So, lieber Thomas. Ich hab gelesen das Du ängstlich bist und dich so hibbelig aber gleichzeitig auch antriebslos fühlst. Das kann man auch daran ablesen wie Du Deine Beiträge verfaßt und wo Du sie alle verteilst.
Den Kommentaren der Moderatoren konntest Du auch entnehmen, daß Du sehr große Unruhe bringst und auf Ratschläge auch nicht wirklich anspringst. Das gehört alles zu Deinem Krankheitsbild, macht es allerdings auch schwierig Dir in einem Internetforum zu helfen. Was Du brauchst ist die Therapie, die Du ja bald anfängst. Allerdings mußt Du Dich zur Geduld zwingen, sonst wird dir gar nichts helfen.
Du hast mich in dem anderen Thread gefragt, was meine Quellen sind. Ich bin promovierte Neurobiologin und habe mehrere Jahre in der medizinischen Forschung gearbeitet. Das alleine sollte jetzt für Dich genügen, wird es aber sicher wieder nicht.
Rosenwurz ist ein Hauptbestandteil vieler Skandinavischer Speisen. Wenn die Pflanze so stark wirken würde, daß sie bei ausgewachsenen Depressionen (und darunter leidest Du nun mal, das ist nicht einfach nur eine momentane Verstimmung) helfen würde, dann wäre sie für gesunde Menschen toxisch, denn dann würde sich die Hirnchemie bei denen durch den Verzehr der Speisen ja auch ändern. Tut sie aber nicht.
Das ist schon mal ein Indiz für Dich, daß sie gegen eine waschechte Depression nicht helfen kann, genausowenig wie Johanniskraut und Co. - diese Mittel können unter Umständen begleiten, ergänzen, kleinere Stimmungsschwankungen so wie saisonale Mißstimmungen ausgleichen, aber gegen eine Depression sind sie machtlos.
Das hat viel mit Hirnchemie zu tun und ich will Dich damit nicht zutexten.
Du kannst Rosenwurz wie gesagt für Dich ausprobieren, aber bitte erst nach Rücksprache mit einem Arzt und erwarte auf gar keinen Fall, daß Du dann hoppla hopp über Nacht Deine Depression los bist und nicht mehr in die Therapie mußt. Das wird nicht so sein, da geb ich Dir Brief und Siegel drauf.
LG
Petra