liebes forum,
jetzt sitze ich hier tränenüberströmt vorm PC und weiß nicht wie lange ich das alles noch schaffe.
Meinem Mann ging es ja jetzt über die ganzen Karnevalstage schlecht, so haben wir zusammen in seine Klinik angerufen, seine Psychologin angerufen usw. Gestern ging es. Heute morgen ging es ihm so schlecht, das er meinte, die Psychose sei wieder da. Huete nachmittag hatten wir dann einen Termin GEMEINSAM bei seiner Therapeutin. Dort schilderte er auch seine Eindrücke, Ängste etc.
Auch ich habe geschildert, wie ich ihn die letzte Zeit erlebt habe. Vor allem auch, dass mein Vertrauen zu ihm extrem gelitten hat.
Die Therapeutin empfahl uns, dringend auch eine Paartherapie zu machen.
Doch was dann kam hat mich so aus den Socken gehauen:
die therapeutin hat ihn zum schluss bearbeitet er solle doch nun endlich reden. Das hat er dann, nach elendig langem langem Zögern getan: Er hat seine Medis jetzt seit fast 2 Jahren nicht mehr genommen.(In Absprache mit ihr)jedoch mir vorgegaukelt, dass er sie nimmt, da ich ihn zu sehr kontrollieren und krank reden würde.
Wie anstrengend ist es denn, seiner Frau jeden Tag lang sowas vorzumachen? Und warum? Das gleiche hat er vor 20 jahren schon mit seinem Vater mal gemacht.
Nachdem das endlihc raus war, war bei ihm eine deutliche Erleichterung zu spüren. Die ging sogar soweit,dass er pfeifend das Trampolin für die Kinder heute nachmittag wieder aufgebaut hat. Ich war so runter mit den Nerven, dass ich erst mal spazieren gegangen bin. Alleine.
Jetzt ist er zu einem Kunden. Bevor er fuhr meinte er nur, dass er Angst vor morgen früh habe (morgens geht es ihm immer schlechter) und das er im Radio noch Witze gehört hätte die allesamt erklärt werden mit: Früher nannte man es Kegelclub, heute Paartherapie.???
Ich konnte darauf nicht mehr antworten, und hab ihn einfach ziehen lassen.
Und ich sitze jetzt hier, verstehe die Welt nicht mehr und kann nur noch weinen.