir ihm dennoch wichtig sind. Er sagte zu mir, dass er nicht der sei, den ich kenne und dass wir sehen, was nach der Therapie ist.
Wir haben so gut wie keinen Kontakt. Nur zum Telefonieren mit den Kindern meldet er sich. Er wollte mir keinen Grund nennen, weshalb er sich bei mir nicht meldet. Mir selbst tut der Abstand nach allem gut. Dennoch brach für mich von heut auf morgen eine Welt zusammen und die Illusion, dass wir ein glückliches gemeinsames Leben führen werden. Er war vor 10 Jahren bereits in Therapie und es hieß, er sei nicht geheilt, seine Krankheit könne immer wieder ausbrechen.
Ich versuche stark zu bleiben für die Kinder und für mich.
Ich werde ihn weiterhin in Ruhe lassenstimmt ihr mir da zu? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Danke!