Mir ist alles zuviel - habe Panik

S
Hallo Tina,

also, nach 2 Wochen arbeiten muss ich total aufpassen, dass ich nicht wieder abstürze, trotz Medikamente. Fühle mich fast jeden Abend ausgepowert und bin zu nichts mehr fähig. Außerdem habe ich wieder einen Kloß im Hals, Magenschmerzen und körperlich fühle ich mich total schlapp und angespannt, super was? Vielleicht bin ich auch hypersensibel, da mich im Moment alle lauten Geräusche nerven z.B. meine hektischen Kollegen. Dann Kundenbesuche, Schulungen und arbeiten unter Zeitdruck....mhhh, will ja keine unüberlegte Schritte tun, solange ich noch in der Depression stecke!? Ich kann es im Moment schwer einschätzen, ob mein Job mir zu stressig ist oder ob ich es nur in der Depression so empfinde...echt schwierig.
Überlege schon die ganze Zeit, ob ich selbst an meiner Situation was ändern kann....aber mir fällt nicht wirklich ne Lösung ein. Eigentlich müsste ich aus finanz. Gründen aus meiner Wohnung raus, kann ich aber nicht, weil der Umzug auch wieder Geld und Kraft kostet und genau das habe ich im Moment mal gar nicht.
Irgenwie alles ein Kreislauf....aus dem ich hoffentlich bald rauskomme. Reden könnte ich mit meinen Schwestern, was ich auch schon getan habe, aber ich will niemanden lästig sein und wirklich helfen können Dir mir ja auch nicht....dieser Gefühlszustand ist einfach da!

Kämpfe also weiter....vielleicht kann ich demnächst mal positiver berichten.

Lg
sunbeam

17.05.2011 23:49 • #61


uniquenessy
Hallo sunbeam69,

hast du deinen letzten Beitrag mal selber aufmerksam gelesen?
Was würdest du einem guten Freund raten, wen er jenes von sich schreiben würde.

Dir geht es jeden Tag schlechter, die psychosomatischen Symptome nehmen wieder zu.
Außer arbeiten schaffst du nicht viel...damit wirst du es nicht schaffen, aus dem Kreislauf wieder raus zu kommen.
Denn es ist dir nicht möglich auch mal etwas für dich zu tun, weil dir dafür die Kraft fehlt, oder?
Mir kommt das sehr bekannt vor, ich habe von mir ne zeit lang auch mehr von mir erwartet, als ich zu der Zeit in der Lage war, zu leisten.
Wofür machst du das, was wäre für dich das Problem daran, dich noch weiter krank zu schreiben??
Soweit ich gelesen habe, warst du gerade mal ein paar Wochen zu Hause..?


Liebe Grüße
Uni

18.05.2011 08:15 • #62


A


Hallo sunbeam69,

Mir ist alles zuviel - habe Panik

x 3#3


T
Hallo Sunebeam,

also ich war auch schon mal über ein jahr krankgeschrieben. Da ging bei mir auch nix mehr. Allerdings wurde ich auch vom Arbeitgeber angesprochen, auf meinen psychischen Zustand.
Ich komme aus dem Pflegebereich und denke dass das Verständnis, psychischer Erkrankungen, noch ein anderes ist.
Aber wenn Du so unter den Symptomen leidest, solltest Du doch erstes an deine Gesundheit denken...(rechtzeitig). Aber es ist immer schwierig wenn man selbst entscheiden muss, was das Beste in so einer Lage ist.


Bis bal und liebe Grüße
Tina

22.05.2011 13:31 • #63


S
Hallo uni + tina,

ja, bin fast wieder an dem Punkt, wo nix mehr geht....so'n mist! War ja 4 Wochen krankgeschrieben und hatte danach 2 Wochen Urlaub und das ist in meinem Job schon viel zu lange, weil innerbetriebliche Umstrukturierungen sind und je länger man weg ist um so schwerer tut man sich wieder beim Einarbeiten.
Irgendwie will ich ja zum Arbeiten, denn dann ist mein Tag strukturiert und ich habe keine Zeit zum Grübeln...zuhause hänge ich dann rum und fühle mich wertlos etc. Heute war's mal wieder voll übel...hatte den ganzen Tag ein Seminar und saß da total angespannt mit meinen Symptomen. Mein Körper reagiert mit Herzrasen, kribbeln in den Armen und bin total schlapp und jede Unterhaltung war mir heute zuviel. Dann wieder das aufgeregte Geschwätz meiner Kollegin....nerv....kann grad nur ruhige Menschen mit ruhiger Stimme um mich gebrauchen.

ich kapier das einfach nicht....ich habe morgen abend einen Termin bei meinem Neurologen, vielleicht muss man echt mal ne Tablettenumstellung machen...sch...ich weiß auch nicht dann müsste ich die jetzigen (cipralex) erstmal ausschleichen und bis dann die anderen Tabletten wirken können ja wieder Wochen vergehen.....und dann helfen die auch nicht und dann werden wieder andere ausprobiert etc. ist ja auch irgenwie ein Kreislauf.

Vielleicht sollte ich einfach mal gar nix nehmen und spüren wie mein Körper und Psyche dann reagieren....ohne Medikamenteneinfluss. Vemutlich ginge es mir dann noch viel schlechter....keine Ahnung!?

Bin jetzt in der 4. Arbeitswoche jetzt noch 2 Tage durchhalten dann ist Wochenende....puh! Mal seh'n wie's weitergeht.

Klar, notfalls krankschreiben wenn nix mehr geht, bleibt mir ja nichts anderes übrig....alles grad echt sch.....

lg
sunbeam

25.05.2011 19:44 • #64


uniquenessy
Hallo sunbeam,

ich denke, dein Körper gibt dir ganz klare Signale,
dass irgendwas nicht so richtig ist, wie es läuft..
Medikamente können dich in deinem Heilungsprozess unterstützen,
aber sie werden dich nicht heilen.
Die Arbeit musst du selber leisten...machst du eigentlich eine Therapie?

Ich kann dir aus meiner eigenen Erfahrung dir beipflichten,
dass eine gute Tagesstruktur einem behilflich sein kann, wieder aus einem Loch raus zu kommen.
Die kann auch erstmal anders erreicht werden, als durch Arbeit.

Wenn du von deinem Körper immer nur erwartest, dass er funktioniert,
wird er dir irgendwann die rote Karte zeigen.
Klar, in der heutigen Zeit ist jeder froh, der einen Job hat,
aber was ist dir wichtiger? Deine Gesundheit oder deine Arbeit.

Psychische Erkrankungen gehen nicht von heute auf Morgen,
denn sie haben auch lange gebraucht, um sich zu entwickeln...
In den meisten Fällen bleibt man nicht mal eben 4 Wochen zu Hause und alles ist wieder gut.
Ich beispielsweise war insgesamt 3Jahre zu Hause...

Wenn meine Worte vielleicht etwas hart klingen mögen,
sie sind nicht so gemeint.
Habe hier oft die Erfahrung gemacht, dass es den Menschen mehr hilft,
wenn man ihnen versucht, etwas die Augen zu öffnen!

Lieben Gruß
Uni

25.05.2011 21:32 • #65


S
Hi Uni,

danke für Deine Antwort. Nachdem ich gerade eine Heulattacke und Angstzustände bekommen habe, lasse ich mich jetzt morgen wieder krankschreiben.

War grad voll verzweifelt und habe zum Glück meine Schwester erreicht (arbeitet mit psychisch Kranken) versteht mich also ein Stück weit.
Und Sie meinte auch, in diesem Zustand könnte ich nicht arbeiten und bevor ich im Geschäft einen Zusammenbruch bekomme, bekomme ich den lieber zuhause(was ja auch gerade so war). Sie findet, dass ich mich zu sehr über die Arbeit definiere...ja gut, aber was soll ich machen? Da ich keinen Partner habe, spielen da auch Zukunftsängste eine Rolle....aber Du hast recht, Gesundheit steht natürlich vor der Arbeit.

Das Problem ist:
Ich mache mir dann voll die Gedanken, da mein Chef ab morgen im Urlaub ist und er dann wieder kommen muss, weil er und ich die Einzigen sind die Vollzeit arbeiten etc. meine Kollegen müssen evtl. wegen mir mehr arbeiten.....was sage ich jetzt morgen wieder warum ich krank bin...möchte mich nicht outen.....ich muss einfach lernen, dass es jetzt um mich und meine Gesundheit geht und das mir das andere voerst mal egal sein kann, oder? Puh, leichter gesagt als getan....das Gedankenkarussell lässt mich nicht los.

Was meinst Du denn mit Therapie? Ich war vor 15 Jahren mal bei einer Gesprächstherapie - musste ich aber wieder abbrechen, da ich nichts zu erzählen hatte weil es in einer Nicht-Depressiven-Phase war.....vielleicht sollte ich das mal wieder probieren??

Lg
sunbeam

25.05.2011 23:40 • #66


uniquenessy
Hallo Sunbeam,

ich kann dich gut verstehen, in der heutigen Zeit sind Existenzängste
ein großes Thema gerade wenn man alleine ist.
Aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen,
je tiefer es in die Depression geht um so länger braucht man auch wieder heraus zu kommen.

Ich finde deine Gedanken bezüglich Kollegen und Chef sehr nett,
aber anderseits kann es jeder Zeit jeden treffen...
Eine Depression ist eine Krankheit, die nicht mal eben mit einem Pflaster geheilt ist.
Du muss dich nicht schämen dafür,
du legst ja nicht zu Hause die Füße hoch und lässt es dir gut gehen.

Wahrscheinlich wird es Ursachen für deine Erkrankung geben,
es wäre doch gut herauszufinden, wo...
Dann kannst du viel besser damit umgehen und etwas dagegen tun.


Gruß
Uniquenessy

26.05.2011 21:10 • #67


S
Hi uni,

jetzt war ich beim Hausarzt und bei meinem Neurologen. Bin jetzt mal 2 Wochen krank geschrieben. Habe schon über einen Stellenwechsel nachgedacht. Nachdem ich mein Hausarzt gefragt habe, was ich denn sagen soll warum ich schon wieder krank bin, hatte er mir dazu geraten, dass ich die Wahrheit sagen soll...es würde dann auch zu meiner Genesung beitragen....irgendwo hat er ja recht, dann hört das Versteckspiel auf und ich muss mir nicht immer Gedanken darum machen. Er meinte: Entweder ich stoße auf Verständnis, so dass mein Chef und meine Kollegen einfach wissen, dass ich im Moment nicht so belastbar bin....oder es wird nicht verstanden und erst dann sollte man sich überlegen, ob man sich von der Firman trennen sollte.

Boah, und gestern habe ich mich nach langem hin und her und großer Überwindung tel. bei meinem Chef und Kollegin geoutet. Die waren erstmal beide wir vor'n Kopf geschlagen, kann ich gut verstehen, man sieht mir das ja nicht an und ich hab's mir nicht anmerken lassen. Bei einer anderen Kollegin bin ich gleich auf Verständnis gestoßen. Tja, die Menschen sind eben verschieden. Mein Chef hat dann gefragt, an Hand von was mein Arzt eine solche Diagnose stellen könnte und ob es vom Streß kommt. Super, was sagt man da? Ich weiß es ja selbst nicht, lt. Neurologe habe ich eine endogene Depression. Na ja, an seiner Stimme konnte ich erkennen, dass er alles andere als begeistert war.

Mein Neurologe meinte, dass man noch ne Tablettenumstellung machen könnte (allerdings bin ich da nicht so begeistert) und er hat mir einen Buchtipp gegeben und zwar vom Trias-Verlag Depressionen bewältigen. Ich sollte es zuerst selber mal durchlesen, um evtl. Dinge zu entdecken die ich in meinem Fall verändern kann etc. und dann ggf. meinem Chef geben, dass er mal einen Einblick bekommt unter was ich eigentlich leide, denn in Worten kann ich meinem Chef meine Gefühle nicht beschreiben.

Jetzt habe ich ganz vergessen mein Neurologe zu fragen, zwecks kognitive Verhaltenstherapie o.ä., werde ich am 9.6. ansprechen da habe ich wieder einenTermin. Denke, es ist so wie Du sagst uni, wenn ich die Ursache wüsste, könnte ich daran arbeiten.

Jetzt mal seh'n wie's weitergeht.....

Lg
sunbeam

27.05.2011 12:45 • #68


uniquenessy
Hallo sunbeam,

finde ich sehr gut, dass du dich geoutet hast,
es wird immer die Möglichkeit geben,
dass es Menschen gibt, die damit nicht klar kommen...
Aber du stehst für dich ein.

Gruß
Uniquenessy

27.05.2011 18:05 • #69


S
Hallo,

also, denke mein Chef versteht mich soweit, er meinte: Gesundheit steht an erster Stelle und ich soll mir wegen der Arbeit keine Gedanken machen.
Danach ging es mir kurz besser und jetzt bin ich schon wieder voll am verzweifeln.
Jetzt habe ich schon einige Phasen durch, aber diesesmal denke ich echt, das wird nie wieder....mir ging es ja schon besser, sonst hätte ich nicht zum Arbeiten gekonnt, aber jetzt bin ich soweit wie am Anfang....nur ohne Hoffnung auf Besserung. Am liebsten nicht mehr aus der Wohnung müssen und mit niemanden reden...jede Bewegung ist mal wieder zuviel. Ganz zu schweigen von den Ängsten die einen überfallen.
Bemühe mich gerade um einen Therapieplatz, aber alle haben Wartezeiten. Lese Bücher wie ich mir selbst aus der Lage helfen kann, aber ich schaffe es einfach nicht....dieses niederdrückende Gefühl, das einen keine Freude mehr empfinden lässt macht mich echt fertig. Ja, da ist mal wieder Geduld angesagt....nur habe ich keine Geduld mehr....sch....
Das einzige was mir jetzt noch einfällt, wäre ein Tablettenwechsel!?

Es grüßt Euch
sunbeam

04.06.2011 19:55 • #70


T
Hallo Sunebeam,

erstmal gut dass dein Arbeitgeber bescheid weiß...dass nimmt ja auch etwas Druck. Wenn es mit einer Therapie noch dauert, dann gibt es doch so ein Institut für Psychiatrische Ambulanz. Da kann man im Notfall immer hin, jedenfalls gibt es sowas bei uns. Ich kenne diesen Zustand auch gerade mal wieder zu gut...draußen ist bestes Wetter und ich liege auf dem Sofa, Vorhänge zugezogen und habe zu nix Lust. Ich habe nächste Woche auch wieder einen Termin beim Therapeuten. Die Reha hat auch nur kurz was gebracht...
Ich frage mich auch manchmal wann dass endlich mal aufhört. Ich habe da ein paar gute Unterlagen aus der Reha mitbekommen, vlt. sollte ich die mal wieder durchlesen. Ich wünsche Dir auf jeden Fall gute Besserung...;-)

liebeb Gruß tina

05.06.2011 13:48 • #71


Pandoras
Zitat:
Ich kenne diesen Zustand auch gerade mal wieder zu gut...draußen ist bestes Wetter und ich liege auf dem Sofa, Vorhänge zugezogen und habe zu nix Lust.


Ohja, das kenn ich ebenso. Manchmal macht man sich Vorwürfe deswegen.....also ich jedenfalls
Man könnte ja trotz des schönen Wetters rausgehen und auf Knopfdruck fröhlich sein. Genau da könnte ich auch jedes mal verzweifeln. Aber ich glaube, das muss man halt so nehmen wie es ist. Wenns nicht geht, dann gehts halt nicht sofort.

05.06.2011 14:55 • #72


T
Hi Pandoras,

ja Vorwürfe mach ich mir deswegen auch...habe dann echt ein schlechtes Gewissen. Ich habe mich jetzt aber aufraffen können, auch wenns schwer fällt.
Habe geduscht und war mit dem Hund draußen (Spass hat es nicht gemacht)...ich bin dann wie ferngesteuert unterwegs, als wenn mein Körper nicht zu mir gehört.
Was machst Du gegen die Depression ?

lg tina

05.06.2011 17:16 • #73


S
Hallo Ihr Lieben,

mir geht's genauso wie Euch....ein blöder Tag nach dem anderen, im Moment liege ich im Bett und überlege was ich jetzt tun soll!? Eigentlich kann ich nur rumliegen weil mein Körper wie lahmgelegt ist. Dann kommen wieder die Gedanken, dass ich beim Arbeiten sein sollte und das die jetzt alle über mich reden weil ich Depressionen habe etc.

@tina: also ich verstehe das auch nicht so recht, wenn man solange auf Reha war, dann müsste es einem doch besser gehen, oder?? Aber ich kann dich gut verstehen, wenn ich beim Einkaufen bin, dann laufe ich auch wie ferngesteuert rum....echt ätzend! Trau mich schon gar nicht mehr aus der Wohnung. Wünsche Dir natürlich auch, dass es ganz schnell wieder bergauf geht! :-)

@pandoras: helfen Dir denn Medikamente gegen die Depression?

Boah, jetzt muss ich irgendwas machen....im Bett geht's mir auch nicht besser....sch.....

Lg
sunbeam

06.06.2011 13:52 • #74


A


Hallo sunbeam69,

x 4#15


Pyxidis
Hallo liebe sunbeam,

Zitat:
Boah, jetzt muss ich irgendwas machen....im Bett geht's mir auch nicht besser....sch.....


nimm doch mal den Druck raus. Du setzt Dich so dermaßen unter Druck, daß Du wieder arbeiten gehen möchtest, daß Du wieder das oder das oder das möchtest. Kannst Du Deinen Zustand nicht einfach erstmal akzeptieren. Du mußt im Moment nämlich gar nichts. Du mußt nicht arbeiten. Das einzige was Du gerne tun darfst, ist etwas Gutes für Dich, aber bitte auch hier nicht übertreiben, wie zm Beispiel 1 Stunde schwimmen.

Nimm Dich einfach mal selbst in den Arm und bedauer Dich vielleicht ein bisschen und dann tue Dir Gutes.

Ich bin wirklich davon überzeugt, daß es Dir besser gehen wird, wenn Du Dich weniger unter Druck setzt.

Alles Gute für Dich,
Scorpio

06.06.2011 14:51 • #75

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