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Selbstverletzendes Verhalten mit 54?

Dani82a
Hallo Betse,

bei mir zeigt sich der SVV, indem ich - ich ganz heftigen Situationen - anfange mir die kleinsten Hubbel im Gesicht, am Hals und am Dekolleté aufzukratzen. Und je länger meine Anspannung anhält, desto öfter kratze ich die kleinen Wunden wieder auf. Sehe furchtbar aus, aber irgendwie hat es eine Art befreiendes Gefühl.

Bei meinem Facharzt wurde das nicht als SVV gewertet - zumindest hat man es mir nicht so gesagt.
Meine Therapeutin hingegen hat es direkt erkannt.

Mir hilft in solchen Situationen nicht wirklich was. Ich versuche das auszuhalten alles und dann hört es irgendwann auf. Die Wunden verheilen, die Narben verblassen (wenn ich Glück habe).

22.06.2020 15:36 • x 5 #16


Betse66
Hallo Dani,

es stimmt, Pickel oder andere kleine Hautunebenheiten haben es mir auch oft angetan. Da ich davon momentan, zum Glück verschont bin, kann ich das nicht so beurteilen wie ich in der jetzigen Depriphase damit umgehe. Bevor ich deine Antwort gelesen habe, bin ich über das Thema Das Gefühl, an der Depression festhalten zu wollen gestolpert. Ich glaube, das ergibt bei mir einen Zusammenhang. Ich habe morgen das nächste Erstgespräch bei der 3. Psychologin. Da werde ich hoffentlich die Problematik ansprechen können. Ich will nicht, dass ich da noch mehr reinrutsche.
Ich melde mich wieder.
Versucht den Sommerabend zu genießen!

22.06.2020 16:02 • x 2 #17


A


Hallo Betse66,

Selbstverletzendes Verhalten mit 54?

x 3#3


maya60
Danke und Dito

22.06.2020 16:48 • x 2 #18


Betse66
Wenn ich Normalo bin, würde ich jetzt schreiben: Hey ihr alle, ich wünsche euch einen wunderschönen, sonnigen guten Morgen!
Ich weiß nicht, ob jemand von euch das jetzt verstehen oder überhaupt lesen würde?

Ok, ich komme zu mir zurück. Ich habe wieder mal durchgemacht. Unser Chatportal und die Mediatheken im Internet (ich habe kein Fernsehgerät) haben mich gut durch die Nacht begleitet. Trotz Tabletten, der Schlaf kam nicht. 4:30 Uhr bin ich dann mit dem Rad ins Fitnessstudio gefahren. Ich weiß ja, dass ich dort bekannte Gesichter treffe und so war es auch. Ich habe mein Programm runtergespult und war vor einer halben Stunde wieder in meinen vier Wänden. Gerade noch zeitig genug, dass mir kein/e Arbeitskollege/in begegnen konnte. Meine Eltern hatten zum Glück auch noch die Jalousinen unten (besorgte Gesichter, neugierige Fragen machen mich mittlerweile aggressiv - ich werde sie aber nicht mehr ändern können mit 84). Frisch geduscht, kräftiges Käffchen - ich muss jetzt die Zeit bis zu meinem Psychologentermin irgendwie überbrücken. Mein rechter Unterarm blüht im schönsten Rot. Im Fitnessstudio lief auf einmal das Blut als ich mich aufgestützt hatte. Mitleidige Blicke. Wenn die wüssten?
Ehrlich, ich habe Angst vor dem heutigen Termin. Werden mir wieder die Beine, wie bei den letzten Terminen zittern? Die beiden anderen Psychologinnen sind recht gut mit dieser Situation umgegangen und haben mich mit guten Fragen unterstützt. Leider wird die erste (bei der ich zwei Gespräche hatte) mir nicht erhalten bleiben - sie darf Mutti werden. Die zweite hat das mit den Selbstverletzungen in den Raum gestellt als ich von meinen Sportambitionen berichtete. Mal sehn, was mich heute erwartet. Ich brauche bald eine feste Psychologin, die mir hilft, meine Arbeitssituation als dringlichstes Thema anzugehen.

Es ist noch früh am Morgen. Ich glaube, außer mir will das jetzt gar keiner wissen. ;( Ich musste es nur einfach los werden.
Ich wünsche euch einen Tag, der euch innere Ruhe beschert.
Bis bald.

23.06.2020 06:21 • x 4 #19


E
Also.. Ich glaube , jeder versteht den Gruß zum sonnigen und wunderschönen Tag. Wir leben hier ja unser Leben ( ausser Menschen in absoluten Akutphasen ) ja genauso normal wie jeder Mensch.

Wir sind ja nicht unnormal

Dir wünsche ich einen guten Termin.

23.06.2020 06:25 • x 3 #20


Betse66
Oh, das war so nicht gemeint. Bin ganz schön auf mich fixiert. Sorry.
Ich hoffe, ihr habt die Muße, heute dieses Sonnenwetter zu genießen.

23.06.2020 06:49 • x 2 #21


E
Keine Sorge. Ich musste nur so schmunzeln, da bot sich es einfach an.

Ich hab jetzt Betten und anderen Haushaltskram hinter mir, jetzt bring ich den Kleinen in die Kita, stürze mich ins Einkaufen und versuche dann mal den großen wach zu bekommen

Bei dem Wetter ist dann Rad- und Gartenzeit.

Arbeiten darf ich nur Donnerstag nochmal..

23.06.2020 06:58 • x 2 #22


Betse66
Na dann frohes Schaffen und gute Erholung danach. Liebe Grüße!

23.06.2020 07:04 • #23


Anima
Ich hänge mich jetzt auch an: Bei mir hat es erst dieses Jahr mit SVV angefangen (bin 52), ganz intensiv in stressigen Situationen.
Erst jetzt, wo ich andere körperliche Schmerzen habe, ist das Bedürfnis, mir selbst Schmerzen zuzufügen, erst einmal weg - okay, bis auf das schon fast exzessive Fahren auf dem Hometrainer bis die Muskeln schmerzen.

Du schreibst von Deinem Vater - ich bin meinen Eltern gegenüber sehr aggressiv und ich bin für beide die pflegende Angehörige.
So etwas darf nicht passieren, also bin ich mir selbst gegenüber aggressiv geworden.
Leider habe ich bis dato noch keinen Therapeuten gefunden, das Schreiben im Forum hat mir bisher sehr geholfen.

Viel Erfolg beim heutigen Termin.

23.06.2020 11:08 • x 1 #24


Betse66
Ich glaube, jetzt kann ich meine Gedanken aufschreiben. Es war ein äußerst anstrengender Tag: nicht geschlafen, aus Frust/Anspannung/Angst oder ich weiß es nicht, war ich bereits 5 Uhr im Fitnessstudio. Mit genügend Kaffee im Blut habe ich mich dann sehr zeitig zu Fuß auf den Weg zur 3. Psychologin gemacht. Das Auto oder Fahrrad habe ich mir nicht mehr getraut zu nehmen, denn die Nacht zollte mir Tribut. Straßenbahn fahren - die einfachste, bequemste und sicherste Variante? Irgendwas hielt mich davon ab. Die Frage konnte ich der Psychologin auch nicht beantworten.
Es folgte ein gutes Gespräch (so sehe ich es jetzt) .... ich zitterte wieder wie blöd, mein Mund fühlte sich an, als hätte ich die schlaflose Nacht mit Alk. zugebracht, ich hatte echt Probleme, vernünftige Sätze zu formulieren. Die Aussage, warum ich mir eine 3. Psychologin antue, hat mich wohl komplett durcheinander gebracht. Sehr schnell war klar, dass ich die 2. Psychologin weiterhin in Anspruch nehmen werde. Dort wäre Tiefenpsychologie und Verhaltenstherapie gebündelt, wenn notwendig. Ich denke, dass sie selbst auch wirklich ausgebucht ist. Na egal. Dass sie eine gute Psychologin ist, zeigte, dass sie recht schnell meine Verwundungen sah und hinterfragte. Sie nahm sich echt eine volle Stunde Zeit. Sie sieht meine letzten Selbstverletzungen als puren Ausdruck meiner enormen Anspannung, vordergründig momentan bezüglich meiner Arbeitssituation. Das passt auch zeitlich .... seit etwa Pfingsten. Als dann noch so ein paar andere Dinge aus mir raus stolperten, kam klar und deutlich: Vergessen Sie jetzt das morgen. Kein Nachdenken über die Arbeit mit allem drum und dran, geschweige denn auch nur ein Gedanke an die Aufnahme einer neuen Stelle (zwei Bewerbungen sind noch im Umlauf) oder die Suche nach neuer Arbeit. STOPP.
OK? Die Ansage saß und untermalte rot die schon geäußerten Vermutungen der beiden anderen Kolleginnen.
Ja, nun habe ich zum Glück in einer Woche bei bewusster 2. Psychologin den zweiten Termin. Da werde ich hoffentlich die Therapie ins Rollen bringen können. Und Nr. 1 darf entspannt sich auf ihr Baby freuen.

Das war nur eine kurze Rückmeldung von meinem Angsttermin. Ich bin echt erledigt.

Ich wünsche euch eine ruhige und entspannte Nacht.
LG Betse

23.06.2020 20:29 • x 2 #25


maya60
nach deinem vollen anstrengenden Tag!

23.06.2020 21:36 • x 1 #26


Dani82a
Liebe Betse,

danke für die Infos zu deinem Termin, gestern.

Zitat von Betse66:
Das Auto oder Fahrrad habe ich mir nicht mehr getraut zu nehmen, denn die Nacht zollte mir Tribut. Straßenbahn fahren - die einfachste, bequemste und sicherste Variante? Irgendwas hielt mich davon ab.


Vielleicht hattest du unterbewusst Angst, dass die jemand von der Arbeit in der Bahn sehen könnte?

Zitat von Betse66:
Die Aussage, warum ich mir eine 3. Psychologin antue, hat mich wohl komplett durcheinander gebracht.


Woher wusste sie denn, dass sie die 3. Therapeutin ist, die du aufsuchst?
Hattest du ihr das vorab gesagt?
Abgesehen davon, kann so eine Frage schon ziemlich blöd klingen, wie sie sie gestellt hat. Damit meine ich, dass sie einen in Verlegenheit bringen kann.

Zitat von Betse66:
Vergessen Sie jetzt das morgen. Kein Nachdenken über die Arbeit mit allem drum und dran, geschweige denn auch nur ein Gedanke an die Aufnahme einer neuen Stelle (zwei Bewerbungen sind noch im Umlauf) oder die Suche nach neuer Arbeit. STOPP.


Finde ich super, dass sie das so gesagt hat.
Kannst du das denn einfach so vergessen?

24.06.2020 09:20 • x 3 #27


Betse66
Hallo, nach einem richtig schönen Nachmittag mit meiner Freundin - wir waren wandern mit Picknick und Gegend genießen - hat es mich jetzt wieder eiskalt erwischt. Die Aussage der Psychologin: Vergessen Sie jetzt das morgen. Kein Nachdenken über die Arbeit mit allem drum und dran, geschweige denn auch nur ein Gedanke an die Aufnahme einer neuen Stelle (zwei Bewerbungen sind noch im Umlauf) oder die Suche nach neuer Arbeit. STOPP. hat sich heute durch einen Brief aus der Firma wieder selbst negiert. Ich soll Rückmeldung geben, inwiefern Ihre Krankschreibung weiter andauert bzw. welche Perspektiven sich ergeben. .... ein persönliches Gespräch ... führen Ja, genau das brauche ich jetzt.
Mittlerweile kann ich wieder geradeaus laufen, zittere nicht mehr ... dank meiner Freundin und meines Partners. Sch..., der rechte Arm hat wieder was abgekriegt.
Ich werde wohl morgen früh meine Psychologin (Nr. 2 oder 3) und meinen Neurologen kontaktieren.

Grüße Betse

24.06.2020 20:22 • x 2 #28


maya60
Nimm entweder deine Therapeutin mit zu dem Gespräch oder lass dir von ihr aufschreiben, warum du derzeit zu krank dazu bist.

24.06.2020 20:26 • x 2 #29


A


Hallo Betse66,

x 4#15


Kate
Liebe Betse,

Theoretisch bist Du meines Erachtens gar nicht dazu verpflichtet zu antworten. Du bist krankgeschrieben und basta.
Pass auf Deine Arme schön auf. (Bei anderen tut mir sowas immer leid). Sowas ist immer Mist und erinnern ein Leben lang an miese Zeiten, können aber auch ein Symbol sein, dass man es geschafft hat. Das liegt im Auge des Betrachters.
LG Kate

24.06.2020 20:34 • x 1 #30

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