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Ohne Worte

Lost111
Zitat von Jedi:
Du hast es aber verdient, dass Du nett zu Dir bist !

Das ist wieder eine ganz andere Frage.

15.11.2023 22:08 • x 2 #316


Jedi
Zitat von Lost111:
Das ist wieder eine ganz andere Frage.

Das ist keine Frage, sondern eine Feststellung !
Egal was auch ist, Du\Wir haben es verdient gut mit uns umzugehen - so wie Du\Wir es auch mit
anderen tun würden.

15.11.2023 22:12 • x 2 #317


A


Hallo Lost111,

Ohne Worte

x 3#3


Lost111
Zitat von Jedi:
Egal was auch ist, Du\Wir haben es verdient gut mit uns umzugehen - so wie Du\Wir es auch mit
anderen tun würden.

Aber warum setzt man sich selbst viel strengere Regeln als an Andere?

15.11.2023 22:14 • x 4 #318


Jedi
Zitat von Lost111:
Aber warum setzt man sich selbst viel strengere Regeln als an Andere?

Dahinter könnten unsere Prägungserfahrungen stecken oder falsche Glaubenssätze über uns,
die wir vielleicht so gehört, dann geglaubt haben.

15.11.2023 22:19 • x 3 #319


Wuslchen
Zitat von Lost111:
oh, eine Bürde mehr für dich! Das mag ich niemandem aufbürden!

Völlig ok, meine Liebe, das kann ich gut aushalten.

Zitat von Lost111:
Ich war einfach nur verletzt und sehr traurig. Wut fühle ich keine.

Zitat von Lost111:
Was für eine Unverschämtheit! GRRR, unglaublich! Null Empathie, null Zuhören, null Verständnis!

Aber bei den Aussagen, die sich @wozu anhören durfte, fühlst du die Wut. Erkennst du das? Das ist immer wieder dasselbe Muster. Du gehst nur mit dir selbst so schlecht um und so hart ins Gericht, weil du es so beigebracht bekommen und als Überlebensstrategie übernommen hast. Nicht, weil du wirklich schlecht von dir denkst. Und das ist auch ok, das geht so schnell nicht weg. Aber wir können daran üben Stück für Stück ein bisschen freundlicher mit uns umzugehen. Mir selbst hilft dabei immer der Blick auf Andere. Würde ich einer lieben Freundin das Gleiche sagen? Nein. Also, was würde ich ihr sagen? Gut, ich habe auf mich bezogen natürlich sofort wieder tausend Gegenargumente parat. Und gehe mit jedem dieser Argumente wieder und wieder so um als würden sie von meiner Freundin kommen. Für mich war das der Schlüssel, damit ich heute eine Art Waffenstillstand mit mir halte. Und das ist schon deutlich angenehmer als alles von früher, es war aber auch ein jahrelanger Weg. Schnell geht dabei leider nicht.

Zitat von Lost111:
Mein Therapeut meinte dazu: solche Aussagen sind Gift für einen depressiven Menschen.

Meine Worte. So so wichtig, dass du das von professioneller Seite auch nochmal gesagt bekommen hast.

15.11.2023 22:27 • x 3 #320


Lost111
Zitat von Wuslchen:
Aber bei den Aussagen, die sich anhören durfte, fühlst du die Wut. Erkennst du das? Das ist immer wieder dasselbe Muster. Du gehst nur mit dir selbst so schlecht um und so hart ins Gericht, weil du es so beigebracht bekommen und als Überlebensstrategie übernommen hast. Nicht, weil du wirklich schlecht von dir denkst. Und das ist auch ok, das geht so schnell nicht weg.

Jetzt, wo du mich mit der Nase drauf stößt, fällt mir das erst auf. Krass. Ich danke dir für den Hinweis.

Zitat von Wuslchen:
Und gehe mit jedem dieser Argumente wieder und wieder so um als würden sie von meiner Freundin kommen. Für mich war das der Schlüssel, damit ich heute eine Art Waffenstillstand mit mir halte. Und das ist schon deutlich angenehmer als alles von früher, es war aber auch ein jahrelanger Weg. Schnell geht dabei leider nicht.

Das ist sicherlich ein langer und beschwerlicher Weg. Du bist ihn gegangen.

15.11.2023 22:35 • x 1 #321


Lost111
Mmh, wie war mein Tag? Insgesamt gesehen hat mich alles nicht sonderlich berührt.
Arbeitsunfähigkeit um weitere 4 Wochen war kein Problem. Ich brauchte gar nicht viel sagen, denn ein Wort alleine sagte alles aus. Mein HA versteht mich auch ohne viele Worte.
Wir hatten auch ein gutes Gespräch von etwa 20 Minuten. Und er meinte auch, wenn es in 4 Wochen immer noch nicht wirklich besser sein sollte, wäre das gar kein Problem. Da müsste ich keine Angst haben.

Mittags dann Essen bei Muttern, meine Schwägerin (die auch an Depressionen erkrankt ist) war ebenfalls anwesend.
Wir haben zusammen gelacht.
JA - das kann ich auch. Aber das war keine echte Freude. Es wurde halt erwartet.

Und wie geht es mir jetzt damit? Schlecht.
Null Erleichterung, dass ich morgen bzw. heute nicht wieder arbeiten gehen muss. Null gar nichts.

Ich würde am liebsten gar nicht ins Bett gehen. Es ist einfach nichts gut.

WHATEVER I DO IT'S NEVER ENOUGH.

17.11.2023 02:18 • x 2 #322


Ziva
Huhu liebe Losti

Zitat von Lost111:
Null Erleichterung, dass ich morgen bzw. heute nicht wieder arbeiten gehen muss. Null gar nichts.

Stell dir einmal vor:

was fühlst du, wenn dein HA sagen würde, dass eine weitere Krankmeldung nicht mehr möglich ist und du arbeiten gehen musst? Du hast ja schon die Sorge, dass er das sagen könnte. Würde das Stress in dir auslösen? Angst? Hilflosigkeit?

Das wären die mindesten Anzeichen für mich, dass es dich noch überfordert und sagt mir - oke, ich fühle jetzt nichts, aber ich habe vorher gefühlt, dass ich Angst hatte er könnte es mir abschlagen.

17.11.2023 11:10 • x 3 #323


hlena
Das Beispiel von Ziva ist provokant,aber einleuchtend.
Ich erinnere mich noch,da hattest du Sorge,daß dein Hausarzt dich nicht krank schreibt.
Für einen Arzt,der sich mit Depressionen auskennt, ist das selbstverständlich,daß er das nicht tut.
Ist es aber nicht.
Du schreibst,daß auch deine Schwägerin an Depressionen erkrankt ist.
Hast du dann etwas Unterstützung gegen die Argumentation deiner Mutter?

17.11.2023 12:48 • x 1 #324


Oli
Zitat von Lost111:
Null Erleichterung, dass ich morgen bzw. heute nicht wieder arbeiten gehen muss. Null gar nichts.

Ich kenne das so ähnlich. Bei mir ist es vielleicht insofern anders, als ich schon Erleichterung verspüren kann.

Aber eben nichts anderes. Solange ich denken kann, kann ich mich nicht über ein schönes Ereignis freuen, sondern ich bin immer nur erleichtert, dass nichts Schlimmes passiert ist.

Schon in der Schule habe ich mich über eine gute Note nicht gefreut, sondern ich war nur erleichtert, keine schlechte Note zu haben. Dabei hatte ich so gut wie nie schlechte Noten.
Und dann war ja immer auch klar, dass schon bald das nächste angstmachende Ereignis ansteht.

Das hat mich über die Jahre ganz schön zermürbt.

17.11.2023 16:57 • x 2 #325


Lost111
Zitat von Ziva:
was fühlst du, wenn dein HA sagen würde, dass eine weitere Krankmeldung nicht mehr möglich ist und du arbeiten gehen musst? Du hast ja schon die Sorge, dass er das sagen könnte. Würde das Stress in dir auslösen? Angst? Hilflosigkeit?

Liebe @Ziva ,

das würde große Panik in mir auslösen! Ich wüsste nicht, was ich dann machen würde. Ich wäre tatsächlich hilflos.

Zitat von Ziva:
Das wären die mindesten Anzeichen für mich, dass es dich noch überfordert und sagt mir - oke, ich fühle jetzt nichts, aber ich habe vorher gefühlt, dass ich Angst hatte er könnte es mir abschlagen.

Stimmt. Manchmal ist so ein Durcheinander in meinem Kopf, dass ich nicht mehr klar denken kann.
Ich überfordere mich wahrscheinlich selber.


Zitat von hlena:
Du schreibst,daß auch deine Schwägerin an Depressionen erkrankt ist.
Hast du dann etwas Unterstützung gegen die Argumentation deiner Mutter?

Liebe @hlena ,

die Situation hatten wir so noch nicht. Aber ich denke schon, dass sie mich unterstützen würde, wenn meine Mutter wieder unqualifizierte Äußerungen tätigt. So schätze ich sie ein.


Zitat von Oli:
Ich kenne das so ähnlich. Bei mir ist es vielleicht insofern anders, als ich schon Erleichterung verspüren kann.

Aber eben nichts anderes. Solange ich denken kann, kann ich mich nicht über ein schönes Ereignis freuen, sondern ich bin immer nur erleichtert, dass nichts Schlimmes passiert ist.

Lieber @Oli ,

vielleicht kommt die Erleichterung bei mir auch noch, keine Ahnung.
Gab/gibt es denn so gar nichts, was in dir eine Art Freude auslöst?

Mein Morgen verging mit diversen Dingen, die erledigt werden mussten. Nach diesen 2 Stunden Aktion war ich sehr erschöpft und verschlief den Nachmittag.

17.11.2023 20:36 • x 1 #326


Oli
Zitat von Lost111:
Gab/gibt es denn so gar nichts, was in dir eine Art Freude auslöst?


Freude kenne ich tatsächlich nicht.

Aber das Gefühl der Dankbarkeit.
Dass unsere Tochter zu uns gekommen ist, erfüllt mich mit Dankbarkeit. Dass die Schwestern in der Neonatologie trotz des Durcheinanders in der Klinik sich um unsere Tochter und um mich so gut gekümmert haben, während meine Frau mit Schmerzen anderswo lag. Dass unsere Tochter dennoch ein sensationell tolles Bindungsverhalten entwickelt hat. Dass sie ihren eigenen Kopf hat, Humor und Forscherdrang. Dafür bin ich sehr sehr dankbar und kann das auch fühlen.

Das ist aber stets verbunden mit der Angst, es könnte anders werden und meine Tochter könnte an der Welt scheitern.

17.11.2023 23:28 • x 5 #327


B
@Oli.
Nicht mit den Eltern .

17.11.2023 23:30 • #328


Oli
Zitat von Birga:
Nicht mit den Eltern .

Worauf beziehst Du Dich?

17.11.2023 23:32 • #329


A


Hallo Lost111,

x 4#15


B
@Oli
Warum sollte Deine Tochter an der Welt scheitern?
Sie hat tolle Eltern.

17.11.2023 23:36 • #330

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