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Should I stay or should I go?

O
Zitat von chriscornell:
Ich selbst sehe keine Perspektiven mehr, alles erscheint sinnlos und langweilig. Ist es egoisitsch, wenn man das nicht mehr möchte? Warum soll ich mein Leben lang mich quälen, nur für Andere?

Rufe Dir immer ins Gedächtnis, dass genau das depressive Gedanken sind. Sie vergehen, wenn die Depression geht. Dann kannst Du auch wieder sehen/ fühlen/ wissen, dass Du für Dich lebst und für keinen anderen.

Es tut mir sehr leid, dass Dein Therapeut Dich da nicht besser betreut.

Versuche Dir irgendwie einen stationären Aufenthalt mit Krankenstand zu organisieren und hole Dir weitere Hilfe.
Auch medikamentöse Unterstützung wäre eventuell angebracht.

Und ganz wichtig: Glaube die Gedanken nicht, die Dich gefühlt wissen lassen, dass alles sinnlos ist.

Ich sende Dir einen großen Schwall Hoffnung und Durchhaltungsvermögen!

Bleib am Leben!
Für Dich!

07.05.2022 23:31 • x 2 #16


aurora333
Lieber @christcornelli, ich möchte mich dem was @ohneFunktion schreibt unbedingt anschliessen. Dass Du in Deinem Leben keinen Sinn erkennen kannst, ist ein Kardinalsymptom einer Depression. Du braucht unbedingt effiziente medikamentöse Unterstützung, damit Du Dich mit einer fragenderen Basis in der Welt bewegen kannst. So als vorübergehende Krücke finde ich das jetzt wirklich angesagt. Denn dann wirst Du die Dinge wieder in einem positiveren Licht sehen und mehr von den Hilfsmöglichkeiten die du hast profitieren können.

Was Therapeuten und Psychiater angeht, so lohnt es sich manchmal die Person zu wechseln. Du benötigst nun jemanden der Dir tatkräftig unter die Arme greifen kann, um Dir wieder Hoffnung zu machen. Ich wünsche Dir ganz viel Glück und gib nicht auf !

08.05.2022 08:07 • x 3 #17


A


Hallo chriscornell,

Should I stay or should I go?

x 3#3


C
So, ich wollte ein kurzes Update von mir geben:
Ich nehme seit ca 2 Monaten ein Anti-Depressivum, was mir beim Einschlafen hilft. Allerdings merke ich, dass mir trotz der Gruppentherapie keine wirklich Besserung meiner Situation widerfährt. Gestern war es wieder besonders schlimm, ich hatte schlimme Gedanken. Ich glaube, dass mir nur noch ein stationärer Klinikaufenthalt helfen könnte, da mein Umfeld (Partnerschaft, Arbeit) mich zu sehr belastet.
Ich bin allerdings etwas verzeifelt, wo ich anfangen sollte bzw. über welche Kanäle ich Anträge o.ä. stellen kann. Vielleicht habt ihr ein paar Anlaufstellen, wo ich beginnen kann. Danke

19.07.2022 23:09 • x 1 #18


Anneklatsche
Moin @chriscornell,

an deiner Stelle würde ich zum Hausarzt gehen und ihm schildern, wie schlecht es dir geht.. er müsste direkt sehen, dass du wahrscheinlich in einer Klinik am besten aufgehoben bist und dich einweisen..

20.07.2022 07:01 • x 1 #19


bones
Nun ich würde einfach so in de Klinik gehen. Zur Rufbereitschaft. Sie checken dich ab und fragen dich ab. Dann entscheiden die, ob du dort bleiben sollst oder nicht.

Weil wenn du zum Hausarzt gehst und er dir ne Überweisung ausstellt bzw in de Klinik anruft, ist es meist so dass du erstmal auf de Warteliste kommst. Das heißt dass du nicht sofort in de Klinik kannst. Außer du bist ne Gefahr für dich selber und andere, dann behalten sie dich sofort.

20.07.2022 11:43 • #20


Mr_Tom
Zitat von chriscornell:
Ich bin allerdings etwas verzeifelt, wo ich anfangen sollte bzw. über welche Kanäle ich Anträge o.ä. stellen kann. Vielleicht habt ihr ein paar Anlaufstellen, wo ich beginnen kann. Danke


Wenn es ganz dringend ist, kannst Du nach Krieseninterventionsstellen suchen. Früher gab es so etwas jedenfalls. Und falls du dazu keine Energie hast, würde ich dir die Telefonseelsorge empfehlen 0800 1110111

Ansonsten wenn es nicht ganz so akut ist, würde ich an Deiner Stelle mit dem Arzt reden, der Dir die Medikamente verschreibt.

20.07.2022 22:55 • #21