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Schwere Depression mit Burnout und Krankheitsängste

J
Münsterland.
Und du?

26.09.2019 14:13 • #31


Fisch611
Rhein-Main

26.09.2019 14:37 • #32


A


Hallo Fisch611,

Schwere Depression mit Burnout und Krankheitsängste

x 3#3


Jedi
Hallo Jenny83 !

Zitat von Jenny83:
Ja genau darauf wollte ich hinaus.
Der Unterschied zwischen einsam sein und allein sein.

Ich habe in meiner Therapie auch gelernt, dass es da noch einen weiteren Begriff gibt, die innere Leere !
Eine eher schwach ausgeprägte Depression, kennzeichnet ein Gefühl der inneren Leere !
Zitat von Jenny83:
Eigentlich hat ja so ziemlich Jeder einen Partner und Freunde.

Nun ich glaube, dass es deiner persönlichen Situation u. Sichtweise entspringt, dass Du glauben willst, dass so ziemlich jeder einen Partner oder über Freunde verfügt.
Dieses Phänomen kennen Frauen, die sich ein Kind wünschen u. wo es nicht so recht gleich klappen will, dass wenn sie rausgehen, laufend Frauen mit Kinderwagen begegnen oder auch nur sehen.
Die heutige Statistik sagt, dass heute jede dritte Ehe geschieden wird u. die Haltbarkeit einer Ehe nur noch wenige Jahre beinhaltet.
Die Gründe hier für sind vielfältig !
Belegt ist auch, dass der Anteil an Single-Haushalte stetig wächst !

Zitat von Jenny83:
etwas zu unternehmen und wenig Lust, überhaupt vor die Tür zu gehen, weil ich es kaum aushalten kann, ständig diese ganzen glücklichen Menschen um mich herum ertragen zu müssen.

Das Dir die nötige Kraft fehlt, etwas zu unternehmen, gar wenig Lust dazu hast, raus zu gehen, könnte Deiner momentanen psychischen Verfassung geschuldet sein.
Wie ich lesen konnte, hast Du in zwei Wochen einen Termin bei einem Psychologen u. Psychotherapeuten.
Das finde ich gut, dass Du Dir da hilfe gesucht hast !

Diese Deine Sicht auf die vermeintlich ganzen glücklichen Menschen, sehe ich eher so, wie ich es mit den Frauen beschrieben habe, mit einem noch unerfüllten Kinderwunsch !
Was glaubst Du wohl, wieviele Paare es gibt, die sich auch in einer Ehe oder Paarbeziehung einsam fühlen ?
Aber unsere Sicht, wenn unsere Bedürfnisse u. Wünsche gerade sich nicht erfüllen lassen, verstellt uns die Sicht, weil wir einenFilter vorgeschaltet haben u. der uns glauben lassen will, jetzt gerade nur noch glücklichen Menschen zu begegnen.

Zitat von Jenny83:
Wahrscheinlich ein großer Schritt in Richtung Rückzug in die von dir beschriebene selbst gewählte Isolation.

Das könnte sich duraus dahinter verbergen.
Dies kann u. wird ein mögliches Thema werden können in einer Therapie !

Zitat von Jenny83:
Gibt es andere Bücher, die du gelesen hast und empfehlen kannst?

Über Einsamkeit habe ich kein weiteres gelesen.
Womit ich mich intensiv in meiner Therapeutischen Begleitung (KVT) auseinandergesetzt habe, sind meine Prägungen, erlernten Verhaltensmuster u. im Unterbewusstsein abgespeicherte Glaubensätze.
So habe ich aus eigener Biograhisches Erkenntnis heraus, mich auch mit dem inneren Kind noch einmal auseinandergesetzt
u. mich mit meinen inneren Instanzen beschäftigt, die einem das Leben nicht gerade erleichtern.
Über diese Erfahrung habe ich hier im Forum auch in eigenen Threads etwas geschrieben.
Um seinem Verhalten u. seinem Denken auf die Spur zu kommen, finde ich das Buch von John Bradshaw -
Das Kind in Uns, als ein sehr wertvolles Buch.
Denn so wie der Untertitel es schon verrät Wie finde ich zu mir Selbst, ist eine der wichtigsten Fragen, denen nicht nur ich mir selbst oft gestellt habe, sondern, diese suche danach, wie ich zu mir selbst finden kann, verbergen sich auch in
vielen Beiträge von Betroffenen hier im Forum.

Zitat von Jenny83:
ich persönlich bin trotzdem irgendwie davon überzeugt, dass Vieles auch mit der Entwicklung und Veränderung der Gesellschaft zusammenhängt.

Da stimme ich Dir sicherlich zu u. deshalb kann es wichtig sein, sich einmal die Frage zu stellen,
Wer bin ich, wenn ich niemand sein muss ?

LG Jedi

26.09.2019 15:21 • x 1 #33


J
@Jedi

Das mit dem Kinderwunsch und den Kinderwagen ist sicher richtig

Bei mir ist es nicht unbedingt nur eine aus meiner persönlichen Situation heraus verblendete Sichtweise, sondern einfach der Umstand, dass man mit kleinen Kindern automatisch tagtäglich mit jungen Familien zu tun hat.
Kindergarten und Schule liegen in einem Neubaugebiet, wo die ganzen Freunde meiner Kinder wohnen. Also Familien, die gerade ein Haus gebaut haben und auch noch jüngere Kinder haben.
Bei der Arbeit haben drei Kolleg/Innen gerade geheiratet, 5 sind aktuell schwanger und 3 Männer sind zum 2. oder 3. Mal Vater geworden. Das macht man ja alles nicht, wenn man in seiner Beziehung unglücklich ist.
Natürlich kenne ich auch Paare, die sich getrennt haben. Allerdings haben die immer recht schnell auch wieder neue Partner.
Das fällt auch nicht nur mir auf, sondern auch von vielen anderen wurde ich bereits darauf angesprochen, warum das so ist und was mit mir nicht stimmt.
Indirekt bekomme ich es ja sogar hier unter die Nase geschmiert, dass ich als Einzige keinen abbekomme, wenn ich lese, es gibt viele, die jemanden kennen gelernt haben und ich habe auch einen tollen Mann gefunden. Sorry! Ich weiß, dass das nicht böse gemeint war, sondern wahrscheinlich eher im Gegenteil. Aber schonmal darüber nachgedacht, wie sowas ankommt? Tut gerade weh.

Das mit den Scheidungen kann ich nur bestätigen. Da ich seit 12 Jahren im Familiengericht arbeite, sitze ich diesbezüglich ziemlich direkt an der Quelle
Aber auch hier besagt meine Berufserfahrung, dass kaum jemand, der einen Scheidungsantrag stellt, noch keinen neuen Partner hat. Viele trauen sich vorher einfach nicht, sich zu trennen. Leider. An sich ist das ja traurig und ich bin froh, dass ich nicht so abhängig und unselbstständig bin. Von daher brauche ich tatsächlich keinen Partner. Ich komme sehr gut alleine zurecht und kann auch alles alleine. Trotzdem wäre es schön, nach all den Jahren mal wieder in den Arm genommen zu werden.

Mit den Büchern meinte ich zum Thema Depressionen allgemein. Über das Krankheitsbild und medizinische Details dazu.

Wer bin ich, wenn ich Niemand sein muss?

Das ist eine wirklich tolle und interessante Frage, über die man sich tatsächlich viele Gedanken machen kann.

26.09.2019 17:46 • x 1 #34


Fisch611
Sorry, ich wollte Dich nicht frustrieren mit der Aussage, sondern Mut machen. Und ja, der Richtige fällt nicht vom Himmel und manchmal dauert es lange bis es wieder klappt. Das bist sicher Du auf dem Foto? Super hübsch übrigens

26.09.2019 17:53 • x 1 #35


A
Guten Tag, hab heute vom Psychotherapeut die Diagnose F32.1g mit burnout erhalten. Wer hat Erfahrung damit?Wie geht's jetzt weiter?

26.09.2019 18:16 • x 1 #36


J
@Fisch611
Das weiß ich und habe es auch so aufgefasst.
Nur manchmal in ganz schlechten Momenten nervt mich etwas in der Sekunde so arg, dass ich meinen Unmut kundtun muss.
Eine Minute später tut es mir schon wieder leid, dass ich da so beleidigt rumgepampt habe.
Ich merke auch einfach, dass mir das hier nicht gut tut. Vielleicht das falsche Forum.?
Mir fällt immer mehr auf beim Lesen, dass ich mit meinen Sorgen und Problemen ja doch recht alleine da stehe. Und das hat leider den gegenteiligen als den erhofften Effekt.

26.09.2019 18:42 • #37


Jedi
Hallo Jenny83 !

Zitat von Jenny83:
Natürlich kenne ich auch Paare, die sich getrennt haben.
Allerdings haben die immer recht schnell auch wieder neue Partner.

Ja, diese Erfahrung kenne ich in meinem Umfeld auch.
Manchmal gab es schon lange vor der eigentlichen Trennung schon einen anderen Menschen an deren Seite.
Ich bin eher skeptisch, ob es gut ist, von einer Beziehung in eine nächste zu wechseln ?
Inwieweit trage ich alte Beziehungsprobleme mit, in die neue Beziehung ?
Zitat von Jenny83:
ich bereits darauf angesprochen, warum das so ist und was mit mir nicht stimmt.

Ich denke das mit Dir alles stimmt u. dass das ansprechen darauf eher, einem Gesellschaftlichen Normativ entsprechen soll.
Das trotzdem bei Dir ein Wunsch nach einer guten Paarbeziehung da ist, dass finde ich völlig normal !

Zitat von Jenny83:
Aber auch hier besagt meine Berufserfahrung, dass kaum jemand, der einen Scheidungsantrag stellt, noch keinen neuen Partner hat.

Du bist da durch deinen Beruf nah dran, doch stelle mir da auch manchmal die Frage,
wozu dient ein Partner/in ?
Schaff man es nicht, sich selbst auszuhalten ?
Erwartet man, das der Partner eine Bedüftigkeitlücke schließen soll ?
Ist heute eine langfristige Beziehung überhaupt noch gewünscht oder sprechen wir schon von Lebensabschnitts-Partner ?
Waren so persönliche Gedanken, die mir immer wieder kommen, wenn ich auch wieder Trennungsgeschichten in meinem Umfeld erlebe u. da kann ich deine gemachte Erfahrung nur bestätigen, dass in der Regel schon ein neuer Partner da ist.

Zitat von Jenny83:
Viele trauen sich vorher einfach nicht, sich zu trennen

Da stimme ich Dir zu u. dies führt dann auch bei mir zu den Fragen, die ich hier schon beschrieben habe.

Zitat von Jenny83:
Ich komme sehr gut alleine zurecht und kann auch alles alleine.

Das finde ich eine sehr wichtige Erkenntnis !
Das heißt aber nicht, dass dein Wunsch nach einer Beziehung nicht völlig ok ist, wenn es dann der Richtige ist.

Gebe Dir die nötige Zeit, suche nicht, sondern lass dich finden u. oft passieren Dinge, wenn man sie schon irgendwie abgehakt hat.

Zitat von Jenny83:
Mit den Büchern meinte ich zum Thema Depressionen allgemein.
Über das Krankheitsbild und medizinische Details dazu.

Ein Buch über Depression, mag ich Dir nicht empfehlen, da ich ein wirklich gutes Buch nicht wüßte.
Ich habe sehr viele Bücher zudem Thema gelesen u. in den Buchläden sind die Regale voll davon, aber keins hat auch nur annähernd meine individuelle Depression beschreiben können.
Indem Buch, was ich Dir geschrieben hatte, da geht es mehr darum, sich selbst einmal zu hinterfragen, warum bin ich depressiv Erkrankt, was hat mein Denken u. mein Verhalten damit zu tun !
Auch mein Psychotherapeut u. auch in der Klinik wurde vom unreflektierten Gebrauch solcher Bücher über Depression,
eher kritisch hinterfragt.

Ich habe schon einmal hier im Forum einem anderen Forenmitglied dazu geschrieben, lies in den verschiedenen Beiträgen hier im Forum u. man kann eine Ahnung davon bekommen, wieviele Gesichter eine Depressionserkrankung hat.
Das Krankheitsbild ist so individuell, dass ich dir eher empfehlen möchte, deinen Termin bei Psychologen u. Psychotherapeuten abzuwarten u. zu welcher Diagnose dieser Termin führen wird.
Medizinische Details würde ich eher mit dem Einsatz von Antidepressiva in Verbindung bringen u. da ist eine individuelle Aufklärung u- Beratung von nöten.

LG Jedi

26.09.2019 18:50 • #38


ZeroOne
Hi @Jenny83 !

Zitat von Jenny83:
Vielleicht das falsche Forum.?
Mir fällt immer mehr auf beim Lesen, dass ich mit meinen Sorgen und Problemen ja doch recht alleine da stehe.


Das würde ich so nicht unterschreiben. Den gleichen Gedanken hatte ich auch schon oft, eigentlich mit jeder neuen Therapie, die ich in Gruppen begonnen hatte.
Irgendwann kam ich immer wieder zur Erkenntnis, dass trotz unterschiedlicher Krankheitsbilder die Bedürfnisse oft die gleichen sind. So zum Beispiel Wertschätzung und das Gefühl, nicht alleine zu sein (auch, wenn man unterschiedliches sucht).

LG
ZeroOne

26.09.2019 19:04 • x 3 #39


ZeroOne
Zitat von Asterix1980:
Guten Tag, hab heute vom Psychotherapeut die Diagnose F32.1g mit burnout erhalten. Wer hat Erfahrung damit?Wie geht's jetzt weiter?


Vielleicht mit einem guten Facharzt, passenden Psychopharmaka und einer Therapie?

LG
ZeroOne

26.09.2019 19:09 • x 2 #40


ZeroOne
Zitat von Asterix1980:
Guten Tag, hab heute vom Psychotherapeut die Diagnose F32.1g mit burnout erhalten. Wer hat Erfahrung damit?Wie geht's jetzt weiter?


Vielleicht mit einem guten Facharzt, passenden Psychopharmaka und einer Therapie?

LG
ZeroOne

26.09.2019 19:09 • #41


A
Ja gut Therapie hat ja begonnen, und Medikamente nehmen ich ja auch schon .Aber das kann ja nicht ewig so weitergehen, oder?

26.09.2019 19:20 • #42


Hoffnung21
Wie lange bist du denn schon krank und wie geht es dir mit der aktuellen Medikation?

VG Eis

26.09.2019 19:21 • x 1 #43


A
Seit April die Medikamente helfen nur mäßig, Reha ist beantragt

26.09.2019 19:25 • #44


A


Hallo Fisch611,

x 4#15


Blume71
Hallo,

Zitat von Jenny83:
Ich merke auch einfach, dass mir das hier nicht gut tut. Vielleicht das falsche Forum.?
Mir fällt immer mehr auf beim Lesen, dass ich mit meinen Sorgen und Problemen ja doch recht alleine da stehe. Und das hat leider den gegenteiligen als den erhofften Effekt.


Dass Dir hier manches nicht gut tut, ist natürlich schade und nicht förderlich. Allerdings glaube ich nicht, dass es das falsche Forum ist. So wie Du beschreibst, wie es Dir geht, sehe ich doch viele Parallelen zu meiner bzw. anderen Geschichten.

Lese Dich doch noch ein bißchen ein oder fang auch ein Tagebuch an. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass das von der Seele schreiben sehr gut tut. Hier gibt es immer Zuhörer bzw. Leser und meist eine Antwort oder Zuspruch, aber was ich persönlich ganz toll finde, man fühlt sich verstanden.
Außenstehende wissen doch manchmal gar nicht, wie sich etwas anfühlt bzw. sind unsicher im Umgang, was ich u. U. auch verstehen kann.
Vllt. gibst Du Dir noch ein bisschen Zeit und liest noch ein bisschen im Forum.

Aber, wenn ich das richtig verstanden habe, stehen die Facharzttermine ja noch aus!


Alles Gute!

26.09.2019 19:30 • x 2 #45

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