
Knoten
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Nachdem ich Davids Antwort gelesen hatte, war dem erstmal nichts hinzuzufügen. In solchen Momenten halte ich mich erst einmal zurück. Sonst könnte es verwirrend werden
Chaotisch, Unruhig, doch gleichzeitig müde und ausgelaugt, etwas aggressiv, wenn ich mich nicht verstanden fühle und oftmals nicht ganz fair.
So erlebe ich mich Tag für Tag.
Ja David, Konzentration gen Null, Worte fehlen oft, Gedächtnis ist löcherig wie ein Sieb... Auch diese Merkmale kenne ich noch immer von mir.
Ich hoffe du hast Unrecht mit dem minimalen Schaden im Gehirn! Ich hoffe noch immer das Ganze hinter mir lassen zu können
Liebe Fiasko,
in allererster Linie ist klar: Sei für dich da! Es ist unmöglich einen anderen Menschen Glücklich zu machen, dass kann nur jeder für sich erreichen. Hilfe kann nur dann gegeben werden, wenn sie gewüscht ist. Und selbst dann ist es unmöglich zu erraten, was in diesem Moment das Richtige wäre!
Bei der Suche nach einem Therapeuten ist es unwichtig ob Mann oder Frau, es ist wichtig das die Chemie passt. Du musst dich bei dem Therapeuten gut aufgehoben fühlen. Alles andere wäre reine Zeitverschwendung. Frage bei deiner Krankenkasse nach, wie oft du einen anderen Therapeuten suchen dürftest und/oder/bzw. Erstgespräche zum kennenlernen führen darfst.
Bei dem Weg aus einer Depression heraus zu kommen, ist sehr wichtig herauszufinden was der Auslöser war oder noch immer ist. Es gibt ziemlich viele verschiedene Therapiemethoden. Auch das will gut überlegt sein. Hierbei wird dir ein Psychiater gut helfen können.
Nur ein Beispiel: Eine Verhaltenstherapie bringt wenig, wenn es darum geht ein Trauma aufzuarbeiten.
Ein gutes Mittel zur stressfreien Kommunikation ist das Briefeschreiben. Den Inhalt eines Briefes zu lesen ist leichter aufzunehmen, als in einem Gespräch. In einem Brief kann man noch mal eine Zeile zurück gehen, um sich das geschriebene noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen. Man kann einzelne Gedanken mit dem Partner besprechen ohne den Faden zu verlieren. Das Verzetteln im Gespräch geht sehr schnell. Die Antwort muss nicht direkt erfolgen, dass geschriebene kann sich erst einmal setzen. Die Überforderung geht dadurch deutlich zurück.
Nur eines darf man dabei nicht ausser Acht lassen. Geschriebene Worte können kein Gefühl mit übermitteln. Sie zeigen keine Tränen und keine Agression. Die Wut oder Trauer ist im Gesicht leicht zu erkennen. In Worten nicht. Dies muss von vorne herein gleich mit beachtet werden.
LG,
Bettina