Milla
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Zitat von ohneFunktion:Ich habe es, denke ich an anderer Stelle bereits beschrieben unter dem Thema Wie gehe ich richtig mit meinem depressiven Partner um?.
Es war jedenfalls damals (2011/12) so, dass ich gar nicht hätte sagen können, was mein Partner richtig machen kann.
Damals war alles zu viel. Schon wenn er mich gefragt hat, was ich essen möchte...
Da waren keine Gefühle mehr, die totale innere Unruhe und nur noch Angst.
Was sich im Nachhinein für mich als richtig heraus gestellt hat, war, dass er weiter sein Leben gelebt hat und nicht versucht hat mit mir mitzuleiden. Er hat keine Forderungen an mich gestellt und hat mir trotzdem zugehört. Mit Sicherheit war er damals sehr belastet und die Zeit hat auch Spuren bei ihm hinterlassen, aber während meiner Episode hat er weitergelebt und mir nicht das Gefühl gegeben, dass ich für ihn irgendeine Verantwortung trage (diesen Druck habe ich mir schon ganz alleine gemacht).
Bestimmt ist das nicht des Rätsels Lösung, aber in unserem Fall hat die Beziehung gehalten.
Und darüber bin ich sehr froh!
Also, alles was Druck abbaut befinde ich als hilfreich. Was derjenige allerdings als Druck empfindet ist eine ganz andere Frage...
Vielen herzlichen Dank.
Klingt vernünftig und freut mich, dass ihr es geschafft habt.