Zitat von MelodieSyren:Dann habe ich bestimmt ein dreiviertel Jahr bis Jahr Venaflaxin 37,5 genommen, bis Ende letzten Jahres, da es dort mit meiner Psyche immer mehr bergab ging.
Hallo @melodiesyren, das war nur eine sehr niedrigere Einstiegsdosierung, die vermutlich zu niedrig für dich war, um etwas zu bewirken, denn dein Arzt erhöhte ja dann auch. Hat dein Arzt gesagt, warum er nicht von Venlafaxin 37,5 mg auf jeden Fall nach ca 2 Wochen o.ä. auf 75 mg hochdosiert hat.
Hat er das begründet? Vielleicht gibt es bei dir spezielle ärztliche Gründe dafür?
Generell: Nimmst du Venlafaxin retard, so dass sich über 24 Stunden die Wirkstoffe im Blut erhalten?
Zitat von MelodieSyren:Im Dezember wurde ich dann auf 150 mg hochgestuft. Das half so ca. 2 oder 3 Tage danach war die Wirkung quasi futsch.
Von Venlafaxin 37,5 mg auf 150mg hochzudosieren ist nach langer zu niedriger Dosierung ein großer Schritt.
Bei Antidepressiva wie diesen ist es ja sowieso schon so, dass sich in der Eingewöhnungszeit an eine neue Dosierung der ersten 2 Wochen oder sogar noch etwas länger höchstens nur ein Teil der Wirkung zeigt, oft verbessert sich als erstes der Antrieb. Die Stimmung verbessert sich oft erst nach einigen Wochen, wenn das Medikament im Blut einen Spiegel aufgebaut hat.
Bis das soweit ist, verstärken sich die depressiven Symptome oft sogar noch, das ist eine Eingewöhnungs-Nebenwirkung, die auch immer wieder in den Beipackzetteln erwähnt wird. Weitere Nebenwirkungen können in diesen Eingewöhnungswochen dazu kommen. Solange geht es dir also normalerweise noch nicht besser, manchmal sogar eher etwas schlechter, darum ja auch immer die Wichtigkeit der ärztlichen Begleitung wie es im Beipackzettel steht.
Eine so große Höherdosierung von mehr als 75mg verstärkt dies ja nochmal und ob es dann nicht überdosiert ist, fragt sich auch noch. Venlafaxin ist ein starkes Medikament.
Was erklärte dein Arzt dazu? Ist es dein Hausarzt? Dann bitte geh zu einem Facharzt. Und falls du bei einem Facharzt bist, dann frage ihn genau, warum er wie vorgeht.
Zitat von MelodieSyren: Anfang Februar wurde ich dann auf 225 mg weiter hochgesetzt. Das nehme ich jetzt denke ich ca. 2 Wochen.
Ich habe aber nach wie vor nicht das Gefühl dass mein Zustand besser wird. Eher immer schlimmer.
Ich leide im Moment an starken Depressionen und absoluter Antriebslosigkeit. Denkt ihr es ist sinnvoll die Dosis noch weiter zu steigern? Oder sollte ich eher wechseln? Ich bin echt am verzweifeln weil es nix zu bringen scheint.
Eine Höherdosierung von 150 mg auf 225 mg braucht länger Zeit als 2 Wochen um zu wirken, bis der Spiegel aufgebaut ist. Solange, leider, geht es einem oft noch nicht besser, manchmal sogar wegen der Eingewöhnungsnebenwirkungen etwas schlechter.
Nach 4 Wochen kannst du da klarer sehen.
Wenn es dir allerdings richtig schlecht geht, bitte gehe sofort zum Arzt, das muss er wissen, denn die medikamentöse Einstellung muss gut ärztlich begleitet werden, manchmal sogar in der Klinik.Ich habe schon bei schwerer Depression eine höhere Dosierung gebraucht als 225 mg verordnet bekommen. Aber auch eine Überdosierung zeigte ähnliche Anzeichen wie eine zu geringe Dosierung. Das muss dein Arzt genau beobachten und begleiten.
Danach erst kann er sagen, ob es evtl. für dich ein besser wirksames Medikament gäbe. Das ist individuell unterschiedlich und hängt auch ggfs. damit zusammen, ob man noch weitere andere Medikamente nimmt.
Leider braucht es manchmal seine schwierige längere Zeit, die richtige Dosierung und das beste Medikament rauszufinden, war bei mir auch so.
Hoffentlich geht´s dir bald besser. Und quäle dich nicht, sondern gehe zum Arzt, wenn es dir zu schlecht geht.
Liebe Grüße! maya