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Sertralin angefangen

bones
@gho ja das kenn ich selber und hatte damit in der Vergangenheit zu kämpfen gehabt. Sehr lange.

Ich kann dir nur als rat geben, warte nicht zu lange damit. Bevor du immer mehr in die Spirale versinkst und schwer raus kommst. Es ist wichtig dass du Hilfe holst.

24.12.2022 22:16 • x 1 #76


gho
Ich vermute sehr stark, dass es eine Nebenwirkung sein müsste. Ich kenne halt große Unruhe von mir, aber sowas nicht.....ist zum ersten Mal so, jetzt mit dem Medikament.
Hat jemand auch nach längerer Zeit erst solche Nebenwirkungen gehabt?

24.12.2022 22:31 • #77


A


Hallo gho,

Sertralin angefangen

x 3#3


bones
Nein, das es vom medi kommt, kenn ich nicht. Bei mir kam es durch die erkrankung. Und wenn es chronisch wird, ist es um so schwieriger das weg zu bekommen. Das hast du nicht. Du kannst da gegen steuern. vielleicht sollst du zur Notdienst fahren. Ruf vorher aber erst mal an.

24.12.2022 23:00 • #78


Dys
Zitat von gho:
das habe ich vorher halt auch schon gekonnt. Leichter fällt es mir nicht, seit der Einnahme. Der Nebel im Kopf ist eher noch größer geworden.
Antrieb und Stimmung haben sich nicht wirklich gebessert....

Wenn Du das ohne Medikamente schon konntest, frage ich mich erneut, was Du von dem Medikament eigentlich erwartest. Du entziehst Dir Nikotin, alleine dieser Umstand weckt Unruhe, was ich aus eigener Erfahrung kenne. Zudem nimmst Du ein Medikament, welches den Haushalt der Botenstoffe im Hirn beeinflusst und wunderst Dich, dass da gerade was passiert. Natürlich hängt das alles irgendwie zusammen und wenn Du nun noch Erwartungen hast, die anscheinend nicht befriedigt werden, machst Du Dir selbstverständlich deine Gedanken. Aber die sind offensichtlich nicht zielführend.
Wenn Du körperlich in der Lage bist, solltest Du versuchen Dich aktiv abzulenken, bis Du mit deinem Arzt oder Therapeuten konkret über deine Befindlichkeiten sprechen kannst. Vielleicht brauchst Du dieses Medikament garnicht. Im Zweifelsfall, so habe ich es meistens gemacht, ist ein Aufenthalt in einer Klinik um ein Medikament kontrolliert einzudosieren, nicht die schlechteste Lösung. In einer guten Klinik mit ausreichend vorhandenem und geschulten Personal, ist es möglich, zu jeder Zeit einen Ansprechpartner zu haben. Aber eines muss Dir klar sein, eine Pille schlucken und sich zurücklehnen und warten das alles von selbst gut wird, wird so nicht klappen. Wenns so einfach wäre, wären Foren wie dieses obsolet. Und niemand hätte psychische Probleme.

VG Dys

25.12.2022 13:12 • x 1 #79


gho
Im allgemeinen habe ich auf meine Therapeutin vertraut, die sagte, es könne mir helfen und es kann dadurch leichter werden.
Sry, wenn ich dich nerve dys......
Ich bin aber überhaupt nicht erfahren, was sowas angeht. Ich habe noch nicht die Erfahrung gemacht, dass es leichter wurde etc.
Meine Erwartung an ein Medikament war einfach nicht so tief ins Loch zu fallen, was mir von mehreren Seiten bestätigt wurde, dass es das ermöglichen kann.

Natürlich weiß ich, dass ein Pille nicht alles wieder gut macht. Aber es potentiell schlechter machen, so wie es sich gerade häufig anfühlt ist halt auch schei......

Und ja, da freue ich mich natürlich von den Erfahrungen von anderen Hoffnung ziehen zu können.
Ebenso, was Nebenwirkungrn angeht. Ich weis nicht, ob es sein kann, dass man nach Wochen wieder neue Nebenwirkungen bekommen kann. vielleicht hat jemand die Erfahrung ebenfalls gemacht.

Der Mensch sucht halt nach Antworten, auch wenn es sie auf viele fragen nicht gibt. Aber und so vermute ich, dass du es auch kennst, wenn man sich irgendwie hilflos und auch hoffnungslos fühlt, möchte ich mich zumindest mitteilen. Damit wären wir wieder bei diesem Forum....

Last but not least........
Ich erwarte nicht, dass das Medikament alles heile macht und dass ich selber dafür kämpfen muss, weiß ich auch. Das habe ich immer. Wenn es aber subjektiv zunimmt, dass das kämpfen durch die Nebenwirkungen erschwert wird, kommen fragen in mir auf.....

25.12.2022 14:31 • #80


Dys
@gho Du nervst überhaupt nicht. Diese Fragen, die Du Dir wohl stellst, sind ja auch nicht ungewöhnlich, nur scheint es mir, dass Du doch konkrete Vorstellungen hast, was eigentlich mit der Einnahme von Sertralin geschehen soll und es scheint mir ebenso, dass dies so nicht der Fall ist. Die Frage, die Du Dir, aber vor allem deinen Behandlern stellen solltest, ist, was genau das Medikament leisten kann und was eben nicht. Dazu musst Du aber auch konkret definieren, was Du willst. Wenn Du nicht spürbar eine positive Veränderung erzielen kannst, wird es Dir nicht besser gehen können. Eine positive Veränderung aber nur an einem Medikament festzumachen, ist gerade bei einer Depression, eher kritisch zu betrachten. Da zählt ein Gesamtpaket und es braucht Zeit, die Du Dir meines Erachtens nicht einräumen magst oder kannst. Anders als beispielsweise Insulin, lässt sich ein Anti D nicht so einfach in seiner Wirkung messen. Auch nicht bezüglich einer bestimmten Dosierung, wie es bei Insulin der Fall ist. Du kannst nunmal nicht einfach den Anteil von Botenstoffen messen, die positive Wirkung erzielen können, so wie Du den Blutzuckerspiegel messen kannst.

Ich habe selbst diverse Medikamente genommen, die Nebenwirkungen hatten, welche eher kontraproduktiv waren, im Bezug auf eine Stimmungsverbesserung. Da stellte sich mir eigentlich nicht die Frage, ob es auf Dauer das richtige ist. Denn Es gibt Nebenwirkungen, mit denen kann man tatsächlich nicht auf Dauer leben. Es würde auch nichts bringen, wenn meine Stimmung toll ist, aber meine Leber irgendwann im Eimer ist. Das ist eine einfache Kosten Nutzen Rechnung. Da muss ich mir keine Fragen stellen, sondern meinem Behandler und genau dies solltest Du auch. Du bist die einzige Referenz, die eine „Messung“ zulässt, nicht die zig anderen, bei denen es so oder anders ist. Jedenfalls nicht im Bezug auf Depression.

Sich mitteilen ist eine, wie ich finde, gut Methode zu reflektieren. Denn etwas unausgesprochen zu lassen, wirft ja meistens Fragen in einem selbst auf und da kommt es dann darauf an, ob ich sie für mich selbst beantworten kann, oder tatsächlich jemand anderes eine Antwort hat, auf die ich selbst nicht komme. Wie bei allen Antworten auf Fragen, gilt aber eine Grundregel. Sie können sowohl hilfreich, als auch das Gegenteil sein, ich kann sie glauben oder nicht, sie können subjektiv oder objektiv sein und sie müssen mir nicht unbedingt gefallen. Eine weitere Grundregel wäre noch, dass eine Frage auch immer eine Erwartung schürt, welche Antwort ich gerne hören würde. Natürlich soll die, eine gute sein. Ist es aus meiner Sicht keine, bin ich natürlich enttäuscht. Wie ich dann mit der Enttäuschung umgehe, ist wieder ein anderes Thema.

Ich weiß ja nicht, wie es für Dich wäre, wenn Du nun hier 100 mal lesen würdest, „Sertralin, thats it“ und jeder schreiben würde, wie gut es ihm oder ihr damit nun geht. Das könnte sowohl deinen Glauben stärken, dass es Dir auch bald gut geht, aber leider auch das Gegenteil bewirken und Du denkst, „ich bin wohl ein hoffnungsloser Fall“ was absolut negativ wäre. Die „Wahrheit“ liegt aber wie so oft, irgendwo dazwischen.

Ich habe viele Erfahrungen mit unterschiedlichen Anti D gemacht und das einzige was ich definitiv gelernt habe ist, ich teile meinem Behandler genau das mit, was gerade mit mir passiert und äußere auch offen meine Zweifel und ich lasse mich nicht mehr mit Verallgemeinerungen abspeisen. Dabei habe ich festgestellt, dass es garnicht so ist, wie ich es oft lese, das Ärzte immer lapidar der Meinung sind, sie wüssten es besser und ich müsse das so hinnehmen bis irgendwann eine „Besserung“ stattfinden kann. Und siehe da, ich wurde ernst genommen und es wurden mir Alternativen genannt.

Ein „ich frage mich ob Sertralin das Mittel der Wahl sein kann, weil ich……..“ wäre also eine geeignete Frage, die Du weniger Dir selbst, sondern auf jeden Fall deinem Arzt stellen solltest.

VG Dys

25.12.2022 16:04 • #81


gho
@Dys danke für deine Ausführungen.

Ich denke, ich habe meine Erwartungen/Hoffnungen an das Medikament schon sehr deutlich formuliert.
Dazu zählten:
Stimmungsaufhellung
Antrieb und dass meine Gedanken und Emotionen weniger belastend sind. Außerdem, dass es schneller gehen kann, aus dieser Episode rauszukommen.
Hierauf wurde mir gesagt, dass es möglich ist, dass ein Medikament das leisten kann.

Hierauf beziehen sich meine Schilderungen bzw meine Beobachtungen bei mir selber. Aufgrund nicht vorhandener Erfahrungen mit Medikamenten, ist man bei ersten Mal glaube ich sehr verunsichert.

Und wie gesagt, wenn ich merke, dass meine Gedanken dunkler werden und ich merke, dass mir ein schwerer Autounfall in meiner Vorstellung eher keine Angst mehr machen würde sondern eher mit einem Gefühl der Erleichterung verbunden ist......bekomme ich Angst. Weil das, so schlimm die letzten beiden Episoden auch waren, so nie nie nie in meinen Gedanken akzeptabel war bzw vorhanden war. Ich habe immer sehr an meinem Leben gehangen und dafür gekämpft und es mir wieder geholt.

Ich will ja wirklich durchhalten und dem Medikament die Chance gebe zu wirken. Sowas aber nach 4 Wochen und, so wie heute, dann auch wieder Benommenheit und Schläfrigkeit......das verunsichert....

25.12.2022 17:47 • #82


Nuance
@gho
Hallo,
ich hatte ja schon geschrieben, dass ich Deine Gedankengänge sehr gut nachvollziehen kann.
Ich würde abwägen: Neues Medikament mit dem Risiko, sich später zu fragen, ob es später doch noch gewirkt hätte. Und der Stress mit dem Wechsel: Evt. Abdosieren, neu Eindosieren.

Andererseits: Du wirst wahrsch. so schnell keinen Termin beim Arzt bekommen. Du könntest - vorsichtig 75mg - ausprobieren. Auf eigene Verantwortung.

Suizidgedanken sind natürlich schon problematisch. Sie rechtfertigen einen sofortigen Arzttermin.
Sie könnten bei einer Dosissteigerung stärker werden. Gut ist, dass es Dir bewusst geworden ist. So kannst Du bewusst gegensteuern bzw. es versuchen, auszuhalten, durchzhalten, Dich abzulenken.

Wie Du Dich auch entscheidest: Es waren wirklich noch sehr viele Medikamente auf Dich. Andere SSRI, SSRNI, Bupropion - und noch sehr viel mehr.

Du hast aufgehört zu rauchen und hälst durch. Überleg mal, wie schwierig das ist - wie viel Kraft Du hast!

25.12.2022 19:19 • x 1 #83


Tealight
Zitat von Nuance:
@gho Hallo, ich hatte ja schon geschrieben, dass ich Deine Gedankengänge sehr gut nachvollziehen kann. Ich würde abwägen: Neues Medikament mit dem ...

Erkläre mir einmal, wie Gedanken -, suizidale Gedanken. Ich meine,das Hirn arbeitet für sich selbst alleine ...
Welche Verbindung besteht bei Suizide Gedanken und die Einnahme von Medikamenten. WIE kann ein Medikament solche Gedanken verursachen

25.12.2022 19:30 • #84


111Sternchen222
@Tealight ,indem es in den Hirnstoffwechsel eingreift und bestimmte Botenstoffe wie Serotonin zum Beispiel erstmal durcheinander bringen. Es kann immer eine Erstverschlimmerung geben weil der Antrieb schon schneller kommt als die Stimmungsaufhellung ,deshalb verschreiben einige Psychiater auch Lorazepam für den Übergang.

25.12.2022 19:39 • #85


Tealight
Zitat von 111Sternchen222:
@Tealight ,indem es in den Hirnstoffwechsel eingreift und bestimmte Botenstoffe wie Serotonin zum Beispiel erstmal durcheinander bringen. Es kann ...

Dh ja das ein Medikament dafür verantwortlich ist, wenn ein Mensch suizidale Gedanken hat bzw sich schussendlich das Leben nimmt. Das die Gedanken so beeinflusst werden, durch die chemische Verbindung des Medikamentes, das es sich negativiert auf die Gedankenwelt

25.12.2022 19:44 • #86


111Sternchen222
Nein,dass heißt nur , dass das was ohne Medis lange durcheinander war ,nicht auf Knopfdruck zu beheben ist,sondern Zeit brauch wenn man medis dazu einsetzen möchte, und manchmal ist auch ein umweg nötig.

25.12.2022 20:27 • #87


Tealight
Zitat von 111Sternchen222:
Nein,dass heißt nur , dass das was ohne Medis lange durcheinander war ,nicht auf Knopfdruck zu beheben ist,sondern Zeit brauch wenn man medis dazu ...

Umweg

25.12.2022 20:43 • #88


bones
@Nuance ersten ist es völlig falsch eigenverantwortlich zu erhöhen. Zweitens sollte man bei dunkle Gedanken und suizidgedanken nur in Begleitung mit Arzt erhöhen. Das kann nach hinten gehen. Bitte sei da etwas vorsichtiger mit deinen Aussagen.

25.12.2022 20:48 • #89


A


Hallo gho,

x 4#15


bones
@Tealight es passiert ja nicht nur bei Antidepressiva , dass sich suizidgedanken entstehen. Sowas passiert ach bei anderen medis.

Nun es ist halt schwierig zu beschreiben, weshalb das in Verbindung steht. Es wird oft gesagt, dass die erkrankung schlechter wird und solch gedanken macht. Mit Einnahme von pp kann das unterbunden werden oder ach halt verschlimmern. Aber allein macht das medi solch gedanken nicht.

25.12.2022 20:53 • #90

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