Nach Therapie wieder gesund werden - Erfahrungen?

K
Liebe Liese,

ich probiere es einfach aus, ob diese Übungen mir weiterhelfen. Heute morgen ging es mir körperlich nicht gut, so dass meine Laune im Keller war. Ich hätte den ganzen Tag im Selbstmitleid versinken und sauer sein können. So aber habe ich die Übung eben zweimal gemacht. Ich kam dann langsam an den Punkt, die Beschwerden eher zu akzeptieren und das Beste draus zu machen. Das hat schon eine recht deutliche Verbesserung bewirkt. Ich muss nur aufpassen, dass ich es nicht schleifen lasse, wenn ich mich nicht ganz fit fühle.
Frisch verliebt bin ich nicht, es sei denn meine momentane Begeisterung für einen virtuellen Charakter zählt in dieser Art. ;-) Ich habe einen Lebenspartner, mit dem ich aber nicht zusammen wohne, so dass ich die Liebe für ihn ziemlich gedämpft habe, um nicht in Sehnsucht zu verfallen. Aber ich möchte das gerne wieder intensiver spüren und mich darüber freuen, dass wir einander haben. Und das habe ich gestern sehr deutlich gespürt. Es wäre schön, wenn ich das weiter aufrecht erhalten kann.
Die Lieder sind von der Gruppe Project Pitchfork. Weiß nicht, ob du die kennst.
Mein Kreativprojekt besteht darin, mich wieder am Malen von menschlichen Portraits zu versuchen.
Danke für die Glückwünsche. Bei dir lese ich aber auch einige Erfolge. Z.B. deine To-Do-Liste. :-) Deine Bewegungspausen finde ich klasse und dass du sie so gut einhälst. Das wollte ich auch für mich einplanen, habe es aber heute völlig vergessen gehabt.


- täglich 15 Minuten Meditation
Habe ich wieder im Liegen gemacht und ohne Wecker. Ich weiß nicht, ob das so viel bringt, da ich das Gefühl habe, dann weniger Kontrolle zu haben und leichter in Gedanken abzudriften, ohne es zu merken. Mal schauen, ob ich morgen wieder die übliche Meditation schaffe.

- mindestens eine Übung schriftlich machen, für bessere Laune; mir Positives und meine Erfolge bewusst machen
Wie bereits geschrieben, habe ich meine Übung zweimal gemacht, sowie einige Gedanken, was ich noch für mich verändern möchte. Ich habe mich wieder in bessere Laune gebracht, viel Musik gehört und hatte heute ein paar schöne Momente.

- Positives an Menschen finden
Ein lieber Freund kam heute zu Besuch und ich habe mich sehr gefreut. Und ich bekam gleich von zwei Leuten unabhängig voneinander gesagt, dass sie mich sehr mögen.

- etwas machen, was mir Spaß macht und nichts mit Lebensflucht zu tun hat
Nachdem ich heute sehr früh aufgewacht bin, habe ich erstmal TV geschaut (bzw. Internet-TV, wo ich direkt schauen kann, was ich will ^^). Danach war ich dann soweit, meine Übungen zu machen und mich auf den Tag vorzubereiten. Habe ein bisschen mit Leuten im Internet geschrieben und mich wieder meinem Projekt gewidmet. Es klappt jetzt besser, weil ich mir vieles erleichtere und meine Erwartungen runtergeschraubt habe. Und wenn ich bei einem Bild nicht weiterkomme, mache ich einfach ein anderes weiter, das mir gerade Spaß macht. Ich bin froh, dass das jetzt so gut läuft.

- Gemüse und Obstanteil erhöhen, dafür Lebensmittel, die zusätzlich mit Zucker versehen sind, reduzieren
Mir waren meine Cornflakes tatsächlich nun zu süß. Ein paar Chips und Salzstangen gabs noch. In der Tütensuppe war auch etwas Zucker. Als Ausgleich habe ich viel frisches Gemüse dazugegeben.

- nach weiteren Hilfsangeboten schauen
Liegt derzeit auf Eis, bzw. ich mache nichts aktiv.

11.03.2016 22:10 • #31


L
Liebe Kellerassel,

da hattest du also heute einen schwachen Start und konntest dich doch ein bisschen aus dem Loch rausziehen. Ich glaube, sowas ist für uns der größte Erfolg.

Heute, seit 14:00 bin ich gar nicht mehr gut in Form. Darum nur kurz:


1. um 23:00-23:30 ins Bett gehen und den Wecker um 7:30 klingeln lassen:
War um 22:50 im Bett. Auch heute ist der Wecker wieder für die Ins-Bett-geh-Routine gestellt.

Aufgewacht um 7:46. Punkt 1. erfüllt!

2. jeden Tag einmal das Haus verlassen:
Ja, war im Fitnesscenter!!! :-) Ein Kurs, dann 25 min auf dem Laufband und noch ein paar Muskel-Maschinen ausprobiert! :-)
Bin stolz auf mich!

3. achtsam meinen Tagesablauf beobachten
4. nicht so viel am Computer spielen:
Ich dachte mir schon, dass ich danach müde sein würde. Darum wollte ich eigentlich den WE-Besuch bei meiner Mutter heute noch absolvieren. Aber da habe ich dann schon spielend und Hörbuch hörend am Computer gesessen.
Auf eine gute Zeit folgt immer eine schlechte Zeit. Bis jetzt jedenfalls.

5. weniger naschen, max. 55 g Zucker - das sind 100 g Vollmilchschokolade - oder max. 100 g Masse an Süßigkeiten - ist noch ziemlich viel, aber für meine Verhältnisse schon ein Fortschritt:
27 g Zucker, 4 Riegel Kinderschokolade, nicht mehr gekauft. Punkt erfüllt!


6. Alle Dreiviertel Stunde aufstehen und bewegen (mit Wecker)
Hat dann leider überhaupt nicht mehr geklappt. Fast ununterbrochen unproduktiv vor dem Computer gesessen.

7. 10 min morgens und 10 min abends meditieren oder Entspannungsübung:
Habe ich gestern abend noch - für dich ;-) - gemacht. Heute früh auch. Ich will es heute noch machen.

8. Positives vom Tag
gestern und heute, bis jetzt:
. fleißig Sport getrieben
. Gestern abend war ich noch im Kino!
. Habe mir mal was an Schönheitsprodukten gekauft. Mach ich ja sonst nie...

Und jetzt schnell ins Bett. Morgen will ich wieder die Pausen einhalten und auf die Art mehr schaffen.

12.03.2016 21:49 • #32


A


Hallo Liese,

Nach Therapie wieder gesund werden - Erfahrungen?

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K
Liebe Liese,

ich habe seit einer Weile morgens generell Starschwierigkeiten. Mich dann trotzdem aufzubauen und daran nicht zu verzweifeln, sehe ich auch als großen Erfolg.
Hihi, das hört sich lustig an, dass du die Meditation für mich machst. Aber ich weiß ja, was du meinst. :-) Geht mir auch so, dass ich mehr am Riemen reiße, wenn ich weiß, dass da noch jemand mitmacht und dem ich Bericht erstatte.
Lass dich nicht unterkriegen, wenn nicht alle klappt. Du schaffst bereits so viel!
Wie war der Kinibesuch? Den habe ich für heute auch geplant. :-)

- täglich 15 Minuten Meditation
Ich mache immer noch meine Liegemeditation und mittlerweile schaffe ich einige gedankenleere Momente und entspanne mich.

- mindestens eine Übung schriftlich machen, für bessere Laune; mir Positives und meine Erfolge bewusst machen
Mache ich weiterhin. Habe es auch geschafft, mir ein bisschen was Positives vom Tag aufzuschreiben und mich darüber zu freuen.

- Positives an Menschen finden
Mir ist deutlich aufgefallen, dass ich über fremde Menschen automatisch negativ denke und sie verurteile, wenn sie mir begegnen. (Ist ein Schutzmechanismus) Einer von diesen Leuten hat dann aber einen supernetten Eindruck gemacht. Und eine andere Frau sah schon so aus, als ob sie sich ohnehin über alles aufregen würde. Das hatte nicht wirklich etwas mit mir zu tun, dass sie so komisch war.
Der Automatismus ist noch recht stark. Aber ich achte nun auch mehr darauf, dass ich auch anders denken könnte.

- etwas machen, was mir Spaß macht und nichts mit Lebensflucht zu tun hat
Am Malen klebe ich weiterhin. Und ich bin stolz auf mich, dass ich eines der Bilder nochmal neu anfangen will und mir das nichts ausmacht. Lieber lasse ich mir Zeit und probiere und übe einfach herum.
Dann bin ich aber wieder dem Fernsehen verfallen. Habe dann abends noch ein bisschen an anderen Sachen gewerkelt.

- Gemüse und Obstanteil erhöhen, dafür Lebensmittel, die zusätzlich mit Zucker versehen sind, reduzieren
Da es mir immer noch nicht körperlich so gut geht, mag ich auch nicht viel essen. Dafür ist das nun alles recht gesund.

13.03.2016 15:40 • #33


L
Liebe Kellerassel,

Im Kino habe ich den Film Mustang gesehen. In der Beschreibung stand, dass er Hoffnung geben soll. Er war aber doch sehr deprimierend und beklemmend. Was hast du gesehen und wie war es? War jemand mit? Ich war allein. Das ist dann am Ende immer auch ein bisschen deprimierend. Aber besser als gar nicht aus dem Haus gehen.

Hast du schon mal progressive Muskelentspannung nach Jacobson probiert? Damit kann man noch besser abschalten. Hab ich jeden Tag eine 3/4 Stunde gemacht, als es mir stimmungsmäßig ganz schlimm ging. Gibts im Internet fast für jede Dauer.

Mit den Menschen ist es bei mir andersrum als bei dir. Mit Fremden komme ich ganz gut aus. Nur mit Bekannten, Freunden, Verwandten habe ich Schwierigkeiten. Ich habe Angst, manipuliert, verletzt oder zu stark gefordert zu werden, oder ich schäme mich, weil ich mich nicht genug um Menschen kümmere, die mir wichtig sind. Meine Kraft und Zeit reicht nicht aus (Zeit, obwohl ich nicht mehr arbeiten gehe???). Obwohl es mich manchmal deprimiert, allein zu sein (zur Zeit das 2. Jahr in meinem ganzen Leben), brauche ich auch viel Zeit für mich allein.
Das Malen habe ich so 2-3-mal ausprobiert. Die Tätigkeit tut mir gut, aber die Ergebnisse sind zu gering. Ich kann nur Muster malen. Und da fallen mir immer bald keine neuen mehr ein.
Da muss ich jetzt an den Topflappen denken. Einen habe ich fertig, müsste mal den zweiten anfangen. In meiner Küche hängen immer noch die zwei gekauften Grünen, obwohl da inzwischen alles andere blau ist.

Ich glaube, mit dem gesunden Essen hast du inzwischen schon richtige Fortschritte gemacht!
Was sind eigentlich deine körperlichen Beschwerden?


Nun zu mir.

1. um 23:00-23:30 ins Bett gehen und den Wecker um 7:30 klingeln lassen; das ändere ich jetzt auf : vor 8:00 Uhr aufstehen und weniger als 1 Stunde nach dem Aufwachen.
Das mit dem Wecker um 22:00 Uhr für den Beginn der Ins-Bett-geh-Routine funktioniert eigentlich schon ganz gut. Zwar brauch ich dann immer noch ewig, bis ich mich wirklich vom Computer verabschieden kann und bis ich fertig bin. Aber insgesamt kann ich sagen, dass ich es geschafft habe, meinen Tag wieder mehr ins Sonnenlicht zu verlegen. Aber das ist noch nicht sicher. Darum bleibe ich dabei, diesen Punkt zu verfolgen.
Gestern:
Ins Bett: 23:15 Uhr - geschlafen ca. 23:45 - vor Mitternacht! :-)
aufgewacht: 6:35 Uhr - 6,75 Stunden geschlafen - Es wird! :-)
aufgestanden: 7:46 Uhr 1 h - zu lange! :-(

2. jeden Tag einmal das Haus verlassen:
Ja, war bei der Mama.
Heute: Ich brauche dringend Milch für meinen Kefir. Werde wohl mindestens einkaufen gehen. Um 16:00 wäre eine Veranstaltung über Depression, die mich interessiert.
Ich hasse es, dass ich mir immer bis zum letzten Augenblick nicht trauen kann, was ich machen werde.
Diese Sache trainiere ich übrigens auch. Ich nehme mir jeden Tag zwei Aufgaben vor, die ich schaffen will, einfache, um wieder zu lernen zu planen und mir zu vertrauen.

3. achtsam meinen Tagesablauf beobachten
Gestern vormittags:
Arbeiten an einem Problem - (Bahncard, Fahrkarten, Preise vergleichen, Entscheidungen treffen, ...) Da habe ich wieder das Pause machen vergessen bis mein Gemütszustand völlig im Chaos und Aufregung war.
Ich war angespannt, gestresst, verwirrt, ängstlich über diese Unfähigkeit mich zu konzentrieren (weil mein Ziel immer noch ist, wieder arbeiten zu gehen). Und letztendlich etwas erleichtert, als alles erledigt war. Aber es bleibt immer die Angst und die Unzufriedenheit. Wobei die letzteren immernoch zu sehr durch meine eigenen Gedanken hochgepuscht werden. Da gibt es noch Entwicklungspotential.

nachmittags:
bei der Mama: Nachdem ich bei meinem Therapeuten und in der Gruppentherapie das Thema Mama erfolgreich (?) abgeschlossen hatte und vorbereitet war, mich nicht mehr manipulieren und runterziehen zu lassen, habe ich sie in einem nur bemitleidenswerten Zustand vorgefunden. Neues Thema für die Therapie: völlige Verantwortung übernehmen müssen, für jemand, vor dem man sich immer nur in Acht nehmen musste. Und das als jemand, der sein eigenes Leben nicht auf die Reihe kriegt. Macht mir unheimlich Angst.

Ja, so habe ich also achtsam meinen Tagesablauf beobachtet. Nur dieses Mal nicht so die Struktur, sondern mehr die Gefühle. Soll ja angeblich auch helfen.

4. nicht so viel am Computer spielen:
Konnte mich abends beim Weckerklingeln schwer losreißen, aber nach 15 min doch!
Heute habe ich noch gar nicht gespielt. Was für ein Fortschritt gegen früher, wo ich 10-12 Stunden gespielt habe!

5. weniger naschen, max. 55 g Zucker - das sind 100 g Vollmilchschokolade - oder max. 100 g Masse an Süßigkeiten - ist noch ziemlich viel, aber für meine Verhältnisse schon ein Fortschritt:
Es gab das Sonderangebot: 3 Pfannkuchen/Berliner oder wie jeder so dazu sagt für den Preis von 2.
Plan war: 2 für die Mama, 1 für mich.
Hab dann doch selbst 2 schon in der U-Bahn verdrückt. :-(
Aber insgesamt nur 27 g Zucker :-) - aber 160 g Masse und 637 kcal :-(
Auf dem Rückweg sämtliche Süßigkeiten beguckt in diversen Automaten und Imbissbuden - und vorbeigelaufen!

6. Alle Dreiviertel Stunde aufstehen und bewegen (mit Wecker)
Entviel gestern (3500 Schritte, diverse U-Bahn-Treppen)
und heute: Ich müsste jetzt wieder Pause machen, aber ich will auch fertig werden.
Aber es ist nicht gut, die Pausen zu verschieben, weil ich dann geistig weniger schaffe.
So, jetzt habe ich mich überzeugt und mache Pause! ;-)
...
Läuft eigentlich ganz gut heute, bis jetzt.

7. 10 min morgens und 10 min abends meditieren oder Entspannungsübung:
Gestern früh ja, abends nein.
Heute früh schon 2x.

8. Positives vom Tag
gestern und heute, bis jetzt:
. Schließlich kriege ich doch ein Problem nach dem anderen gelöst, langsam, aber stetig.
Zur Erinnerung: Probleme gehören zum Leben und sind Herausforderungen, an deren Lösung man wächst! ;-)
. Die Sonne scheint heute so stark. Ich liebe mein schönes helles Zimmer.
. Weil ich gestern so viel gekocht habe, hatte ich heute mit wenig Aufwand ein schönes Mittag.
. Ich bereite ja eine Reise vor - darum vorgestern die Schönheitsprodukte ;-) : Erst eine Woche eine Veranstaltung mit Einzelzimmer, wo ich mich jederzeit zurückziehen kann und Gesellschaft habe, wenn ich will.
Anschließend will ich jemanden besuchen. Damit die Preise niedrig bleiben muss man sich ja immer auf einen bestimmten Zug festlegen und Hotel früh buchen. Habe mich also gestern entschieden, trotz meiner großen Ängste - dass ich mich dumm benehmen, den anderen langweilen oder etwas tun könnte, was ich später bereue, - das maximale Maß an angebotener Gastfreundschaft anzunehmen. Weil dann auch die Chance zu maximaler Freude besteht. Wir wollen ja positiv denken, nicht wahr, Kellerassel? :-)

14.03.2016 13:52 • #34


K
Wow,
da geht doch einiges voran bei dir! Ich sehe das auch so, dass dabei noch vieles aufgewühlt werden kann, was bearbeitet oder akzeptiert werden will.
Und super, dass du dich das mit der Reise traust!
Ich hoffe, du machst dich nicht zu sehr dafür runter, wenn du länger schläfst. Ich denke dann immer, dass mein Körper das wohl einfach gerade braucht. Und wenn es mir seelisch besser geht, dann lässt auch automatisch der Schlafbedarf nach.

Progressive Muskelenstappnung habe ich noch nicht ausprobiert. Oder vielleicht doch in einer Klinik, ich weiß nicht, was die da genau gemacht haben. Ich war aber zu abgelenkt von den Mitpatienten. Ich weiß nur noch, dass dabei einer einschlief und schnarchte. War dann wohl perfekt für denjenigen. ;-)

Ins Kino würde ich mich gar nicht alleine trauen. Dass du das kannst, finde ich bewundernswert, auch wenn es natürlich nicht so schöne Umstände sind. Am Wochenende bin ich meist mit meinem Freund zusammen und so habe ich auch jemanden, der mit mir ins Kino geht. Wir waren in Deadpool. War sehr lustig für meinen Geschmack. Meine Ängste waren zwar recht stark, so dass ich mich nicht so 100% auf den Film einlassen konnte, aber ich fand das Kinopublikum insgesamt ganz angenehm. Bis auf den Schokoladenduft, der von meinen Nachbarn herübergeströmt kam. ;-)

Diese Art von Ängste ist mir nicht unbekannt, auch wenn das bei mir wohl etwas anders ausgeprägt ist. Zu dem um Menschen kümmern, geht es mir sehr ähnlich. Aber ich kann erst für andere da sein, wenn es mir besser geht. Also muss ich diese Zeit für mich nutzen und alles andere erstmal hintenanstellen.

Ab heute bin ich wieder in meiner Arbeitsgelegenheit und mit meinen Ängsten direkt konfrontiert. War heute eine sehr merkwürdige Atmosphäre, da viele neue Kollegen da sind und wir miteinander noch so gut wie gar nichts geredet haben. Nichtmal vorgestellt. Ich versuche morgen die Initiative zu ergreifen, da mir dieses stille komische Nebeneinanderarbeiten ganz schön zu schaffen macht. Ich bekam nichtmal eine Reaktion, als ich mich verabschiedet habe. Die Kollegin, die vor mir ging, dagegen schon.

Auf die ganzen körperliche Beschwerden möchte ich jetzt nicht so genau eingehen. Momentan ist es eher der Magen/Darmbereich, der zu gestresst ist.

- täglich 15 Minuten Meditation
Habe mir vor der Arbeit Zeit genommen. Nur kann ich mich da schlechter entspannen. Fühle mich zu sehr unter Zeitdruck.

- mindestens eine Übung schriftlich machen, für bessere Laune; mir Positives und meine Erfolge bewusst machen
Habe mich heute mit meinen Erlebnissen, die durch die Arbeit hochkamen konfrontiert und meine Übung dazu gemacht. Das war ein riesiger Schritt für mich. Da ich gewohnt war, davor wegzulaufen. Ich bekomme langsam das Gefühl, dass ich durch die Übungen die Kontrolle über diese Ängste und mein Leben zurückbekomme.
Auf der Arbeit kam die Frage auf, ob ich jemandem etwas erklären könnte, den ich nicht kenne. Das hätte ich mir sogar zugetraut. Es wurde dann zwar nichts daraus, aber es gab mir ein gutes Gefühl.

- Positives an Menschen finden
Auf der Arbeit habe ich auch sehr nette Kollegen und Kolleginnen. Ich habe mich gefreut, sie zu sehen. Und die Verkäuferinnen in der Stadt waren sehr freundlich.

- etwas machen, was mir Spaß macht und nichts mit Lebensflucht zu tun hat
Ich war heute in der Stadt. Ist mir leichter gefallen, weil meine Arbeitsstätte ohnehin in der Nähe ist. Und ich habe ein paar Sachen für mich eingekauft. Und einen neuen Klamottenladen für mich entdeckt. Als ich gemerkt habe, dass meine Laune bergab geht, habe ich rechtzeitig den Heimweg angetreten. Zuhause habe ich dann noch Musik gehört und geschlafen.
(Oh, diese langen Zeiten mit Computerspielen kenne ich auch noch. Zuletzt habe ich auch auf der Arbeit auf dem Handy gespielt. Das ist mir heute aufgefallen, da ich mich in den Pausen nun wieder anders beschäftigen muss.)

- Gemüse und Obstanteil erhöhen, dafür Lebensmittel, die zusätzlich mit Zucker versehen sind, reduzieren
Ich bin heute an der komplett nach Schokolade duftenden Pralinenabteilung vorbeigegangen, ohne mir etwas zu kaufen. In diversen Fertiggerichten ist leider Zucker drin, aber ich denke, das ist weniger, als in einer Tafel Schokolade.

14.03.2016 22:27 • #35


L
Liebe Kellerassel,

Ich freue mich sehr über deine Erfolge bei der Kontrolle über die Ängste und dein Leben. Was für einen gewaltigen Satz hast du darüber geschrieben!

Ich bin aufgestanden mit dem Gefühl, ganz viel schreiben zu müssen/können.
Aber jetzt, wo ich hier sitze, merke ich, dass nur Chaos in meinem Kopf ist. Also dann ganz mechanisch anfangen:


1. um 23:00-23:30 ins Bett gehen; vor 8:00 Uhr bzw. weniger als 1 Stunde nach dem Aufwachen aufstehen

Gestern:
Ins Bett: 23:00 Uhr angenehm müde - aber geschlafen ca. 0:45 - noch zu lange gesurft, bis ich beinahe über den Schlaf drüber weg war. :-(
aufgewacht: 7:15 Uhr - 6,5 Stunden geschlafen - Ich würde gern konstant 7-7,5 Stunden schlafen, um am Tag fit zu sein
aufgestanden: 8:30 - 1,25 Stunden noch gesurft, was uneffektiv ist und wenig bringt und ich nur Rückenschmerzen von kriege

2. jeden Tag einmal das Haus verlassen: :-)
Ja. War zum Vortrag, der aber erst im nächsten Monat ist. :-( - Konzentrationsproblem, kommt von Depression und zu wenig Schlaf (und hoffentlich nicht von Demenz)

3. achtsam meinen Tagesablauf beobachten :-)
war gut gestern, vormittags besonders die Struktur, nachmittags sehr achtsam auf Schönes gesehen

4. nicht so viel am Computer spielen: :-)
Insgesamt ja wenig. Nur abends konnte ich mich dann schwer losreißen. Aber ich war innerhalb von 10 min im Bett, wegen meiner Verpflichtung dir gegenüber!

5. weniger naschen, max. 55 g Zucker - das sind 100 g Vollmilchschokolade - oder max. 100 g Masse an Süßigkeiten - ist noch ziemlich viel, aber für meine Verhältnisse schon ein Fortschritt: :-|
1 Eclair (mit Pudding, ist heutzutage gar nicht mehr sehr süß, finde ich), 1 Kindercountry: nur 34 g Zucker, aber 159g an Masse.

6. Alle Dreiviertel Stunde aufstehen und bewegen (mit Wecker) :-(
. Läuft heute nicht gut. Wenn ich nicht gut in Form bin und nichts schaffe, will ich keine Pausen machen und schaffe dann noch weniger. Liese, merk dir das doch mal endlich!!

7. 10 min morgens und 10 min abends meditieren oder Entspannungsübung: :-(
Gestern früh ja, abends nein.
Heute früh noch nicht.

8. Positives vom Tag
gestern und heute, bis jetzt:
. durch ein schönes Wohngebiet gelaufen mit viel Natur, vielen Farbkleksen und Geruch von Frühling :-)
. den Eclair sitzend und genießend gegessen
. im Billigladen lustgeshopt
. durch das Wohngebiet gelaufen, wo ich vor 30 Jahren am Anfang meiner Partner- und Mutterschaft 6 Jahre lang gewohnt habe. Verbinde ich mit entspannten Spaziergängen mit Kinderwagen und viel Besuch von Freundinnen.
(Aber auch gegrübelt über Alter und Vergänglichkeit)
. Die Frau, die ich nach der Veranstaltung gefragt hatte, hat zu mir gesagt: Hoffentlich mussten Sie jetzt nicht von weit kommen. Toll, dass die Frau Mitgefühl für mich hatte.

15.03.2016 11:12 • #36


K
Liebe Liese,

ich sehe weiterhin lauter Fortschritte bei dir. :-) Es muss ja nicht alles gleich rund laufen oder nur bergauf gehen. Dass du so viel für dich machst, ist schon ein riesiger Erfolg!

Momentan könnte ich geradewegs den Abend nur am PC vor mich hingammeln und dabei mehr oder weniger Sinnvolles machen. Und dann erinnere ich mich an unseren tollen Thread hier und raffe mich wieder auf.

- täglich 15 Minuten Meditation
Ich habe es tatsächlich geschafft, nach der Arbeit zu meditieren. Und es war viel entspannter als morgens vor der Arbeit!

- mindestens eine Übung schriftlich machen, für bessere Laune; mir Positives und meine Erfolge bewusst machen
Morgens zum Aufstehen und in der Pause auf der Arbeit noch ein bisschen was geschrieben.
Ich habe heute alle Kollegen sehr freundlich begrüßt und wurde zurückgegrüßt. Bei Feierabend habe ich mich dann endlich getraut die neue Kollegin nach ihrem Namen zu fragen. War etwas komisch, da ich nach meiner Frage nicht mehr wusste, was ich noch sagen kann. Ich habe mich dann verabschiedet und dieses Mal bekam ich auch von allen Rückmeldung. Das ist noch recht unangenehm, mir diese Seite von mir vor Augen zu halten und damit umzugehen. Wenn ich völlig allein bin, bin ich ganz anders. Aber immerhin, diesen Schritt habe ich heute tatsächlich geschafft.
Danach habe ich noch was erledigt, was ich schon eine ganze Weile vor mich hergeschoben hatte. Statt blödsinniger Sorgengedanken, habe ich mich endlich entschlossen, dass ich das will und einfach mache! (War eigentlich was völlig simples. Aber man kann sich so etwas ja wunderbar zur riesigen Hürde zusammenreimen.)
Der Nachmittagsschlaf war heute kürzer. Und ich habe den Abwasch gemacht und dabei vor mich hin getanzt.

- Positives an Menschen finden
Eine Kollegin hat sich in der Pause zu mir gesetzt und sich mit mir unterhalten. :-) Alle waren sehr nett.

- etwas machen, was mir Spaß macht und nichts mit Lebensflucht zu tun hat
Musik hören und ansonsten am PC rumwerkeln. Zum Malen konnte ich mich heute nicht überwinden. Aber ich habe zumindest ein paar Bilder für meinen nächsten Portraitversuch gesammelt.
Jetzt sitze ich hier und überlege, ob ich mir noch eine Folge einer Serie anschauen soll oder nicht. Merkwürdigerweise habe ich gar keine große Lust darauf, weil ich lieber früh ins Bett gehen möchte und evtl. noch eine Übung.

- Gemüse und Obstanteil erhöhen, dafür Lebensmittel, die zusätzlich mit Zucker versehen sind, reduzieren
Heute mehr Fertigprodukte. Ein bisschen mehr Obst und Gemüse könnte es sein.

15.03.2016 20:49 • #37


L
Liebe Kellerassel,

schön, dass dich unser toller Thread so motiviert. Mich ja auch. Ich habe gestern in der Gruppentherapie ganz stolz erzählt, dass ich jetzt eine Trainingspartnerin habe gegen Depression. Fand die Psychologin auch sehr beeindruckend. :-)
Gestern haben wir versucht, einem zu helfen, der noch ganz tief drin ist in der Depression, immer schlechte Stimmung und zu nichts Lust, was die Stimmung verbessern könnte. Genau das selbe Gespräch hatten sie mit mir vor 3 Monaten. Da habe ich gemerkt, wie weit ich schon raus bin und was ich für Fortschritte gemacht habe.

Nur, was für mich persönlich schwierig ist: Ich bin ja durch eine große Änderung in meinem Leben - mal wieder - in die Depression geraten: Job verloren, vom Partner getrennt/Trennungsschmerz, wohnungslos ohne Job, ohne Einkommen, schließlich traumatischer Job, doch dran gewöhnt, nach 4 Monaten entlassen. So lange hatte ich noch gekämpft (Übrigens: u.a. mit Obst- und Gemüse-Smothies :-) Bin panisch geworden, wenn ich nichts im Haus hatte. Habe immer gedacht: Ich muss jetzt unbedingt gesund bleiben! Konnte von meinem Zimmer im Zentrum überall hin und viel mit dem Fahrrad fahren. Bin wirklich super gesund und stark geblieben.) Dann hatte ich endlich Anrecht auf ALG 1 (=soviel Geld wie in dem Traumajob) und in den 4 Monaten mit Job habe ich eine Wohnung am Rand der Stadt bekommen mit wenig Kontakten, kein Fahrrad mehr, beim Bewerbungen schreiben angefangen zu zittern und zu hyperventilieren, nichts mehr fertig gekriegt. Und dann kam die Depression.
Und ja - langer Rede kurzer Sinn - was ist für mich geheilt von der Depression? Wieder bereit zur Arbeitssuche und täglichem Bewerbungen schreiben (wovon ich - mit 58 - sehr wahrscheinlich wieder deprimiert werde) oder mich gewöhnen an das Leben ohne Job - was ich für mich persönlich, so wie ich fähig bin - moralisch verwerflich finde? Ich muss ein Ziel haben, wofür ich von der Depression weg will, damit ich besser den Weg weiß. Ich glaube aber langsam - wenn ich ehrlich meine Situation einschätze - dass es mehr auf das Letztere hinaus läuft.
So, jetzt habe ich dank unserem Thread und besonders dank dir, mal wieder schön meine Gedanken sortiert. Diese Woche muss ich wieder zu Psychiaterin. Da muss man immer wissen, was man erzählen soll. Wann ist den eigentlich dein Termin?

Ich freue mich über deine Erfolge mit deinen Kollegen, auch dass du die neue Kollegin nach dem Namen gefragt hast. Nichts weiter sagen ist völlig in Ordnung, wenn man dazu ein freundliches Gesicht macht. Wenn die andere gern redet, wird sie schon anfangen, und wenn sie nicht gern redet, wird sie sich dir gleich verbunden fühlen. Und sie wird beeindruckt sein, wie stark du bist, dass du dir nicht Druck machst mit smalltalken zu müssen. So einfach ist das! ;-) Statt aufgeregt zu werden, kannst du dann ganz entspannt nachdenken, was du eigentlich von ihr/über sie wissen möchtest, was sie als Neue wissen müsste. Könntest sie fragen, wie sie sich bei euch fühlt, ob sie noch Fragen hat/ihr was unklar ist, wo sie vorher gearbeitet hat, wie es da war, ob sie traurig oder froh ist, da weg und jetzt bei euch zu sein, was dir selbst an der Arbeit gefällt, ...
Denk nicht, dass ich dein Problem klein machen will. Ich kann mir das gut vorstellen, wie man in Panik gerät. Ich mag auch keinen Smalltalk und kenn das von anderen Situationen. Sag mir mal, wenn es dir unangenehm ist, wenn ich dir Ratschläge gebe. Im Grund tue ich dasselbe, wie meine Mutter, von der ich fast alle Ratschläge doof finde. Ich bin ja auch sehr verunsichert, weil ich ständig diese Ähnlichkeiten mit ihr entdecke.

Und herzlichen Glückwunsch für die Erledigung, die du schon so lange vor dich hingeschoben hattest. Das kenne ich auch und kann ganz genau nachfühlen, wie es ist, wenn es dann endlich geschafft ist. Und hier ist deine Belohnung: :-) Bei mir ist es ja das Telefonieren. Ich telefoniere sogar sehr ungern mit Freundinnen und alles andere ist schrecklich - besonders vorher. ;-)

Und jetzt muss ich Pause machen. Diese paar Zeilen dauern immer ewig bei mir. Aber es tut gut, die Gedanken aus dem Chaos im Kopf rauszuschälen. :-)

... 30 min später.
Hab meditiert, ein paar wohltuende Yogabewegungen gemacht und Geschirr eingeweicht. Eine von meinen zwei 100 % zu erfüllenden Aufgaben ist heute Abwaschen (schon wieder tagelang nicht gemacht).

1. um 23:00-23:30 ins Bett gehen; vor 8:00 Uhr bzw. weniger als 1 Stunde nach dem Aufwachen aufstehen
Ins Bett: 22:45 ins Bett, 23:15 Licht aus und geschlafen :-)
aufgewacht: 7:30 Uhr - 7 Stunden geschlafen (war um 5:15 mal wach. Da ist ein Nachbar gerade zur Arbeit gegangen, was habe ich doch für ein Glück!) :-)
aufgestanden: 8:30 aufgestanden - zu lange und zu spät, :-|
aber es zeichnet sich doch eine Regelmäßigkeit ab! Da will ich ja hin. :-)

2. jeden Tag einmal das Haus verlassen:
Ja. Bei der Mama und bei der Gruppentherapie und 7.500 Schritte gelaufen. :-)

3. achtsam meinen Tagesablauf beobachten
Aufgeschrieben, was ich mache, um bei einer Sache zu bleiben, achtsam auf Schönes gesehen, früh genug losgegangen. :-)

4. nicht so viel am Computer spielen: :-)
Wenig gespielt, nur beim Essen und kein Problem mich los zu reißen beim losgehen und schon leichter abends. Fortschritt! :-)

5. weniger naschen, max. 55 g Zucker - das sind 100 g Vollmilchschokolade - oder max. 100 g Masse an Süßigkeiten - ist noch ziemlich viel, aber für meine Verhältnisse schon ein Fortschritt:
1 Tütchen Malteser: 37 g Masse, 25 g Zucker. :-)
Und ein Extra-Smiley dafür, dass ich es zu süß fand: :-)

6. Alle Dreiviertel Stunde aufstehen und bewegen (mit Wecker)
. Läuft heute ganz gut. Wecker ist wieder gestellt. :-)

7. 10 min morgens und 10 min abends meditieren oder Entspannungsübung:
Gestern vormittags ja, abends ja.
Heute vormittags ja.
Ich merke langsam wieder, dass es gut tut. :-)

8. Positives vom Tag
gestern und heute, bis jetzt:
. wohltuende Gruppentherapie
. langer Spaziergang an sehr schönen, prächtig renovierten alten Häuser vorbei
. Der Mama ging´s wieder besser. Ich muss doch noch nicht handeln.

Ganz viele Zufrieden-mit-mir-Smileys gestern!

Ich wünsche dir einen ganz schönen Tag!!

16.03.2016 11:54 • #38


K
Liebe Liese,

ja, wir sind schon ein tolles Team!
So stelle ich mir auch eine richtig hilfreiche Therapie vor. ;-)

Vor der Frage, wie es bei mir weitergeht, stehe ich auch. Bin zwar jünger, aber habe wegen der Ängste noch nie in einer Festanstellung gearbeitet. Ich kenne nur Praktika, 400Eu-Jobs und jetzt eben diese 1,50Eu-Maßnahme vom Jobcenter, die bald endet. Dann stehe ich wieder da und alles ist wie es schon seit zig Jahren ist. Und keiner weiß, wie man mir helfen kann. Ich wüsste schon wie. Mit mir üben, umzudenken, Positives an Menschen und am Thema Arbeit finden, bis es mir zur Gewohnheit wird. Dafür gibt es scheinbar keine Therapieform. Ist wahrscheinlich zu simpel. Zu wenig Aktionismus.
Am Anfang ging es mir noch gut in der Maßnahme. Aber mit der Zeit habe ich mich immer mehr durch die Ängste aufgerieben. Mit der Gesundheit ging es noch weiter bergab. Und dann kamen eben wieder die Fragen, wie es nach der Maßnahme weitergeht. Das hat mich dann in die Depression gehauen. Und das, nachdem meine Psychotherapie geendet war, mit den Worten, dass ich ja so viel wüsste und ich das jetzt nur umsetzen müsste. Hahahaha...sorry, aber ich kann mittlerweile nur noch mit Sarkasmus auf diese ganzen Therapeuten und ihre komischen Methoden reagieren. Aber schön zu lesen, dass dir deine Gruppentherapie gut tut.
Ob ich es jemals schaffe, einen richtigen Job zu finden, der mir gefällt und den ich packe zu machen, weiß ich nicht. Im Moment macht mir das alles wahnsinnige Angst. Ich könnte jetzt nichtmal nach Firmen oder Berufsfeldern recherchieren, weil ich nur noch erwarte, Enttäuschungen zu erleben. Auch wenn es zwischendurch positive Erfahrungen im Bereich Arbeit gab. Meine negativen Gedanken darüber überwiegen leider noch.
Ob ich nicht doch besser Frührente beantrage, das hoffe ich bald klären zu können.
Meinen Termin beim Psychologen habe ich erst Ende April. Bis dahin baue ich mich so gut es geht weiter auf.

Zu den neuen Kollegin, ich denke eher, dass die den Eindruck haben, ich sei total arrogant, weil ich so abweisend reagiere. Ich habe nicht so viel mit ihnen zu tun, so dass sich irgendein Gespräch über die Arbeit ergeben könnte. Und ansonsten habe ich keine Ahnung, was ich mit denen reden soll. Mein Kopf ist blank. Da gibts nur die Angstgedanken. Selbst wenn ich mir in Ruhe vornehme, irgendwas zu reden oder zu fragen. Sobald es auf die Situation zugeht, schlägt der Automatismus zu. Da ist nix mehr mit Ruhe. Ich kann mich dann selbst nicht ausstehen, dass ich so bin. Meine ersten Schritte bestehen zur Zeit darin, mich Zuhause nochmal mit diesen Erlebnissen zu befassen und mich mit meinem Verhalten zu konfrontieren. Zu sehen, dass das ein Teil von mir ist. Und dann meine Übungen dazu zu machen, um das etwas zu entschärfen.

Noch gehen deine Ratschläge. ;-) Ich versuche, wenn ich merke, dass ich mich unwohl fühle, dann sage ich es stattdessen. Ich kenne das von meiner Mutter auch. Und immer diese ständigen Sorgen. Da mag ich auch nicht mit ihr telefonieren, weil ich ihr noch nicht sagen kann, dass mich das nervt.

Danke für die Blumen für meinen Erfolg! Du bekommst natürlich auch einen, für deinen ganzen Erfolge. Und ich finde es super, dass du dich vom Spielen so gut lösen kannst!


- täglich 15 Minuten Meditation
Läuft ganz gut. Beim Heimkommen merke ich noch den Drang, mich an den PC zu setzen und mich mit irgendwas abzulenken. Aber der Gedanke, dass es mir besser damit geht, wenn ich das nicht mache und lieber in Ruhe esse und meditiere, wird immer stärker.

- mindestens eine Übung schriftlich machen, für bessere Laune; mir Positives und meine Erfolge bewusst machen
Eine Übung mache ich, bevor ich aus dem Haus gehe. Und ich habe es nachmittags wieder geschafft, mich meinem Thema Soziale Phobie anzunehmen. Körperlich ging es mir schlechter und das hat mich sehr genervt. Ich habe wieder etwas mehr geschlafen. Aber danach habe ich mich mit einer Übung wieder aufgebaut.
Positives: Ich darf auf der Arbeit einiges überarbeiten und bekomme langsam den Durchblick. Ich werde schneller innerlich ruhig und stresse mich nicht mehr so sehr, wie früher.

- Positives an Menschen finden
Eine Kollegin, die derzeit krank ist, hat mich angerufen. Ich vermisse sie, denn sie ist eine der wenigen, die sich an meiner Angst nicht stört und auf mich zugeht. Und mit ihr ist es oft lustig.

- etwas machen, was mir Spaß macht und nichts mit Lebensflucht zu tun hat
Habe mich wieder mit Malen beschäftigt. Ich habe zwar das Gefühl, dass dabei nichts rausgekommen ist, weil ich gerade an einem Problem hänge (es sieht alles schief aus, egal wie oft ich es ändere...). Aber ich bin zuversichtlich, dass ich es mir noch leichter machen kann und dabei dazulerne.
Und ich liebe weiterhin Musik zu hören.

- Gemüse und Obstanteil erhöhen, dafür Lebensmittel, die zusätzlich mit Zucker versehen sind, reduzieren
Obst und Gemüse gab es heute wieder mehr.

Auf dass es morgen für uns beide noch besser läuft. :-)

16.03.2016 22:05 • #39


L
Liebe Kellerassel,

ich habe heute gar nicht viel Zeit. Muss gleich los. Heute früh habe ich einen langen, wichtigen Brief geschrieben.
Ich schreibe ganz schnell:

1. um 23:00-23:30 ins Bett gehen; vor 8:00 Uhr bzw. weniger als 1 Stunde nach dem Aufwachen aufstehen
Ins Bett: 22:55 ins Bett, 23:30 Licht aus und geschlafen :-)
aufgewacht: 6:40 Uhr - 7 Stunden geschlafen :-)
aufgestanden: 7:30 aufgestanden :-)
aber es zeichnet sich doch eine Regelmäßigkeit ab! Da will ich ja hin. :-)

2. jeden Tag einmal das Haus verlassen:
Ja. Beim Therapeuten und 4.000 Schritte gelaufen. :-)

3. achtsam meinen Tagesablauf beobachten
In Ansätzen. Im Bad hab ich mir viel Mühe gegeben mit mir und für mich. :-)

4. nicht so viel am Computer spielen: :-)
Wenig gespielt, nur beim Essen und kein Problem mich los zu reißen beim losgehen und schon leichter abends. Fortschritt!
Genau wie gestern. :-)

5. weniger naschen, max. 55 g Zucker - das sind 100 g Vollmilchschokolade - oder max. 100 g Masse an Süßigkeiten - ist noch ziemlich viel, aber für meine Verhältnisse schon ein Fortschritt:
1 Kindercountry: nur 11,5 g Zucker. :-

6. Alle Dreiviertel Stunde aufstehen und bewegen (mit Wecker)
Nicht genug Pausen gemacht heute, aber trotzdem zufrieden, dass ich den brief zu Ende bekommen habe :-|

7. 10 min morgens und 10 min abends meditieren oder Entspannungsübung:
Gestern vormittags ja, abends ja.
Heute vormittags ja, beim Haare färben. :-)

8. Positives vom Tag
gestern und heute, bis jetzt:|
. Therapie
. Brief an meine Tochter
. Verabredung mit einer Freundin


Ich wünsche dir einen ganz schönen Tag!!

17.03.2016 15:56 • #40


K
Liebe Liese,

super, dass du es trotzdem schaffst, hier was zu schreiben. Ich hoffe, es tut dir auch so gut, wie mir, selbst wenn man nur kurz schreibt. :-D

Bin gestern Nacht leider in alte Gewohnheiten gefallen und wollte nicht ins Bett. Habe mich eine Weile in meine Serien geflüchtet (und dabei leider eine neue entdeckt, die mich interessiert). Dieses Mal habe ich aber dann meinen Block geschnappt und meine Übung gemacht. So konnte ich das Ganze ein wenig entkräften. War morgens trotz wenig Schlaf rechtzeitig wach, wenn auch nicht ausgeschlafen. Den Tag habe ich aber dennoch ganz gut gemeistert. Wahrscheinlich auch, weil ich mich nicht mehr verrückt mache, wenn die Nacht mal zu kurz war.

Meine neuen Kollegen kennen sich wohl doch mit Leuten aus, die Ängste haben und sich zurückziehen, bzw. manche haben selbst schon Ähnliches erlebt. Sie hatten heute ein Gespräch darüber. Ich habe mich aber nicht eingeklinkt. Ich mag lieber über Positives reden. Aber die Kollegen haben lauter Sachen thematisiert, die sie nicht wollen und mögen.
Ich selbst bin aber leider auch noch nicht besser. Habe wieder jemandem alte Geschichten erzählt, die in mir ungute Gefühle auslösen und die ich eigentlich ruhen lassen wollte. Das würde ich gerne verbessern.

Telefonieren ging heute etwas besser.

- täglich 15 Minuten Meditation
Noch nicht gemacht. Dafür aufs Bett gelegt, Augen geschlossen und Musik gehört statt Nachmittagsschlaf. Evtl. mache ich noch was zum Einschlafen.

- mindestens eine Übung schriftlich machen, für bessere Laune; mir Positives und meine Erfolge bewusst machen
Direkt nach dem Aufstehen. Hilft mir sehr, in den Tag zu starten. Ansonsten würde ich als furchtbarer Morgenmuffel aus dem Haus gehen. ;-)
Am Abend hat es mich schon Überwindung gekostet. Aber ich habe es dann doch gemacht und damit meine Laune verbessert.
Von gestern kann ich noch berichten, dass ich mir schönen Schmuck gegönnt habe.
Ein Bekannter hat sich zurückgemeldet und sich mit mir spontan getroffen. So konnte ich die Sonne noch etwas genießen und dazu leckeres Essen und habe neue Ausgehmöglichkeiten kennengelernt. Ich glaube, ich war dabei entspannter und besser gelaunt, als früher.

- Positives an Menschen finden
An meinem Arbeitsplatz lag heute ein kleines Präsent einer Vorgesetzten, die an mich und meine Kolleginnen gedacht hat. Das fand ich total lieb und habe mich sehr gefreut!
Die Kollegin, mit der ich gut klar komme, ist wieder da. Und ich habe mich kurz mit ihr unterhalten und sie nach ihren Haustieren gefragt. - Sie kann ich ansprechen, wenn mich was interessiert! :-D

- etwas machen, was mir Spaß macht und nichts mit Lebensflucht zu tun hat
Ich bin weiter dran an meinem Bild. Ich weiß zwar immer noch nicht, ob es jetzt stimmig geworden ist. Aber egal, ich habe Lust, es weiter zu malen, damit es irgendwann fertig sein wird.

- Gemüse und Obstanteil erhöhen, dafür Lebensmittel, die zusätzlich mit Zucker versehen sind, reduzieren
Hatte gut Lust, mir Schokolade zu kaufen und mich damit aus Frust vollzustopfen. Ich habe es aber geschafft, das zu lassen und trinke stattdessen ganz viel Tee. Ansonsten gab es wieder mehr Obst und Gemüse.

17.03.2016 21:04 • #41


K
Hallo liebe Liese,

hast du heute auch die warme Sonne genossen? Und hast du was Schönes am Wochenende vor?

- täglich 15 Minuten Meditation
Huch, daran habe ich heute noch gar nicht gedacht. Habe mich nachmittags hingelegt gehabt und bin eingeschlafen. dafür habe ich noch gestern vorm Schlafen etwas abgeschaltet. Wird heute wohl wieder darauf hinauslaufen.

- mindestens eine Übung schriftlich machen, für bessere Laune; mir Positives und meine Erfolge bewusst machen
Nach dem Aufwachen habe ich mich aus grummeliger Laune so hochgearbeitet, dass ich danach fröhliche Guten Morgen-SMS verschickt habe. Und damit habe ich mich auch bei Leuten gemeldet, von denen ich schon länger nichts mehr gehört habe. Ist ein sehr gutes Zeichen für mich. Und kein Vergleich mehr zu dem, wie ich noch vor 2-3 Wochen gewesen bin!
Und auch nach dem Nachmittagsschlaf hat mir das wieder geholfen, aktiver und besser gelaunt zu sein.
Positives: Ich komme zur Zeit überpünktlich zur Arbeit. Die Gespräche der Kollegen waren heute etwas angenehmer. Und ich habe mit den Kollegen, die ich besser kenne zusammen gelacht.
Mittlerweile schaffe ich schon 3 Stunden lang den eintönigen Teil meiner Arbeit zu machen und damit gut klar zu kommen. Gestern war das nicht einmal eine halbe Stunde.
Habe mich in die Sonne gesetzt und etwas entspannt.
Der Abwasch ist gemacht.
Ich habe lange telefoniert und es war ganz angenehm.

- Positives an Menschen finden
Ich bin sehr froh, dass ich so verständnisvolle Freunde und Bekannte habe, für die es völlig ok ist, wenn ich mich erst nach längerer Zeit melde.

- etwas machen, was mir Spaß macht und nichts mit Lebensflucht zu tun hat
Außer Schlafen und Telefonieren habe ich heute nicht viel anderes gemacht. Wie ich den Rest des Abends verbringe, habe ich mich noch nicht entschieden.

- Gemüse und Obstanteil erhöhen, dafür Lebensmittel, die zusätzlich mit Zucker versehen sind, reduzieren
Habe mir gerade sehr leckeres Essen mit frischem Gemüse gemacht. Obst gab es auch. Ich suche noch eine Alternative zum Brot für die Arbeit. Evtl. Salat?

Ich wünsche noch einen schönen Wochenendanfang. Morgen ausschlafen! Hurra!

18.03.2016 21:57 • #42


L
Liebe Kellerassel,

du hast wieder sehr viel Positives gefunden.
Ich bewundere, wie viel du so schaffst am Tag.
Mein Tagesablauf ist vorgestern durcheinander gekommen und hat sich immer noch nicht richtig erholt. Ich wollte eigentlich mit meiner Freundin ins Kino. Dann hat sie angerufen, das wir noch zum Feiertag mit Livemusik in den Pub gehen und dass ich bei ihr schlafen könnte. Ich habe seit langem mal wieder Alk. getrunken (nicht viel!). Der ist mir aber nicht gut bekommen. Bis heute habe ich noch Bauchschmerzen, gestern habe ich mich krank gefühlt und bin sehr früh ins Bett gegangen. Nächste Woche wird meine Galle be-ultraschallt, vielleicht ist da was nicht in Ordnung. Dann kam auch noch das Problem meiner Tochter dazu, wo ich ihr gern helfen wollte.

Und heute ist wieder viel zu viel in meinem Kopf, was dort sortiert und in der Realität erledigt werden muss, und viel Ablenkung... :-(
Ich bin sehr durcheinander, weil ich immer an den Termin bei der Psychiaterin nächste Woche denken muss. Einerseits bin ich glücklich, weil ich mich jetzt wohl fühle und andererseits habe ich Angst, arbeiten zu gehen - so schwer, wie ich die Dinge auf die Reihe kriege, die ich machen will. Meine Wohnung muss dringend geputzt werden.


Jetzt muss ich erst mal wieder reinkommen.

1. um 23:00-23:30 ins Bett gehen; vor 8:00 Uhr bzw. weniger als 1 Stunde nach dem Aufwachen aufstehen
Ins Bett: Schon um 21:00, aber so früh konnte ich gar nicht einschlafen, Licht ausgemacht und nach ner Weile wieder angemacht, dann Zwieback gegessen, - naja, war Ausnahmesituation wegen der Bauchschmerzen
aufgewacht: 7:15 Uhr - 8 Stunden geschlafen :-)
aufgestanden: 7:45 aufgestanden :-)

2. jeden Tag einmal das Haus verlassen:
Ja, gestern und vorgestern.
Heute ist es sehr fraglich. Aber da ich vorige Woche jeden Tag aus dem Haus war und für nächste Woche Termine haben, ist das zur Zeit nicht so schlimm.

3. achtsam meinen Tagesablauf beobachten
Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Punkt so ein wichtiges Thema wird.
Wollte ja am Anfang nur vom Spielen weg.
Aber jetzt, wo es mir besser geht und ich Pläne habe, merke ich, wie wichtig es ist, konzentriert zu bleiben bzw. immer wieder dazu zurückzukommen.

4. nicht so viel am Computer spielen:
Nicht mehr viel gespielt. Nachdem ich heute so viel Chaos, Unruhe und Bauchschmerzen erlebt habe, wünsche ich mich schon fast nach der Depression zurück, wo mir so schön egal war, was ich/man machen müsste.

5. weniger naschen, max. 55 g Zucker - das sind 100 g Vollmilchschokolade - oder max. 100 g Masse an Süßigkeiten - ist noch ziemlich viel, aber für meine Verhältnisse schon ein Fortschritt:
Gestern, in der City war ich in jedem Billigladen und habe ziemlich viel gekauft, aber nichts Süßes!!! Vorgestern auch nichts.
Nur gestern 9 Zwiebäcke, das sind 11 g Zucker. Ist okay.

6. Alle Dreiviertel Stunde aufstehen und bewegen (mit Wecker)
Tja, das ist es, mein Problem beim Arbeiten. Ich denke, ich mache eine ganz kleine Pause und wirklich dauert sie eine halbe Stunde (nicht die Mittagspause) .
Andererseits merke ich, dass mir zu langes konzentrieren nicht gut tun.

7. 10 min morgens und 10 min abends meditieren oder Entspannungsübung:
Ich mache jetzt die 21-Tage-Meditation von Depak Chopra für wundervolle Beziehungen. Das fängt natürlich so an, dass man sich erst mal selbst lieben muss. Sehr schöne, kleine Texte und die gesprochene Meditation ist auch gut zum Englischlernen - ein paar Sätze abwechselnd auf Englisch und Deutsch und zum Schluß in Stille mit schöner, leiser Musik.
Vor meiner Depression hatte ich sehr intensiv englisch gelernt. Ich denke immer, wenn ich dazu wieder Lust kriege (Ich meine richtig mit Lehrbuch), dann wäre ich wieder ein großes Stück weiter.

8. Positives vom Tag
vorgestern
. wir hatten im übervollen Pub zwei Sitzplätze an der Bar ergattert.
. Ein bisschen Alk. war mal wieder nett.
. Mit der Freundin war es angenehm. Nur die Lifemusik war einfach nur laut und gar nicht viel irisch. Aber uns war bewusst, dass es uns sehr gut getan hatte, uns mal wieder ein Erlebnis zu organisieren.
. Kino ist ja immer ganz nett. Der Film hieß Lolo und kam mir sanfter Seele wie ein Horrorfilm vor, aber wir konnten auch lachen.
. lustgeshopt
. Habe mir einen schönen Mangolassie gemacht und Vorrat an Smoothies
. Heute habe ich zweimal Wäsche gewaschen

Ein schönes Wochenende noch!

19.03.2016 14:50 • #43


K
Hallo Liese,

ich versuche hier auch möglichst das Positive zu schreiben, um es mir bewusst zu machen. Vom Aufzählen, was alles nicht gut gelaufen ist, wird nicht unbedingt etwas besser, finde ich. ;-) Manchmal gruselt es mich, hier im Forum nur die Überschriften der Themen zu lesen. So negativ. Und ich bin froh, dass ich mittlerweile anders denke. Denn erst als ich damals angefangen habe, selbst danach zu schauen, was es eigentlich Positives in meinem Leben gibt, hat sich auch etwas verbessert.

Du schaffst doch auch sehr viel, gehst mit Freunden aus, findest für dich heraus, was dir gut tut und hilft! Und schaffst es ganz gut dich an die neuen Verhaltensweisen zu gewöhnen. Lass dich nicht davon irritieren, wenn es zwischendurch nicht gut läuft. Bei mir läuft auch nicht alles rund. Aber es ist ok, wenn ich mich nicht zu sehr daran störe. Wir üben shließlich noch. :-D

Am Freitag Abend stand ich vor der Entscheidung entweder den Tag gut auskligen zu lassen und recht früh ins Bett zu gehen. Oder mir noch eine Folge einer Serie anzuschauen, wohl wissend, dass es nicht bei einer Folge bleiben wird. Es ist dann letzteres geworden. Habe den Samstag Morgen verschlafen. Dachte mir aber: Neuer Tag, neue Gelegenheit, es anders zu machen.

- täglich 15 Minuten Meditation
Am Freitag habe ich nichts mehr gemacht, dafür am Samstag wieder die 15 Min.

- mindestens eine Übung schriftlich machen, für bessere Laune; mir Positives und meine Erfolge bewusst machen
Ja, mache ich und gehe weiter die Themen an, die mir zu schaffen machen.
Positives: Habe gesaugt, geputzt, gewaschen, Abwasch erledigt und war damit gut beschäftigt.

- Positives an Menschen finden
War eine seltsame Stimmung gestern bei mir. Konnte mich nicht richtig freuen und das Positive an anderen sehen. Heute sehe ich eher, was es gestern alles Schönes zu entdecken gab und bin dankbar dafür.

- etwas machen, was mir Spaß macht und nichts mit Lebensflucht zu tun hat
Bin auf lustigen Webseiten hängengeblieben und konnte mich eine ganze Weile nicht losreißen. Der Abend ist dann eher zu einem TV-Gammelabend geworden. Würde gerne eine Lösung für mich finden, um das in Zukunft etwas anders zu gestalten und nicht ganz so lustlos zu sein.

- Gemüse und Obstanteil erhöhen, dafür Lebensmittel, die zusätzlich mit Zucker versehen sind, reduzieren
Zum TV-Abend kamen noch eine Menge Chips und Schokolade dazu. Ansonsten bin ich dabei geblieben, mich besser zu ernähren.

20.03.2016 13:05 • #44


A


Hallo Liese,

x 4#15


Nogua
Ich bin dabei ein Meditationsprogramm mitzumachen.Mit Deepak Chopra. Manche Tage schaffe ich es nicht und komme in Verzug. Die Tage an denen ich es schaffe merke ich positive Auswirkungen. Meine Ernährung versuche ich um zu stellen. Habe aber leider Rückfälle in alte Muster. Dann esse ich zu süß und zu fettig. Insgesamt klappt es aber recht gut. Das Thema Abnehmen ist ein Dauerbrenner. Leider schaffe ich es nicht alleine. Zusätzlich versuche ich jeden Tag ein paar Körperübungen zu machen. Leider bin ich auch hier nicht konsequent genug. Aber immerhin. Jeden Tag auf ein neues.

20.03.2016 22:32 • #45

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