
Pyramos
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Ich habe gerade mal deinen Beitrag Gefangen im selbst durchgelesen um ein wenig besser zu verstehen was mit deinem derzeitigen Zustand meinst. Muss erstmal sagen, das war für mich sehr interessant, da standen einige Dinge drin die ich gut auf mich anwenden und in mir wiedergefunden habe, aber auch vieles was neu für mich war und mir mal einen Blick darauf gegeben hat welche Zustände es eben noch geben kann. Und ich weiß jetzt ein wenig mehr über die Person die mir hier so sehr hilft gerade :-)
Also so wie du in einem Zustand der totalen Gefühlslosigkeit war ich bisher eigentlich noch nie, daher verstehe ich wieso du hoffst ich bekomme vorher die Kurve. Momentan fühle ich ja immerhin den Schmerz, dann sollte ich diesen ja vielleicht auch als etwas positives ansehen. Und das gelingt mir sogar ein klein wenig, denn er treibt mich derzeit an Dinge zu tun für die ich sonst wohl nie den Antrieb gefunden hätte. Auch wenn es nur ist dass ich Freunde anrufe um mit ihnen rauszugehen, zu reden, um mich eben von den Schmerzen abzulenken. Aber es hilft ja auch, ich werde dadurch automatisch aktiver, nicht weil ich die Kraft selbst aufbringe, sondern weil ichs sonst garnicht aushalte. Aber Hauptsache es wirkt :-)
Und teilweise tuts das auch, nur kommt eben immer der Punkt wo ich dann doch irgendwie zur Ruhe kommen muss, wo dann Gedanken doch wieder einzubrechen drohn, davor habe ich jeden Tag aufs neue Angst, und vor allem jetzt am Abend nimmt das immer zu, die Panik macht sich wieder breit.
Ich habe übrigens seit ein paar tagen nun wieder vermehrt Kontakt mit meiner Exfreundin, sie hat mir sogar echt viel Zeit gewidmet mir zuzuhören und mir alles nochmal zu erklären, wir haben versucht uns gegenseitig besser zu verstehen. das hat zum teil auch funktioniert, zum teil aber auch den Schmerz immer neu aufgewühlt, weil ich noch immer merke dass ich mit Hoffnungen in die Gespräche gehe die sie sie nicht erfüllen kann. Versuche immer noch sie mit Logik und Argumenten sie davon überzeugen dass es doch Unsinn ist Flucht in einer neuen Beziehung zu suchen wenn man die neue noch retten kann. Nur ist mit Logik da eben nicht beizukommen, das weiß ich ja irgendwie, aber ich kann immer noch nicht loslassen.
Nun weiß ich nicht ob es an sich gut von mir ist zu versuchen das einfach alles zu verstehen durch Gespräche mit ihr, vielleicht hilft das auch damit abzuschließen. Und eben die Tatsache dass ich sie als gute Freundin neu wert zuschätzen lerne, ihre Rolle in meinem Kopf einfach dahingehend verändere. Oder ob das eher ein Fehler ist, ich mir das alles nur einrede... ich bin da immer noch unsicher. Immerhin habe ich meinen Standpunkt klar gemacht, dass ich aus diesem Abhängigkeitsverhältnis zu ihr raus möchte, aber ich habe Angst der einzige weg dazu ist selbst den Kontakt abzubrechen.
Oh Mann, ich merke gerade selbst wie ich immer wieder zwischen meiner Depression und der Trennung hin und her springe, ich sollte mich mal auf eines konzentrieren...
Aber erstmal versuche ich Schlaf zu finden,
Gute Nacht