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Motivation zum Bewegen und Abnehmen

Hoffnung21
Ich hab mal meinen Schrittzähler mit dem meiner Kollegin verglichen. Wir waren auf Tagung und sind gemeinsam mit dem Zug gefahren. Wir haben am Abreisetag verglichen und sie ist vielleicht einmal mehr ins Zimmer gegangen, aber sonst war alles gleich. Interessanterweise hatte sie doppelt so viele Schritte wie ich. Also die Schrittzähler verschiedener Personen zu vergleichen geht sowieso nicht. Aber wenn jemand seine Schritte mit uns hier mal teilen will finde ich das trotzdem völlig ok. Also mach einfach so weiter @julienne . Aber die Idee von @Mayke1 es mal völlig unbeschwert anzugehen ohne Tracker hat glaube ich auch was Befreiendes. Ich hab das ja früher (früher ist immer mein anderes Leben vor dem BO) total übertrieben und war auch nur auf Leistung getrimmt. So hat bei mir der Sport nicht zur Entspannung beigetragen sondern war noch mehr Druck, den ich mir selbst gemacht habe.

01.08.2019 09:25 • x 3 #91


Hoffnung21
Heute war wieder Sporttag. Ich hab mit meiner Tochter Gymnastik gemacht, als grad eine Freundin mit ihrer Tochter vorbeikam. Sie haben spontan mitgemacht, war ganz lustig. Dann bin ich noch mit dem ebike beim Einkaufen gewesen. Essen war dafür suboptimal, aber noch im Rahmen.

LG Eis

01.08.2019 16:34 • x 3 #92


A


Hallo hoffnung21,

Motivation zum Bewegen und Abnehmen

x 3#3


B
@Eis
Anfang der 20er habe ich auch komplett übertrieben, ich war sogar richtig süchtig nach Sport, sechs mal die Woche war normal.
Mir war der Sport wichtiger als was mit Freunden zu unternehmen, hatte den zwar zugesagt aber erst nach dem Sport.
Nach dem ich einen neuen Arbeitsplatz hatte, hörte das direkt auf und ich war immer unzufriedener, das zog sich so fast 9 Jahre hin, ich nahm fast 15 kg zu.
Da meine depressive Phase gerade sehr schwach ist und ich es wieder verdränge und mangels Zielen im Leben, setze ich wieder auf Sport und setze sie mir da welche.
Dienstag wurde ich von einem E-Bike Fahrer angesprochen, ob ich auch eines habe (nein habe ich nicht), er kam nicht mehr hinterher und musste die Begrenzung rausnehmen, damit er mit mich überholen konnte. Meinte zu ihm, nein, das kommt alles aus den Beinen, versuche meine Hausrunde mit persönlichen Zeiten zu verbessern.
Danach wollte ich zu Hause noch was machen und konnte mich nicht mehr bewegen, der Körper wollte nach 7 Tagen Sport und dieser Runde mit dem Rad nicht mehr und dann nahm ich mir den Folgetag mal eine Auszeit und heute ist für 10 min wieder was geplant.
Meine Motivation, ist der langsame Erfolg in den gewissen Bereichen auf längere Sicht (2 Monate).

Ein positiver Nebeneffekt, ich habe oft schlechte Gedanken und rege mich über das Verhalten anderer Menschen auf.
Ich nehme es anderen schon richtig übel und bin säuerlich, wenn ich was Frage und nach 3-4 Tagen keine Antwort erhalte oder ein vielleicht höre aber dann nichts mehr, da bekomme ich das Gefühl von Ablehnung und Desinteresse und überlege dann immer den Kontakt abzubrechen, auch mit dem Wissen, dass diese Menschen mal was zu tun haben, aber mal 1 Minute Zeit für eine Antwort sollte jeder denke ich haben, der wirklich Lust hat. Während des Sports habe ich keine Zeit daran zu denken und danach überfliegen die Glückshormone die Gedanken, zumindest kurzweilig.

01.08.2019 17:20 • x 2 #93


A
Ich habe wie @babadia auch gemerkt, dass ich nicht ins Nachdenken komme, wenn mein Gleichgewichtssinn und die Konzentration ordentlich was zu tun bekommen. Beim Laufen auf Schotterwegen, gerne auch bissl bergan, muss ich schauen, dass ich nicht wegrutsche oder in einen guten Trittrhythmus komme. Das beschäftigt dann meine Sinne so sehr, dass ich für Ärger oder Traurigkeit keine Zeit habe und diese Gefühle für die Zeit der Bewegungsphase vergessen kann.

Heute ging es zwar nicht bergan, aber am Meer entlang musste ich über flache Felsen klettern, um den Weg fortsetzen zu können. Das war an sich nicht sportlich schwierig, doch für die Auge-Fuß-Koordination eine intensive Übungsaufgabe. Auf zurück musste ich an dieser Stelle durchs halbtiefe Wasser gehen bzw. schwimmen, weil durch die auflaufende Flut das Klettern über die Steine nicht mehr möglich war. Nach dem Spaziergang war ich körperlich fit, aber geistig erschöpft.

An dieser Stelle möchte ich nochmal betonen, dass ich, so lange ich mich auf der Insel aufhalte, mit den Berichten auf keinen Fall Traurigkeit oder Neid hervorrufen möchte. Es soll nicht heißen, guckt mal, wie toll ich es habe. Schwimmen und Strandläufe sind wie daheim in symptomfreien Zeiten die Spaziergänge in den Weinbergen und Baggersee oder Hallenbad.
Solch ein langer Aufenthalt wird nächstes Jahr aus finanziellen Gründen nicht mehr möglich sein. Da springe ich dann vor Enttäuschung im Dreieck. Auch ne schöne Bewegung.

01.08.2019 17:53 • x 4 #94


E
Ich finde es toll, positive Berichte zu bekommen und ich finde es klasse, wenn man genußvolle Momente/Stunden hat.
Mir macht es Freude, so was zu lesen und ich lese auch mit großem Interesse, wenn es anderen nicht gut geht, weil wir das alle kennen und verstehen.

Insofern genieße ich mit dir den Gang am Meer

01.08.2019 18:00 • x 3 #95


Hoffnung21
Ich lese gern wenn du vom Meer und dem Strand erzählst, Mayke. Da habe ich immer ein bbisschen das Gefühl auch dort zu sein.

Durch die Bewegung bin ich übrigens aus der ganz akuten Phase rausgekommen. Anfangs waren es Spaziergänge im Wald, mehr Energie hatte ich nicht. Irgendwann war es dann eine Mischung aus Joggen und Gehen, bis es dann größere Runden von 2-3 Stunden wurden. Immer ein kleines Stück laufen und dann lange gehen. Und was hab ich da geheult in der Zeit. Das war KEIN LEBENSWERTES LEBEN, hab ich mir immer gedacht. Wird das jemals wieder besser werden? Ich fühlte mich als normalerweise aktiver, redseliger Mensch komplett von meiner Umwelt ausgeschlossen, isoliert. Durch den Kopfdruck hielt ich ja kein Gespräch länger als ein paar Minuten durch. Mit der Therapeutin habe ich dann gelernt, wenn das Gedankenkarussell losgeht, den Blick nach außen zu lenken. Wolken beobachten, die Felder und Blumen und die Wiesen.
Und eines Tages habe ich dann eine schwache Mohnblume gesehen, die geschützt im Kornfeld stand. Ich habe mir dann ausgemalt, dass ich diese Blume bin, schwach, kann allein nicht stehen, werde vom kleinsten Windhauch umgepustet. Aber das Kornfeld außenrum - meine Familie - hat mich beschützt. Und aus der schwachen Mohnblume sollte mal eine starke Rose werden, mit kräftigem Stil und auch Dornen, die mich bei Bedarf schützen. Und jeden Tag wenn ich an dem Feld vorbeigelaufen bin hab ich mich auf die Mohnblume gefreut. Langsam ist auch wieder ein Lächeln ins Gesicht gekommen.
Jetzt hab ich aber genug geträumt.

LG Eis

01.08.2019 19:22 • x 4 #96


A
Liebe Eis, die Vorstellung mit der Mohnblume ist ein wunderschönes und hilfreiches Bild zur Meditation. Ich finde es klasse!
Lieber Gruß von Mayke

01.08.2019 20:13 • x 1 #97


Mabaja
Mein Versuch gestern, den Tag mit der 5-Minuten-Regel zu starten, war ein voller Erfolg. Also nich so, dass mein Haus nu' von innen und außen glänzen würde. Nö, aber so, dass ich mit dem, was ich geschafft habe, zufrieden war. Es ist ein Anfang.
Ein schöner Nebeneffekt war, dass ich alles etwas schneller erledigte Obschon absolut kein Zwang bestand, etwas in 5 Minuten fertig zu haben (ich konnte es ja nach 5 Minuten anderer Tätigkeit weiterführen), packte mich doch ein bissi der Ehrgeiz Nach dem bekannten Motto: Wo nich glatt is, kannste rennen! kommt man bei beschleunigter Hausarbeit ganz gut in Bewegung.
Es gab ja auch ebenso keinen Druck, nach der Zeit alles aus der Hand zu werfen und zur nächsten Zirkel-Training-Station zu eilen. Nö, plötzlich machte es sogar Spaß, eine Sache auszudehnen. So kam ich dazu, endlich Platz und Ordnung in einem Küchenschrank zu schaffen, um eine Küchenmaschine darin verschwinden zu lassen, weil sie eh nur als Staubfänger und Platzwegnehmer ihr Dasein fristete. Die Putzerei strengte an, aber ich war mit mir und dem Ergebnis zufrieden.

Mit dem Ergebnis auf der Waage bin ich derzeit auch zufrieden. Eine Gewichtsangabe, wie ich sie schon seit mindestens drei Jahren nicht mehr gesehen habe.
Eigentlich dreht es sich nur um fünf Kilo, die ich loswerden will. Aber die Mehrheit der Kilos tummeln sich in meinem Bauch und das stört mich . Es stört mich, weil Kleidung irgendwie für Menschen ohne Bauch gedacht ist. Ich mag es nicht, wenn sich bei T-Shirts und Blusen bei mir ein Kugelbauch in den Vordergrund drängt und zum Blickfang wird. Nach zwei Kilo weniger Gewicht wurde nun der Bauch flacher und ich fühle mich damit wesentlich wohler.

02.08.2019 16:20 • x 6 #98


Dakota
@julienne Das klingt ja toll! Super. So kann es weitergehen!
Ich habe mich gestern darüber gefreut, dass ich wieder schneller mit dem Rad unterwegs bin. Die letzte Zeit, wenn ich überhaupt aktiv draussen war, bin ich mit dem Rad gekrochen. Ich muss dazu sagen, dass ich Radfahren liebe, mein Rad und ich gehören zusammen. Wandern finde ich doof, voll langweilig, ich brauche einfach ein Rad um mich im Alltag zu bewegen. Und gestern habe ich gemerkt, dass ich wieder schneller fahren kann. Als wäre die depressive Schnecke erwacht. Das hat mich sehr froh gemacht in dem Moment.

03.08.2019 10:45 • x 4 #99


Hoffnung21
@julienne und @Dakota
Freut mich für euch, dass es so gut klappt. Ich möchte heute auch mal eine längere Laufstrecke absolvieren. Gestern war Regeneration und heute muss ich mich erst mal von der Tasse Kaffee erholen, die ich beim Friseur getrunken hab. Normal trinke ich - seit ich Jatrosom nehme - nur noch koffeinfreien Kaffee, aber ich hab jetzt schon mal einen normalen Espresso oder auf einem Geburtstag 2 Tassen normalen Kaffee (seeeehr verdünnt) ohne Probleme getrunken. Aber die Tasse heute beim Friseur hat mir gar nicht gut getan. Ich hab etwa eine Stunde später noch einen deutlich erhöhten Blutdruck (habe normal zu niedrig) bei wie immer sehr niedrigen Puls von 45-50. Aber es fühlt sich furchtbar an, als ob der Kopf platzt mit leichten Beklemmungen. Ich muss jetzt erst mal schauen, dass sich mein Körper wieder beruhigt. Das war jetzt für lange Zeit mein letzter Versuch mit normalem Kaffee. Das dauert meist 1-3h, bis es mir wieder besser geht. Fast 2h sind schon rum.

03.08.2019 11:52 • x 3 #100


A
Am meisten bewege ich mich durch Laufen fort: zum Wasser, am Wasser entlang, wobei der Hinweg ein meditierendes Schlendern ist und der Rückweg ein forsches Gehen. Ich laufe in den nahen Fischerort, bummele durch die Ladenstraße an der Promenade entlang. Das Schwimmen im Meer ist kein gleichmäßiges, sportliches. Auch gemächlich geht durch die Wellen nicht lange, selbst wenn sie wenig Kraft haben. Aus dem Schwimmen wird oft ein Gehen, ähnlich wie Aquajogging. Das klappt gut, weil es am Meeresboden weder Muscheln noch Krabben gibt und die Felsen weitab sind.
Nach etwa einer halben Stunde im Wasser merke ich, wie durch die kühle Temperatur und den Wasserdruck die Knöchel nicht mehr spannen, und mein ganzer Körperumfang dünner wird. Alle Wassereinlagerungen verschwinden an Armen, Bauch, Beinen. Die Waage zeigt, wie viel Wasser ich gespeichert hatte. Das macht bis zu 3 Kilo aus! Mein Hausarzt sagte einmal, dass das den Körper umspülende Wasser wie eine sanfte Massage oder auch Lymphdrainage sei.
Es wäre ja toll, wenn dieser entwässerte Zustand anhielte. Doch ich bin wie ein Schwamm. Nach wenigen Stunden an Land merke ich, wie es zuerst in den Beinen kribbelt, so als würde man frieren und eine Gänsehaut bekommen. Später dann in den Armen, am Bauch und sogar an Hals und Kinn. Also stürze ich mich wieder in die Fluten und erneut erhalte ich die Schlankheitskur. Das ist übrigens auch bei Entwässerungstabletten so. Sie wirken nur kurze Zeit und sind glaube ich, auch nicht so zu empfehlen. Nimmt im Forum jemand solch ein Medikament?
Der Kardiologe spricht von Herzschwäche. Hm. Und was ist mit den symptomfreien Zeiten, in denen ich nicht weiß wohin mit meiner Kraft? Was sagte das EKG aus: Voll belastbar sei ich und in einem altersgemäß sehr guten Zustand. Außerhalb der Anfälle. Sobald da einer läuft, ist das Entwässerungsprogramm automatisch gestartet.
So pendele ich hin und her von mehr Gewicht mit deutlichem Bauch und kneifenden Hosen zu lockerer sitzenden Shirts und einem viel besseren Körpergefühl. Genau deshalb würde ich zu gern weiterhin das Gewicht reduzieren, um mich allgemein besser zu fühlen.
Noch mehr herumzurennen, zu schwimmen, zu springen und radeln würde mir die Ruhe aus dem Tag nehmen und dem so wohltuenden gemächlichen Leben auf der Insel entgegenstehen.
So, und nun werde ich aufbrechen, um über den Afrikanischen Markt schlendern. Der ist allemal einen Besuch wert.

03.08.2019 11:55 • x 4 #101


A
@Eis
Liebe Eis, ich kenne das auch mit dem Kaffee (vor allem beim Frisör, jawohl ) und kriege mich am besten wieder ein, wenn ich viel stilles Wasser trinke. Koffein wird somit wohl schneller aus dem Körper gespült.
Einen so niedrigen Puls habe ich auch. Stehe also nicht alleine da.

03.08.2019 11:58 • x 1 #102


Hoffnung21
Hallo @Mayke1
Mein Puls sinkt nachts teilweise auf unter 40, deshalb durfte ich auch wegen der Migräneprophylaxe keinen ß-Blocker nehmen. Meistens hab ich keine Probleme damit. Ich hoffe bloß, dass ich nicht irgendwann einen Herzschrittmacher brauche. Ich dachte auch, ich bin die Einzige mit so niedrigem Puls.

Heute ging es mir wieder besser, so schnell trinke ich keinen koffeinhaltigen Kaffee mehr. Es hat bis spät in den Nachmittag hinein gedauert (trotz viel Wasser trinken) bis es mir besser ging. Drum hab ich die Sporteinheit auch auf heute verschoben. Mal eine längere Zeit am Stück schön langsam laufen. Es hat richtig Spaß gemacht. Eine Stunde wollte ich schaffen, aber 45 min waren genug, aber die restliche Zeit bin ich dann noch schön langsam gegangen.

Morgen gibt's wieder Sport mit Tochter.

Schönen Abend noch
LG Eis

04.08.2019 18:49 • x 1 #103


A
Liebe @Eis ,
der niedrige Puls kam erst, als ich im vergangenen Januar rhythmusgebende Medikamente wie Cordarex oder Tambocor nahm, um die Anfälle zu vermeiden. Als ich nachts einmal nur 36 Pulsschläge hatte, wurde das Medikament schnellstens wieder abgesetzt. Wenn ich so niedrig bin, muss ich ganz tief atmen und schnappe manchmal wie ein Fisch. Auch den Betablocker habe ich schrittweise ausgeschlichen. Ansonsten komme ich mit dem langsamen Ruhepuls von um die 50 gut klar.

Heute war wieder die übliche Freizeitgestaltung dran, laufen, gehen und schwimmen. Ein gutes Gefühl habe ich trotz Einladung zum Italiener mit der Ernährung.

04.08.2019 21:54 • x 1 #104


A


Hallo hoffnung21,

x 4#15


B
Ich lese hier jeden Kommentar und ich will einfach mal ein Lob da lassen. Mit den Medikamenten/Symptomen stelle ich mir das echt schwer vor, sich überhaupt zum bewegen zu motivieren. Es dann aber zu tun und da reicht schon ein wenig Bewegung, ist schon etwas worauf man stolz sein kann/sollte.

Samstag hatte ich gleich nach dem aufstehen, ein großen Glas Wasser getrunken, wieder ein 10 Minuten Workout bewältigt, dann ging es Nachmittags Burger essen, kein McD oder B/K. Sonntag war nur Hausputz dran, war zwingend notwendig, zumal sich Besuch angekündigt hatte.
Heute auf der Waage standen 1 Kg weniger als vor einer Woche. War etwas überrascht, das ist mir zuviel in einer Woche. Ab heute werde ich diese Woche noch mal die Essensmenge beibehalten, geht das wieder so schnell, muss ich die Menge nach oben korrigieren, ich merke schon, dass ich müder werde/bleibe und kaum aus dem Quark komme.

05.08.2019 06:39 • x 2 #105

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