158

Seelenlos seit an Beginn meiner Zeit

Stefan1985
@Dys
Danke für diese Zeilen. Danke auch für die
Härteren und schönen Phasen in diesen Zeilen.

Ich müsste dir sagen das ich diese Zeilen las ,
Als ich gerade vom Kopf her völlig fiel
und gerade auch kein halte Punkt da war wo ich hätte den Sturz im Kopf hätte ab federn können.

Doch dann los ich deine Zeilen die den Fall bremsen. Ich empfinde es als gut Tugend die Zeilen lesen zu dürfen und die Offenheit dahinter.

Mein Kater ist 2009 an Gelbsucht verstorben nur 3 Monate nach dem Tot meines Vater. Viel finden es schrecklich ,wenn ich sage ich habe nicht trauen müssen um meinen Vater genau wie 2016 bei meiner Mutter. Doch bei meinen Kater habe ich getrauert und das so gar recht lang . Nach Jahren fand mich dann mein Hund kuba . Ich denke ich den Verlust und die Gefühle recht gut nach empfinden .
Es tut mir sehr leid das du diesen Verlust akzeptieren musst .

Ja Steffi ist nicht tot zum Glück, doch bringt sie mir das auch nicht zurück und das schmerzt extrem . Es ost auch so das dieser Verlust so stark schmerzt als wäre sie gestorben denn für mich war sie die einzige Frau die so tief in mich blicken konnte .
Auch kuba leidet denn er hatte ein Rudel mit kiwi und Fips dazu sie die Kinder auch weg . Es sind Verluste die ich hinnehmen muss nicht weil ich es kann.
Es sind Verluste die ich mir nur mit den tot eines geliebten Menschen erklären kann.

Stimmt da hast du recht ,die zukunft ,doch was ist wenn die Kraft für diese nicht mehr da ist um sie zu erleben ?

30.01.2023 16:35 • x 1 #16


Dys
Lieber Stefan,

dass ich Dir hier schreibe hat auch einen Grund, den ich bei aller Offenheit bislang nicht erwähnt habe. Ich sehe viele Parallelen bezüglich deines Denkens und Fühlens darin, wie ich selbst denke und fühle. Auch wenn es schon gravierende Unterschiede beim Erlebten gibt.
Und so sehe ich mich auch als ungewolltes Kind. Habe den Gedanken, nicht gut genug zu sein. Schon immer begleiten mich Ängste und Zweifel sowie Verluste sowohl durch Tod, aber fast noch schlimmer Vertrauensverluste. Letzteres aber nur bei Menschen. Von den kleinen und großen Enttäuschungen durch andere, aber auch durch mich selbst, will ich garnicht reden. Würde was mir noch etwas Halt im Leben gibt, tatsächlich komplett wegbrechen, wer weiß wie ich damit umgehen würde.
Daher ist es vermutlich auch so, dass ich das was ich an Dich geschrieben habe, eigentlich auch an mich adressiert habe. Und sicher ist das bei meinen härteren Passagen unbewusst der Fall. Dafür entschuldige ich mich aufrichtig.
Für Dich bricht gerade nahezu alles weg und ich verstehe deine Gedanken, weil ich selbst solche Zeiten erlebt habe. Doch ehrlicher Weise muss ich gestehen, das jedes „alles“ eben doch nicht alles war, das wegbrach. Das machte die Verzweiflung nicht einfacher, jedenfalls nicht in dem Moment, denn ich sah ja das Übrige nicht.
In einer meiner zahlreichen Therapie-Sitzungen kam ich mal zu der Aussage, dass alles was ich mal aufgebaut habe, bis aufs Fundament niedergebrannt ist. Und meine Therapeutin meinte, (nicht wörtlich) na toll, da gibts ein Fundament, auf dem sich wieder was aufbauen lässt.
Ist vielleicht nicht die Anekdote fürs Weitermachen schlechthin, aber dieser Gedanke hat mich beschäftigt und auch wenn der Rohbau noch lange nicht fertig ist, ich arbeite daran. Mal mehr, mal weniger intensiv. Mit mittlerweile 59 fehlt halt nicht nur mental oft die Kraft, aber was wäre die Alternative gewesen? Vor der Ruine sitzen und warten bis es dunkel wird, war dann doch nicht die mir richtig erscheinende Option. Also mache ich weiter, wie es meine Kraft erlaubt, auch ohne zu wissen, ob ich mal behaupten kann, jetzt ist alles gut.
Habe ich gerade Kraft weiter zu machen? Ja. Kann sich das ändern? Sicher. Oft hat mich etwas an einen Punkt gebracht, dass ich nicht mehr leben wollte und einige male war ich kurz davor. Natürlich habe ich das niemandem erzählt oder angekündigt und würde es auch nicht. Der einzige der mich abhalten könnte wäre ohnehin nur ich selbst und wenn ich sonst nicht viel kann, das habe ich bislang hinbekommen. Ob es jetzt ein Quäntchen Hoffnung war, oder noch ein bisschen Mut zum leben oder Angst, es könnte doch bei aller Präzision nicht klappen, kann ich ehrlich gesagt nicht hundertprozentig beantworten.
Jedenfalls lebe ich noch. Und eines ist ja sicher, eines Tages bin ich dann auch tot.

Ich wünsche Dir, dass Du wieder Kraft schöpfen kannst.

VG Dys

30.01.2023 18:19 • x 3 #17


A


Hallo Stefan1985,

Seelenlos seit an Beginn meiner Zeit

x 3#3


Dys
Ach eines noch. Wie sehr jemand um einen anderen Trauert oder nicht und egal ob Mensch oder Tier, überlasse ich demjenigen der Trauert. Trauer ist das persönlichste überhaupt. Das müssen andere nicht nachvollziehen oder verstehen können.

30.01.2023 18:29 • x 2 #18


Stefan1985
@Dys
Wahnsinn das du dich mir gegenüber über so öffnest . Ja ich sehe mich da auch in vielen Zügen. Du musst dich auch nicht für Härte Passagen deines schreiben ,entschuldigen. Manchmal braucht man auch harte Worte.

Tatsache werde ich mich auch weiter öffnen . Ich beschrieb meine Depression in Bilder und mein Leben was diese Hülle die diese Muskeln um her tragen immer als Fundament mit einem Haus darauf . Immer bin ich bereits am Fundament gescheitert denn es ist immer wieder zerbrochen nach dem es gerade erst gegossen war und ich auf die durch Trocknung wartete.

Doch mit Steffi war es anderes . Einfach dadurch das wir uns in der Therapiekinik kennengelernt haben 2019 . Wir waren ja zuerst Freunde aus dem die Liebe entsprang . Das Fundament war die Freundschaft ,das vertrauen das erste EG. Die entstandene zuneigung und das gefühl sie um mich haben zu wollen war das erste OG . Und die Liebe war das Dach in dem auch ihre Kinder geborgen waren mit unseren drei Hunden.
Alles würde mir bis auf mein kleinen Kuba entrissen . Träume ,die Liebe ,die Kinder und 2 Hunde so wie die Frau für die ich mit ihr alles aufbaut . Doch das reicht nicht . Denn die Wohnung muss ich verlassen weil sie zu teuer ist .
Jetzt Falle ich bereits seit 1 Monat auf arbeit aus, und ehrlich ob ich weiter Busfahren kann und will weiß ich nicht .
Also das Haus was ich baute plus Fundament, alles ist komplett zerstört .

Ja man sagt so viel und man kämpft soviel und am ende ist die erste Frau und die ersten Kinder die ich in mein Leben ließ ,und über alles liebte ,einfach weg .

Selbstmord Gedanken entstanden nicht nur nach ihr ,sonder auch weit vor ihr Silvester 2018 , nahm ich die Leine meines Hundes mit einen Gürtel. Ich legte sie über die Tür und wickelte die Leine um meinen Hals. Ich ließ mich sacken und die Luft würde knapp. Da wachte kuba auf ,kam zu mir setzte sich und schaute mich einfach nur an ,als würde er sagen wollen Papa ich brauche dich und liebe dich . Darauf beendete ich es . Das war vorerst der letzte Versuch.
Dann folgten nur Schläge mit meinen Gürtel mit meiner Hand auf meinen Rücken, um mich irgendwie aufwachen zu lassen .
Doch richtig half es nicht so recht .

Die nächsten Versuche mich umzubringen waren vor 2 bzw 4 Wochen. Ich nahm die Leine ging ins Kinderzimmer und habe mehrfach versucht mich am Hochbett zuerdrosseln . Lediglich die Gedanken daran wer mich findet ließ es scheitern.
Träume folgten wie ich mich im Kinderzimmer an einen stützbalken erhängt folgten . Extrem realistisch. Ich hörte das Lachen und sah die Zweifel derer die mich sahen . Zugleich spürte ich wie das Herz aufhörte zuschlagen . Ich wachte auf ,schaute mich immer wieder um. Nickte wieder ein und der selbe Traum geht von vorne los .

Doch nicht nur der Gedanke wer mich findet hält mich derzeit ab ,sondern die Angst vor dem Schmerz, auch wenn Schmerz in den Träumen nicht zu spüren ist.

Die Flacbecks am Tag manchmal auch ist es wie ein Traum im Traum, dem selbst im Traum kommen sie, schmerzen stärker und extremer als der tot im Traum.

Ich verstehe es zu gut keine Kraft mehr zu haben für diese Welt wo man so oder so nur ein Sklave ist .
Manch haben ein tolles Leben, können alles ausblenden und spüren kaum ein Gefühl.

Ist das super so zu sein ich weiß es nicht ,doch von außen beachtet schon .
Doch beschäftigt mich der Sinn in diesen Leben. Sind wir hier nur um zu lernen um dann weiter zureisen ? Oder ist danach nichts ? Wozu machen wir das alles wenn danach nichts mehr kommt ?

Auch diese Frage die ich jetzt erstmals niederschreibe beschäftigt mich schon lange .

Wenn wir in dieser Welt krank sind ,weil wir Gefühle intensiver wahrnehmen , Gedanken intensiv betrachten und andere Sichtweisen auf so viele Dinge haben . Warum sollen wir krank sein ,denn sind wir ehrlich , wir kranken werden immer mehr ,immer zahlreicher . Was ist also wenn wir in einer Art aufwachphase sind ,weil es unsere Psyche ,es einfach nicht mehr aushält die scheise hier weiter mit zumachen .
Doch wir haben immer gesagt bekommen das wir krank sind und glauben es ,dabei sind die die kranken die uns so schnell es geht weg sperren wollen und uns als krank bezeichnen.

Was ist also wenn wir uns auf dem weg befinden uns weiter zuentwickeln um wach zuwenden und wir bremsen uns aus in dem wir Medis nehmen um uns anzupassen ,so wie man es von uns seit Anbeginn der Zeit will.

Es sind Fragen die mich seit Jahren begleiten und viel Raum wie auch Zeit verbraucht ,doch sie interessieren mich auch wenn ich nie eine Antwort finde .

Genauso wie ich nie eine Antwort darauf finden werde ,warum meine Eltern mir so oft sagten das ich nicht gewollt war und mich lieber abgetrieben hätten .
Genau wie die Frage , warum müssen sich immer alle schützen vor mir ,wenn mein inneres Kind um Hilfe schreit wenn ich sage das ich mich umbringen werde .

Soviel brachen mein Vertrauen, soviel bekamen von mir nochmals vertrauen doch brachen sie es wieder .

Zurück bleiben 37 Jahre die mich brachen. Dann kam Steffi mit Justin und zoey . Mein inneres Kind würde gesehen und könnte spielen mit ihn . Meine halbe Seele fühlte sich geborgen . Denn die andere hälfte ist zurück geblieben in der Kinderpsychiatrie.

Nun ist alles weg was mir Sinn und Freude machte . Alles was ich aufbaute war umsonst .

So bleibt mein inneres Kind ganz in schwarz ohne Gesicht ,dennoch weinend zurück in viel dunklen Nebel. Hocken sitz es da und weint und um hin ist von Häuser, Spielplätzen, Straßen und Bäumen alles in Schutt und Asche. Und ich als Erwachsener stehe da ,sehe ihn und habe dennoch die Axt in der Hand um ihn umzubringen da er die Schuld an der Vergangenheit hat .

Einfach zu krass was ich hier schrieb doch meine letzte Hypnose zeigte mir genau dieses bild über das ich heute wochen später noch nachdenke .

Soviel Gedanken und kein Ende in Sicht. Wie ein Tunnel ohne Licht am Ende

30.01.2023 19:29 • x 2 #19


LittleWing
Du hast wirklich eine Menge durch gemacht aber Du hast es trotz allem geschafft ,eine Beziehung zu haben und sogar eine Familie zu gründen.
Deine Beziehung ist gescheitert,sowas passiert leider vielen Menschen und dann steht man erstmal vor einem Scherbenhaufen.
Bei Dir kommt noch Deine schwer belastete Psyche hinzu,da ist es doppelt schwer.

Vielleicht kannst Du in einer Selbsthilfegruppe Anschluss finden,spontan fallen mir die EmotionsAnonymous ein,eine Selbsthilfegruppe,die in vielen Orten ansässig ist.
https://www.ea-selbsthilfe.net/

Es ist immer gut,sich mit anderen Menschen zu verbinden,Erfahrungen auszutauschen,sich alles von der Seele zu reden und Freundschaften zu finden.
Das hilft Dir über diese schwere Zeit.

Darüber hinaus würde ich ein beruhigendes Antidepressivum zur Hilfe nehmen,damit Du etwas Entspannung findest und die Gedanken sich beruhigen.

Dass Du Dich schon auf die Suche gemacht hast nach einem Therapieplatz find ich super.
Du hast ja Lebenswillen,er ist nur ein bisschen verschüttet durch die vielen Negativerlebnisse ,die hinter Dir liegen.

Es gab aber auch Positives,muss es gegeben habe,sonst wäre Deine Familie gar nicht erst entstanden.
Versuch Dich ganz bewusst an GUTE Dinge zu erinnern,die Dir widerfahren sind,auch wenn es nicht viele waren.
Du kannst daraus Kraft und Zuversicht schöpfen.

30.01.2023 19:52 • x 1 #20


Jedi
Zitat von Pilsum:
Hoffentlich gibt es auch positive Glaubenssätze in Dir. Ich schaffe das. Ich bin genausoviel wert wie jeder
andere Mensch.

Das ist es, was man lernen kann, sich selbst eigene positiive Glaubenssätze zu erschaffen u. die Alten zu überschreiben.
Die alten Glaubenssätze passen für Dein heutiges Leben, als der Erwachsene nicht mehr !
-------------
Zitat von Dys:
Trauer ist das persönlichste überhaupt.
Das müssen andere nicht nachvollziehen oder verstehen können.

Stimmt u. jeder braucht seine Zeit u. seinen persönlichen Raum, um mit der Trauer umzugehen.

30.01.2023 21:04 • x 3 #21


Stefan1985
Hey ,

Gestern war ich zur Hypnose und diesmal ging die Reise nicht zum inneren Kind nein ,sie ging zum Herzen.

Vor dem Herzen war ein goldene Treppe und auch die Tür war golden ,nur nicht ganz so schwer .
Ich stieg also die Treppe hinunter und öffnete diese Tür.

Ich erhielt Einlass in mein Herz, was vor Narben und Wunden kaum noch als das Herz zu erkennen war.
Ich lief rein und stand in einen leeren Raum der ebenfalls golden war .
Wir riefen Steffi dazu ,die tief in meinen Herzen ist .So stand sie da ohne was zusagen und sah mit an wie ich das erste gefühl aus mir heraus holte .
Es war verlassen werden . Aus einer Skala von eins bis zehn war es eine zehn.
Nach dem wir es beachtet und gesehen haben könnte ich es mit einer 6 aus mir heraus setzten auf einen Stuhl. Es kam ein schwarzes Pppeschild zum Vorschein mit roter Schrift zum Vorschein, es trug den Namen Verlassen werden .
Ein weiters ging ich tief in mir , und das gefühl , Enttäuschung und Belogen werden kam hervor . Dies Stufte ich mit 9 ein . Als wie es ansahen und es bearbeiteten Schriften es auf 4 herab . Auch hier kam ein Pappschild zum Vorschein, ganz in rot mit weißer schrift.

Beide schilder standen nun auf ihren Stuhl.
Nochmals gingen wir tiefer hinein und das gefühl Trauer
kam mit einer 10 hervor . Nach der Bearbeitung war es immer noch eine 6 . Aus mir heraus geholt war es ein schwarzes kleines Kind was weinte . Weil ich es nicht weiter bearbeiten könnte und wollte nahm Es Silke (Hypnose) ansich und ob ihn erst mal ein warmen Urlaub an .

Ein letztes Mal gingen wir tiefer kein und die Einsamkeit kam mit einer 10 hervor . Nachdem Bearbeitung war es eine 5 . Ich setzt dieses auf einen Stuhl und es war ein schwarzer Berg.

Weiter an diesen Dingen konnte ich nicht arbeiten.

Steffi die mit in meinen Herzen dabei war , hatte vor sich einen schwarzen Karton stehen in dem ich nur das alles ,bis auf das kleine Kind rein packte.
Der Karton blieb erst mal stehen doch Steffi musste ich verabschieden ,doch ich könnte es nicht . Erst im zweiten Anlauf brachte ich sie zu ihrer Tür, sie ging hin durch doch schließen könnte ich sie nicht .

Na dem die Hypnose Fertig war ,war ich erst mal verwirrt .

Naja ich vermisse sie extrem gerade auch am Abend. Momentan kann ich auch nur und das seit 4 Wochen, auf dem Sofa schlafen . Sobald ich das Bett nur sehe , könnte ich weinen .

Naja das wars erstmal für heute und meine Augen werden bestimmt auch heute nicht ohne Tränen zugehen bis ich wieder einmal 3.50 Uhr wach da liege . Egal was ich für medis nehme oder ob ich gesoffen habe ,ich bin zu dieser Zeit wach warum auch immer.
Macht gut

01.02.2023 16:27 • x 2 #22


M
Hallo Stefan,
Stefan ist übrigens ein sehr schöner Name, ich mag ihn.

Ich bin überwältigt von deinen Erlebnissen, deinen Gedanken und deinem Leid. Ich bin seit heute in diesem Forum und ich musste weinen, als ich deine Geschichte las. Vielleicht auch, weil ich hier und da etwas ähnliches erlebt habe.
Ich kann dir gar nicht so viel Trost spenden, da ich selbst noch am Anfang stehe. Aber ich kann dir sagen, dass ich dich gehört habe, dass du mit deinem Leid nicht alleine bist. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn sich deine Eltern nicht um dich kümmern wollen und du doch nur geliebt werden willst. Meine Mutter hat mich und meinen kleineren Bruder mit ihrem Hausschuh geschlagen, wenn wir angeblich unartig waren. Wenn das nicht gereicht hat uns zu bändigen, sagte sie es unserem Vater, wenn er Heim kam und dann schlug er uns mit dem Gürtel. Damit drohte sie uns immer, wenn wir mal etwas aufgedreht waren.

Warum hat meine Mutter uns gedroht, warum haben deine Eltern dir gedroht. Ich glaube, weil sie sich nicht anders zu helfen wussten. Sie waren mit sich selbst schon überfordert und dann sind da auch noch Kinder. Wie bekommt man sie ruhig um selbst nicht komplett auszurasten. Zumindest erkläre ich es mir so.
Ich glaube, sie realisierten gar nicht, was für einen psychischen Schaden sie damit anrichten.

Jeder Mensch ist wertvoll, auch du. Ich weiß, daß sagt sich zu anderen so viel einfacher als zu sich selbst. Du darfst deinen Wert nicht von anderen Menschen festlegen lassen. Du musst beginnen dich selbst zu lieben, dann kannst du dich auch von einer anderen Person lieben lassen.

Ich wünsche dir nur das Beste!
Lieben Gruß, Moni

01.02.2023 18:55 • x 2 #23


Stefan1985
@Moni86

Hallo Moni ,

Danke für eine offene Nachricht .
Deine Erlebnisse sind auch schrecklich einfach grausam das so eine Gewalt gegen dich statt fand . Obwohl ich das natürlich selbst auch kenn bezüglich des Hausschuh. Mit dem Gürtel hatte unserer Vater oft gedroht ,ich erinnere mich jetzt nicht zwingend daran das er damit auch zugeschlagen hat .

Es ist bitter was einen so wieder fährt .

Selbstliebe ,das ist etwas was ich oft höre,doch wer macht das denn wirklich . Wer weiß wie es sich anfühlt sich selbst zu lieben ?

Es ist am Ende für mich wie die Frage warum das alles hier.

Ich möchte niemanden runterziehen,doch ist es für mich extrem schwer mich so zu akzeptieren. Ich weiß einfach auch nicht mehr wo ich hin soll . Die Wohnung in der wir beide mit den kids lebenden ist gekündigt. Ich weiß nicht ob ich weiter busfahren kann und will . Ich weiß momentan nur das ich sie vermisse und jeder tag ohne was von ihr zu hören. Drückt mich runter .

Dennoch versuche ich weiter zumachen doch es zieht unglaublich Kraft.

Ich weiß nicht wie es ist ,sich nur im Ansatz selbst zu akzeptieren wie ich bin geschweige denn mich selbst zu lieben .
Ich kann ja nicht mal meine eigene Stimme erkennen ,wenn ich sie höre stößt es mich ab .

Wie du schon sagst moni , ich möchte nur geliebt werden .
Ich füllte mich da zu Hause wo Steffi ist und nun ist sie weg .

Ich schwerte mir das ich mich wenn sie sich trennt mir das Leben nehme weil ich auch einfach keine lust mehr habe .
Als ich mir im Dezember den Plan machte und auch sah wie ich es mache ,machte es mich sehr zufrieden . Ich war erleichtert weil ich wusste das wenn die Beziehung zerbricht , ich auch nicht mehr leben muss . Da ich so oder so nicht wichtig bin. Da ich es nicht wert bin das man einfach mal bei mir bleibt sich nicht trennt und den weg mit mir zusammen geht .

Ich wünsche auch das beste
PS ich bin selbst auch noch nicht so lange hier .

Stefan

01.02.2023 21:48 • x 1 #24


Jedi
Zitat von Stefan1985:
Selbstliebe ,das ist etwas was ich oft höre,doch wer macht das denn wirklich .
Wer weiß wie es sich anfühlt sich selbst zu lieben ?

Ich u. ich mache das nicht oder stelle es irgendwie her, sondern es ist eine Haltung sich selbst gegenüber !
Sich selbst lieben zu können, bedeutet unsere Stärken zu würdigen, aber auch unsere Unvollkommenheit
nicht zu verurteilen, sondern sie auch zu uns gehörig anzunehmen !
Sie nicht abzulehen, gar dagegen an zu kämpfen, dann erst recht, verlieren wir den Kontakt zu uns
u. werden uns aifs schärfste immer kritisch bewerten u. auch nur wenig verzeihen, wenn uns etwas niicgt gut gelungen ist.
Selbstliebe ist viel einfacher, wie so mancher denkt u. es braucht nichhts aufgesetztes oder künstliches,
um sagen zu können, das man in der Selbstliebe ist !

01.02.2023 21:56 • x 1 #25


M
@Stefan1985
Hey Stefan,

ich übe das mit der Selbstliebe auch noch. Es hört sich immer leichter an als es ist. Für meine Therapie soll ich eine Biographie schreiben und habe festgestellt, dass ich mich als Kind schon nicht leiden mochte und mich mit den anderen hübscheren Mädchen verglichen habe. So viele Jahre Selbsthass, das lässt sich nicht so einfach umkehren, aber ich will dran bleiben. Ich will ein gutes Selbstwertgefühl.

Derzeit eine bezahlbare Wohnung zu finden ist sicher nicht einfach. Ich hoffe, du findest etwas passendes!

Du musst doch auch gar nicht Busfahrer bleiben. Bist du derzeit nicht krankgeschrieben. Ich bin seit zwei Wochen krankgeschrieben und mein Arbeitgeber will mich nicht zurück, weil ich längere Zeit ausfallen werde. Die haben bereits alle Brücken abgerissen aber kündigen können sie mich derzeit auch nicht. Naja, ich versuche die Gelegenheit zu nutzen mir Gedanken zu machen, was ich wirklich machen will. Werde gesund und gestallte mein Leben neu. Klingt jetzt so easy, dabei habe ich heute viel geweint, war verzweifelt und dachte, das Beste wäre, ich wäre tot.
Mein Verstand weiß wie ich damit umgehen sollte, aber meine Emotionen machen ihr Ding.

Kümmere dich um dich, sei lieb zu dir und verurteile dich nicht.
Es wird wieder Menschen in deinem Leben geben, auch wenn du dir das im Moment nicht vorstellen kannst.
Gib dir Zeit über sie hinweg zu kommen. Das geht nicht so schnell, aber dein Schmerz wird kleiner werden.

01.02.2023 23:17 • x 1 #26


Pilsum
Zitat von Stefan1985:
Selbstliebe ,das ist etwas was ich oft höre,doch wer macht das denn wirklich. Wer weiß wie es sich anfühlt sich selbst zu lieben?

Den Begriff Selbstliebe finde ich nicht gut gewählt. Besser geeignet würde ich, sich selbst erkennen oder
sich selbst akzeptieren, finden.
Sie selbst lieben kann sich auch in etwas Negatives umkehren. Wer sich selbst zu sehr liebt, hat manchmal
keinen Blick mehr für die Sorgen und Probleme anderer Menschen, eventuell auch der Partner.

An der Stelle sage ich noch einmal, dass ich das, was Du hier im Forum schreibst fast alles sehr gut
finde und das ich viele Deiner Meinungen teile. Nur, noch scheinst Du es nicht zu fühlen.

Ich könnte nun etwas zu unseren Sehnsüchten nach Verbindungen mit Partnerinnen und Partnern schreiben.
An dieser Stelle ist das aber wohl nicht der richtige Zeitpunkt. Ich versuche es mal so zu beschreiben.

Dieses Kennenlernen und sich verlieben ist etwas besonders wichtiges im Leben. Es schafft in uns das
außerordentliche Gefühl, wir werden akzeptiert. Und das gibt uns Kraft. Das Verliebtsein ist aber normalerweise
nur eine Übergangsphase, die mal länger und manchmal nur eher kurz andauert.
Man erkennt das, wenn man sich Paare anschaut, die mehr als 10 bis 15 Jahre zusammen sind.

Wenn Du nun sagst, am liebsten hätte ich nach der Trennung nicht mehr leben wollen, hat dies für mich
auch damit zu tun, dass Du die Zeit, wo das Verliebtsein deutlich nachlässt, mit dieser Partnerin nicht
erlebt hast. Das läßt in Dir ein Glücksgefühl zurück, welches Dir den Wunsch nach einer fast
vollkommenen Welt ohne Sorgen zurück.

Zitat von Stefan1985:
Wie du schon sagst moni , ich möchte nur geliebt werden .

Zitat von Stefan1985:
Da ich so oder so nicht wichtig bin.

Fast alle Menschen möchten einfach nur geliebt werden. Ich auch. Und doch habe ich über große
Strecken meines Lebens keine Frau an meiner Seite gehabt, von der ich mich geliebt fühlte.
Folglich habe ich versucht, dies mit einem Teil von Sich selbst akzeptieren zu kompensieren.
Damit habe ich natürlich nicht das Gleiche erreicht.

Zitat von Stefan1985:
Da ich es nicht wert bin das man einfach mal bei mir bleibt sich nicht trennt und den weg mit mir zusammen geht .

Ich verstehe, was Du sagst. Diese gefühlbetonte Aussage ist aber leider nicht richtig.
Du bist es wert, eine Partnerin an Deiner Seite zu haben. Allerdings ist es manchmal sehr schwer,
einen Menschen zu finden, der zumindest einige Jahre mit mir den Weg zusammen geht.
Für immer funktioniert fast nichts.

Meine Sichtweise wird vermutlich Dir und auch anderen etwas fremd erscheinen. Vielleicht findest Du darin
aber auch ein paar Punkte, welche Dir eine andere, etwas entspanntere Sichtweise ermöglichen.

02.02.2023 11:30 • x 1 #27


Jedi
Hi @Pilsum

Zitat von Pilsum:
Den Begriff Selbstliebe finde ich nicht gut gewählt.
-

Besser geeignet würde ich, sich selbst erkennen oder
sich selbst akzeptieren, finden.

In der Selbstliebe stecken schon drin, sich selbst erkennen u. sich selbst akzeptieren !

Daher stimme ich Dir nicht zu ,
Zitat von Pilsum:
Sie selbst lieben kann sich auch in etwas Negatives umkehren.


---------
Selbstliebe hat nichts mir Egoismus (auch nichts mit Narzissmus) zutun, sondern richtet den Fokus auf uns - uns so zu akzeptieren, wie wir sind - uns unserer Unvollkommenheit auch bewusst zu sein, diese aber nicht mit unseren
inneren Kritiker, ständig in Frage zustellen; zu beurteilen , gar zu bewerten oder gar in die Selbstverurteilung zu geraten !
Es geht dabei um Balance, zwischen unseren Stärken, diese auch zu erkennen u. auch unserer Unvollkommenheit,
dazu einen gesunden Ausgleich zu finden !
-------------------------------------------------------
Zitat von Pilsum:
Wer sich selbst zu sehr liebt, hat manchmal
keinen Blick mehr für die Sorgen und Probleme anderer Menschen, eventuell auch der Partner.

Ich finde, dass man sich nicht zu sehr lieben kann , denn wir sind 24 h - 365 Tage im Jahr mit uns zusammen u.
wer sich da nicht liebt (nicht mag, sich villt. gar ablehnt), der wird der Psyche schaden zufügen !

keinen Blick für die Sorgen u. Probleme anderer Menschen (Partner) zu haben, dazu habe
ich eine völlig andere Meinung.
Ich bin davon Überzeugt, wer in der Selbstliebe ist, der besitzt gerade die Empathie u. das Mitgefühl
für die Sorgen u. Probleme anderer Menschen.
Wenn ich mich gut annehmen u. akzeptieren kann, mit all meinen Facetten, so wie ich bin,
dann habe ich auch einen anderen Blick auf andere Menschen - auf das Leben - auf die Welt !

Wäre ich zu anderen Zeiten meines Lebens schon in der Selbstliebe gewesen, wäre ich wohlmöglich
nicht psychisch erkrankt u. wären mir so manch andere Folgen, die daraus entstanden sind,
mir erspart geblieben !.

02.02.2023 13:27 • x 1 #28


Stefan1985
@Jedi

Hey jedi , ich muss sagen diese Ansichten und Gedanken die du hier niedergeschrieben hast sind äußerst interessant. Kommen bei mir jedenfalls doch recht nah an die Stelle wo sie wohl möglich hin kommen sollen. Danke für diesen Beitrag .

02.02.2023 19:44 • x 2 #29


A


Hallo Stefan1985,

x 4#15


Stefan1985
@Moni86

Hallo moni,

Das Thema Selbstliebe ist ein Blatt was ich nie beschreiben könnte noch momentan beschreiben kann.
Das Blatt bleibt weiß vor mir liegen. Ich habe zwar von 2-3 Seiten Ratschläge und ich verstehe diese auch ,doch da wo sie hinstellen kommen sie einfach nicht an . Ich kann sie einfach nicht verarbeiten gar umsetzen.
Da ist so ein großer Grad in mir der sich wehrt . Ich weiß nicht wie ich das überwinden soll.

Thema Wohnung.
Eine Wohnung zu finden die man bezahlen kann auch wenn man länger krank ist ,ist eine enorme Herausforderung . Wenn da mal eine ist kommen viele Bewerber auf diese und das selbst wenn sie völlig abgewöhnt ist . Das ist vollkommen gleich ,ob guter bis super Zusand oder völlig verwöhnt mit Leichen Duft darin. So eine durfte ich mir an Mittwoch ansehen .

Die Zusammenbrüche wie du sie beschreibst ,sind bei mir weniger geworden aber sie sind dennoch da . Das man da denkt ich wäre lieber tot ,verstehe ich nur zu gut . Das denke ich sehr oft in der Woche ,vorallem dann wenn ich wieder merke das ich mit den ganzen schei. alleine da stehe .
Das kotzt mich so an .

Busfahrer müsste ich nicht bleiben das stimmt ,doch ist es der Job der momentan ein gutes Gehalt bringt und davon kann ich noch überleben . Auch wenn ich mir in diesen Phasen gerade denke ,ja der tot wäre das beste ,keine gedanken mehr ,keine probleme mehr und das Theater mit den Gefühlen ist auch weg .

Doch dann denke ich immer daran wer mich findet ,das wird mein Bruder sein ,der soll mich nicht finden wenn das Steffi! Sie soll mich finden damit sie weiß was sie getan hat . Dann denke ich da aber auch wieder das du das nicht machen kannst usw.

Ich denke dann immer so . Wenn es nur ein Schalter geben den man ausdrückt oder umkippt ,dann wäre ruhe im kopf .

Mein Leben ist einfach eine Achterbahn nur das sie kaputt ist .

So oft verarscht und betrogen würde ich ,das hab ich auch schon mehr schlecht als recht überwunden .Doch jetzt Wohnung Kinder ,Frau und zwei Hunde zuverlieren ist einfach extrem scheise .

03.02.2023 14:08 • x 1 #30

Weiterlesen »




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag