Hallo,
mein Sohn ist mittlerweile schon sieben, aber als es mir richtig schlecht ging, war er zwischen zwei und vier Jahre alt.
Ich kann mich erinnern, dass ich ihn, nachdem ich ihn vom Kindergarten geholt habe, irgendwo in die Ecke gesetzt habe und mich auf das Sofa gelegt habe, in der Hoffnung, dass er mich in Ruhe lässt und mein Mann bald von der Arbeit kommt.
Als er dann vier war, war ich zwei mal sieben Wochen stationär in einer Klinik. Mein Verhalten, meine Abwesenheit und die Tatsache, dass mein Mann sowieso viel ausgeglichener und gelassener ist als ich haben dazu geführt, dass mein Sohn ein ziemliches Papa-Kind ist. Er hat mich zeitweise richtig abweisend behandelt.
Sehr geholfen hat uns eine Mutter-Kind-Kur. Da hatten wir drei Wochen mal nur für uns und er scheint erkannt zu haben, dass ich doch nicht so übel bin. Ich bin zwar noch lange nicht auf Papa-Niveau, aber ich leide nicht darunter, weil ich es verstehen kann. Papa ist der sichere Fels. Und auch, wenn er es mir nicht oft bewusst zeigt, merke ich doch, dass er auch mich liebhat.
Als Buch kann ich Fufu und der grüne Mantel empfehlen, das hat mein Sohn von der Klinik bekommen und phasenweise mussten wir es ihm jeden Abend vorlesen. Auch heute will er es manchmal noch lesen/vorgelesen bekommen.
Schöne Grüße
Martina
06.06.2019 12:33 •
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