Ohh wei, ich war doch selbst in einer Partnerschaft.
Zitat:Dein Partner ist chaotisch und bequem
Ich glaube, von Missi kam das und es passt auf mich. Ich habe damals nicht gesoffen, weil meine Frau erst lernen musste, dass ich, im Gegensatz zu meinem Vorgänger unter Alc. nicht ausfallend oder gar brutal werde.
Als sie gearbeitet hat, war es ganz selbstverständlich, daß Spülen, Saugen, Wischen, Katzenkloo machen, abends Kochen meine Aufgaben waren. Ganz schön viel Stress, für jemanden, der den halben Tag verpennt. Als ich da 1€ Job gemacht hab ging der Job bis Mittag und dann war Mittagsschlaf angesagt, denn am PC saß ich trotz früh austehen müssen bis tief in die Nacht.
Ordnung machen war nie mein Ding. Kann ich heute noch nicht und entsprechend chaotisch sieht es aus, zumal ich jetzt ja allein für mich verantwortlich bin. Frau hat den Müll gesammelt, ich hab ihn rausgeschleppt
Das ich depressiv bin, weiß ich eigentlich erst wirklich, seit mir die Medis gezeigt haben, dass ich auch am Tage funktionieren kann und auch ohne Alc. und Dro. Spaß haben und Freude empfinden kann
Dank passender Medikation schlafe ich jetzt auch nicht mehr bis in den Nachmittag hinein. Alk. brauche? ich auch nicht täglich, kann mich aber erinnern, ohne Medis bedeutend mehr gesoffen zu haben, als ich dann wieder allein gewohnt habe und noch nicht mit gezielter Medikation ausgestattet war.
Ich denke, dein Partner hat ein dickes Problem an der Backe, weil er sich mit Alk. den emotionalen Ausgleich zur eingeengten Gefühlswelt am Tage schafft, damit aber dafür sorgt, dass sein Normalzustand immer abgestumpfter wird.
Es ist keine Schande, krank zu sein, aber es ist eine Schande, nichts dagegen zu tun. Dein Freund soll sich nicht auf der Diagnose Depression ausruhen, sondern Hilfe in Anspruch nehmen.
Warst du, für dich, schon einmal bei Al Anon? Dort erhälst du das Rüstzeug aus deiner Co-Rolle herauszufallen. Meist gibt es bei Depression auch eine neurotische Komponente und letztlich ist es gleich, ob du dich in der Rolle des Co-Neurotikers, oder des Co-Alkoholikers befindest.
Du lebst für ihn, statt für dich. Das geht nicht lange gut. Entweder du machst dann einen Cut, oder du fängst selbst an zu pötten.
Hol dir Hilfe! Mach sein Problem nicht zu deinem Problem!
Liebe Grüße
Tom
Ps.: Ich habe Eltern, die mittlerweile weit über 20 Jahre trocken sind. Ich war selbst Politoxikoman. Ich lebe
mein Leben, aber mir macht so schnell keiner etwas vor