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Teller
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Hallo liebe Community,
gibt es einen Richtwert, welche Fehlzeiten im Beruf normal/erwartbar mit der Diagnose Depression/depressive Episoden sind?
Ich selbst bin Verwaltungsbeamter (auf Lebenszeit) und habe seit Anfang des Jahres aufgrund meiner Diagnosen nach amtsärztlicher Untersuchung eine Teildienstfähigkeit anerkannt bekommen. Meine wöchentlichen Dienststunden wurden daraufhin von 40 auf 30 reduziert, ebenso meine Bezüge (inkl. noch einem Zuschuss aufgrund der Teildienstfähigkeit).
Mit meiner Medikation und meinen geänderten Ansprüchen und Verhaltensweisen (Therapie innerhalb der probatorischen Sitzungen abgeschlossen, Verzicht auf Alk.) habe ich meine Erkrankung mittlerweile einigermaßen gut im Griff. Im Privaten schon ziemlich gut (hatte vor einigen Wochen das erste mal wieder Glücksgefühle - hatte ich mehrere Jahre nicht mehr!) und im Beruf mit Einschränkungen.
Die Einschränkung besteht darin, dass ich 2024 ca. 70 Fehltage, nach 2023 58 und 2022 ca. 100 Fehltage hatte. Mein Ziel, die Fehlzeit auf dem Wert von 2023 zu halten oder weiter zu reduzieren konnte ich nicht erreichen. Immerhin habe ich aber die langen Ausfallzeiten, wie in 2022, überwunden.
Die Fehlzeiten resultieren mittlerweile nicht mehr aus längeren Ausfallzeiten, sondern Ausfällen von einzelnen Tagen (Psyche) bis zu einer Woche (bei schweren Erkältungen). Trotz Medikation (inkl. Anpassungsversuchen - bei einer Dosiserhöhung werde ich nur noch müde und träge - bringt auch nichts) kommt es bei mir noch in 3 von 4 Wochen eines Monats zu Ausfallzeiten von 1-2 Tagen aufgrund der bekannten Symptome - teils zusammenhängend, manchmal auch nicht (also sowohl Montags und Dienstags, als auch mal Montags und Mittwochs mit Arbeitsaufnahme am Dienstag). Die Ausfallzeiten liegen tendenziell eher Anfangs der Woche.
Ich frage mich daher, ob diese häufigen Ausfälle typisch für rezidivierende/wiederkehrende Depressionserkrankungen sein können. Meine Hausärztin kann mir dabei aus fachlicher Sicht leider nicht weiter helfen (Allgemeinmedizinerin) und mein Therapeut ist mittlerweile in Rente gegangen. Beratung aus der ambulanten Abteilung unseres Kreiskrankenhauses bekommt man auch nicht, weil die bis unendlich ausgebucht sind und die stationäre Abteilung nur Extremfälle aufnimmt.
Falls dies noch wichtig ist: ich hatte in 2023 einen Antrag auf Anerkennung eines GdB gestellt. Dieser wurde abgelehnt, weil die Beschwerden unterhalb eines GdB von 20 liegen sollen (10). Widerspruch habe ich damals aufgrund einer schwierigen Phase nicht eingelegt.
Vielen Dank für eure Mühe.
Teller
gibt es einen Richtwert, welche Fehlzeiten im Beruf normal/erwartbar mit der Diagnose Depression/depressive Episoden sind?
Ich selbst bin Verwaltungsbeamter (auf Lebenszeit) und habe seit Anfang des Jahres aufgrund meiner Diagnosen nach amtsärztlicher Untersuchung eine Teildienstfähigkeit anerkannt bekommen. Meine wöchentlichen Dienststunden wurden daraufhin von 40 auf 30 reduziert, ebenso meine Bezüge (inkl. noch einem Zuschuss aufgrund der Teildienstfähigkeit).
Mit meiner Medikation und meinen geänderten Ansprüchen und Verhaltensweisen (Therapie innerhalb der probatorischen Sitzungen abgeschlossen, Verzicht auf Alk.) habe ich meine Erkrankung mittlerweile einigermaßen gut im Griff. Im Privaten schon ziemlich gut (hatte vor einigen Wochen das erste mal wieder Glücksgefühle - hatte ich mehrere Jahre nicht mehr!) und im Beruf mit Einschränkungen.
Die Einschränkung besteht darin, dass ich 2024 ca. 70 Fehltage, nach 2023 58 und 2022 ca. 100 Fehltage hatte. Mein Ziel, die Fehlzeit auf dem Wert von 2023 zu halten oder weiter zu reduzieren konnte ich nicht erreichen. Immerhin habe ich aber die langen Ausfallzeiten, wie in 2022, überwunden.
Die Fehlzeiten resultieren mittlerweile nicht mehr aus längeren Ausfallzeiten, sondern Ausfällen von einzelnen Tagen (Psyche) bis zu einer Woche (bei schweren Erkältungen). Trotz Medikation (inkl. Anpassungsversuchen - bei einer Dosiserhöhung werde ich nur noch müde und träge - bringt auch nichts) kommt es bei mir noch in 3 von 4 Wochen eines Monats zu Ausfallzeiten von 1-2 Tagen aufgrund der bekannten Symptome - teils zusammenhängend, manchmal auch nicht (also sowohl Montags und Dienstags, als auch mal Montags und Mittwochs mit Arbeitsaufnahme am Dienstag). Die Ausfallzeiten liegen tendenziell eher Anfangs der Woche.
Ich frage mich daher, ob diese häufigen Ausfälle typisch für rezidivierende/wiederkehrende Depressionserkrankungen sein können. Meine Hausärztin kann mir dabei aus fachlicher Sicht leider nicht weiter helfen (Allgemeinmedizinerin) und mein Therapeut ist mittlerweile in Rente gegangen. Beratung aus der ambulanten Abteilung unseres Kreiskrankenhauses bekommt man auch nicht, weil die bis unendlich ausgebucht sind und die stationäre Abteilung nur Extremfälle aufnimmt.
Falls dies noch wichtig ist: ich hatte in 2023 einen Antrag auf Anerkennung eines GdB gestellt. Dieser wurde abgelehnt, weil die Beschwerden unterhalb eines GdB von 20 liegen sollen (10). Widerspruch habe ich damals aufgrund einer schwierigen Phase nicht eingelegt.
Vielen Dank für eure Mühe.
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