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Schlechtes Gewissen Job und Kollegen

R
Liebe @Mit180gen0 ,
wieso fällt es mir so schwer viel zu lesen , aufzunehmen und zu verstehen ?
Anders herum kann ich selbst viel von dem schreiben was mich belastet ,ohne das es mir Mühe macht.
Deinen Weg zu deinen persönlichen Bournout wie du ihn gerade erlebst, was du fühlst und empfindest,
all das habe ich gelesen . Und weist du was, ich mache mir solangsam immer mehr Gedanken mit
dem was ich hier von dir/euch geschrieben bekomme.
Zitat von Mit180gen0:
,
ich wollte dich mit dem Video nicht bedrängen. Fühle dich bitte zu nichts überredet oder kritisiert oder so!

Nein auf gar keinen Fall habe ich mich bedrängt oder sonstiges gefühlt, fand es sehr nett und aufmerksam.
Das Video mit den enthaltenen Tipps, die Diskussion hier mit euch, sie helfen mir. Ich denke viel nach,
intensiver .Mit meiner Familie habe ich heute noch nicht darüber gesprochen, wahrscheinlich morgen
Nachmittag beim Kaffeetrinken. Ich möchte meine beiden Frauen doch auch nicht ständig die
Ohren mit meinen Sorgen füllen. Möchte das sie sich wohl fühlen in meiner Gegenwart.

Hilfe annehmen kann nicht jeder. Wie bei dir das du glaubst trotzt evtl. Unterstützung auf der Arbeit keine
Hilfe annehmen zu können. Sicherlich ist das ein langer Weg dort einsicht zu bekommen.
Freunde, Bekannte treffen wir auch gemeinsam nur wenig. Meistens verabredet sich meine Frau mit
ihren Freundinnen. Ich schaffe das alles irgendiwie nicht. Ich habe wirklich gute Freunde, wir haben gute
gemeinsame Freunde,aber ich bin nach Treffen mit ihnen in den letzten Wochen einfach total erschöpft,
kraftlos. Ich möchte mich momentan mit kaum jemanden treffen und erfinde gar immer neue Ausreden
weshalb mir ein Treffen nicht passt. Nur der Gedanke daran mich mit einen meiner Freunde zu treffen stresst mich enorm und macht mich völlig platt. Was ist das ? Ich kannte das vorher nicht,freute mich
immer nach einen langen Arbeitstag Abends noch einen Kumpel auf ein B.ier zu treffen und zu quatschen.
Oder gemeinsam zu joggen, Rad zu fahren. Heute mache ich diese Dinge für mich alleine. Ich setze mich
auf mein Bike und bin stundenlang unterwegs, will meine Ruhe,will allein sein. Oder ich gehe joggen,reagiere mich beim laufen ab. Ab und an mache ich gemeinsam mit meiner Familie eine Radtour
oder wir gehen gemeinsam joggen, aber auch diese Gemeinsamkeiten sind schon weniger geworden.

Einen guten Therapeuten an seiner Seite zu haben ist da schon wichtig, meiner erkennt ganz gut was mit mir los ist. Ich selbst hätte ja nicht an Bournout gedacht, aber nun wo ich hier so einiges im Forum nachlese scheint es tatsächlich so zu sein. Das du mit dem schnell gefundenen Therapeuten nicht so
gut klar kommst oder ein gutes Gefühl hast ist natürlich in deiner Lage schlecht. Drücke dir die
Daumen das du schnell einen guten Ersatz findest ,wo du dann auch zeitnah hingehen kannst.

Alles gute an dich und vielen Dank.

09.04.2022 20:17 • #16


Mit180gen0
@Ronny
Zitat von Ronny:
Nur der Gedanke daran mich mit einen meiner Freunde zu treffen stresst mich enorm und macht mich völlig platt. Was ist das ?

Ja, genau das ist wohl Burnout.
So war es bei mir auch, ich habe es damals nur nicht bemerkt.

Hättest du evt. auch nicht, wenn du hier nicht mit uns schreiben würdest.

So im Herbst habe ich mich immer gefragt, was noch passieren muss, ob ich mal schreiend irgendwo am Boden liege. Aber es kam viel leiser, viel schleichender und BUH war es plötzlich da.

Danke, lieb, dass du in deinen eigenen Sorgen noch an mich denkst!

Wir werden sehen.

Ich kann das mittlerweile viel gelassener sehen, hat aber lange gedauert.

09.04.2022 20:51 • x 1 #17


A


Hallo Ronny,

Schlechtes Gewissen Job und Kollegen

x 3#3


R
Ich denke auch und werde mich definitiv intensiver damit auseinandersetzen müssen @Mit180gen0
Nur wächst mir momentan sovieles über den Kopf das ich schon gar keinen klaren Gedanken mehr
fassen kann. Heute der Sonntag war relativ ruhig, habe es tatsächlich geschaft mir ein wenig Ruhe zu gönnen und trotzdem war ich so was von schlapp, völlig ausgelaugt und müde. Gemeinsam mit meiner Frau und unserer Tochter haben wir dann beim Nachmittagskaffee in aller Ruhe geredet,geredet was ich machen kann,wie ich es angehen kann eine Auszeit auf der Arbeit zu nehmen, trotzt Personalmangel und schlechten Gewissen. Meine Frau meinte ich solle ganz offen und vertraut mit meinen Chef reden ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Ich solle ihm erklären wie erschöpft ich mich fühle, das ich Angst habe Fehler auf der Arbeit zu machen die mich hinterher noch in Erklärungsnöte bringen könnten. Mein Job ist sehr anspruchsvoll und setzt volle Konzentration vorraus. In meinen Job darf ich keinen Fehler machen.
Ich habe sehr viel mit Zahlen zu tun. Vielleicht hat meine Frau gar nicht so Unrecht mit ihren Vorschlag,
aber soll mein Chef erfahren das ich Depressionen habe, soll er erfahren das ich evtl. einen Bournout habe? Unsere Tochter schlug mir vor , morgen erst zur Arbeit zu gehen um meinen guten Willen zu zeigen und dann nach zwei drei Stunden zu gehen, mit den Hinweis das ich mich unwohl fühle und eigentlich gar nicht erst kommen wollte. Meine Gedanken kreisen und kreisen und ich werde wohl eine sehr unruhige
und grübelnde Nacht vor mir haben.

10.04.2022 20:02 • #18


Mit180gen0
Zitat von Ronny:
Ich denke auch und werde mich definitiv intensiver damit auseinandersetzen müssen @Mit180gen0 Nur wächst mir momentan sovieles über den Kopf das ich schon gar keinen klaren Gedanken mehr fassen kann. Heute der Sonntag war relativ ruhig, habe es tatsächlich geschaft mir ein wenig Ruhe zu gönnen und trotzdem war ...

Am Ende kannst nur du entscheiden, wie du weiter machst. Und auch, was du deinem Chef erzählen möchtest.

Wenn ihr ein gutes Verhältnis habt, evt. etwas mehr, sonst etwas weniger.

Du musst gleich am Anfang auch nichts weiter sagen, nur, dass es dir nicht gut geht.

Ich habe auf der Arbeit am Anfang nichts gesagt, dann ein klein wenig, jetzt etwas mehr, aber längst nicht alles. Nur, dass ich aktuell keine Kraft mehr habe und total erschöpft bin.

Ich wünsche dir trotz allem eine angenehme Nacht und morgen einen guten Tag.

Vielleicht hilft dir ja auch eine Runde Yoga heute Abend? Mady macht das in meinen Augen sehr sehr gut. Schön ruhig mit angenehmer Stimme.

10.04.2022 20:09 • x 1 #19


R
Zitat von Mit180gen0:
Am Ende kannst nur du entscheiden, wie du weiter machst. Und auch, was du deinem Chef erzählen möchtest.
Wenn ihr ein gutes Verhältnis habt, evt. etwas mehr, sonst etwas weniger.

Ja letztendlich liegt die Entscheidung ganz bei mir alleine und die kann mir niemand aus der Hand nehmen,
wobei das manchmal echt nicht schlecht wäre wenn man sich überfordert fühlt, ein schlechtes Gewissen
hat. Naja, zu meinen Vorgesetzten habe ich eigentlich ein ganz gutes Verhältnis, wir reden auch schon mal
privates und er hat viel Vertrauen in dem was ich im Job mache. Das macht es mir aber nicht leichter mich
ihm anzuvertrauen. Er könnte ein völlig anderes Bild von mir bekommen. Vielleicht täusche ich mich auch und er hätte Verständniss.
Danke für das nette Video @Mit180gen0 aber Yoga ist so gar nichts für mich. Meist gehe ich Abends noch
ein wenig spazieren um ein wenig zur Ruhe zu kommen ehe ich schlafen gehe. Die Frische Luft tut mir
ganz gut kurz vor ins Bett gehen.

10.04.2022 20:31 • #20


Mit180gen0
Zitat von Ronny:
Ja letztendlich liegt die Entscheidung ganz bei mir alleine und die kann mir niemand aus der Hand nehmen, wobei das manchmal echt nicht schlecht wäre wenn man sich überfordert fühlt, ein schlechtes Gewissen hat. Naja, zu meinen Vorgesetzten habe ich eigentlich ein ganz gutes Verhältnis, wir reden auch schon mal ...

Sei zuversichtlich. Du hast scheinbar eine liebe Familie und bist nicht alleine.
Du hast wohl an diesem WE einige Erkenntnis erlangt und am Ende wirst du deinen Weg gehen. An der frischen Luft

10.04.2022 20:40 • x 1 #21


Mit180gen0
@Ronny Lieber Ronny,
wie ist es dir heute ergangen?

Wie fühlst du dich?

11.04.2022 19:18 • x 1 #22


Lost111
Zitat von Ronny:
Wie gehts du damit um ? Bekommst du Unterstützung durch einen
Therapeuten/in , deiner Familie, Freunde ? Setzt sich dein Arzt für dich ein das du professionelle Hilfe erhälst ? Denn nur daheim sein ist kein Weg aus dem ganzen Übel herauszufinden was uns plagt. Für deine momentane Situation wünsche ich dir viel Kraft das du schon bald wieder aufstehen kannst und aufrecht und gestärkt nach vorne schauen kannst. Bei mir muss noch so einiges passieren denke ich.

Mir fällt es auch immer wieder schwer, mir einzugestehen, dass ich krank bin und sein darf.
Aktuell will ich mich nach einem Therapieplatz bemühen und ich habe auch noch eine Psychiaterin an meiner Seite. Mein HA kann da leider nicht viel machen. Klar, er hört zu und nimmt sich Zeit, aber was soll er groß machen? Ich muss tätig werden, damit es mir besser werden kann. Und das ist verdammt schwer.
Mein kleiner Familienkreis unterstützt mich, wenn ich um Hilfe bitte. Freunde habe ich so gesehen nicht, aber 2 liebe Kolleginnen, die mir schon angeboten haben, zum Reden zur Verfügung zu stehen.

Ich wünsche dir auch viel Kraft zum Weitermachen. Leider sieht es nach wie vor dunkel in mir aus.

11.04.2022 19:21 • x 1 #23


Mit180gen0
Zitat von Lost111:
Mir fällt es auch immer wieder schwer, mir einzugestehen, dass ich krank bin und sein darf. Aktuell will ich mich nach einem Therapieplatz bemühen und ich habe auch noch eine Psychiaterin an meiner Seite. Mein HA kann da leider nicht viel machen. Klar, er hört zu und nimmt sich Zeit, aber was soll er groß machen? ...

Liebe Lost111,
dir wünsche ich ebenso viel Kraft! Und weiter liebe Menschen an deiner Seite, das macht sehr viel aus!

Ich habe meinen Therapeuten heute gecancelt... es passte nicht.

11.04.2022 19:24 • x 2 #24


R
Zitat von Mit180gen0:
Lieber Ronny,
wie ist es dir heute ergangen?
Wie fühlst du dich?

Nett von dir das du fragst, merci.
Naja du, mein Tag war sehr durchwachsen. Heute früh im Job hatte ich plötzlich Herzklopfen und
Übelkeit bekommen. Okay, vorher saß ich an meinen Arbeitsplatz und grübelte die ganze Zeit vor mich hin was ich machen soll.Geh ich jetzt rüber ins Büro meines Chefs und rede mit ihm, gehe ich zu ihm und
sage einfach das ich mich nicht gut fühle und wohl zum Arzt gehe. Allein diese Grübelei löste in mir
Angstgefühle aus, daher dann mit Sicherheit auch das Herzklopfen und die Übelkeit. Was habe ich getan?
Gar nichts, habe mich an die Arbeit gemacht, habe mich richtig reingekniet um nicht die ganze Zeit grübeln
zu müssen was ich denn nun mache . In der Mittagspause bin ich dann eine Runde spazieren gegangen,
das Wetter lud zum verweilen draussen ein. Essen konnte ich nichts, kein Hunger , immer noch leichte
Übelkeit. Den Rest des Arbeitstages habe ich dann irgendwie hinter mich gebracht. Auf dem Heimweg
stand ich dann erst im Stau und musste letzendlich noch einen Umweg fahren, da die Straße wo ich
täglich herfahre von flüssigen Harz übergossen war. Die Polizei hatte die gesamte Hauptverkehrsstrasse gesperrt. Was für ein Tag.
@Lost111, ja das ist es ja, sich einzugestehen und sich auch zu erlauben krank sein zu dürfen, das fällt
halt nicht jeden leicht. Hat das wohl was mit Selbstzweifel zu tun, an sich und ob man es wert ist ?
Ob man sich krank sein erlauben darf , oder dürfen es immer nur die anderen ? Aber so wie ich bei dir
rauslese stehst du dazu selbst wenn es dir nicht leicht fällt. Wünschenswert wäre es, wenn du dir
tatsächlich einen Ruck geben könntest und dir Hilfe in Form einer Therapie holen könntest. Aber ich weiß, vieles ist leicht gesagt wenn einem die Kraft und vielleicht auch der Glaube daran hindert das einem eine
Therapie etwas bringen kann.

Ich kann dir nur von mir sagen, mir tut meine Therapie wirklich gut und ich bin
froh so einen aufmerksamen Therapeuten an meiner Seite zu haben. Einen Therapeuten der bei mir einen
beginnenden Bournout erkennt und sich für mich einsetzen möchte einen Platz in der TK zu bekommen,
wenn ich es möchte, wenn ich dazu bereit bin. Hält dich etwas ganz bestimmtes zurück es nicht zu tun ,
also eine Therapie ? Hast du Kinder , oder sonstige Verantwortungen die dich hindern könnten?
Na wenigstens hast du deine Familie die dir zuhört und zwei nette Koleginnen die dir anbieten mit ihnen reden zu können. Das hat nicht jeder. Dennoch können sie eine Therapie nicht ersetzten. Meine Frau und unsere Tochter unterstützen mich auch sehr und halten zu mir, obwohl ich sehr oft ein schlechtes Gewissen ihnen gegenüber habe. Irgendwie macht mich das auch traurig.
Meine Nacht war übrigens sehr kurz, gerade mal drei Stunden geschlafen den Rest habe ich mit grübeln verbracht.

11.04.2022 21:19 • x 1 #25


Mit180gen0
Zitat von Ronny:
Nett von dir das du fragst, merci. Naja du, mein Tag war sehr durchwachsen. Heute früh im Job hatte ich plötzlich Herzklopfen und Übelkeit bekommen. Okay, vorher saß ich an meinen Arbeitsplatz und grübelte die ganze Zeit vor mich hin was ich machen soll.Geh ich jetzt rüber ins Büro meines Chefs und rede mit ...

Du allein entscheidest...

Wenn nicht heute, dann übermogen, oder an Tag X - für immer geht das so nicht weiter.

11.04.2022 21:25 • x 1 #26


Lost111
Zitat von Ronny:
Aber so wie ich bei dir
rauslese stehst du dazu selbst wenn es dir nicht leicht fällt. Wünschenswert wäre es, wenn du dir
tatsächlich einen Ruck geben könntest und dir Hilfe in Form einer Therapie holen könntest. Aber ich weiß, vieles ist leicht gesagt wenn einem die Kraft und vielleicht auch der Glaube daran hindert das einem eine
Therapie etwas bringen kann.

Ja inzwischen habe ich gelernt, dass ich krank sein darf. Wenn es auch jedes Mal ein Ringen ist, ob ich zum Arzt gehe oder nicht. Ich habe schon lange vor, mir einen Therapieplatz besorgen. Was hält mich ab? Nun, ich selbst. Ich habe Angst davor, irgendwo anzurufen. Kling skurril oder? Dabei ich an sich keine Angst vor'm Telefonieren. Es ist wohl eher die Angst davor, dass es Realität werden könnte. Könnte ich mir jetzt mal so vorstellen. Und es wäre echt mehr als sinnvoll für mich!
Ich will die Menschen, die ich liebe und mag, auch nicht ständig mit meinen Sorgen und Ängsten belasten, weißt du. So bin ich einfach nicht, ich mache auch sehr viel mit mir selber aus (sofern das möglich ist).
Mein HA hat es sich einfach gemacht: bis zum nächsten Termin soll ich wenigstens 2 Therapeuten angerufen haben.
Immerhin habe ich es diese Woche geschafft, einen anderen wichtigen Termin zu vereinbaren.

Sei froh, dass du einen fähigen Therapeuten gefunden hast.

11.04.2022 21:30 • x 2 #27


R
Ach weist du @Lost111 , so skurill hört sich das für mich jetzt nicht an, denn es kommt mir sehr bekannt
vor. Ich habe keine Angst zu telefonieren, nein ich telefoniere in meinen Job sehr viel. Telefoniere daheim
mit Freunden, Verwandten ect. wenn mir dannach ist. Aber soll ich Telefonate führen wie Arzttermine,
oder Anfragen nach z.B. simplen Rehasport ect., dann schaffe ich das kaum. Immer dann wenn es um mich geht, das ich irgendwas erreichen könnte und es dann auch umsetzen muss, das macht mir irgendwie Angst.
Keine Ahnung weshalb, auf der einen Seite suche ich nach Lösungen und Hilfe und auf der anderen Seite
blocke ich völlg ab. Manchmal bitte ich gar meine Frau darum für mich Telefonate zu übernehmen, gar Arzttermine zu machen oder so. Ich schaffe das einfach nicht. Sie unterstützt mich auch dort, lieb wie sie ist. Aber, sie sagt mir auch oft genug das ich das auch allein kann und auch schaffe. Natürlich versuche ich
dann auch hin und wieder selbst den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und anzurufen. Doch es ist
mir ganz oft passiert das ich eine bestimmte Nummer wählte und sobald das Freizeichen kam legte ich auf. Mir wird einfach heiß , leichte Luftnot, nein ich muss auflegen ehe jemand dran geht.
Zitat von Lost111:
Mein HA hat es sich einfach gemacht: bis zum nächsten Termin soll ich wenigstens 2 Therapeuten angerufen haben.

Sieh es doch mal so, er will dir wahrscheinlich keine Angst machen sondern dich dabei unterstützen einen
wichtigen Schritt für dich zu tun. Vielleicht will er dich auch damit aus der Reserve locken , damit du endlich für dich tätig wirst. Ja ich bin froh das ich wenigstens meinen Therapeuten habe. Aber ehrlich, nun da er mir
eine Therapie in der TK nahelegt habe ich ein schlechtes Gewissen wenn ich zu ihm gehe und ihm kein
Ja dazu geben kann. Zumindest jetzt noch nicht. I

11.04.2022 21:47 • x 1 #28


Mit180gen0
Zitat von Ronny:
Ach weist du @Lost111 , so skurill hört sich das für mich jetzt nicht an, denn es kommt mir sehr bekannt vor. Ich habe keine Angst zu telefonieren, nein ich telefoniere in meinen Job sehr viel. Telefoniere daheim mit Freunden, Verwandten ect. wenn mir dannach ist. Aber soll ich Telefonate führen wie Arzttermine, ...

Dafür hasse ich es, zur Post zu gehen.

Ich habe mir eine Liste mit knapp 20 Therapeuten gemacht. Allein das hat 3 Tage gedauert!

Dann nacheinander da anzurufen nochmal... Mir war schlecht, ich habe geheult, alles.

Ich war am Ende danach mit meinen Kräften. Aber ich habe mich gezwungen! Ich wusste: alleine schaffe ich das nicht.

Und nun habe ich den gefundenen heute wieder abgesagt, also alles auf Anfang.

11.04.2022 21:56 • x 1 #29


A


Hallo Ronny,

x 4#15


Lost111
Zitat von Ronny:
Aber soll ich Telefonate führen wie Arzttermine,
oder Anfragen nach z.B. simplen Rehasport ect., dann schaffe ich das kaum. Immer dann wenn es um mich geht, das ich irgendwas erreichen könnte und es dann auch umsetzen muss, das macht mir irgendwie Angst.
Keine Ahnung weshalb, auf der einen Seite suche ich nach Lösungen und Hilfe und auf der anderen Seite
blocke ich völlg ab.

Ich telefoniere im meinem Job auch viel und ohne Probleme. Es ist ja nicht so, als ob ich das nicht könnte.
Du beschreibst es auf den Punkt: man möchte Hilfe, aber auch der anderen Seite ist da die Angst vor der Realisation.
Ich kann und will das Telefonieren nicht an Andere delegieren. Ich muss und kann das schaffen! Das ist mein Anspruch.
Ich bin dann auch immer sehr aufgeregt, meine Stimme scheint zu versagen, mein Herz schlägt schneller, mir wird warm.
Zitat:
Sieh es doch mal so, er will dir wahrscheinlich keine Angst machen sondern dich dabei unterstützen einen
wichtigen Schritt für dich zu tun. Vielleicht will er dich auch damit aus der Reserve locken , damit du endlich für dich tätig wirst.

Richtig, er meint es sicherlich nicht böse, das weiß ich. Aber es wäre ja auch ein winzig kleiner Erfolg, wenn ich ich das schaffen würde!
Zitat:
Aber ehrlich, nun da er mir
eine Therapie in der TK nahelegt habe ich ein schlechtes Gewissen wenn ich zu ihm gehe und ihm kein
Ja dazu geben kann. Zumindest jetzt noch nicht. I

Da musst du wirklich kein schlechtes Gewissen haben! Du entscheidest, was passiert und was nicht!
Vielleicht bist du einfach noch nicht bereit dazu. Und wie sagt man immer so schön: aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

11.04.2022 21:58 • x 2 #30

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