Schlafstörungen bei Depressionen - was hilft wirklich?

Y
die situation hat sich etwas entspannt.

meine mutter hat herausgefunden, dass ich zu diesem gespräch automatisch vom system der uni geladen wurde, weil ich 2 semester über der regelstudienzeit hinaus bin.

das nimmt mir viel angst. das meine mutti sich darum gekümmert hat und wie toll sie das am telefon mir erklärt hat und wie es jetzt weiter geht, ist sehr wichtig für mich.


habe jetzt keine zeit weiter auszuführen, ich muss lernen. ich lerne lerne lerne und es macht spaß !


ein freund von mir hat mal gesagt, nachdem es einem beschissen ging kommt das ausgleichsglück.

ich empfinde gerade so viel glück beim puren lernen, ich könnte die welt umarmen, hier und jetzt.

05.07.2010 14:04 • #76


Y
Die Klausur heute war gut !


Ich bin jetzt sehr müde, da ich die tage durchgelernt habe und nur wenig Schlaf hatte. Mein Kommiltone ist zweifacher Vater geworden, eineiige Zwillingsmädchen und 3 Monate zu früh. Heute hat er Fotos und Videos gezeigt und alles erzählt, das war richtig schön.

Ansonsten heute weiter lernen und ich gebe Acht auf mich, denn vollständig auf dem Damm bin ich leider noch nicht. Bin immer noch sehr gestresst, wenn ich Leute treffe, die vielen Menschen an der Uni und mit Freunden treffen ist momentan einfach nicht drin.

Die Therapeutin die ich mir ausgesucht habe, kann mich erst ab August nehmen. Solange werde ich wohl warten müssen. Denn ich fand sie am Telefon sehr sympatisch, vor allem weil sie gesagt hat, dass sie sich freut, wenn ich komme, da sie Erfahrung mit meinen Problemen hat und sie mir gerne helfen möchte. Sie ist Verhaltenstherapeuten, bei mir zwei Straßen um die Ecke und ihr Profil gefällt mir.

Heute werde ich ein wenig die Bude auf Vordermann bringen. Mein Freund hat mich zwar unterstützt jetzt die Tage, der Haushalt ist aber nahezu zsuammengebrochen... kein Teller mehr im Schrank, keine Wäsche gewaschen und die Wollmäuse in den Ecken lernen laufen.

Dann gehts auch weiter mit dem Lernen.



Ich muss mich auf mich konzentrieren.

07.07.2010 13:46 • #77


A


Hallo yahila,

Schlafstörungen bei Depressionen - was hilft wirklich?

x 3#3


M
Hallo Yahila!

Nur kurz, ich stecke selber total im Prüfungsstress: Glückwunsch zur bestandenen Prüfung!
Ich wünsch Dir weiterhin alles Liebe und Gute und denk an Dich...
Melde mich wieder ausführlicher, sobald ich Zeit dazu finde.
Bis dahin: Bleib tapfer und halt die Ohren steif!

08.07.2010 20:07 • #78


M
Hallo Yahila,

hab heute viel an Dich gedacht - wie gehts Dir?

09.07.2010 20:41 • #79


Y
Hallo liebe Medica!


Ich bedanke mich recht herzlich fuer deine Aufmerksamkeit! Mit gehts durchwachsen. Mit der Uni geht es voran. Ich denke, ich werde den Termin fuer mich entscheiden koennen, und die Pruefungen flutschen gerade.

Mein Partner ist natuerlich weiterhin depressiv und manchmal belastet es mehr, manchmal weniger. In den letzten Tagen habe ich doch sehr darueber nachgedacht, ob wir beide das gleiche wollen und die gleiche Vorstellung von unserer Beziehung haben. Leider ergibt sich kein klaerendes Gespraech, er ist momentan wieder sehr verschlossen und manchmal kommt er mir gar: Man muss nicht alles ausdiskutieren. Dann denke ich nicht mehr: Er versteht mich nicht. Ich denke dann: Er will mich nicht verstehen. Ich habe momentan ueberhaupt keine Energie, mich darum zu kuemmern und diese Konflikte zu loesen. Ich wuensche es mir sehr, dass er auf mich zukommt und das Gespraech sucht. Einmal ein Gespraech darueber beginnt, wie es um unsere Beziehung steht, welche Moeglichkeiten wir haben, wohin wir uns entwickeln koennen... Manchmal denke ich, er macht sich ueber so etwas ueberhaupt keine Gedanken. Er lebt in den Tag hinein. Unsere Beziehung ist fuer ihn selbstverstaendlich. Er fuehlt sich nicht in der Pflicht, etwas dafuer zu tun. Wenn er Fortschritte macht, dann bin ich oft enttaeuscht, dass es nur sehr kleine Schritte sind. Ich wuensche mir, dass es mehr Zeit gibt, in der es um unsere Beziehung geht, gesprochen wird, geplant wird. Aber ich finde damit kein Gehoer!

Ein Unglueck ist es fuer mich nicht, aber es stoert mich schon. Ich bin momentan sehr konzentriert auf mich, und das finde ich gut. Ich gehe das Risiko ein, dass es zur Trennung kommt, wenn ich dafuer, nicht mich selbst verliere. Mich selbst verlieren, bedeutet, es zu akzeptieren, dass nicht gesprochen wird, zu akzeptieren, dass er viel zu wenig Achtsamkeit fuer die Beziehung aufwendet, viel zu wenig Liebe ist, in den Dingen, die er tut. Es ist immer alles so sehr zu viel verlangt. Einmal den GESAMTEN Abwasch machen, statt die Haelfte stehen zu lassen (fuer mich!), einmal ans Telefon gehen, wenn meine Mutter anruft, einmal mich mit einem Blumenstrauss ueberraschen oder einen Film vorschlagen, ein Buch gemeinsam lesen, ein tiefes Gespraechsthema anfangen. Wenn ich keine Vorlage biete, dann passiert nichts. Er kann prima auf Zuege aufspringen, aber er wuerde nie eine eigene Fahrt beginnen. Ich bin in meiner Beziehung an den Punkt angelangt, meinen Partner kritisch einzuschaetzen. Und gerade jetzt, wo ich viel Redebedarf habe, verschliesst er sich. Anstatt mich von neuem von sich zu ueberzeugen.




Vielleicht liebt er mich einfach nicht genug.


Ich wuensche Euch allen ein schoenes Wochenende und viele schoene Stunden an der frischen Luft!

Ya

09.07.2010 22:58 • #80


Y
Hat irgendjemand ein probates Mittel gegen diese Hitze? Ich mache jetzt am Schreibtisch kalte Fußbäder und dusche mich mehrmals kalt am Tag, es ist einfach grausam bei der Hitze lernen zu müssen ! Ich war noch kein einziges Mal am See! Morgen werde ich nach der Prüfung zu meinen Eltern fahren, endlich wieder im Garten sitzen, in den Pool springen, leckeres Essen und so weiter.

Hier zu Hause... naja. Wir streiten uns nicht - aber das muss ja nichts heißen. Gestern wollte ich den Abwasch mal wieder machen, da zieht er mich weg: Ich mache das später, du musst das nicht machen, du musst lernen. Natürlich steht der Abwasch heute noch da. Ich mache mir wenigstens die Mühe und sortiere die Teller und das Besteck ins Spülbecken, der Stapel ragt nun aus dem Becken hinaus. Er stellt sonst einfach nur den Teller, von dem er gerade gegessen hat, irgendwo auf die Arbeitsplatte. Bis kein Fleckchen mehr frei ist. Bei 5m Arbeitsplatte! Ich hab das Thema so über. Gibt es denn wirklich Paare, die sich trennen, weil einer von beiden so bodenlos unordentlich ist? Ich frage mich immer, das kann doch nicht sein Ernst sein. Die frische Wäsche hat er abgenommen, weil ihn der Wäscheständer gestört hat und einfach auf die Couch geworfen. So habe ich gestern das Finalspiel gesehen. Mit meiner frischen Wäsche neben mir. Ich bin so müde was dazu zu sagen, ihn darum zu bitten, nein ich habe keine Lust mehr, die ewige Meckerziege zu geben, ewig zu bitten, er möge doch wenigstens ...


Jetzt liegt er noch im Bett und ich frage mich, wie lange ich warten soll, bis Abwasch und Wäsche weg sind, damit ich mal die Böden wischen kann, was meine Aufgabe ist. Ich bin erschrocken darüber, aber die Liebe wird durch so eine bodenlose schei. ganz schön strapaziert. Ich kann immer nur denken: Ihm ist das alles hier nichts wert. Nichts hier zu Hause bedeutet ihm etwas. Wir haben keine einzige Gardine vor den Fenstern, bei diesen Temperaturen. Der kommt nicht mal auf die Idee, seinen Ar. in den Baumarkt zu bewegen. Gardinenstangen habe ich sogar schon besorgt.

Immer ich ich ich ich ich - sonst passiert nichts !



Gut, er hat endlich mal mit seiner Mutter telefoniert, und auch lange und ganz toll und so. Aber er hat so viele Baustellen, dass für mich diese kleinen Erfolge immer in dieser Leistungswüste untergehen...


Ist das der Anfang vom Ende?

12.07.2010 09:55 • #81


M
Liebe yahila,
wollte dir ja noch was zu deiner Situation schreiben bezüglich dieser Frage hier.

Ich habe nochmal ganz in Ruhe dein Thema hier durchgelesen und komme doch immer wieder zu dem Schluss, dass es sich dein Freund ganz schön bequem eingerichtet hat mit seiner Lebenssituation. Für mich passt es einfach nicht ins Bild eines Depressiven, dass er auf Arbeit diese Erfolge feiern kann, ihm aber ein Gespräch mit seiner Freundin schon zuviel ist. In der Regel betrifft die Depression alle Bereiche des Lebens, auch das Berufsleben. Oder gerade das, weil es ein Bereich ist, der von außen einwirkt. Viele können gerade so das Notwendigste leisten, dein Partner aber scheint gerade dort zu Höchstform aufzulaufen. Warum ist das so?

Hast du dich vielleicht mit deinen Forderungen an ihn so extrem zurückgenommen, dass er nun glaubt, auf garnichts mehr eingehen zu müssen, was ihn ein wenig strapaziert? Das kann er aber durchaus aushalten. Aber es ist eben bequemer, wenn ich mich nur noch mit den Dingen beschäftigen muss, die mir auch wirklich Spaß machen. Wer möchte das nicht.

Ihr habt beide schon lange Rollen angenommen, die aus eurer Lebenssituation gewachsen sind und nun euch beiden nützen. Dein Partner ist chaotisch und bequem und du kannst so in deine kindlichen Muster reinschlüpfen, ihm alles recht machen, denn so hast du es gelernt. Doch dir kommen langsam Zweifel, stimmt's?! Deine Wut auf ihn ist nachvollziehbar. Du ziehst in dieser Partnerschaft auf Dauer den Kürzeren und wenn du nicht genug auf dich selbst achtest, stehst du schlimmstenfalls tatsächlich ohne alles da.

Ich kann dir nur Mut machen, die angefangenen Gedanken zu Ende zu denken. Es muss ja nicht gleich zum Ende der Partnerschaft kommen. Aber ich finde, es ist längst Zeit, auf mal mit Forderungen an deinen Freund heranzutreten. Und eben auch über seinen Tag-Wach-Rhythmus zu reden, um dir selbst wieder ein normales Leben zu ermöglichen. Irgendwo habe ich auf den letzten Seiten sogar gelesen, dass er ein Nachmittagsschläfchen macht. Da musste ich wirklich den Kopf schütteln. Schläfchen bis weit in den Vormittag, dann auch noch Nachmittagsschläfchen. Da könnte ich Nachts auch nicht mehr schlafen ... Aber so gehe ich meinem Partner auch gezielt aus dem Weg.

Vielleicht tue ich dir aber mit meiner Einschätzung unrecht. Jeder beurteilt die Lebenssituation eines anderen immer auch aus dem Blickwinkel des eigenen Erlebens. Meine Beurteilung fällt deshalb möglicherweise ganz ander aus, als die deine. Darum bitte ich schon jetzt um Nachsicht, sollte ich völlig falsch liegen ...

12.07.2010 15:36 • #82


Y
Liebe Missi,


du liegst goldrichtig ! Und es tut sehr sehr gut, deine Worte zu lesen !


Ich muss darüber jetzt erstmal genau nachdenken! Vielen Dank für deine Hilfe.

Mir tut es auch darum gut, da ich gelesen hast dass du Kinder hast. Kinder haben sich bei uns ja schon zum Tabuthema entwickelt.


Vielen Dank!!!

12.07.2010 17:38 • #83


S
Hallo Yahila,

ich möchte Dir gerne in Bezug auf Deinen Beitrag in Hüpfburgs TB auch noch ein paar Worte schreiben.

Es ist völlig verständlich, dass Du als Partnerin so reagierst.

Ich bin ja selbst schon seit über zwei Jahren an einer Depression erkrankt. Natürlich hatte und habe ich auch noch solche Symptome wie Morgentief (ich stehe meist erst am späten Vormittag auf) und eine abendliche und nächtliche Energie, wo es mir am besten geht.
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich alleinerziehende Mutter bin und keine familiäre Unterstützung habe oder hatte, aber ich habe immer noch irgendwie das allernötigste erledigen können. Und wenn wirklich auch das nicht mehr gegangen wäre, dann hätte ich mir Hilfe von außen holen müssen. Man darf nicht vergessen, dass ein Depressionskranker noch eine Selbstverantwortung hat. Durch meine Situation bedingt bin ich eben auch von keinem gepampert worden, ich musste von Anfang an schauen, wie ich irgendwie zurecht komme und wie ich mir Hilfe holen kann.
Und wenn ich die Verantwortung für bestimmte Dinge nicht mehr tragen kann, dann muss sie eben, wie Du beschrieben hast, einem anderen übertragen werden.
Wenn du nochmal in solch eine Situation kommst, dass Du in die Notambulanz gebracht werden müsstest, dann sag Deiner Freundin Bescheid, dass die die Verantwortung darüber, dass Du auf jeden Fall dort hin kommst, übernimmt.

Wie Missi ja schon geschrieben hat, macht es sich Dein Freund wirklich sehr bequem.
Es kann wirklich nicht sein, dass Du Dich komplett zurücknehmen musst, nur um Rücksicht auf ihn zu nehmen.
Ich würde an deiner Stelle morgens alles tun, was Du gerne tun möchtest. Es gibt bekanntlich sehr gute Hilfsmittel, damit man beim Schlafen Geräusche, die einen aufwecken, nicht hört und das sind Oropax. Die kann er doch benutzen und Du kannst somit alle Tätigkeiten verrichten, die Geräusche verursachen, ohne ihn zu stören. Darauf würde ich auf jeden Fall bestehen. Wenn er die nicht benutzen will, dann muss er eben morgens Geräusche ertragen.

Was ich auch in meinen schlimmsten Phasen aber nicht vergessen habe, ist die Kommunikation.
Ich habe mit meinen Kindern offen gesprochen, habe ihnen erklärt, dass ich krank bin,was ich gerade nicht mehr leisten kann, aber ich wollte auch immer wissen, ob sie damit Probleme haben, wie sie damit umgehen. Und somit haben wir uns arrangiert. Es kam ja zudem noch hinzu, dass Kinder nicht die Aufgabe haben sollten, dafür zu sorgen, dass es der kranken Mutter gut geht. Ich wollte sie weitgehend da raushalten.
Die Kommunikationsbereitschaft scheint Deinem Freund zu fehlen.

Ich sehe es einfach so, dass der Depressive in bestimmten Bereichen trotz der Krankheit aber noch eine bestimmte Mitwirkungspflicht hat, gerade, wenn man in einer Partnerschaft lebt. Und auf die würde ich ihn an Deiner Stelle nochmals genau hinweisen. Er muss bereit sein, auch auf Dich Rücksicht zu nehmen. Er sollte fähig sein, sich auch mal in Dich hineinzuversetzen.Und er muss ganz klar vor Augen geführt bekommen, was für Konsequenzen er zu tragen hätte, bleibt er weiterhin so bequem und stur!

Es ist im übrigen auch verständlich, dass so manch Depressiver mit Empörung auf so einen Beitrag reagiert.
Denn eines ist natürlich auch klar. Wenn ein Mensch wirklich depressiv ist, dann spielt er nicht und ist nicht einfach mal faul oder zu bequem, sondern er hat tatsächlich unter den Symtpmen zu leiden, die nach faul und bequem aussehen.
Und genau diese Vorwürfe habe auch ich von manchem aus meinem Umfeld gemacht bekommen, weil die gesunden Menschen um mich herum sich eben nicht vorstellen konnten, dass ich einfach nicht imstande war, morgens aufstehen zu können geswchweige denn sich anziehen zu können. Erst recht nicht, wenn sie mich nachmittags beim Einkaufen sahen.

Damit wollte ich Dich einfach nochmal unterstützen, dass Du auf jeden Fall für DICH sorgst!

13.07.2010 00:17 • #84


C
Ohh wei, ich war doch selbst in einer Partnerschaft.
Zitat:
Dein Partner ist chaotisch und bequem

Ich glaube, von Missi kam das und es passt auf mich. Ich habe damals nicht gesoffen, weil meine Frau erst lernen musste, dass ich, im Gegensatz zu meinem Vorgänger unter Alc. nicht ausfallend oder gar brutal werde.

Als sie gearbeitet hat, war es ganz selbstverständlich, daß Spülen, Saugen, Wischen, Katzenkloo machen, abends Kochen meine Aufgaben waren. Ganz schön viel Stress, für jemanden, der den halben Tag verpennt. Als ich da 1€ Job gemacht hab ging der Job bis Mittag und dann war Mittagsschlaf angesagt, denn am PC saß ich trotz früh austehen müssen bis tief in die Nacht.

Ordnung machen war nie mein Ding. Kann ich heute noch nicht und entsprechend chaotisch sieht es aus, zumal ich jetzt ja allein für mich verantwortlich bin. Frau hat den Müll gesammelt, ich hab ihn rausgeschleppt

Das ich depressiv bin, weiß ich eigentlich erst wirklich, seit mir die Medis gezeigt haben, dass ich auch am Tage funktionieren kann und auch ohne Alc. und Dro. Spaß haben und Freude empfinden kann

Dank passender Medikation schlafe ich jetzt auch nicht mehr bis in den Nachmittag hinein. Alk. brauche? ich auch nicht täglich, kann mich aber erinnern, ohne Medis bedeutend mehr gesoffen zu haben, als ich dann wieder allein gewohnt habe und noch nicht mit gezielter Medikation ausgestattet war.

Ich denke, dein Partner hat ein dickes Problem an der Backe, weil er sich mit Alk. den emotionalen Ausgleich zur eingeengten Gefühlswelt am Tage schafft, damit aber dafür sorgt, dass sein Normalzustand immer abgestumpfter wird.

Es ist keine Schande, krank zu sein, aber es ist eine Schande, nichts dagegen zu tun. Dein Freund soll sich nicht auf der Diagnose Depression ausruhen, sondern Hilfe in Anspruch nehmen.

Warst du, für dich, schon einmal bei Al Anon? Dort erhälst du das Rüstzeug aus deiner Co-Rolle herauszufallen. Meist gibt es bei Depression auch eine neurotische Komponente und letztlich ist es gleich, ob du dich in der Rolle des Co-Neurotikers, oder des Co-Alkoholikers befindest.

Du lebst für ihn, statt für dich. Das geht nicht lange gut. Entweder du machst dann einen Cut, oder du fängst selbst an zu pötten.

Hol dir Hilfe! Mach sein Problem nicht zu deinem Problem!

Liebe Grüße

Tom

Ps.: Ich habe Eltern, die mittlerweile weit über 20 Jahre trocken sind. Ich war selbst Politoxikoman. Ich lebe mein Leben, aber mir macht so schnell keiner etwas vor

13.07.2010 13:07 • #85


Y
Ach liebe Leute, es tut mir Leid dass ich die letzen Tage so anstrengend war.


Ich war jetzt zwei Tage bei meinen Eltern, Abstand gewinnen. Heute habe ich einen Arzttermin und werde mir Überweisungen holen / Psychotherapie etc. pp. Aber es ist nicht abzusehen, dass ich schnell einen Termin bekomme, überall werde ich vertröstet, zu viele Patienten bla bla.

Mir fehlen mittlerweile für alles die Worte und ergehe mich seit zwei Tagen in Selbstzweifel und Selbstmitleid. Nur noch ein Wunsch herrscht vor: Weg von hier. Ein anderes Leben. Nichts mehr bereitet mir Freude. Nur noch Probleme, Probleme, Probleme, heute brandaktuell: Rechnungen, ich weiß nicht, wie ich die bezahlen soll . Meine Vernunft sagt mir so vieles, was ich machen könnte, um mein Leben wieder in die Bahn zu kriegen, aber das Fleisch ist nicht willig. Ich will ausruhen. Nur noch ausruhen.

Sprachlosigkeit. Überforderung. Einsamkeit.

15.07.2010 10:20 • #86


Schneefrau2009
Hallo Yahila,

ach Mensch es tut mir leid, dass es Dir wieder so schlecht geht. Die Idee mit dem Abstand war sicher gut, aber genützt hat es wohl nicht ?
Zum Glück sind ja jetzt erst mal Semesterferien, oder ? Also wenigstens keine Prüfungen mehr, oder ?

Vielleicht läßt Du jetzt einfach ein bisschen ausruhen, ein paar Tage lang zu und setzt Dir einen Zeitplan zu dem Du Dich dann Deinen finanziellen Problemen widmest ?

Ich weiß, Du weißt das wahrscheinlich selber, aber sich nicht um Rechnungen kümmern hilft am Ende gar nicht. Wenigstens anrufen und mitteilen dass Du nur Raten zahlen kannst oder um Aufschub bitten. Das klappt wirklich fast immer ! Nur gar nicht reagieren ist absolut fatal.
Letztlich kommt es da sicher nicht auf ein paar Tage an, aber dann mußt Du Dich aufraffen oder jemand anderen bitten es für Dich zu übernehmen. Was ist denn mit Deinem Freund, kann der das machen ?

Mit dem Therapieplatz, kann ich nur sagen, dass Du unbedingt im Telefonat Deinen Druck deutlich machen mußt, häufig kommt es dann wenigstens schnell zum Erstgespräch oder zu einem Krisengespräch.

Liebe Grüße und viel Kraft
Schneefrau

15.07.2010 12:31 • #87


Y
Liebe Schneefrau, du hast Recht, den Rüffel mit den Rechnungen habe ich verdient!


Ich hatte doch heute einen Arzttermin in der Endokrinologie. Offenbar habe ich eine Autoimmunkrankheit (für Medica: polyglanduläres Autoimmunsyndrom, Hashimoto). Ich mache mich jetzt erstmal nicht verrückt. Die letzten Blutwerte kommen erst morgen, da muss ich wieder hin und den Mundschleimhautabstrich abgeben. Diese Krankheit würde meine Trübseligkeit und die Erschöpfung, die Ängste, Panikattacken erklären. Deswegen finde ich es richtig gut, dass die Ärzte das genau überprüfen, sollten die Gründe für meine psychischen Probleme im Physiologischen liegen ...

Das muss jetzt erstmal alles abgeklärt werden, dann kann ich weitere Schritte einleiten. Mein Freund war heute mal artig.


Ich grüße euch alle herzlich

drückt mir die Daumen für morgen.

15.07.2010 20:20 • #88


Y
Ich habe eine Autoimmunkrankheit, die sich gegen die Schilddrüse richtet. Der Arzt testet auch auf Nebennieren, aber die Ergebnisse habe ich dafür noch nicht.

Beim Zugang legen haben die lieben Schwestern fünf mal in meinen Arm gestochen, bis endlich ein Zugang gelegt war, das war wirklich ne Tortur. Tut ja auch weh, wenn die sich verstechen. Nichtmal am Handrücken hats geklappt.

Der Auswertetermin ist erst in zwei Wochen. Das finde ich nicht gut. Desweiteren: Die Reaktionen aus meiner Familie haben mich verletzt. Im Ganzen fühle ich mich jetzt schlecht, dass ich es überhaupt meiner Mutter erzählt habe - die hats meiner Schwester erzählt und nun schnattern die sich ihre Münder wund darüber und versuchen mit Hausratgebern Diagnosen zu stellen. Mir ist das sehr sehr sehr unangenehm. Ich war so wütend, dass ich meine Eltern für das Wochenende wieder ausgeladen habe. Ich habe mich immer wieder gefragt: Warum habe ich es ihr überhaupt erzählt? Mittlerweile müsste ich es doch wissen, dass meine Mutter immer abstreitet wenn ich krank bin (wenn meine Nase offensichtlich gebrochen ist, behauptet meine Mutter immer noch, die Nase ist nicht gebrochen/ ich soll mich nicht so haben). Meine Schwester hingegen mich immer gleich für halbtot erklärt. Immer müssen die sich ne Meinung dazu bilden, als ob ich mir mit Absicht sowas ausdenken würde, um die beiden zu ärgern oder um Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Und trotzdem habe ich WIEDER mal Vertrauen gehabt und meiner Mutter erzählt, was der Arzt gesagt hat. Und ihre absolut vorhersehbare Antwort: Was soll das denn bitte sein? Achso, hatte ich auch schon als Kind bla bla (hatte sie NICHT! und: es ist UNHEILBAR!). Eine halbe Stunde später ruft mich meine Schwerster an, völlig außer Atem: OH GOTT, MUTTI HATS MIR ERZÄHLT, DU BIST FURCHTBAR KRANK!!!


Ich leider wie immer sehr darunter, für unmündig gehalten, bevormundet, vorlaut und zu wenig bescheiden (als ob Bescheidenheit im Zusammenhang mit Krankheit angesagt sei!) gehalten zu werden.

18.07.2010 22:42 • #89


A


Hallo yahila,

x 4#15


Y
Vor ein paar Tagen gab es wieder Streit, ich habe mich aber durchgesetzen können und ihm aufgezeigt, wenn er an seinem Verhalten nichts ändert, dann trenne ich mich.

Das hat ihm so einen Schlag versetzt, als ob er das nicht gewusst hätte. Ich habe ihm so viele Vorwürfe gemacht, und die waren alle nicht zum ersten Mal erhoben worden und trotzdem tat er ganz überrascht: Das habe ich so nicht gewusst. Seitdem ist jeder Tag besser gelaufen. Er wäscht ab, geht einkaufen, ohne das ich was sagen muss, er geht vor Mitternacht ins Bett und hilft mit dem Hund, Gassi und so weiter. Und ich bin wieder nicht zufrieden. Natrülich ist es eine Verbesserung, aber ich frage mich, ob ich den dynamischen und lebenslustigen Menschen wiederbekomme, den ich am Anfang der Beziehung hatte.

Ich wünsche mir so viele (selbstverständliche?) Dinge, die ganz kleinen, nicht die großen:

- einmal am Tag gemeinsam am Tisch essen
- einmal in der Woche was zusammen unternehmen (zu Aldi einkaufen gehen zählt nicht!)
- immer mal Gäste einladen, gemeinsam dafür kochen
- gemeinsam etwas in der Wohnung machen (ne Wand anstreichen, Regale kaufen...)
- mal einen Abend einen Film sehen und er schläft NICHT ein
- ein Brettspiel spielen
- gemeinsam in den Zoo gehen

Ist das denn so zuviel verlangt? Aus Rücksicht auf seine Depression, fordere ich das viel zu wenig ein, bzw. erschlägt es mich, dass ihm schlafen, arbeiten, essen, S. zum Leben reicht. Wenn eine Beziehung darauf basiert, dass man in der gleichen Wohnung lebt, sich den Haushalt teilt und wenn es sich ergibt, S. zu haben, dann ist mir das irgendwie zu wenig. Ich bin nur noch am Meckern und Nörgerln (ja, es kotzt mich selbst auch an, mein Genörgerle zu ertragen). Ich habe von ihm soviel mehr erwartet, als dass er jeden Abend online Schach spielt. Er langweilt mich. Und dann liebt man sich irgendwann einfach nicht mehr?


Ich verstehe das alles nicht mehr. Verlieben, zusammensein, zusammenziehen, was soll der ganze Blödsinn eigentlich? Ich finde die Liebe schei..

23.07.2010 19:59 • #90

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