Schlafstörungen bei Depressionen - was hilft wirklich?

Y
Hallo!

Liebe Leute da draußen !

Hier ist ein Hilferuf einer jungen Frau in den Zwanzigern. Ich lebe mit meinem Traummann nunmehr einen Monat in unserer gemeinsamen Traumwohnung. Seit länger als neun Monaten sind wir ein Paar. Die ganz große Liebe. Wir beide sind Naturwissenschaftler, er wird vorraussichtlich dieses Jahr seine Promotion abschließen, da ich sieben Jahre jünger bin als er, bin ich natürlich noch nicht so weit. Nicht nur unsere Leidenschaft für unsere Arbeit verbindet uns - auch Weltanschauung, Religiösität, Vorlieben in der Freizeitgestaltung, bisherige familiäre Erfahrungen. Ich bringe die Power in die Beziehung, Fortschritt, bin vollblütige Romantikerin und eine Frau der Tat, er bringt Sensibilität, Weichheit, Zärtlichkeit mit. Da er auch Physiker ist, habe ich seine Schussligkeiten bisher als Berufsmacke abgetan.

Oft verschläft er, dann schlüpft er in seine uralte einzige Jeans + ein verblichenes Werbegeschenk-Shirt von einer Konferenz, trinkt Kaffee und raucht, spurtet zur Arbeit. Er ist ein richtiger Workaholic. Im normalen Leben habe ich ihn bisher einfach ein bisschen für eingeschränkt gehalten: Geldprobleme, Unordnung wo hin man sieht. Abends schläft er schlecht ein, ist oft überarbeitet und abgespannt, morgens kommt er nur schlecht oder gar nicht aus dem Bett. Seine vielen Vorzüge haben mich aber darüber hinwegsehen lassen. Ich räume auch mehr oder weniger gerne für ihn auf -seit wir zusammen wohnen natürlich täglich, bekoche ihn, nehme ihm Finanzdinge und andere Bürokratie ab.

Seit wir zusammen wohnen habe ich aber viel mehr Dinge beobachtet und aufgedeckt. Er trinkt viel Alk., ohne, kann er nicht einschlafen. Entweder arbeitet er bis tief in die Nacht oder er betrinkt sich Schritt für Schritt und spielt die ganze Nacht online Schach. Nun haben wir ein paar Mal deswegen gestritten. Er hat mir gestanden, dass er schon seit Jahren an Depression leidet. Dass er Probleme hat, einen normalen Alltag zu führen. Deswegen Unordnung. Geldprobleme. Alk..

Nun bin ich völlig durcheinander. Ich fühle mich hintergangen, ich habe Angst, ich verstehe das alles kaum. Wie konnte ich das nicht wissen? Warum hat er es nicht gesagt? Wie soll es bloß weiter gehen?

Auf der Suche nach Antworten.

Mein Freund hat mir eröffnet, dass er Depressionen hat. Nun sehe ich seine Schlafstörungen in einem ganz neuem Licht. Wie kann ich ihm wirklich helfen? Bevor ich wusste, woran er leidet, habe ich ihm immer einfach Vorschläge gemacht oder auch einfach gehandelt, zum Beispiel neues gutes Bett gekauft. Ich habe mir natürlich Besserung versprochen, aber die war ja ausgeschlossen (ich wusste es ja nicht!!!).

Was hilft wirklich ?

Bitte helft mir!

25.05.2010 22:02 • #1


Y
Liebe Leute da draußen !

Hier ist ein Hilferuf einer jungen Frau in den Zwanzigern. Ich lebe mit meinem Traummann nunmehr einen Monat in unserer gemeinsamen Traumwohnung. Seit länger als neun Monaten sind wir ein Paar. Die ganz große Liebe. Wir beide sind Naturwissenschaftler, er wird vorraussichtlich dieses Jahr seine Promotion abschließen, da ich sieben Jahre jünger bin als er, bin ich natürlich noch nicht so weit. Nicht nur unsere Leidenschaft für unsere Arbeit verbindet uns - auch Weltanschauung, Religiösität, Vorlieben in der Freizeitgestaltung, bisherige familiäre Erfahrungen. Ich bringe die Power in die Beziehung, Fortschritt, bin vollblütige Romantikerin und eine Frau der Tat, er bringt Sensibilität, Weichheit, Zärtlichkeit mit. Da er auch Physiker ist, habe ich seine Schussligkeiten bisher als Berufsmacke abgetan.

Oft verschläft er, dann schlüpft er in seine uralte einzige Jeans + ein verblichenes Werbegeschenk-Shirt von einer Konferenz, trinkt Kaffee und raucht, spurtet zur Arbeit. Er ist ein richtiger Workaholic. Im normalen Leben habe ich ihn bisher einfach ein bisschen für eingeschränkt gehalten: Geldprobleme, Unordnung wo hin man sieht. Abends schläft er schlecht ein, ist oft überarbeitet und abgespannt, morgens kommt er nur schlecht oder gar nicht aus dem Bett. Seine vielen Vorzüge haben mich aber darüber hinwegsehen lassen. Ich räume auch mehr oder weniger gerne für ihn auf -seit wir zusammen wohnen natürlich täglich, bekoche ihn, nehme ihm Finanzdinge und andere Bürokratie ab.

Seit wir zusammen wohnen habe ich aber viel mehr Dinge beobachtet und aufgedeckt. Er trinkt viel Alk., ohne, kann er nicht einschlafen. Entweder arbeitet er bis tief in die Nacht oder er betrinkt sich Schritt für Schritt und spielt die ganze Nacht online Schach. Nun haben wir ein paar Mal deswegen gestritten. Er hat mir gestanden, dass er schon seit Jahren an Depression leidet. Dass er Probleme hat, einen normalen Alltag zu führen. Deswegen Unordnung. Geldprobleme. Alk..

Nun bin ich völlig durcheinander. Ich fühle mich hintergangen, ich habe Angst, ich verstehe das alles kaum. Wie konnte ich das nicht wissen? Warum hat er es nicht gesagt? Wie soll es bloß weiter gehen?

Auf der Suche nach Antworten.

25.05.2010 22:04 • #2


A


Hallo yahila,

Schlafstörungen bei Depressionen - was hilft wirklich?

x 3#3


M
Hallo yahila,
was sagt denn dein Partner zum Thema Therapie? Hat er schon was unternommen? Hat er vielleicht auch schon mal Medikamente ausprobiert?
Eine erfolgreiche Therapie könnte seinem Leben wieder eine neue Richtung geben. Allerdings ist sie nur erfolgreich, wenn er das selbst auch will. Auch die Schlafprobleme könnten sich hierdurch bessern.

Es hilft nur die Behandlung der Ursachen, also der Depression. Es gibt wirksame Medikamente, die die Schlafproblematik lösen. Dein Freund sollte sich ärztlich beraten lassen, sofern dies nicht schon geschehen ist.

26.05.2010 07:43 • #3


Y
Ich habe ihn auf Therapie angesprochen. Er hat es nicht abgelehnt, aber überzeugt hat er auch nicht geklungen. Ich weiß, dass er sich keinen Arzt sucht. Dazu hat er keinen Antrieb. Ich warte schließlich seit einem halben Jahr, dass er wegen seines Asthmas zum Arzt geht, was er bis heute nicht getan hat. Das Telefon in die Hand zu nehmen und anzurufen, ist viel zu schwer für ihn.

Ich habe mich erstmal informiert und es gibt in unserem Umkreis genügend Ärzte. Ich weiß ich kann mich überall durchtelefonieren und einen Therapieplatz besorgen. Aber tu ich damit das Richtige? Fühlt er sich dann nicht bevormundet? Ich traue mich überhaupt nichts mehr zu sagen oder zu machen, da in absolut jedem Ratgeber für Angehörige steht, man soll den Kranken bloß nicht wie ein kleines Kind behandeln. Andersherum weiß ich, dass unsere Beziehung auf dem Spiel steht. Seine Probleme gehen konträr mit meinem Kinderwunsch.

Ich weiß gar nicht, wieviel Hoffnung ich überhaupt noch haben kann, da mein Vertrauen so tief erschüttert ist. Gestern habe ich ihn gefragt, was wir machen können, damit es ihm besser geht. Er meint nun, dass er zweimal in der Woche joggen gehen will. Das finde ich gut, bleibt aber unter meinen Erwartungen. Sein Bruder ist ebenfalls seit Jahren depressiv, in Behandlung und nimmt auch Medikamente ein. Daher müsste er doch mit dem Thema vertraut sein.


Danke missi, für Deine schnelle Antwort!

26.05.2010 08:01 • #4


R
Hallo yahila,

ich habe deine beiden threads zusammengelegt.

um einen zusamenhang deiner geschichte zu bekommen, bitte keine neuen threads eröffnen, wenn es sich um das gleiche thema handelt.

um im thread weiterzuschreiben einfach auf antworten klicken.

26.05.2010 08:24 • #5


Y
Vielen Dank Rainer!

Deinen Thread für das richtige und falsche Verhalten von Angehörigen habe ich aufmerksam gelesen. Wie ich oben geschildert habe, weiß ich nicht, ob es richtig ist, wenn ich die Ärzte durchtelefoniere um einen Therapieplatz zu besorgen, auf der anderen Seite weiß ich, dass er aus eigenem Antrieb keinen Arzt aufsuchen wird. Es ist viel zu schwer, das Telefon zu bemühen. Auf der anderen Seite, steht unsere Beziehung sicherlich auf dem Spiel, wenn nichts unternommen wird. Ist denn seine Krankheit der Freifahrtschein für seine Aktionen? Darf ich mir denn nichts mehr verbitten?

Ich gebe mir größte Mühe mit dem Kochen, da seine unregelmäßigen Essgewohnheiten schon vorher auffielen. Wenn ich ihn abends um acht zu Tisch bitte, nachedm ich eine Stunde hinter dem Herd verbracht habe, dann lehnt er trotzdem ab: Ich habe jetzt keinen Hunger. Ich esse später. Dabei ist mir das schon zu spät. Dann habe ich schon seit 8 Stunden nichts mehr gegessen.

Sein Später heißt, wenn ich längst in meinem eigenen Bett liege und er völlig betrunken ist. Oft gehe ich abends in mein eigenes Zimmer, da mich seine Schlafprobleme zu sehr vom eigenen Schlaf abhalten. Dann ist er aber völlig ohne Kontrolle. Dann übertreibt er es erst richtig. Dann frisst er alles auf und es bleibt nichts übrig, auch wenn ich für vier Personen gekocht habe. Dann werde ich am nächsten Morgen sehr wütend, wenn ich ihm Reste für die Arbeit einpacken will. Der Wein, der Sekt, der Sixpack B., das viele Essen, dass hat doch auch alles Geld gekostet.

Da ich selbst Essprobleme habe, ist es für mich auch eine doppelte Zurückweisung, dass er abends nicht mit mir gemeinsam am Tisch isst. Oft habe ich ihn gebeten, sich mein Essen nicht im Stehen am Kühlschrank reinzudreschen, da ich wirklich Probleme mit zwanghaftem Essen habe und ich es außerdem respektlos finde. Nun heißt es, dass ich falsch gehe, wenn ich solche Erwartungen stelle. Schließlich ist er ja krank. Habe ich keine Rechte mehr, nur noch Pflichten? Wenn ich ihn nicht in eine Therapie stecke (wozu ich offenbar nicht befugt bin), dann ändert sich nichts. Wenn ich aber nun alles ertragen muss, was er sich herausnimmt, dann bin ich in unserer Beziehung ganz weit hinten.

Wieviel kann man einfordern?

26.05.2010 08:41 • #6


Y
Hallo Anna,


danke dass sich jemand meldet!


Ich bin keine Psychologin. Ich habe einfach nicht verstanden und verstehe es auch jetzt noch nicht, was Depression wirklich ist. Verdrängen kann ich mir nicht vorwerfen. Immerfort habe ich Hilfe bei Freunden, meinen Eltern und seinen Eltern gesucht.

Ich habe ihn immer angesprochen und auch gehandelt, zum Beispiel dass ich das neue Bett organisiert habe, danach bald das Zusammenziehen. Es gab Ärger mit dem alten Vermieter, dass habe ich ihm alles abgenommen. Den Umzug habe ich komplett alleine organisiert. Er hat immer wieder gesagt: Ich kann das nicht. Ich muss soviel arbeiten. Ich kann mich nicht mit diesem Käse befassen. Oft war es mir auch zu viel und habe mich bei Freunden ausgeweint. Seine Finanzprobleme bewältigen wir schon seit längerer Zeit gemeinsam (gemeinsames Konto und andere Mechanismen). Fast täglich setze ich mich mit seinen Problemen auseinander. In organisatorischen Dingen hat er sich oft hat er sich abfällig geäußert. Wenn eine Rechnung kam, habe ich die einfach geöffnet und ihm vorgelegt. Reaktion: Abfälliges Kopfschütteln und: Dieser Schmarrn. Wegen den paar Euro regen die sich auf. Dann hat er auf viel beschäftigten Professor gemacht, der sich um andere Dinge kümmern muss. Ich habe das kritisiert, aber bin schließlich seine Sekretärin geworden.


Er hat auch zugegeben, dass er es immer geschickt verborgen hat: Wenn ich nicht bei ihm übernachtet habe, dann haben wir erst telefoniert und dann hat er sich betrunken, damit ich es nicht mitbekomme. Manchmal hat er auch mit Vorwürfen gearbeitet, ich wäre zu streng was Ausgehen unter der Woche, Alk. und Schlafen gehen betrifft. Ich bin wirklich sehr engagiert und bringe die Themen auf den Tisch. Er hat sich halt in der ganzen Zeit vor dem Zusammenziehen nie vor mir betrunken oder sich gehen lassen. Er hat lieber gelogen, er müsse lange arbeiten / hat Verabredungen usw. wenn es ihm schlecht ging. Das ist ja auch der Grund dass ich mich hintergangen fühle. Ich habe immer alles gegeben und er hat es mir einfach verheimlicht.



Vielleicht rede ich mich heraus, aber ich bin nicht bereit Schuld anzunehmen. Ich habe keinerlei Erfahrung auf diesem Thema. Er quält sich länger damit, als wir uns kennen. Ich sehe es als seine Verantwortung mich einzuweihen. Jetzt haben wir nämlich den Salat, dass ich damit überhaupt nicht umgehen kann. Ich hatte keine Chance darein zu wachsen. Und da er auch meinen Exfreund kennt, der im Rollstuhl sitzt und weiß Gott ne Menge Probleme hat, müsste er auch wissen, dass ich wirklich tolerant und sensibel und auch stark bin. Aber erst zusammenziehen und dann mit der Sprache rausrücken wenn es sich überhaupt nicht mehr verheimlichen lässt - finde ich krass. Ich wusste dass sich nichts grundlegendes ändern würde. Deswegen habe ich ja auch mein eigenes Zimmer. Ich muss so viele Sachen für ihn übernehmen, ich wollte gleich im Vorfeld für meine Rückzugsmöglichkeit sorgen. Wo ich mit mir alleine sein kann. Ich wusste von den Schlafproblemen und seinen Geldsorgen. Aber ich wusste nicht, dass dahinter eine Krankheit steckt. Muss ich mir das vorwerfen?


Kinder wünsche ich mir sehr, aber erst in ein zwei Jahren möchte ich schwanger werden. Trotzdem war meine Vorfreude immer so groß. Mir war es immer wichtig, sich schon mal wie eine kleine Familie zu verhalten, bei der vielen Vorfreude. Ich beschäftige mich gerne mit diesem Thema und wir haben immer viel darüber gesprochen und uns unsere Wünsche mitgeteilt und uns ausgetauscht. Jetzt denke ich werde ich wieder hormonell verhüten.




Ich danke dir für deinen Input. Bitte fühle dich in keiner zeile von mir angegriffen. Ich bin dankbar für Anregung. Ich gebe zu, die Vorstellung dass ich nicht alles für ihn gegeben habe, dass ich es einfach übersehen habe und die Schuld nun trage, verletzt mich.

26.05.2010 14:09 • #7


Y
Wenn es keine Krankheit wäre, würde ich klar mit ihm diskutieren - das Für und Wieder. Meinen Standpunkt darstellen, Lösungsvorschläge / Schlichtungsangebote machen. Bei länger andauernden Problemen schließlich Konsequenzen ziehen. So wie ich es gelernt habe, in einer gleichberechtigten Partnerschaft mit Konflikten umzugehen. Ich bin nicht konfliktscheu. Ich gebe auch offen zu, dass ich mich meist überlegen fühle in solchen Diskussion, oder sagen wir, siegesgewiss. Ich weiß meine Interessen durchsetzen. Trotzdem nicht um jeden Preis. Mein Motto: Das Gesicht das der andere verliert, macht dich nicht schöner. Damit bin ich gut gefahren, ich hatte ein gesundes Selbstbewusstsein. Nun fühle ich, dass es keine gleichberechtigte Beziehung mehr ist. Das zieht mir den Boden unter den Füßen weg. Es ist, als ob sich ein unsichtbares Pflaster über meinen Mund legt. Ich frage mich: Was darf ich sagen? Was nicht? Ich bin befangen.



Wir haben übrigens nocheinmal gesprochen. Ich habe ihm angeboten einen Therapieplatz zu suchen und ihm gesagt, ich würde soetwas nie hinter seinem Rücken machen, aber ich weiß ja, dass es ihm schwerfällt etwas zu unternehmen. Und dass wenn er es möchte, ich ihm diese Arbeit abnehme. Er findest das in Ordnung. Heute war er den ganzen Tag fröhlich, nachdem er sich aus dem Bett gepellt hat, als ich von der Arbeit zurückkam. Er hat auch vorgeschlagen einkaufen zu gehen, dass haben wir gemacht. Ich spüre aber, dass er das zum Teil macht, um mich zu beruhigen bzw. der Beziehung einen normalen Anstrich zu geben. Abends zieht er sich dann wieder in sich zurück.


Ich bin sehr dankbar, dass du mich verstehst.

26.05.2010 19:54 • #8


M
Liebe Yahilia,
auch ich verstehe dich und deinen Standpunkt gut. Allerdings kann ich keinen Beitrag leisten, keinen konstruktiven Vorschlag machen.
Ich bin aber an deiner Beschreibung interessiert, weil es mir ein wenig den Blick für die Lage meines Mannes öffnet. Als selber Depressiver ist es interessant zu lesen, welche Probleme die Angehörigen haben, denn die eigenen Probleme sind so groß, dass sie mir den Blick für deren Ängste und Sorgen verbauen.
LG
Monty

26.05.2010 20:40 • #9


Y
Liebe Monty, liebe Nina.


Danke für Eure Antworten.

Monty: Bitte bleib dran, auch mir hilft es über Dich zu erfahren, da ich große Probleme habe seine Sichtweise zu verstehen und wie Nina sagt, ich werde krank davon, ich habe heute schon das Gefühl gehabt, es zieht mich komplett runter und ich kann überhaupt nicht fröhlich sein


Zitat von Nina:
Vielleicht würde es deinem Partner mehr helfen, würdest du ihn NICHT zu schonen versuchen.


Ich verstehe das voll und ganz. Mir fehlen nur einfach die Worte. Ich habe die Tipps für Angehörige gelesen. Jede Auflistung enthält mindestens 10 Punkte, die man alle beachten soll. Ich habe ja nur mein bisheriges Kommunikationsmuster. Dieses basiert auf der logischen Diskussion. In den zahlreichen Ratgebern (auch jede Frauenzeitschrift ist voll davon!) stehen Regeln, die man als Angehöriger beachten soll. Wenn ich versuche die alle zu beachten, fällt mir einfach nichts mehr ein, was ich sagen soll. Mir liegt auf der Zunge zu sagen: Bitte mache eine Therapie. Ich habe Angst um unsere Beziehung. Ich habe Angst um Dich. Mir juckt es in den Fingern, ihn an seine Verantwortung zu erinnern, die er gegenüber sich selbst, mir und unserer Familie trägt. Aber genau das widerspricht den Regeln.

In den Ratgebern und hier in vielen Threads steht drin: Bloß keinen Druck aufbauen Wenn man dem Depressiven sagt, wie schlecht es einem als Angehörige geht, dann macht der sich Schuldgefühle und die Depression wird verstärkt. Ich habe das Gefühl im Glashaus zu sitzen und habe die Taschen voller Steine. Wenn ich nicht an seine Vernunft appellieren darf, worüber soll ich dann mit ihm reden? Ich bin Wissenschaftler. Ich denke logisch. Aber absolut jedes logische Argument birgt die Gefahr, es könnte ihn unter Druck setzen. Für mich ist das zum Verzweifeln. Ich bin zum Bersten voll mit Redebedarf. Aber nun geht es nur noch darum, für ihn gesprächsbereit zu sein, seinen Problemen zu lauschen, seine Bedürfnisse zu erforschen, ihm nicht zu Nahe zu treten, Nähe aufzubauen und so weiter und so fort.


Mir nicht von der Seele weg reden zu können, nicht frei sagen dürfen, was mich bewegt, erschüttert meine Lebensfreude und beraubt mich des Zaubers, der mich überkommt, wenn sich meine Seele an die seine schmiegen möchte.


Es ist, als ob die Liebe stirbt.

26.05.2010 23:12 • #10


S
Hallo Yahila,

Zitat von yahila:
Mir nicht von der Seele weg reden zu können, nicht frei sagen dürfen, was mich bewegt, erschüttert meine Lebensfreude und beraubt mich des Zaubers, der mich überkommt, wenn sich meine Seele an die seine schmiegen möchte.


Dein Beitrag hat mich gerade sehr berührt. Und ich schreibe hier nicht als Angehörige sondern als depressionskranker Mensch.

Ich kann mir gerade gut vorstellen, in welcher Situation Du Dich befindest. Du möchtest auf keinen Fall etwas falsch machen, Du möchtest zu jeder Zeit alle Regeln beachten. Und dabei merkst Du, dass Du total gefangen bist, dass Du Dich völlig zurücknehmen musst oder dass Du meinst, Dich völlig zurücknenmen zu müssen.

Einen Satz möchte ich gerne mal vorausschicken: Du bist nicht schuld, dass Dein Mann krank ist und Du bist auch nicht schuld, dass es ihm evt. schlechter geht.

Ich kenne diese Regeln für Angehörige gar nicht, aber ich möchte mal Dein Beispiel aufgreifen:

Zitat von yahila:
Bitte mache eine Therapie. Ich habe Angst um unsere Beziehung. Ich habe Angst um Dich. Mir juckt es in den Fingern, ihn an seine Verantwortung zu erinnern, die er gegenüber sich selbst, mir und unserer Familie trägt. Aber genau das widerspricht den Regeln.

Warum widerspricht das denn den Regeln? Steht denn irgendwo, dass man das nicht sagen darf? Ich frage wirklich, weil ich diese Regeln wie gesagt gar nicht kenne.

Zitat von yahila:
In den Ratgebern und hier in vielen Threads steht drin: Bloß keinen Druck aufbauen Wenn man dem Depressiven sagt, wie schlecht es einem als Angehörige geht, dann macht der sich Schuldgefühle und die Depression wird verstärkt.

Ich glaube, es kommt einfach nur darauf an, wie man das kommuniziert.
Wenn Du z.b. sagen würdest: Siehst Du denn nicht, wie schlecht es mir geht? Du merkst wohl gar nicht, was Du mir damit antust! Ich kann meine Leben gar nicht mehr leben, weil Deine Depression mich runterzieht!

- dann wäre das Druck, es wäre Vorwurf, der den Patienten tatsächlich dazu bringen würde, sich schuldig und somit noch schlechter zu fühlen, weil er im Moment eben nicht aus seiner Haut raus kann.

Wenn Du aber sagst: Ich mache mir Sorgen um Dich, ich habe Angst um unsere Beziehung, ich möchte Dir gerne helfen, möchte Dich unterstützen, aber ich weiß nicht wie. Ich habe das Gefühl, dass es bei Dir nicht ankommt.

- dann hast Du ihm mitgeteilt, wie DU Dich fühlst, ohne ihm Druck zu machen. Ich habe mal gelernt, dass man, wenn man dem anderen etwas mitteilen möchte, mit Ichbotschaften arbeiten sollte. Also nicht, DU machst mir Angst!. sondern
ICH habe Angst um Dich!

Denn bei all den vielen Regeln, bin ich doch der Meinung, dass der Angehörige nicht zur Marionette werden muss und sich komplett zurücknimmt, aus lauter Angst etwas falsch zu machen.

Was ich auch noch bemerken möchte, dass der depressive Patient trotzdem noch Verantwortung für sich tragen sollte und auch muss. Wenn ihm alles abgenommen wird, ihm jegliche Selbstständigkeit genommen wird, wenn das Leben komplett schön für ihn gestaltet wird, dann hätte er wahrscheinlich gar keine Veranlassung dazu, etwas zu ändern.
Das nennt man glaube ich auch sekundären Krankheitsgewinn.

Ich weiß, dass es schwierig ist, denn es ist eine stetige Gratwanderung. Und trotzdem sind Angehörige auch Menschen und dürfen auch mal Fehler machen.

Weißt Du, ich bin fast auf mich allein gestellt, ich hatte so eine Unterstützung nicht. Ich musste als alleinerziehende Mutter trotz schwerer Depression meine Kinder noch versorgen und es hat mir keiner etwas abgenommen, geschweige denn Verständnis gehabt oder sich Sorgen gemacht.
Wenn einer zu mir gekommen wäre und hätte mir so etwas schönes gesagt, dann hätte es mich total berührt. Dass sich jemand Sorgen macht und mir helfen möchte, das hätte mich sogar bereichert.
Was mich aber immer runtergezogen hat, waren die Bemerkungen wie Dann kriege halt Deinen Hintern mal hoch, oder lenke Dich einfach mal ab oder dann musst Du halt mal rausgehen, Stell Dich nicht so an, depressiv sind wir doch alle mal
Das waren Ratschläge, Vorwürfe von Menschen, die keine Ahnung hatten, die mich nicht verstanden haben.
Das hat mich noch tiefer in mein Schuldgefühl getrieben, denn es scheinte ja alles so einfach zu sein, nur ich war nicht fähig, das zu bewerkstelligen. Diese Bemerkungen haben mich sehr verletzt.

Einen depressiven Menschen vorsichtig an seine Verantwortung zu erinnern, ist aber meiner Meinung nach O.K. Damit meine ich nicht die Verantwortung der Familie gegenüber, sondern erst einmal die Verantwortung für sich selbst.
Denn ohne seinen Willen, sich helfen lassen zu wollen, wird es nicht funktionieren. Unterstützung ist toll und wichtig, aber die Schritte zur Genesung hin, die kann ihm keiner abnehmen!


Ich hoffe, ich konnte Dir ein bisschen weiterhelfen.

Alles Gute!

27.05.2010 00:01 • #11


Y
Vielen Dank für deine einfühlsame und gehaltvolle Antwort! Ich habe mich sehr gefreut!


Das mit dem sekundären Krankheitsgewinn ist ein wichtiger Hinweis. Anders gesagt, ein Depressiver hats ja bei mir wirklich gut. Was ich fähig bin, den anderen zu entlasten und ihm abzunehmen, geht auf keine Kuhhaut. Darüber muss ich jetzt unbedingt mal nachdenken. Im Grunde habe ich Angst davor, dass er die Erkrankung auf meine Rechnung ausleben kann.

Zitat von Sonnenblume20:
Ich kenne diese Regeln für Angehörige gar nicht


Die gibt es selbst hier in diesem Forum. Sie sind wohl aus einem hilfreichem Buch zitiert und man findet sie so oder in leicht abgewandelter/ ergänzter Form zu Hauf im Internet oder im Psycho-Teil von beliebigen Frauenzeitschriften, selbst in meiner KochenBacken war so eine Übersicht schon drin. Das hatten wir mal gemeinsam gelesen, ich war aber so schockiert davon, wie Angehörige in die Pflicht genommen werden, ich hab damals zu ihm gesagt: Naja, blätter weiter, die Probleme haben wir Gott sei Dank nicht. Das hat er mir neulich in seinem Outing auch vorgeworfen. Ich sei ristrikt.

Dazu kann ich auch einfach sagen, dass ich gerade in mein Teenager Zeit vielfältige Probleme mit traumatischer Belastungsstörung hatte, ausgelöst durch Tod und Krankheit in meiner Familie. Das hat sich auch bis in meine junge Erwachsenenzeit fortgesetzt und wirklich stabil bin ich erst seit vielleicht drei Jahren. Natürlich will ich besser für ihn da sein, als meine Leute es damals in der Lage waren für mich da zu sein (die ja selbst traumatisiert waren). Trotzdem weiß ich aber von mir, dass ich in den schwärzesten Phasen, die auch mal von Suizidgedanken begleitet waren, niemals meine Verantwortung mir selbst gegenüber vergessen habe. Ich habe damals wirklich viel getan, um mir selbst zu beweisen, dass ich nichts wert sei. Trotz alledem hatte ich zu jede Zeit den Wunsch, dass es aufhört und dass es mir besser geht. Ich hatte immer einen Traum vom besseren Leben. Stück für Stück habe ich ihn mir mehr und mehr verwirklicht. Ich kann also ristrikt und aus meiner Erfahrung sagen: Ich sehe es als Verbrechen sich selbst gegenüber, wenn man sein Leben wegwirft. Und dieses Verhalten hat kein Platz mehr in meinem Leben.

Er ruiniert seit Jahren seine Gesundheit, mit seinem Verhalten schaufelt er sich sein eigenes Grab. Ist bei dem vielen Leidensdruck denn nicht der Wunsch nach Besserung zu erwarten? Dieses Wollen, dieses am-Leben-bleiben-wollen, ist, was mir Kraft geben würde in dieser Zeit. Was ist mit diesem Willen? Haben depressive Menschen diesen Willen denn nicht?

27.05.2010 07:32 • #12


S
Hallo Yahila,

Zitat von yahila:
Ist bei dem vielen Leidensdruck denn nicht der Wunsch nach Besserung zu erwarten? Dieses Wollen, dieses am-Leben-bleiben-wollen, ist, was mir Kraft geben würde in dieser Zeit. Was ist mit diesem Willen? Haben depressive Menschen diesen Willen denn nicht?

Dieser Wille, am Leben zu bleiben, geht tatsächlich mitunter verloren. Zumindest war es bei mir auch immer mal so.

Der Leidensdruck ist da, den spürt man jeden Tag von morgens bis abends. Und der Wunsch nach Besserung ist auf jeden Fall auch vorhanden. Ich habe immer wieder gesagt, dass ich nicht weiß, was leichter ist auszuhalten, starke körperliche Schmerzen oder dieser innere psychischer Druck bzw. Schmerz. Ich finde beides stark grenzwertig.
Aber es gab und gibt immer noch Phasen bei mir, wo ich jegliche Hoffnung, dass es mal besser werden würde, aufgegeben hatte. Dieses Gefühl gab es dann einfach nicht mehr bei mir. Ich konnte es mir nicht mehr vorstellen. Es war einfach sinnlos. Das gehört eben auch zu den Symptomen der Krankheit dazu, für einen Außenstehenden, der dieses Gefühl nicht kennt, natürlich schwer vorstellbar.

Und zumindest bei mir kam eine große körperliche Schwäche dazu, eine starke Antriebslosigkeit, die dem Wunsch nach Besserung natürlich im Wege stand. Denn wenn es besser werden soll, muss man natürlich etwas tun.
Ich konnte manchmal nur aufstehen, mich irgendwann anziehen und musste mich dann wieder hinlegen, weil ich körperlich zu erschöpft war.
In so einem schlimmen Zustand habe ich die Erlösung nur darin sehen können, dass ich nicht mehr da bin, denn ich konnte mir nicht mehr vorstellen, die Kraft aufzubringen, diese Therapien zu überstehen und meinen Alltag mit meinen Kindern meistern zu können.Und diese Art von Leben, sprich am Leben nicht mehr teilnehmen zu können, das wollte ich nicht mehr aushalten!

Ich muss zugeben, dass mich die Verantwortung meinen Kindern gegenüber am Leben erhalten hat. Da es bei mir ja keinen gab, der mich entlastet oder unterstützt hat, MUSSTE ich quasi für sie weiterleben und irgendwie es meistern, wenigstens die Grundversorgung zu gewährleisten. Ich wusste intuitiv, dass ich es meinen Kindern nicht antun wollte, einfach aus dem Leben zu scheiden, ich habe mir das gedanklich vorgestellt, wie sie sich fühlen würden, zumal sie auch keinen Vater haben, der sich kümmert, und dabei ist mir fast das Herz zerbrochen.

Mittlerweile ist der Überlebenswille bei mir grundsätzlich wieder stärker, aber auch nur, weil die Hoffnung wieder größer ist.
Das kann man aber nicht rational steuern, da helfen auch alle Vernunftsgedanken nichts, das ist ein Gefühl, was sich plötzlich wieder einstellt.

Zitat von yahila:
Ich sehe es als Verbrechen sich selbst gegenüber, wenn man sein Leben wegwirft.

Da hast Du sicherlich recht, das ist Selbstzerstörung, aber manche Menschen befinden sich eben in solch großer Not, dass sie aus diesem Dunstkreis nicht entfliehen können.

Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass es schlimm ist, mit anschauen zu müssen, wie der Partner sein Leben zerstört.

Wichtig ist für Dich natürlich auch, dass Du Deine Grenzen der Belastbarkeit kennenlernst. Du musst, wie gedagt, nicht alles aushalten und mitmachen. Und Du kannst es ihm , wie ich ja schon gesagt habe, ihm auch mitteilen, wie Du Dich fühlst.

Ich finde es trotzdem bemerkenswert und bewundernswert, wie Du Dich mit der Krankheit auseinandersetzt und vor allem auch, wie Du Deinen Mann torzt allem unterstützt. Wahrscheinlich deswegen, weil ich es so in der Art nicht kennengelernt habe.

Ich hoffe, dass ich jetzt nicht zu viel geschrieben habe!

27.05.2010 18:36 • #13


Y
Danke ihr Lieben, mit euch schreiben hilft!
Zitat von NurIch:
wann und wieviel Stunden schläft er überhaupt ?


Gestern war ich mit meiner Mom und meiner Schwester bei S. and the City, dann habe ich auch bei meiner Mom übernachtet. Er war also ohne Kontrolle. Heute habe ich zu Hause eine große und eine kleine Flasche Wein im Müll gefunden. Leer getrunken natürlich. Ich sehe ihm an und ich rieche es auch, dass er verkatert ist. Ich habe ihn gefragt, er hat nach 18 Stunden Wachsein 5 Stunden geschlafen mit kleinen Unterbrechungen.

Länger als zwei drei Stunden am Stück sind es nie. Deswegen möchte ich ja, dass er das zumindest erstmal medikamentös einstellt, ich habe ja auch Angst er kippt einfach tot um. In den Morgenstunden ab um sieben dröselt er dann auch mal richtig weg. Er liegt dann aber völlig regungslos da - mehr bewusstlos als schlafend. Sein verkaterter Gesichtsausdruck löst bei mir manchmal Ekel aus. Ich muss mich dann sehr zusammenreißen nicht fies zu werden und mich nicht in Schimpftiraden zu ergehen. Mir ist das auch noch nicht passiert, aber ich habe Angst davor, wenn er sich nicht ändert, wirds ja früher oder später passieren.


Zitat von Missi:
Hallo yahila,
was sagt denn dein Partner zum Thema Therapie?
Zitat von yahila:
Ich habe ihm angeboten einen Therapieplatz zu suchen und ihm gesagt, ich würde soetwas nie hinter seinem Rücken machen, aber ich weiß ja, dass es ihm schwerfällt etwas zu unternehmen. Und dass wenn er es möchte, ich ihm diese Arbeit abnehme. Er findest das in Ordnung.

Ich habe einen Therapieplatz für ihn gefunden ! In der ersten Juniwoche kann es schon losgehen. Mein Engagement und meine gute Telefonstimme haben mir mal wieder sehr geholfen Gestern habe ich ihn dann zu einem Ausflug in ein Cafe bewegen können, bei einem Latte konnte ich ihm den Therapielplatz als Angebot unterjubeln, was er annehmen oder auch ablehnen kann. Er hat es schließlich angenommen und die Situation war recht entspannt. Ich freue mich über diesen Erfolg.
Zitat von Sonnenblume20:

Ich finde es trotzdem bemerkenswert und bewundernswert, wie Du Dich mit der Krankheit auseinandersetzt und vor allem auch, wie Du Deinen Mann torzt allem unterstützt.


Dankeschön für das schöne Lob. Ich kann dazu nur eines sagen: Ich bin so. Ich könnte es nichtmal sein lassen. Der liebe Gott hat mir die Kraft gegeben, die Herausforderungen in meinem Leben zu meistern. Und ich habe mich entschlossen genau diesen Weg zu gehen. Ich zaudere nicht. Wozu auch, wenn ich meine Entscheidung schon getroffen habe?
Zitat von Sonnenblume20:
Wahrscheinlich deswegen, weil ich es so in der Art nicht kennengelernt habe.


Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass du diese Unterstützung eines Tages findest. Vielleicht findest du sie nicht in jemand anderem, vielleicht sogar einfach nur in Dir!


Meine ganze Familienplanung habe ich auf Eis gelegt. Das hat mir zwar erst sehr weh getan, aber nun sehe ich die Möglichkeit, aus dieser Situation Kraft für mich zu schöpfen: Ich möchte ab heute vor allem meine Energie wieder in mich stecken. Es klingt vielleicht verrückt, aber ich habe ein kleines Fach in meiner Kommode, wo ich hin und wieder Babysachen versteckt habe, um sie heimlich angucken und bewundern zu können. Kleine Socken, Mützchen, eine Mullwindel und solche Sachen. Vielleicht werde ich die Sachen in eine hübsche Schachtel verstauen und weiter nach hinten sortieren. Aber heute schaffe ich das noch nicht. Ich fürchte, ich würde sehr weinen müssen.


Für seinen Platz bei einer Psychotherapeutin habe ich gesorgt, Eltern und Freunde habe ich alarmiert und nicht zu letzt habe ich ihn ja auch immer noch im Auge. Er wünscht sich sehr eine Katze und sagt, er würde sich dann auch ganz alleine darum kümmern. Was meint ihr, könnte ihm das helfen? Ich bin da sehr skeptisch, da ich zu erst auch an das Tier denke. Ich selbst bin eine vorzügliche Hundemama und weiß wie viel Disziplin dahinter steckt, ein Tier zu versorgen Jetzt dröhnt er gerade wieder im Bett weg, wer weiß ob er heute überhaupt noch zur Arbeit geht. Das Chaos, welches er mir in der Wohnung hinterlassen hat werde ich erstmal beseitigen und dann mache ich einfach mal all die Sachen, die ich seit Wochen schon tun wollte und mir nicht die Zeit genommen habe, unter anderem ins Fintessstudio gehen.


Tausend Dank für Eure Aufmerksamkeit! Alles Liebe und Gute!


Ya

28.05.2010 12:36 • #14


A


Hallo yahila,

x 4#15


Y
er schläft immer noch


es beruhigt mich zwar, dass sein körper zur ruhe kommt aber andersrum: wie kaputt ist er ?

28.05.2010 14:44 • #15

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