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Mütter mit Depressionen (Kleinkind) - Austausch & Erfahrungen

Alexandra2
Ich bin fest davon überzeugt, daß zögerliches Verhalten Kinder überfordert. DAS kann Abwehr, Unsicherheit auslösen, und das wiederum verunsichert uns. Wir leiten die Kinder an, aber lassen sie nichts entscheiden, was sie nicht können und begleiten ihren Weg. Freundliche Führung gibt Sicherheit. Innerhalb gesetzter Grenzen können Kinder sich ausprobieren.
Deine Unsicherheit weicht ggf bald der Sicherheit, was gut und richtig für Dich und Deine Familie ist.
Und wenn Du Deinem Spatz mit einfachen Worten erklärst, daß Du manchmal traurig bist, wo er nichts für kann, wirst Du Dich besser fühlen.
Ich glaube auch, daß manches nur Übung braucht und häufige Anwendung und schon wirst Du selbstbewusster mit der Zeit, weil Du weißt was Dir/ Deiner Familie gut tut.
Ich hatte meinem kleinen Sohn immer wieder gesagt, daß ich mal Pause machen muss. Nach einigen Wochen versuchte er, zur Ruhe zu kommen. Das war so niedlich. Er war ca. 2,5 Jahre alt.
Liebe Grüße

31.05.2019 20:38 • x 1 #16


Mas83
Hi ihr Mädels, auch hier eine Mama mit Burnout / Depression / Erschöpfungs Depression (wie man es auch nennen will). Ich lese hier gerne mit, kann selbst noch nicht wirklich Rat geben, da ich erst 2 Monate hierin gefangen bin.

Ich wollte nur sagen, dass meine Freundinnen ohne Depression mit Kleinkinder auch mit Mama/ Papa Phase zu kämpfen haben, es muss also nicht unbedingt auf die Depression zurück zu führen sein. (Vielleicht hilft das gegen das Grübeln)
Vielleicht schreibe ich ein anderes Mal ein bisschen mehr, ich bin jetzt unglaublich müde und habe starke Kopfschmerzen (wann werden die mal endlich verschwinden?)

Ich höre gerne meditationen von Peter Beer oder Glücksdetektive bei YouTube, die sorgen für etwas Entspannung.

Was habt ihr alles schon gelernt in Therapie (ich warte noch immer auf einen Therapieplatz, es ist schrecklich hier.)?

LG Mas

31.05.2019 20:56 • x 2 #17


A


Hallo Nordlicht150,

Mütter mit Depressionen (Kleinkind) - Austausch & Erfahrungen

x 3#3


N
Ja, unsicheres Verhalten können Kinder natürlich nicht verstehen. Ich denke, es tritt bei mir auch nur in bestimmten Situationen auf und es gelingt mir fast immer, mich nach kurzer Zeit zu fangen, weil ich ja auch gemerkt habe, dass er besser darauf reagiert, wenn ich mir meine Unsicherheit nicht anmerken lasse.
Liebe Grüße

31.05.2019 20:58 • x 2 #18


Alexandra2
Liebes Nordlicht,
Auch wenn man es nicht glaubt, so habe ich die Erfahrung gemacht, wenn ich so tue, als könnte ich etwas, habe ich es nach und nach gelernt. Die ganze Depression lang tat ich meist, als käme ich zur Ruhe, als hätte ich Hoffnung, als wäre die schlimmste Zeit vorübergehend usw. Heute weiß ich 'it works'. Und das geht bei Anderen auch. Sag niemals nie
Liebe Grüße Alexandra

31.05.2019 21:14 • x 1 #19


N
Hallo Mas, danke für deinen Beitrag.
Ich habe das von den Mama- und Papaphasen auch schon öfter gehört und irgendwie hilft es mir auch, nur in den Momenten, in denen es passiert, überwältigt mich das immer total und verletzt mich so sehr, weil ich einfach Angst habe, dass er mich nicht lieben könnte. Wenn ich wieder bei klarem Verstand bin, sage ich es mir auch wieder, dass es eigentlich gar nichts so Ungewöhnliches ist.

Danke für deine Tipps zu Meditationen.
Ich bin auch noch nicht in Therapie, habe allerdings schon 3 (eher 2,5, wegen Umzug) ambulante Therapien gemacht, weil ich mich schon lange mit Depressionen herumschlage. Das war noch, bevor ich ein Kind hatte und ist schon recht lang her. Was ich so gelernt habe, kann ich dir auf Anhieb gar nicht so sagen, meine Therapeuten haben mir auf jeden Fall immer andere Sichtweisen aufgezeigt und auch Bewältigungsstrategien. Zum Teil war es aber so, besonders in der letzten Gesprächstherapie, dass meine Probleme nicht systematisch angegangen wurden, sondern nur an akuten Problemen herumgedoktert wurde (was in den Fällen meist meine aktuellen Beziehungen waren und dabei besonders das Thema Eifersucht). Da bin ich leider nicht genug für mich eingestanden und habe nicht verlangt, dass wir das alles anders angehen. Sie hat sich auch nie was aufgeschrieben und konnte sich das aber auch nicht alles so merken. Na ja, anderes Thema. Bei mir war und ist es leider oft das Problem, dass ich alles vom Kopf her logisch finde und gut verstehe, aber es kommt irgendwie nicht im Herzen an, weil das so tief sitzt. Da habe ich bisher noch keinen Weg gefunden, eine Verbindung vom Kopf zum Herzen herzustellen.
Schreib gern ein anderes Mal mehr, ich hoffe, dass deine Kopfschmerzen bald besser werden!
Liebe Grüße
Nordlicht150

31.05.2019 21:19 • x 1 #20


N
Zitat von Alexandra2:
Liebes Nordlicht,
Auch wenn man es nicht glaubt, so habe ich die Erfahrung gemacht, wenn ich so tue, als könnte ich etwas, habe ich es nach und nach gelernt. Die ganze Depression lang tat ich meist, als käme ich zur Ruhe, als hätte ich Hoffnung, als wäre die schlimmste Zeit vorübergehend usw. Heute weiß ich 'it works'. Und das geht bei Anderen auch. Sag niemals nie
Liebe Grüße Alexandra


Fake it till you make it Ich weiß, was du meinst. Ich versuche es auch oft und bleibe auf jeden Fall dran. Danke dir und liebe Grüße

31.05.2019 21:22 • x 1 #21


Mas83
Alexandra, wie schön du das beschrieben hast.

Nordlicht, ich reagiere ein anderes mal, danke für deine Offenheit und deine Wünsche.

Fühl dich gedrückt von eine anderer Mami!

31.05.2019 21:24 • x 2 #22


S
Rede unbedingt altersentsprechend mit deinem Sohn, dass er es verstehen kann.
Kinder beziehen sehr viel auf sich und verstehen mehr als wir alle denken.

01.06.2019 08:41 • x 1 #23


Alexandra2
Liebe Maß,
Die kassenärztlichen Vereinigung ist verpflichtet, innerhalb von Wochen einen Termin zu buchen. Du brauchst dort nur anrufen
Liebe Grüße Alexandra

01.06.2019 09:16 • x 1 #24


Mas83
Liebe Alexandra, danke, das habe ich schon gemacht. Leider bekommt man nur ein Gespräch für eine Sprechstunde und keinen Therapieplatz.das müssen die halt nicht anbieten

01.06.2019 13:32 • #25


Alexandra2
Schade

01.06.2019 14:26 • x 1 #26


Mas83
Für die Mamis mit Depressionen: dies ist eine Text die ich gerade gelesen habe und es hat mich sehr berührt. Eine Mutter beschreibt wie es ist, Depressionen zu haben und immer weiter machen zu müssen für die Kinder. Es ist sehr schön geschrieben (aber auf Englisch):

https://www.scarymommy.com/stay-at-home.1u_qNGkbcI

04.06.2019 22:46 • x 2 #27


S
Hallo,

mein Sohn ist mittlerweile schon sieben, aber als es mir richtig schlecht ging, war er zwischen zwei und vier Jahre alt.

Ich kann mich erinnern, dass ich ihn, nachdem ich ihn vom Kindergarten geholt habe, irgendwo in die Ecke gesetzt habe und mich auf das Sofa gelegt habe, in der Hoffnung, dass er mich in Ruhe lässt und mein Mann bald von der Arbeit kommt.

Als er dann vier war, war ich zwei mal sieben Wochen stationär in einer Klinik. Mein Verhalten, meine Abwesenheit und die Tatsache, dass mein Mann sowieso viel ausgeglichener und gelassener ist als ich haben dazu geführt, dass mein Sohn ein ziemliches Papa-Kind ist. Er hat mich zeitweise richtig abweisend behandelt.

Sehr geholfen hat uns eine Mutter-Kind-Kur. Da hatten wir drei Wochen mal nur für uns und er scheint erkannt zu haben, dass ich doch nicht so übel bin. Ich bin zwar noch lange nicht auf Papa-Niveau, aber ich leide nicht darunter, weil ich es verstehen kann. Papa ist der sichere Fels. Und auch, wenn er es mir nicht oft bewusst zeigt, merke ich doch, dass er auch mich liebhat.

Als Buch kann ich Fufu und der grüne Mantel empfehlen, das hat mein Sohn von der Klinik bekommen und phasenweise mussten wir es ihm jeden Abend vorlesen. Auch heute will er es manchmal noch lesen/vorgelesen bekommen.

Schöne Grüße
Martina

06.06.2019 12:33 • x 3 #28


Mitzumori84
Hallo ihr lieben,

Ja mir geht's auch so wie euch. Habe seit langem Depressionen und zwei Kinder. Seitdem ist es viel schlimmer geworden aber das dumme ist dass ich auch noch Ständige Ehe Probleme habe seit vier Jahren nun und das schlaucht mich eigentlich am allermeisten, das, inklusive dem täglichen Mutter dasein und den hohen Eigenanspruch machen es mir irgendwie total schwer gerade noch positiv zu denken.

Ich habe so Angst was auf mich zukommt wenn ich alleinerziehend sein werde und bin mir nicht mehr sicher wie lange die Beziehung noch hält!

Ganz liebe Grüße an euch alle
Wir Mütter leisten wirklich enorm viel.

06.06.2019 15:09 • x 3 #29


A


Hallo Nordlicht150,

x 4#15


M
Hallo.

Sind noch Mamas von diesem Thread hier aktiv?

Ich bin auch eine Mama von einem Kleinkind und würde mich gerne mit ebensolchen austauschen.

Antwortet einfach hier oder schreibt mir privat. Würde mich freuen!

Liebe Grüße

13.08.2019 21:42 • x 1 #30

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