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Partner mit Depression gehen lassen?

Silencerin
Zitat von Milla:
Hmm... wenn du dich besser fühlst, dann fahr hin.

Mein Partner kann nicht damit umgehen, wenn ich hinfahre. Er ist dann überfordert und abwehrend.

@Wusseldussel
Ich hab den Flammenwerfer angeboten, aber teelicht ist romantischer.



Aber hast du dann nicht Angst, dass ihr euch gar nicht mehr seht? Ich habe ihn day letzte mal am 22 dez gesehen und wenn ich morgen nicht hinfahren würde dann würde es immer so weiter gehen. Letzte Woche kam mal das Angebot von ihm aber er sagte wieder ab

10.01.2021 19:14 • #31


Silencerin
Zitat von Jedi:
Hallo @Silencerin


Solche Fragen mit dem Verstand versuchen zu beantworten - kann ein schlechter Ratgeber sein !
Der Grund ist, da unser Verstand immer versuchen wird, dass Für u. Wider abzuklopfen.

Von mir mal ein Tipp,
Schreib Dir den Satz einmal auch ein Blatt Papier auf,
Soll ich morgen mal zu Ihm fahren - lies ihn Dir laut vor u. spür denersten Impuls in Dir u. folge dem dann !
Wichtig wäre, diesem Impuls (man nennt es auch Baucgefühl od. Intuition) -ohne Erwartung nachzukommen !

Probier es aus u. mach damit Deine Erfahrung !
------------------------------------------------------------------------------------
Solltest Du doch fahren, dann eben ohne etwas zu erwarten !

Denn die kleine Schwester der Erwartung - heißt Enttäuschung !

LG Jedi


Danke für den Tipp

10.01.2021 19:16 • #32


A


Hallo Silencerin,

Partner mit Depression gehen lassen?

x 3#3


M
Zitat von Silencerin:


Aber hast du dann nicht Angst, dass ihr euch gar nicht mehr seht? Ich habe ihn day letzte mal am 22 dez gesehen und wenn ich morgen nicht hinfahren würde dann würde es immer so weiter gehen. Letzte Woche kam mal das Angebot von ihm aber er sagte wieder ab



Doch klar, manchmal hab ich Angst.

Aber ich vertraue ihm. Also ich glaube ihm, dass er mich liebt und mich sehen würde, wenn er könnte.
Wenn es anders wäre, würde ich mich trennen. Deshalb ist für mich hinfahren Quatsch. Will keinen Mann dem ich die Tür einrennen muss, damit er mich sehen will. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber das ist meine Einschätzung für meine Beziehung.

10.01.2021 19:17 • x 1 #33


Silencerin
Zitat von Milla:


Doch klar, manchmal hab ich Angst.

Aber ich vertraue ihm. Also ich glaube ihm, dass er mich liebt und mich sehen würde, wenn er könnte.
Wenn es anders wäre, würde ich mich trennen. Deshalb ist für mich hinfahren Quatsch. Will keinen Mann dem ich die Tür einrennen muss, damit er mich sehen will. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber das ist meine Einschätzung für meine Beziehung.


Es ist nicht so dass er mich dann nicht reinpasst. Schon gar nicht wenn mein Sohn dabei ist, aber er kommt ja quasi frisch von der Arbeit und hat dann quasi uns an der Backe. Er hatte zwischen den Jahren Urlaub und viel Zeit den Tod seiner Mutter aufzuarbeiten. Das hat ihn kaputt gemacht sagt er. Am liebsten wäre er arbeiten gegangen. Deswegen hoffe ich ist er besser drauf, wenn er das morgen wieder tun kann.

Ich entscheide das wirklich irgendwie morgen aus dem Bauch heraus.

10.01.2021 19:27 • #34


E
Ich habe mir jetzt hier alle Beiträge durchgelesen und würde mich gerne
mal dazu äussern. Nicht in dem Bezug das mein Partner Depressionen hat und wie sehr ich darunter leider,
sondern das ich Depressionen habe und mein Mann sehr unter mir zu leiden hat. Ich möchte schreiben,um
dir vielleicht ein bisschen nahe zu bringen, was in deinem Partner vorgehen könnte.

Zum einen leide ich selbst extrem unter mich selbst und meinem dasein. Ich selbst hasse mich teilweise dafür,
so wie ich in meiner Depression bin. Mein Verhalten zu meinem Mann, mit dem ich nun seit 21 Jahren verheiratet bin,
es gleicht während meiner Depression nicht im geringsten einer liebenden Frau, sondern einer hysterischen , verletzenden
und agressiven Frau. In der Depression bin ich so tief unten, im Selbsthass, in Abneignug zu mir selbst das ich
sehr sehr verletzend werde. Mit Worten , niedermachen....

Warum ich das mache ? Ich habe in depressivfreier Zeit mal nachgedacht, über mich und meinen nicht tragbaren
Verhalten gegenüber meines Mannes. Und ehrlich gesagt kam ich zu dem Entschluss ;
Ich ertrage mich selbst nicht -ich möchte nicht mit mir zusammenleben. Es kann nicht sein, das mein Mann Lust darauf
hat, mit mir, einer so schlimmen und verletzenden Frau zusammenzuleben. Ich mache all diese Dinge in der Hoffnung
das er mich verlässt. Doch er verlässt mich einfach nicht. Nein - er bleibt bei mir, steht zu mir, obwohl ich ihm weh tue.
Er hat das gar schon selbst gespürt und sagte zu mir ;
Ich habe das Gefühl du willst mich loswerden, das ich gehe. Aber den Gefallen tue ich dir nicht.
Erst macht es mich wütend, danach geht es mir so sehr zu Herzen das ich weine. Weine aus Verzweiflung.

Warum ich in der Zeit meiner Depression will das er mich verlässt ?
Damit ich ihm nicht verletzte, damit er glücklich ist, damit er wieder aufatmen kann.

In Zeiten wo es mir gut geht, sage ich ihm immer wieder wie sehr ich ihn liebe. Wie dankbar ich ihm bin ,
das er an meiner Seite ist, das er für mich der wertvollste Mensch in meinem Leben ist. Das er mich auch in schweren
Zeiten, schweren Krankheiten die ich hatte , er mich niemals im Stich gelassen hat. Ich sage ihm dann auch, das
ich in meiner Depression nicht ich selbst bin. Das ich gegen mich selbst und mit mir selbst kämpfe.

Er hat mir auch gesagt, das er mich liebt und ich schon sehr viel für ihn getan habe und ihm unterstützt habe.
Wenn es mir gut geht bin ich ein völlig anderer Mensch ; liebevoll-hilfsbereit-verständnissvoll.
Aber, er hat mir auch gesagt, das er nicht weiß ob er mir glauben kann, wenn ich ihm sage , das ich ihn liebe und kurze Zeit später behandele ich ihn wieder so abfällig. Das verstehe ich, würde ich ihm das auch nicht glauben können wäre
er zu mir, wie ich zu ihm.

Vielleicht ist es falsch von mir, meinen Beitrag hier einzusetzen, wo es um die Frage zum bleiben oder gehen zu deinem
Partner geht. Aber ich wollte nur einen Anstoß geben, wie es vielleicht innerlich bei deinem Partner, mit seinen Gefühlen
und seinem Verhalten zu dir aussehen könnte. Eine Depression ist für beide Seiten in einer Partnerschaft sehr schwierig.
Erst recht wenn der Liebende von seinem depressiven Partner das Leben schwer gemacht bekommt.

Gut, mein Mann und ich sind 21 Jahre verheiratet und das bindet und festigt auch irgendwo,sowie Kate schrieb.

Aber ich weiß nicht wie ich handeln würde, wäre ich in deiner Situation.Wäre ich selbst nicht von Depressionen
betroffen, aber meine große Liebe, den ich erst seit wenigen Monaten kenne. Auf einer Seite würde ich mir wohl
gründlich überlegen ob ich mir das alles antun will, seine Launen,seine Verletzungen. Oder, ob ich ihn so sehr liebe,
das ich hinter ihm stehe und bleibe. Es ist schwierig einen guten Rat zu geben.

Nur solltest du in dich gehen, nachdenken was du möchtest, wie du zu diesem Mann stehst und ob er es wert ist,
dich immer wieder zu verletzen. Gar wenn er es nicht absichtlich macht, sondern seine Depression.
Aber es ist extrem wichtig , das du nicht unter dieser Beziehung leidest und letzendlich selbst krank wirst.

Entschuldigung für meinen langen Beitrag.

Smilie67

10.01.2021 21:10 • x 7 #35


Silencerin
Zitat von Smilie67:
Ich habe mir jetzt hier alle Beiträge durchgelesen und würde mich gerne
mal dazu äussern. Nicht in dem Bezug das mein Partner Depressionen hat und wie sehr ich darunter leider,
sondern das ich Depressionen habe und mein Mann sehr unter mir zu leiden hat. Ich möchte schreiben,um
dir vielleicht ein bisschen nahe zu bringen, was in deinem Partner vorgehen könnte.

Zum einen leide ich selbst extrem unter mich selbst und meinem dasein. Ich selbst hasse mich teilweise dafür,
so wie ich in meiner Depression bin. Mein Verhalten zu meinem Mann, mit dem ich nun seit 21 Jahren verheiratet bin,
es gleicht während meiner Depression nicht im geringsten einer liebenden Frau, sondern einer hysterischen , verletzenden
und agressiven Frau. In der Depression bin ich so tief unten, im Selbsthass, in Abneignug zu mir selbst das ich
sehr sehr verletzend werde. Mit Worten , niedermachen....

Warum ich das mache ? Ich habe in depressivfreier Zeit mal nachgedacht, über mich und meinen nicht tragbaren
Verhalten gegenüber meines Mannes. Und ehrlich gesagt kam ich zu dem Entschluss ;
Ich ertrage mich selbst nicht -ich möchte nicht mit mir zusammenleben. Es kann nicht sein, das mein Mann Lust darauf
hat, mit mir, einer so schlimmen und verletzenden Frau zusammenzuleben. Ich mache all diese Dinge in der Hoffnung
das er mich verlässt. Doch er verlässt mich einfach nicht. Nein - er bleibt bei mir, steht zu mir, obwohl ich ihm weh tue.
Er hat das gar schon selbst gespürt und sagte zu mir ;
Ich habe das Gefühl du willst mich loswerden, das ich gehe. Aber den Gefallen tue ich dir nicht.
Erst macht es mich wütend, danach geht es mir so sehr zu Herzen das ich weine. Weine aus Verzweiflung.

Warum ich in der Zeit meiner Depression will das er mich verlässt ?
Damit ich ihm nicht verletzte, damit er glücklich ist, damit er wieder aufatmen kann.

In Zeiten wo es mir gut geht, sage ich ihm immer wieder wie sehr ich ihn liebe. Wie dankbar ich ihm bin ,
das er an meiner Seite ist, das er für mich der wertvollste Mensch in meinem Leben ist. Das er mich auch in schweren
Zeiten, schweren Krankheiten die ich hatte , er mich niemals im Stich gelassen hat. Ich sage ihm dann auch, das
ich in meiner Depression nicht ich selbst bin. Das ich gegen mich selbst und mit mir selbst kämpfe.

Er hat mir auch gesagt, das er mich liebt und ich schon sehr viel für ihn getan habe und ihm unterstützt habe.
Wenn es mir gut geht bin ich ein völlig anderer Mensch ; liebevoll-hilfsbereit-verständnissvoll.
Aber, er hat mir auch gesagt, das er nicht weiß ob er mir glauben kann, wenn ich ihm sage , das ich ihn liebe und kurze Zeit später behandele ich ihn wieder so abfällig. Das verstehe ich, würde ich ihm das auch nicht glauben können wäre
er zu mir, wie ich zu ihm.

Vielleicht ist es falsch von mir, meinen Beitrag hier einzusetzen, wo es um die Frage zum bleiben oder gehen zu deinem
Partner geht. Aber ich wollte nur einen Anstoß geben, wie es vielleicht innerlich bei deinem Partner, mit seinen Gefühlen
und seinem Verhalten zu dir aussehen könnte. Eine Depression ist für beide Seiten in einer Partnerschaft sehr schwierig.
Erst recht wenn der Liebende von seinem depressiven Partner das Leben schwer gemacht bekommt.

Gut, mein Mann und ich sind 21 Jahre verheiratet und das bindet und festigt auch irgendwo,sowie Kate schrieb.

Aber ich weiß nicht wie ich handeln würde, wäre ich in deiner Situation.Wäre ich selbst nicht von Depressionen
betroffen, aber meine große Liebe, den ich erst seit wenigen Monaten kenne. Auf einer Seite würde ich mir wohl
gründlich überlegen ob ich mir das alles antun will, seine Launen,seine Verletzungen. Oder, ob ich ihn so sehr liebe,
das ich hinter ihm stehe und bleibe. Es ist schwierig einen guten Rat zu geben.

Nur solltest du in dich gehen, nachdenken was du möchtest, wie du zu diesem Mann stehst und ob er es wert ist,
dich immer wieder zu verletzen. Gar wenn er es nicht absichtlich macht, sondern seine Depression.
Aber es ist extrem wichtig , das du nicht unter dieser Beziehung leidest und letzendlich selbst krank wirst.

Entschuldigung für meinen langen Beitrag.

Smilie67


Vielen Dank für deine offenen Worte.
Ich sage oder bzw habe ihm oft gesagt, dass so lange er mich noch liebt, nicht aufgeben werde. Ich setze viel Hoffnung in die nächsten Wochen, wenn auch die Tage wieder länger werden. Das ist dann wie eine Art ich muss das jetzt noch durchhalten aber was ist bei der nächsten Depression...was dann?!
Glücklich bin ich nicht mit allem. Ich zerreißen noch von kleinen Gesten aber in der Summe bleibt nicht viel. ..
Wie gesagt ich entscheide es morgen spontan zu ihm zu fahren...
Wie hättest du es empfunden, wenn plötzlich jemand vor deiner Tür steht, so wie ich es vorhabe?

10.01.2021 21:46 • x 2 #36


C
Liebe Smilie67,

ich möchte dir danken für den Einblick in dein Inneres! Es ist wundervoll, dass du deine Gefühlswelt, deine Sichtweise und Erfahrungen mit uns teilst. Dein Post hat mich sehr bewegt und einmal mehr zum Nachdenken gebracht....Auch wenn wir - heißt auch ich - natürlich immer bedenken müssen, dass unsere Partner ihre Depressionen auch anders erleben und empfinden können. Dennoch hilft es sehr, überhaupt einen Eindruck davon zu bekommen, wie es sein kann.
Ich würde gerade gerne noch so viel mehr schreiben, aber ich bin gerade erschöpft und durcheinander. Daher erst einmal so viel: Danke!

LG -Cat-

10.01.2021 21:52 • x 3 #37


M
@Smilie67

Auch von mir danke.
Es ist selten, dass wir nicht betroffenen die Sicht eines betroffenen erfahren.

Kennst du auch Phasen in denen du keinen Kontakt mit deinem Partner wolltest?

10.01.2021 21:59 • x 1 #38


E
Zitat von Silencerin:
Vielen Dank für deine offenen Worte.


Gerne, vielleicht kannst du ja etwas mit meinem Beitrag anfangen.

Zitat von Silencerin:
Wie hättest du es empfunden, wenn plötzlich jemand vor deiner Tür steht, so wie ich es vorhabe?


Gute Frage-jenachdem wie ich in dem Augenblick, an diesem Tag drauf wäre.
Da Menschen aber alle unterschiedlich sind und jeder anders reagiert ,ist deine Frage wirklich nur zu beantworten
wie ich regieren würde, nicht dein Partner.

Also ich wäre schon genervt da du meine Bitte nicht akzeptierst, aber gleichzeitig würde ich mich innerlich
freuen das du gekommen bist. . Denn es würde mir ja zeigen,das du trotzt aller Probleme zu mir stehst.
Auch wenn ich dir meine Freude aber auf keinen Fall zeigen würde.Eher würde ich versuchen ,dich wütend auf mich
zu machen, damit du wieder gehst.

Tja, für einen aussenstehenden ganz schwer zu verstehen. Ist ja auch nicht gerade leicht.

Aber wie gesagt, du kannst nicht von meiner Reaktion auf die deines Partners schließen.

Schlaf eine Nacht drüber und dann entscheide nach deinem Gefühl.

Lg. Smilie67

10.01.2021 22:04 • #39


Jedi
@Silencerin

Zuerst möchte ich hier einmal Grundsätzlich sagen, dass eine Depression heilbar ist !
Zumindestens kann man lernen, mit der Depressions-Erkrankung zu leben, damit umzugehen !
Wichtig dabe ist, eine vollständige Diagnose, um Auszushließen, dass sich noch ein weiteres psychisches Leiden
sich in der Depression verbirgt.
Dann können sehr gut Antidepressiva helfen u. eine, nach der entsprechenden Diagnosestellung,
ausgerichtete Psychotherapie !
Die Therpiesitzungen können unterschiedlich lang ausgedehnt werden, dass ergibt sich durch die Feststellung des
Therapeuten.
Auch kann es durchaus vorkommen, dass im zeitlichen Abstand, immer mal wieder eine therapeutische Begleitung
nötig werden kann - dies wäre nicht ungewöhlich !
Wichtig aus meiner Erfahrung heraus, ist es wichtig, dass der Betroffene früh sich professionelle Hife sucht.
Je eher der Betroffene Hilfe bekommt u. annimmt, umso eher die Chance, dass eine Beziehung/ Ehe an eine Depression
nicht zu zerbrechen braucht !
- (Vorrausgesetzt, dass voher nicht schon diese Beziehung od. Ehe, nicht mehr auf festen Fundament stand) -
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Leider kommt es oft zu einem Kontaktabbruch oder eine Beziehung/ Ehe zerbricht, wenn der Betroffene sich zu Spät,
um die nötige Hilfe kümmert - versucht sich selbst irgendwie zu heilen oder eine Therapie ablehnt, bzw. Vorzeitig abbricht.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Zitat von Smilie67:
Auf einer Seite würde ich mir wohl
gründlich überlegen ob ich mir das alles antun will, seine Launen,seine Verletzungen.

Eine wichtige Überlegung u. die zielt ganz alleindarauf, wie der Nicht-Betroffene sich selbst stabil u. gefestigt
empfindet, um auch wenn nötig, die entsprechenden Konsequenzen frühzeitig für sich selbst zu ziehen !
Selbstfürsorge gewinnt in einer solch schwierigen Lebensphase eine hohe Bedeutung
-----------------------
Zitat von Smilie67:
Nur solltest du in dich gehen, nachdenken was du möchtest,
Ein ganz wichtiger Aspekt, den @Smilie67 hier anspricht.
wie du zu diesem Mann stehst
Wäre ein Kriterium.
und
ob er es wert ist,
Besser noch, ob Du es Dir wert bist !
Welchen Wert Du Dir in der Beziehung selbst gibst !

----------------------------------------------------------------------------------------
Zitat von Smilie67:
letzendlich selbst krank wirst.

Eben, nicht selbst erkrankst, weil es nicht selten ist, dass man mit dem Betroffenen ins gleiche Boot einsteigt u.
evtl. mit ihm zusammen auch untergehen kann !
(Wäre so, wie ein Co-Abhängiger Partner eines an Alk-..krankten)

Upps auch einwenig Ausführlicher geworden, wie von mir beabsichtigt war - Sorry -

11.01.2021 13:42 • x 4 #40


E
Zitat von -Cat-:
Liebe Smilie67,

ich möchte dir danken für den Einblick in dein Inneres! Es ist wundervoll, dass du deine Gefühlswelt, deine Sichtweise und Erfahrungen mit uns teilst. Dein Post hat mich sehr bewegt und einmal mehr zum Nachdenken gebracht....Auch wenn wir - heißt auch ich - natürlich immer bedenken müssen, dass unsere Partner ihre Depressionen auch anders erleben und empfinden können. Dennoch hilft es sehr, überhaupt einen Eindruck davon zu bekommen, wie es sein kann.
Ich würde gerade gerne noch so viel mehr schreiben, aber ich bin gerade erschöpft und durcheinander. Daher erst einmal so viel: Danke


Nicht zu danken Cat.
Ich wusste ja gar nicht ob mein Beitrag hier in diesem Thread hineingehört. Aber ich wollte dann doch einfach mal
schreiben wie es sich bei mir während einer Depression anfühlt, wie es mir dabei geht. Irgendwie dachte ich mir,das
Silencerin - und gegebenfalls auch andere Angehörige von Betroffenen , evtl. etwas davon für sich mitnehmen können.

Obwohl nicht jeder Depressive Mensch seine depressive Phase so erlebt wie ich.
Gleichheit wird es bei den ein oder anderen geben, aber viele unterschiedliche Formen sind in einer Depression
möglich.

@Milla
Zitat:
@Smilie67
Auch von mir danke.
Es ist selten, dass wir nicht betroffenen die Sicht eines betroffenen erfahren.
Kennst du auch Phasen in denen du keinen Kontakt mit deinem Partner wolltest?


Zu deiner Frage Milla, ja die gab es und gibt es immer wieder mal. Nur wenn man verheiratet ist, gemeinsam einen Haushalt hat,
da kann man den Kontakt nicht so leicht abbrechen. Ich versuche mich dann häufig zurückzuziehen,wobei mein Mann trotzdem
hinter mir herläuft um hinter verschlossener Tür auf mich einzureden. Oder ich rede nicht mehr mit ihm und bleib tagelang sturr.

Lg. Smilie67

11.01.2021 16:36 • x 2 #41


R
Liebe Silencerin,
ich hab mich hier mal eingelesen und hab mir jetzt noch mal deinen Anfanfstext durchgelesen und dabei sind mir ein paar Dinge aufgefallen:
Er hat dir gesagt dass er die Depression im Griff hätte als ihr euch kennen gelernt habt. Erst später hast du verstanden, dass er schon 17 Jahre darunter leidet. Er hat dir also was seine Depressionen betrifft nicht die Wahrheit gesagt und das ist dir gegenüber nicht fair.
Er hat dir scheinbar auch nicht gesagt dass er mit seine Mutter und derern Lebensgefährten zusammen in einer Wohnung wohnt. Das hast du scheinbar erst nach dem Tod seiner Mutter erfahren.
Wenn ich es richtig verstanden habe erlaubt die Depression ihm nicht eine Beziehung zu führen und das ist sehr problematisch für dich und deinen Sohn.
Die Arbeit scheint bei ihm an erster Stelle zu stehen und er geht ja auch arbeiten obwohl es ihm gar nicht gut geht. Er brauch seine ganze Kraft für die Arbeit, ein bischen Zocken mit Freunden und dann wieder hinlegen, dass er die Kraft für den nächsten Tag hat, für die Arbeit.
Ich frage mich wo du bleibst, tut mir leid das schreiben zu müssen, aber du hast da keinen Platz mehr. Und du musst dir darüber bewusst sein, dass das immer so ablaufen wird wenn er in der Depression ist. Leider geht er auch mit seinen Medikamenten nicht gut um, denn sie mal höher und dann mal wieder niedriger zu nehmen ohne mit eienem Arzt darüber gesprochen zu haben ist nicht gut.
Er leidet schon 17 Jahre an dieser Erkrankung, d.h. dass sie auch immer wieder ausbrechen wird. Ja, er hat und das ist ja auch schön und gut so, Phasen in denen es ihm gut geht, aber dann auch Phasen in denen es ihm nicht gut geht.
Ich war vor meiner Erkrankung mit einem Mann zusammen der litt unter Depressionen, er hat offen mit mir über seine Erkrankung gesprochen, aber ich hab sie zu dem Zeitpunkt nicht verstehen können. Ich dachte immer nur er will nicht, denn er wollte oft nicht weg gehen und wenn ja nicht lange. Er musste sich viel ausruhen um auch wieder Kraft für seine Arbeit zu haben und er wollte mich oft nicht sehen, weil er einfach seine Ruhe brauchte.
Ich habe mich dann gegen ihn entschieden was sehr schlimm für ihn war und es hat mir auch leid getan weil ich ihn gern hatte. Aber mir ist während der Zeit in der wir zusammen waren bewusst geworden dass ich so nicht auf Dauer leben kann.
Liebe Grüße, Robbe
I

12.01.2021 11:47 • x 2 #42


O
Zitat von Kate:
Na zum Beispiel wie er sich das mit Euch vorstellt. Und dieses, ich bin es nicht wert sind Floskeln, er soll Klartext sprechen. Sag ihm was Du für ihn empfindest und ob er es auch so sieht und dann macht Pläne für Treffen unabhängig davon wie er sich fühlt. Das zwingt ihn auch das Haus zu verlassen und ändert seine Perspektive. Fordere ihn mehr. Rumliegen ist nicht förderlich.


Ooooh Goooott!
Das wäre für mich als die depressive Partnerin die Hölle gewesen.
Klartext sprechen, wo man gar nichts mehr weiß und fühlt.
Ein Treffen planen, wo duschen, aufstehen, essen und das Leben selbst schon als unüberwindbare Hürden scheinen.
Zwingen das Haus zu verlassen, wo einen die eigenen Zustände (Änste, Überforderung) in die Knie zwingen.
Zusätzliche Forderungen, wo man eh schon in der totalen Überforderung steckt.

Meiner Meinung nach: definitiv nein!

12.01.2021 13:47 • x 5 #43


M
Zitat von ohneFunktion:

Ooooh Goooott!
Das wäre für mich als die depressive Partnerin die Hölle gewesen.
Klartext sprechen, wo man gar nichts mehr weiß und fühlt.
Ein Treffen planen, wo duschen, aufstehen, essen und das Leben selbst schon als unüberwindbare Hürden scheinen.
Zwingen das Haus zu verlassen, wo einen die eigenen Zustände (Änste, Überforderung) in die Knie zwingen.
Zusätzliche Forderungen, wo man eh schon in der totalen Überforderung steckt.

Meiner Meinung nach: definitiv nein!


Danke für den Einblick in dein Seelenleben.
Darf ich fragen, was du dir gewünscht hättest vom Partner?
Wir Angehörige möchten gerne beistehen und nicht helfen (das können wir nicht), aber tunlichst nicht noch Dinge schlimmer machen.

Das interessiert bestimmt die Fragestellerin auch.

12.01.2021 13:50 • x 2 #44


A


Hallo Silencerin,

x 4#15


O
Ich habe es, denke ich an anderer Stelle bereits beschrieben unter dem Thema Wie gehe ich richtig mit meinem depressiven Partner um?.

Es war jedenfalls damals (2011/12) so, dass ich gar nicht hätte sagen können, was mein Partner richtig machen kann.
Damals war alles zu viel. Schon wenn er mich gefragt hat, was ich essen möchte...
Da waren keine Gefühle mehr, die totale innere Unruhe und nur noch Angst.

Was sich im Nachhinein für mich als richtig heraus gestellt hat, war, dass er weiter sein Leben gelebt hat und nicht versucht hat mit mir mitzuleiden. Er hat keine Forderungen an mich gestellt und hat mir trotzdem zugehört. Mit Sicherheit war er damals sehr belastet und die Zeit hat auch Spuren bei ihm hinterlassen, aber während meiner Episode hat er weitergelebt und mir nicht das Gefühl gegeben, dass ich für ihn irgendeine Verantwortung trage (diesen Druck habe ich mir schon ganz alleine gemacht).

Bestimmt ist das nicht des Rätsels Lösung, aber in unserem Fall hat die Beziehung gehalten.
Und darüber bin ich sehr froh!

Also, alles was Druck abbaut befinde ich als hilfreich. Was derjenige allerdings als Druck empfindet ist eine ganz andere Frage...

12.01.2021 14:12 • x 4 #45

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