Offenbar scheinst du ja genau zu wissen, was das Beste ist @auferstehung.
Ich war fast vier Jahre wegen eines Entwicklungstraumas in einer analytischen Therapie. Ich hab in dieser Zeit weitestgehend meine Panikattacken und einige andere Dinge in den Griff bekommen. Vieles aber auch nicht. Vor vier Monaten wurde ich wegen einer akuten Erschöpfungsdepression krank geschrieben, an der maßgeblich meine derzeitige Arbeit Schuld war. Zu Beginn dieser vier Monate ging gar nichts mehr. Und da hab ich mich für die Klinik angemeldet. Mittlerweile bin ich nicht mehr erschöpft und nur noch leicht depressiv. Es bleiben aber Ängste, massive psychosomatische Beschwerden und Verhaltensweisen, die dazu beigetragen haben, es überhaupt erst bis zu einer Erschöpfungsdepression kommen zu lassen.
Also finde ich es durchaus verständlich, dass ich sowohl auf keinen Fall in meine alte Arbeit zurück will (deshalb das Vorstellungsgespräch), als auch dass ich in die Klinik gehen möchte, um an den Dingen zu arbeiten, die mich immer noch von einem normalen Leben abhalten und bei denen ich in der ambulanten Therapie nicht mehr weiterkomme. Oder hast du eine andere Idee?
Ich würde lieber nicht so pauschal über Situationen urteilen, die du nicht kennst.
16.02.2020 12:05 •
x 2 #19