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Regelmäßig duschen bei psychischen Erkrankungen für Minimalisten

Ylva
@djamila Noch einmal DANKE für deinen Beitrag! Es muss sehr schlimm für dich gewesen sein - ich denke vor allem als Kind und als Jugendliche / junge Frau - mit Schuppenflechte zu leben. Noch dazu, weil nicht einmal deine Mutter dir dabei den Rücken gestärkt hat.
Und ganz was anderes: Du hast sooo schön bunt geschrieben!

23.04.2020 08:31 • x 2 #76


djamila
Liebe @Ylva Jepp ich liebe Bunt einfach , irgendwie sin alle Farben auf Ihre weise schön . Jetzt muss ich machen Paulchen ruft ! bmach das beste aus dem Sonnigen Tag !

Djamila

23.04.2020 10:39 • x 2 #77


A


Hallo maya60,

Regelmäßig duschen bei psychischen Erkrankungen für Minimalisten

x 3#3


maya60
Liebe Djamila, ich habe ja bewusst diese Minimalisten-Vorgehensweise gewählt, damit ich diese ganze Körperpflege-Depressions-Symptomatik in ein Erfolgserlebnis ummünzen kann.
Dabei ist doch völlig klar, dass jetzt in einer Extrabelastungszeit wie sie die Welt noch nicht gesehen hat, dieser Punkt eben noch minimalistischer ausfällt, wenn dazu die Kraft und der Antrieb fehlen.

Gar nicht drüber nachdenken, bis dir die Tränen kommen, sondern immer dran denken, zur Jugendzeit meines Opas wurde im Frühjahr die winterliche Unterhose untergepflügt als Dünger. Und mein Opa wurde steinalt.
O-Ton mein Opa: Das muss ja ein schönes Schwein sein, wer sich jeden Tag waschen muss.

Wenn man wie wir gar keine Zusatzbelastung verträgt, dann gehört zu meinem Minimalismus-Konzept, dass für jede neue Belastung eine andere fallen gelassen wird!
Wenn du jetzt Paulchen dauernd an der Backe hast, dann lasse andere Dinge einfach sein. Du wirst sehen, dass die Welt nicht untergeht.

Z.B. habe ich heute mal wieder das Gäste-WC geputzt - nach M o n a t e n! Vorher habe ich einfach neuralgische Ecken mit Baby-Feuchttüchern zwischengereinigt - Wisch und Weg!

Und dass es bei mir 15 Jahre nie geputzte Fenster gibt, durch die ich noch immer prima durchgucken kann, weißt du ja schon!

Millionen von Menschen, Depressive und Normalos mit Doppelbelastungen denken, sie sind die einzigen, die außen HUI und innen PFUI sind! Stimmt aber gar nicht, sie sind es nicht mal, denk an die Geschichte von meinem Opa!

Liebe Grüße! maya

23.04.2020 14:59 • x 4 #78


Giraffe
Liebe Maya, danke für deinen Beitrag! Ich habe immer wahnsinnig schlechtes Gewissen wenn ich nicht alles, eben auch das duschen, so regelmäßig wie früher schaffe. Ich werde an die Tipps denken und mich vielleicht nicht mehr so schlecht fühlen.

11.06.2020 22:48 • x 1 #79


maya60
Liebe Giraffe, ja, bitte versuche das, denn es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht im Wohlbefinden, ob sich täglich Selbstvorwürfe und Schuldgefühle aufeinander häufen oder ob du verschmitzt und stolz grinst, mal wieder durch minimalistische Tricks das wirklich Wichtigste hingekriegt hast und das auch viel mehr wertschätzst bei dir selber.

Zum Beispiel, wenn es heiß ist, dann schwitze ich natürlich auch dementsprechend, öfter Duschen ist angesagt.
Das ist nicht angesagt, weil Schwitzen schmutzig macht, ich muss mich also darum gar nicht verrückt machen, wenn ich gleich wieder schwitze. Vielduscherin an einem Tag muss ich gar nicht werden.

Schwitzen kühlt Haut und Organismus, dafür ist es da. Salzig ist es auch noch, reinigt also auch noch.
Nur verträgt das meine Babyhaut nicht, das Salz, und ich habe immer Wundcreme bei mir.

Nur flippen dann an feucht-warmen Körperstellen eben auch die geruchsbildenden Bakterien aus und tanzen ihren Dufttango und daher ist auch für Minimalistinnen wie mich sommerliches fast tägliches Duschen dran.

Und wie mache ich das, damit es auch am Ende ein stolzes und verschmitztes Grinsen gibt?

Ich lasse bewusst und mit Wohltat was anderes dafür aus! YES! Staubsaugen im Sommer brauchts seltener! Wäsche fällt nur ganz leichte an, nur ein langes, weiches, luftiges Kleid am bloßen Körper im Haus, draußen nur BH und Slip dazu, habe viel davon und kann dadurch das Waschen minimieren. Und übrigens funktioniert Deo auch wirklich gegen Dufttango.

Und vor allem: Abtrocknen nach dem Duschen nur an den eh salzgeplagten Stellen. Sonst gleich n.ackt in die Ventilatorbrise oder nur Kleid überwerfen und das herrliche kühle Trocknen genießen!

So wird es noch ein Gefühl von Sommer, Freiheit und Selbstgenuss!

Liebe Grüße! maya

12.06.2020 13:12 • x 6 #80


Ylva
Ich möchte hier eine Frage stellen, die auch mit Duschen, Körperpflege zu tun hat.
Wie geht es euch bei der Nagelpflege von Händen und Füßen, dem Eincremen des Körpers, dem Föhnen und dem täglichen Frisieren?
Mir fällt das nämlich genauso schwer, wie regelmäßig zu duschen.

13.06.2020 11:40 • x 4 #81


maya60
Hallo Ylva, das fällt es mir auch. Darum trage ich eine Frisur, die kein tägliches Föhnfrisieren braucht. Momentan kurz und wuschelig, vorher lang und offen, also als Bob oder Zopf.
Bei kurzem Haar reicht so das Waschen einmal wöchentlich und das Lufttrocknen, bei langem Haar machten gefärbte Strähnchen drin das Haar trocken genug, dass einmal wöchentlich Haarewaschen reichte.

Nagelpflege immer auf den letzten Drücker und unkompliziert, also kurz und unlackiert. Wenn mehr Kraft da war, auch gepflegter.

Eincremen mache ich immer so, dass ich meine Creme beim Futon stehen habe und dann beim Lesen zwischendurch das Gesicht eincreme und dann andere neuralgische Stellen zwischendurch und ungeplant. Das klappt ohne Nachdenken.

Liebe Grüße! maya

13.06.2020 13:24 • x 3 #82


Dani82a
Auch mir fällt das alles schwer...
Das Eincremen ganz besonders.
Haare sind trocken und daher reicht 1x die Woche.
Nägel habe ich mir früher immer machen lassen und gern jeden Tag eine andere Farbe aufgetragen.
Mittlerweile auch nur kurz und unlackiert.

13.06.2020 13:34 • x 3 #83


Irgendeine
Zitat von Ylva:
Ich möchte hier eine Frage stellen, die auch mit Duschen, Körperpflege zu tun hat.
Wie geht es euch bei der Nagelpflege von Händen und Füßen, dem Eincremen des Körpers, dem Föhnen und dem täglichen Frisieren?
Mir fällt das nämlich genauso schwer, wie regelmäßig zu duschen.

Duschen und Haare waschen alle 2-3 Tage (wenn ich stark schwitze natürlich öfters).
Eincrèmen muss ich mich spätestens nach jedem Duschen, weil meine Haut sehr trocken ist und es mich sonst überall juckt. Haare lasse ich i.d.R. lufttrocknen, außer wenn es mal schnell gehen muss.
Frisur besteht i.d.R. aus einem Zopf oder Dutt.
Ich tue morgens etwas Crème und Puder ins Gesicht und wasch das abends mit einem Waschlappen ab.
Nagelpflege wenn nötig. Dauert bei mir max. 5 Min.

Also insgesamt dauert die tägliche Körperpflege (an nicht-Dusch-Tagen) bei mir max. 15 Min. Wenn überhaupt.

Schwer fällt mir alles, was mit Körper anfassen zu tun hat.

13.06.2020 13:38 • x 3 #84


Giraffe
Hallo Ylva, früher hatte ich mir die Nägel machen lassen oder zwei mal die Woche lackiert. Mittlerweile kurz und unlackiert. Ist mir alles zu aufwendig bzw muss ich schon eine sehr gute Phase haben wenn ich das schaffe.
Wenn die Haare frisch gewaschen sind, habe ich sie gerne auf aber ansonsten nach ich nur noch einen Dud und kleiden zu ich mich auch nur noch bequem. Habe gemerkt wie wichtig es ist dass ich mich wohlfühle und deshalb ziehe ich mich jetzt viel praktischer als früher an. Vieles habe ich eh aussortiert weil ich 20kg zugenommen habe.

13.06.2020 14:13 • x 2 #85


A
Duschen: bei viel ! Kraft täglich, bei wenig Kraft 2 mal pro Woche, ansonsten Einmalwaschlappen.
Wenn ich die Dusche hinterher nicht putzen muss, fällt es mir leichter. Im Sommer haben wir in unserem blickdichten Garten eine Brause, die ich gern benutze, vor allem, wenn ich mich danach nicht abtrocknen muss. Irgendwie fällt mir das besonders schwer.
Haare sind kurz. Werden höchst selten geföhnt.
Seit ich mir wegen C* ganz oft die Hände wasche und dies mit Babybadeöl mache, sind die Hände weich und die Nägel nicht mehr rissig.
Eincremen liebe ich, daher fällt es mir nicht so schwer, mich dazu aufzuraffen.

13.06.2020 14:40 • x 3 #86


maya60
Es gibt sogar Tage des Extrem-Minimalismus(ses ), wenn nämlich der ganze Haushalt eingeschränkt ist, also Mutter, Vater und Kind und damit trotzdem die Laune gut bleibt.

An solchen Tagen kommt halt das Pizzataxi häufiger und die haben ja mittlerweile längst nicht nur Pizza.

An solchen Tagen wird auch, wenn die Mittagsgerichte vom nachbarlichen Fleischer stammen und in Steroporschalen mit den vielen Fächern geliefert werden, weder auf Umweltschutz noch Müllsortieren geachtet.

Vorhin kam ich in die Küche und im Spülbecken stapelte es sich, da alle im Haushalt maya-family angekränkelt sind. Da ich falsche Signale setze, wenn ich dann wieder selber sofort den ganzen Haushalt dirigiere (Ach, sie kann ja doch . . . . . . .zwar mit ihrem Kopf unter ihrem Arm, aber der sieht ja schon viel besser aus . . . nix da), aber natürlich dennoch das Wichtigste im Blick behalte heimlich für mein und unser Wohl, habe ich erstmal völlig extrem-minimalistisch allen Verpackungs- und Glasmüll vom Waschbecken in einen Müllbeutel verfrachtet und in unseren recht leeren Restmülleimer gepackt, denn normalerweise sortieren wir gut und routiniert Müll.
Auf dem Weg zog ich noch die lokale Werbungszeitung aus dem Postrohr und versenkte sie gleich mit im Restmüll statt im Papiermüll.

Wenn ich aber selber schlapp in der Ecke hänge und meine Männer auch und ich nicht will, dass es sich stapelt im Waschbecken, andererseits aber auch, dass wir regelmäßig und mit Leichtigkeit alle essen, die Küche hygienisch halten und den Müll entsorgen, dann wird das mal so gemacht.

Und das wird dann auch psychisch als Erfolg mit Schönheitsfehlern verbucht.

12.09.2020 12:24 • x 6 #87


maya60
so, jetzt mal eine freuden-pause auf dem sofa mit meinem geliebten schreiben!

und mir selber auf die schulter geklopft und befriedigung bewusst sich ausbreiten lassen fürs saugen!

damit nämlich für mich antriebsarme depressive minimalistisch hausarbeit als erfolg im hirn gespeichert wird, gilt es, quellen von frust und druck zu umschiffen und alle arbeitsschritte zu loben.

mir fiel gestern der küchenboden als sehr putzbedürftig auf.

nun galt es, ohne druck und erwartung meine heutige morgendliche tagesform abzuwarten, um entscheiden zu können, ob ich mich selber dranbegeben kann oder meine männer bitte, dies bald zu tun.

heute fühle ich mich etwas fitter und habe also erstmal den küchenboden gesaugt.

allein dieser arbeitsschritt samt flächefreiräumen und staubsauger bereitmachen, wird als ausreichend und erfolgreich verbucht!

dass heute ein selten fitterer sonniger und warmer tag ist, hat mich wagen lassen, dann noch das flürchen und gästebad mitzusaugen! ausnahme! denn normalerweise bin ich schwächer und sorge dafür, dass nur dieser eine zu schmutzige anblick von gestern heute in sauberkeit erstrahlt inklusive aller vor- und nachbereitungsdinge um putzwasser, feudel und gerätschaften.

das sind nämlich schon eine schöne reihe von arbeitsschritten und ist ein toller erfolg!

an was für staubbergen ich auch beim saugen links und rechts auf höheren ebenen vorbeikommen mag: ach, das mach ich doch schnell noch mit ist ein NoGo und v e r b o t e n!

Ein kleiner und feiner erfolg wird so abgesichert!

14.09.2020 10:21 • x 1 #88


Ylva
@maya60 Ich lese deine minimalistischen Beispiele immer sehr gerne und versuche diese auch in meinem Alltag umzusetzen - samt dem Verbuchen dieses kleinen Schrittes als Erfolg!

14.09.2020 10:38 • x 1 #89


A


Hallo maya60,

x 4#15


maya60
hallo @Ylva , das freut mich, denn diese arbeitsweise ist von mir erprobt und mittlerweile nicht mehr von schämen, selbstbeschimpfung und verheimlichen begleitet, sondern zusammen mit den besonderheiten meiner männer, die auch minimalistisch hausarbeiten, fest etabliert.

natürlich springt mein hirn an mal fokussierteren ausnahmetagen wie heute fix herbei mit vielen extraideen

genausoschnell springt dann aber das überreizungsgefühl an und das hat mein versprechen, mitten in jeder arbeit sofort zu stoppen, wenn es alarm schlägt.

das ist nämlich noch ein extraaspekt bei mir, allerdings erleben auch viele depressive schnelle überreizung und traumaopfer schon sowieso.

meine bei mir extreme adhs-reizoffenheit hat nämlich nie gehör gefunden und darum kann es keine leise vorwarnung, sondern nur gleich alarm, der wehtut.

wenn ich den jetzt immer sofort ernst nehme, dann hoffe ich, dass es wieder leise vorwarnung lernt oder überhaupt zum ersten mal.

schwer ist auch, dann nicht innerlich die überreizung dauernd zu belauern, um die arbeit zu beenden.

liebe grüße! maya



14.09.2020 11:23 • x 1 #90

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