Mein Mann ist manisch depressiv - Erfahrungen

achtsamkeit
Hallo rumpelstilzchen,
das freut mich zu hören, dass die psychotherapeutin euch wirklich unetrstützt. Das hilft dann sicherlich auch dir. Natürlich ist das jetzt für euch sehr anstrengend, gerade wie du beschreibst, dass keiner einen Fehler machen möchte. Das kostet wieder enorm viel Kraft.
Der Psychiater scheint nicht gerade verlässlich zu sein. Nun gut, aber was du von der Psychotherapeutin schreibst hört sich gut an.
Ich drücke dir die Daumen!
Lieben Gruß Pelle




Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen der einem das gesicht leckt!

04.03.2011 15:46 • #16


R
Tja, eigentlich sollte ich was für mich machen. So einsichtig wie er gestern abend war, so uneinsichtig ist er jetzt.
Er will, das ich ihm das Haus halb überschreibe, er hätte ja sonst nichts. Das haus habe ich von meinen Eltern geerbt. Sicherlich, er hat auch viel Geld reingesteckt, aber es ihm, nach all dem was passiert ist zur Hälfte überschreiben? Ich bin bereit, ihm den Teil den er reingesteckt hat notarisch festzulegen, aber nachdem was in der Vergangenheit passiert ist?
Genauso ein Verhalten hatte er auch vor seiner 1. Psychose. Da sollte ihm sein Vater und auch ich ihm allerhand überschreiben.

Im Endeffekt haben wir uns wieder gestritten. Heftig.
Es war von mir sicherlich nicht gewollt, aber es ist passiert.
Wie soll ich in den nächsten Tagen damit umgehen? Einfach abhauen wäre toll, geht aber aus beruflichen Gründen nicht.
Ich will ihm jetzt nicht noch mehr zusetzen, aber ich kann mir doch auch nicht alles gefallen lassen und mich beschimpfen lassen...

04.03.2011 15:58 • #17


A


Hallo rumpelstilzchen,

Mein Mann ist manisch depressiv - Erfahrungen

x 3#3


R
Hallo liebes Forum,

so wie es aussieht, ist tatsächlich die nächste Psychose auf anmarsch (bzw. schon da). Er spricht nur noch zusammenhanglos und sprunghaft...
Wir haben mit dem Arzt aus der Klinik vor 3 Jahren telefoniert und zyprexa schon mal von 5 auf 10 mg hochgesetzt.

Bis später

06.03.2011 16:24 • #18


achtsamkeit
Hallo Rumpelstilzchen,das hört sich wirklich nicht gut an. Reicht da eine erhöhte Medikamentendosis aus? Wäre es möglich, dass dein Mann in eine Akutklinik geht? Nimmt er selbst seine Veränderung auch wahr? Lass dich nicht unterkriegen. Du schaffst das! Grüße Pelle

06.03.2011 16:33 • #19


R
liebes forum,
jetzt sitze ich hier tränenüberströmt vorm PC und weiß nicht wie lange ich das alles noch schaffe.

Meinem Mann ging es ja jetzt über die ganzen Karnevalstage schlecht, so haben wir zusammen in seine Klinik angerufen, seine Psychologin angerufen usw. Gestern ging es. Heute morgen ging es ihm so schlecht, das er meinte, die Psychose sei wieder da. Huete nachmittag hatten wir dann einen Termin GEMEINSAM bei seiner Therapeutin. Dort schilderte er auch seine Eindrücke, Ängste etc.
Auch ich habe geschildert, wie ich ihn die letzte Zeit erlebt habe. Vor allem auch, dass mein Vertrauen zu ihm extrem gelitten hat.
Die Therapeutin empfahl uns, dringend auch eine Paartherapie zu machen.

Doch was dann kam hat mich so aus den Socken gehauen:
die therapeutin hat ihn zum schluss bearbeitet er solle doch nun endlich reden. Das hat er dann, nach elendig langem langem Zögern getan: Er hat seine Medis jetzt seit fast 2 Jahren nicht mehr genommen.(In Absprache mit ihr)jedoch mir vorgegaukelt, dass er sie nimmt, da ich ihn zu sehr kontrollieren und krank reden würde.
Wie anstrengend ist es denn, seiner Frau jeden Tag lang sowas vorzumachen? Und warum? Das gleiche hat er vor 20 jahren schon mit seinem Vater mal gemacht.

Nachdem das endlihc raus war, war bei ihm eine deutliche Erleichterung zu spüren. Die ging sogar soweit,dass er pfeifend das Trampolin für die Kinder heute nachmittag wieder aufgebaut hat. Ich war so runter mit den Nerven, dass ich erst mal spazieren gegangen bin. Alleine.
Jetzt ist er zu einem Kunden. Bevor er fuhr meinte er nur, dass er Angst vor morgen früh habe (morgens geht es ihm immer schlechter) und das er im Radio noch Witze gehört hätte die allesamt erklärt werden mit: Früher nannte man es Kegelclub, heute Paartherapie.???
Ich konnte darauf nicht mehr antworten, und hab ihn einfach ziehen lassen.

Und ich sitze jetzt hier, verstehe die Welt nicht mehr und kann nur noch weinen.

08.03.2011 21:05 • #20


S
Vielleicht solltes du eine Entscheidung für DICH treffen. Wie es weitergehen soll, wenn überhaupt. Ich kann nur zu gut deine Wut nachempfinden und sie ist auch berechtigt. Setze Grenzen für dich. Auch du hast ein Recht auf ein faires Miteinander. So wie es ist ist es nichts. Ihr habt nichts gemeinsam. Ich fühle mit dir und würde mich auch außenvor fühlen - ungerecht und mies -. Du kämpfst und er........?

Serafina

08.03.2011 21:26 • #21


R
ja, ich fühle mich aussen vor. und ich komme mir auch ungerecht behandelt vor. Doch jetzt, in einer akuten Phase will und kann ich keine Entscheidung treffen. Und habe ich ihn nicht auch tatsächlich, genau wie sein Vater, auch zuviel konrolliert. konnte er vielleicht nie so sein, wie er wirklich sein wollte, ohne anderen (mir) gefallen zu wollen. Alles Dinge die bei ihm seit frühester Kindheit existieren.

Doch auch ich will so sein wie ich will, nicht sein leben zu meinem machen müssen. ich fand es sch..., das er heut abend fuhr, andererseits war ich sooooooo müde und ausgelaugt, hatte keine Lust mehr ihm meine Bedenken zu schildern und dachte: naja, wenns DIR guttut...
Aber fragt er einmal, wie es mir geht? Er ist gewohnt, dass ich den Mund (im Gegensatz) zu ihm aufmache. Vielleicht fragt er deshalb nicht mehr.

Bei der Therapeutin fragte er mich noch, ob ich denn heute abend mit ihm kuscheln würde. Die Therapeutin meinte nur, das man so eine frau nicht anfassen würde und ich ja auch kein roboter sei, der in 5 Stunden abrufbereit zur Verfügung stehen würde.

Nichts desto trotz: Ich werde, wenn die akute Phase vorbei ist (wann ist das?)darauf bestehen, dass unsere Beziehung mit hilfe eines Paartherapeuten überdacht wird. Das hab ich ihm auch schon gesagt. Aber leider kann ich momentan nicht beurteilen ob er es ernst nimmt, und ob man ihn ernst nehmen soll.

Vorerst werde ich mich zurücknehmen, ihn nicht mehr nach medikamenten, ärzten etc. fragen. Andererseits möchte ich von ihm dann auch nicht hören wie schlecht es ihm geht. ich werde versuchen einfach abzublocken. soll er jetzt machen, egal in welche richtung es geht. ob es mir gelingt, kann ich noch nicht sagen.

Ich hab ihm nur noch heut abend gesagt, er solle sich bitte in der nächsten Zeitum eine Paartherapie kümmern,wenn es ihm ernst sei und mir dann Bescheid geben.

mein gott, bin ich froh, dass ich morgen arbeiten gehen darf
rumpelstilzchen

08.03.2011 22:25 • #22


achtsamkeit
Hallo rumpelstilzchen,
das ist wirklich kaum zu glauben!!!!!! Warum hat er dies dir vorgespielt?? Was ist das denn für eine Therapeutin, die solche ein Lügengerüst zwei Jahre aufrecht erhält???? Weiß denn überhaupt der Psychiater dass dein Mann keine Medis mehr nimmmt?
Da bin ich einfach sprachlos!
Das kannst du auch nicht so wegstecken. Schön, dass es deinem Mann erst einmal Erleichterung geschaffen hat, aber was ist denn mit deinen Gefühlen????
Versuche erst einmal Abstand zu gewinnen und wenn Therapie,, dann mache eine Therapie für dich !!!!!

Liebe Grüße Pelle

09.03.2011 08:04 • #23


Steffi
Hallo rumpelstilzchen,

das ist wirklich unglaublich, doch sicher kein Einzelfall. Seine Therapeutin hätte wissen müssen, was bei Absetzen der Medikamente geschieht oder wenigstens geschehen kann. Was aus Deinen Schilderungen nicht hervorgeht ist, nimmt er denn JETZT wieder Medikamente oder glaubt er tatsächlich daran, dass es so weitergehen kann ?

Dir muss klar sein, dass ein manisch depressiv Erkrankter ohne Medikamente nicht auskommen kann. An Deiner Stelle würde ich ihm die Pistole auf die Brust setzen. Ob eine Paartherapie in Eurem Fall noch hilfreich sein kann, bleibt abzuwarten. Ich denke, die Ereignisse der nächsten Tage werden Dir den Weg weisen.

09.03.2011 12:28 • #24


R
wie gesagt habe ich mich gestern zurückgezogen, da ich fix und alle war. Heute morgen ging er zur Tagesordnung über: Betüddelte die Kinder, machte mir Brote für die Arbeit und ging mir mit seiner übertriebenen fürsorge auf den Geist. Er wollte heute Urlaub machen und aufräumen.
Gegen halb elf kam ne sms dass er seinen Psychater angerufen hätte, Sich Freitag nochmal melden solle und nun mit seinen Kumpels zur Wildschweinjagd sei. Schön. Horrido. Ich hab ihm zurückgeschrieben: wenn du meinst. woraufhin direkt eine sms zurückkam, dass müsse er nicht diskutieren usw usw.

Zur Medikation:
Er sagte gestern bei der Therapeutin er habe um 100% aufgestockt. Sprich 10mg Olanzapin.
Ob es wahr ist, weiß ich nicht...

09.03.2011 13:06 • #25


R
und womit soll ich ihm die Pistole auf die Brust setzen? Das er ausziehen muss?
er nimmt mich nicht für voll...

09.03.2011 13:07 • #26


Steffi
damit meinte ich, ihm klar - und damit auch zur Bedingung - zu machen, dass er Medikamente nehmen muss, Du ansonsten Konsequenzen ziehst. Welche das sind oder sein könnten, weißt Du besser. Ob er tatsächlich Tabletten nimmt, kannst Du sehr leicht überprüfen.

Glaube mir, ich weiß sehr genau, was Du durchmachst und was das alles für Dich bedeutet. Ich spreche sozusagen aus eigenen Erfahrungen im Umgang mit MD und Schizophrenie. Kaum etwas ist schwieriger, als einem Maniker/Psychoten beizukommen. Im Zweifel kannst Du nur die Eskalation abwarten, um ihn dann einweisen zu lassen.

09.03.2011 14:31 • #27


R
Liebe Steffi, genau das sehe ich auch so: Es muss jetzt hingehen wo es eben hingeht...

Ich habe aber vorhin noch mit seinem besten Freund telefoniert. Dieser hat ihm wohl auch die Meinung gesagt, bezüglich seines Verhaltens. Das er KEINE Medikamente nimmt, hat er diesem wohl auch nicht gesagt, aber wohl die letzte Zeit öfters gefragt, was dieser zu Medikamenten ja/nein meint. Naja, soll er mal selber machen.
Auf jeden Fall ist sein Freund der Meinung, dass er im Moment doch sehr an sich am Arbeiten sei, da er selber Angst vor einem Rückfall hätte.

Ich habe ihm gestern gesagt, dass ich von ihm erwarte, dass er mir bis nächste Woche einen Ehetherapeuten nennen kann, wo wir einen Termin haben werden (Er hatte Adressen von seinem Psychiater bekommen).
Ansonsten versuche ich mich im Moment zurückzunehmen und auf mich zu achten, sofern das möglich ist.

Aber liebe Steffi, eine Frage: Woran ist es ganz leicht zu merken, ob er seine Medis nimmt? Ich habs ja eben 2 Jahre nicht gemerkt...???

Liebe Grüße
rumpelstilzchen

10.03.2011 11:42 • #28


Steffi
Hast Du nicht Zugang zu seinen Tablettenpackungen ? Wenn er Medikamente hat, müssen sie doch auch weniger werden. Oder lässt er sie gar verschwinden ?

10.03.2011 17:55 • #29


A


Hallo rumpelstilzchen,

x 4#15


R
er hat seit fast 2 Jahren abends eine Tablette aus der Packung gedrückt, sie aber nicht genommen wie ich ja nun erfahren musste. Ich kann ja wohl schlecht neben ihm stehen bleiben, bis er sie geschluckt hat.
Ausserdem würde ich ihn ja wieder kontrollieren und eben das will er ja nicht. Nun muss er die Verantwortung dann auch selber übernehmen.

Als er vorhin von der Arbeit kam, sah ich direkt das es ihm schlecht ging. Er sagte das auch direkt bei meinen beiden Freundinnen, die zu Besuch waren. Wunderte mich. Er ist dann auch gleich zu seinem Freund gefahren, wo er jetzt noch (denke ich) ist.

Es würde mir jetzt in den Fingern jucken ihn anzurufen, aber ich lass es!

Liebe Grüße
rumpelstilzchen

11.03.2011 18:24 • #30

Weiterlesen »




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag