119

Sinnloses Leben wegen Depressionen und Ängsten

buddl1
tolle Worte...
ja da hast du schon recht meine Worte allein genügen nicht,
ich kann weder heilen noch dir die gesuchte Heilung bieten oder gar versprechen.
ich bin auch nicht so vermessen oder habe diesen Anspruch dies mir zu eigen zu machen, jener Heilsbringer zu sein,
der in vielen Büchern beschrieben wird.
handeln muss letztlich jeder für sich.
nicht jeden können (meine) Worte erreichen,
zumal wenn man selbst darin schon zu abgestumpft ist oder gefallen liegen bleiben will.
jeder muss für sich selbst zurück finden und das Bsp. mit dem Wald,
ich hab das nicht erfunden sondern erlebt, besser lebe ich dieses noch,
gerade, wenn alles um einem ´herum so schwer, trist- und hoffnungslos erscheint.
man musss sich herablassen von seinem selbst erhobenen Podest des ewigen Trübsal,
aber wir leben...
in vielen Ländern herrscht Krieg, Hunger, ein Diktatur und was es noch alles gibt
und ja sie wären gern alle bei uns, würden tauschen, nur um eben auch diesen Wald, dieses Leben führen zu können,
auch in ihrem Land...
wenn wir alle keine Hoffnung hätten,
wir nicht an das kleinste Glück erfreuen wollen,
dann, ja dann hast du wahrlich recht.
entschuldige wenn ich so aushole,
aber wenn (meine) Worte jemanden auch nur ansatzweise helfen,
seinen Blick zu heben, anzuerkennen - nicht nur mich- dass es viel mehr gibt,
was jeder selbst noch bewegen kann, wenn er nur wollte.
ich habe viele ihren Weg gehen sehen, den letzten, selbst bestimmt und mit Erfolg.
machtlos diese Entscheidung anzunehmen, zu verstehen ist eh selten möglich,
dann hilft es auch anderen und nicht nur mir mit meiner chronischen Krankheit klarzukommen, mit dem Leben
in dem eigenen Leben zurecht zu kommen, ohne zu verlangen, alles anders machen zu müssen.

es sind keine tollen Worte, ich habe sie lediglich nur neu zusammengefügt,
etwas Hoffnung darin zu lesen sein soll, mehr nicht.
ja du kannst - wie ich eben auch- die Erkrankung annehmen, dein Leben damit einrichten,
damit leben und da du mich gelesen hast, nicht alles muss du darin annehmen,
es ist meine Reflektion meines Lebens mit dem was ich von jedem anderen hier gelesen habe.
wann warst du das letzte mal in einem Wald und konntest einfach nur dort stehen,
alles von dir fallen lassen, einmal loslassen einfach mal erkennen,
was dich umgibt? kannst du das noch?
es muss ja nicht unbedingt immer der Wald sein..
es sollten auch jetzt nicht so viele Worte sein, sorry
buddl1,

05.10.2020 14:15 • x 4 #16


bones
Zitat von búddl1:
wann warst du das letzte mal in einem Wald und konntest einfach nur dort stehen,
alles von dir fallen lassen, einmal loslassen einfach mal erkennen,
was dich umgibt? kannst du das noch?


nun ich wohne auf nen land am rande des waldes.bin täglich dort.aber es lässt mich kalt bzw interessiert mich nicht bzw kann mich darüber nicht erfreuen.weil die depression in der ich wieder bin zu stark sind. da können noch ein licht reinscheinen,doch ist es kalt und die hoffnung,dass das licht grösser wird ,fern.ich realisiere es zwar ,aber mehr auch nicht. ich habe mich mit der erkrankung lang genug angekämpft.doch irngedwann aktzeptiert man sie einfach und es so nehmen wie sie ist.einzig,was mir hoffnung erschöpft ist meine tochter und lebenspartnerin. die sind mein anker.da weiss ich,wofür ich aufsteh und den täglichen mist mit der depression miterleben darf..

05.10.2020 16:13 • x 2 #17


A


Hallo Lost111,

Sinnloses Leben wegen Depressionen und Ängsten

x 3#3


Lost111
@Martl

Zitat:
Seit einer Woche geht's mir besser, geh sehr viel spazieren, raus in die Natur. Am Dienstag geh ich wieder zur Therapie. Ja, es ist ein Kampf. Drück Dir fest die Daumen, dass die Sonne wieder kommt.


Das hört sich doch schonmal positiv an. Es kann nur besser werden, in kleinen Schritten. Meine Therapie ist momentan auf Eis gelegt, aber ich möchte nicht darüber reden. Es erscheint einfach alles sinnlos, jede Anstrengung, die ich je gemacht habe, ist nichts. Wozu habe ich das alles gemacht?
Ich wünsche dir auch alles, alles Gute; und: wir geben (noch) nicht auf!

@Betse66

Zitat:
stell dir vor, es ist dunkel und plötzlich leuchtet eine kleine Flamme an einer Kerze auf. Was spürst du? Licht, ein Hauch Wärme? Dieses Bild versuche ich mir vorzustellen, wenn es mir schlecht geht und dann zünde ich am hellichten Tag eine Kerze an. Klingt vielleicht komisch, ... manchmal aber einfach ein kleiner Weg ins Licht.


Das hört sich sehr tröstend an und so gar nicht komisch! Ich liebe Kerzen auch sehr, und die dürfen jetzt auf meinem Wohnzimmertisch nicht fehlen. Duftkerzen mag ich auch. Aber es ist ein schönes Bild, dass du mir ins Herz gezaubert hast, danke.

@buddl1

Deine Worte haben mich berührt und zum Nachdenken gebracht. Danke dafür.

Es ist alles andere als leicht, diese Krankheit Depression anzunehmen. Ich habe lange dafür gebraucht. Und auch heute frage ich mich manchmal noch: warum ich? Eine müßige Frage, ich weiß.

Leider sehe ich momentan wenig Hoffnung...

Jeder neue Tag ist anstrengend. Heute war Kontroll-Termin beim ZA angesagt: ANGST!
Erst in der Therapie habe ich gelernt, da nach vielen Jahren wieder hinzugehen. Somit war das heute ein kleines Erfolgserlebnis, wofür ich mich eigentlich loben sollte. ÄHEM - ich und mich selbst LOBEN?! Ein ziemlich schwieriges Thema für mich.

Lasst euch mal alle:

LG, Lost111

05.10.2020 21:21 • x 5 #18


Monesie
Guten Morgen lost111,

Zitat von Lost111:
Somit war das heute ein kleines Erfolgserlebnis, wofür ich mich eigentlich loben sollte. ÄHEM - ich und mich selbst LOBEN?! Ein ziemlich schwieriges

Ich finde es toll, dass du dich lobst!
Es ist auch für mich ein schwieriges Thema. Ich war immer die Person, die versucht hat es allen recht zu machen um Zuwendung zu bekommen, aber es war eher das Gegenteil der Fall.
Ich habe es überlebt und werde heute schlecht damit fertig, dass es mir so mies geht und ich unter schweren Depressionsschüben leide, aber die Person, die mir das hauptsächlich angetan hat, lebt fröhlich vor sich hin. Das hat in mir Gefühle ausgelöst, die lange unterdrückt wurden, nämlich Wut.

Diese Wut versuche ich in kleinen Schritten für mich zu nutzen um mich aufzuraffen, mich selbst zu loben und den Fehler nicht in mir zu suchen. Ich muss nicht perfekt sein damit ich geliebt werde. Es kann mich nicht jeder mögen. Ich mag auch nicht jeden. Aber Respekt und Höflichkeit kann i c h jedem entgegen bringen. Wenn andere das nicht können, ist es nicht m e i n Fehler!
Ich gehen diesen aus dem Weg. Ich brauche ihren Kontakt nicht.

Gelobt wurde ich nie, eher das Gegenteil, da konnte ich noch so viele gute Noten schreiben. Ich musste von der Schule gehen und eine Ausbildung machen, obwohl ich die besseren Noten hatte. Meine beiden Geschwister durften machen, was sie wollten. Mit 18 Jahren war ich ausgezogen und 600 km weit weg geflüchtet. Das erste mal frei.
Die Depressionen kamen viel später.

Und loben kann ich mich selbst, wenn ich etwas geschafft habe, was schwierig für mich war. Sei es irgendwo pünktlich zu erscheinen und überhaupt aufzustehen ohne ins Grübeln zu geraten. ( wieso aufstehen )
Hierhin hat mich die Therapie gebracht und Antidepressiva.
Dafür bin ich dankbar und kann nur sagen, nimm Hilfe an. Ich war misstrauisch, aber es gibt auch gute Menschen, die einem tatsächlich helfen können und es auch tun.

Besser in kleinen Schritten nach vorn, als zurück. Du schaffst es.
Monesie

06.10.2020 06:10 • x 3 #19


buddl1
@bones,
alles hast du doch einen Anker,
einen der dich leben, lieben und auch einen Sinn gibt,
deine Partnerin und die gemeinsame Tochter.
das ist schon mehr als mancher zu träumen wagt. Sie geben dir den notwendigen Halt
und auch den Antrieb, weil man es für sie nicht nur machen muss,
sondern will!
und eben darin muss dein Licht, deine Wärme liegen und glaub mir,
sie geben sie dir zurück ohne dich zu verbrennen.
verglichen mit mir, das Leben in einer 2 Millionenstadt, Beton, Lärm, die große Anonymität,
da erscheint mir die ländliche Ruhe, wie ein anderes Land...
und ja jeder sucht meist, das was der andere wohl hat...
und ja solche wie wir hier, wir müssen die wenigen Momente
in unserem kleinen Glück viel höher bewerten und vor allem genießen.
um im Alltag, den notwendigen Halt, die Kraft den Bestand finden zu können.
auch wenn es sinnlos wie so vieles erscheint,
ich setz mich gern im Wald einfach irgendwo mal hin, schließ die Augen
und höre nur auf das was mir die Ohren, die Nase zu riechen gibt.
der modrige Geruch nach Waldboden, Pilzen die man natürlich nicht findet,
aber das Gefühl frei zu sein, ganz ohne Zwang.
ich schuf mir meine kleine Oase in der ich meinen kleinen Garten mir zur Aufgabe machte.
nebenbei, mein Avatar ist nicht der einzige Vogel der mich daran erinnert, Aufgabe und Verantwortung zu übernehmen..
es sind die kleinen Lichtblicke die uns aufblicken lassen.
aber du hast schon recht,
wenn man selber kalt dabei bleibt...
sich nicht überwinden will und auch nicht mehr kann.
ein anderer wird das für einen selbst nie übernehmen können.
diesen schritt, ich will, der muss von dir selbst kommen.
dabei sollte man sich nicht fragen, brauch ich das, oder wozu,
nein, einfach mal machen, probieren. es muss auch nicht immer alles einen Sinn ergeben.
Manche stellen sich jeden Tag ein Strauß Blumen auf den Tisch obwohl es sicher ist, dass er am
nächsten Tag vieles von seiner Pracht verloren hat und doch ´wird dieser wieder da stehen,
weil es diese kleine ein Freude am Tag sein kann,
die man für den Tag braucht.
hey @Lost111
mit 17, ich hasste den ZA, vieles war mir auch egal, aber in der Armeezeit (ja die gab es damals noch)
sagte mir der ZA-in dem Stützpunkt, wir können viel tun... und so wurde ich einer der wenigen Dauergäste und fand auch die Notwendigkeit dafür. und heute ist der Besuch ebenso Routine wie der zum Internisten, Diabetologe oder auch der Urologe...
meine nach der Erkrankung gewonnen Stabilität habe ich durch all dieses kleine müssen erlangen können, auch wie wichtig damals wie heute solche Termine sind...
und wenn du jetzt so einen Erfolg für dich beanspruchen kannst,
so doch nur, weil du,
ja nur diesen Schritt getan hast und
das wiederum ist zurecht dein Erfolg!
ja auch das Loben muss man lernen, keine Frage
zu sehr ist man mit dem negativen, dem unabänderlichen beschäftigt,
dass man kaum an sich, an seine eigene Leistung glauben mag.
man muss sich zurück kämpfen auch wenn jeder kleine Schritt immer eine Überwindung bedeutet.
aber wenn man nur vor der bunten Flimmerkiste oder vor dem verschlossenen Fenster sitzt...
kein Jammern wird etwas verändern, keiner deinen Schritt wagen
und leider ist das heutige gesellschaftliche Verhalten untereinander dazu nur fördernd aber nicht mehr
fordernd.
ich weiß nicht ob es dadurch früher besser war,
wenn man immer gesagt bekam: du musst.
aber heute?
naja, da schauen wir mal hier , mal da. dann probieren wir dies oder das
und wenn Garnichts mehr geht, na dann bleiben man halt Zuhause

das jetzt bitte nicht falsch verstehen,
aber in den letzten 30 Jahren haben wir so eine Vervielfältigung von Krankheiten bei so vielen von uns entwickelt die es davor nicht gab.
sicher einige waren nicht bekannt, aber so ein ausreißen aus der gesellschaftlichen Struktur wie heute
war damals nicht möglich. hüben wie drüben.
um zu überleben, gab es nur ein: du musst
und davon wurde man satt und hatte ein Dach über den Kopf...
nicht wie heute: dann probieren wie es eben später und wenn du nicht kannst
na dann schauen wir morgen oder übermorgen weiter...

jeder sich aufrappelt, jeder der sein: du musst, wieder in Anspruch nimmt und nicht liegen bleibt,
der wird irgendwann erkennen, wie stolz er auf sich sein kann
und dass es sich geloht hat, eben diesen Weg zu gehen.
man muss keine Berge versetzen, es reicht schon sein Tief, sein eigenes Loch zuschütten zu können.
wenigstens für kurze Zeit.
buddl1,

06.10.2020 07:36 • x 4 #20


Lost111
@Monesie

Zitat:
Ich finde es toll, dass du dich lobst!


Mmh, eigentlich könnte ich das tun, aber es fällt mir sowas von schwer! Warum ist das so? Auch mit Lob von Außenstehenden - falls das mal so sein sollte - kann ich nur schlecht umgehen. Ich denke dann immer, ich habe das nicht verdient.
Das liegt u.a. an meiner Kindheit, die bis zum 7. Lebensjahr (für mich) perfekt und glücklich war. Danach heiratete meine Mama und ich bekam einen Stiefvater, der mich nie wirklich akzeptierte und ein Choleriker war/ist. So lernte ich, unsichtbar zu werden und alles mit mir selbst auszumachen. Ich hatte immer das Gefühl, nicht gut genug zu sein, nicht richtig zu sein. Ich war das schwarze Schaf in der Familie und irgendwie anders. Nur nicht auffallen, dann passiert auch nichts schlimmes. Auch Worte können verletzen... Nach außen hin musste der gute Schein gewahrt werden; dabei wusste (und hörte) die ganze Straße zu, wenn er seinen Wutausbrüchen freien Lauf ließ.
Kurz gesagt sind wir das Produkt unserer - positiven wie negativen - Erfahrungen im Leben. Alles hat seinen Grund.

Zitat:
Diese Wut versuche ich in kleinen Schritten für mich zu nutzen um mich aufzuraffen, mich selbst zu loben und den Fehler nicht in mir zu suchen. Ich muss nicht perfekt sein damit ich geliebt werde. Es kann mich nicht jeder mögen. Ich mag auch nicht jeden. Aber Respekt und Höflichkeit kann i c h jedem entgegen bringen. Wenn andere das nicht können, ist es nicht m e i n Fehler! Ich gehen diesen aus dem Weg. Ich brauche ihren Kontakt nicht.


Wut habe sich sicherlich auch in mir, aber die richte ich eher gegen mich.
Wer mich nicht so mag, wie ich bin, der sollte mir eigentlich egal sein. Ich habe nur einige ganz wenige Kontakte in RL, die mir das Gefühl geben, nicht ganz überflüssig auf dieser Welt zu sein. Und hätte ich meine Mäuse nicht - daran mag ich jetzt gar nicht denken...
Was lässt euch immer wieder den Kampf aufnehmen, weiter zu machen? Jeden Tag aufs neue?

@buddl1

Zitat:
und wenn du jetzt so einen Erfolg für dich beanspruchen kannst,
so doch nur, weil du,
ja nur diesen Schritt getan hast und
das wiederum ist zurecht dein Erfolg!
ja auch das Loben muss man lernen, keine Frage


Warum sehe ich es nicht als Erfolg? Kann man das wirklich lernen? Ich zweifele so oft an mir, wie könnte ich mich da loben.
Es fühlt sich einfach falsch an.

Zitat:
jeder sich aufrappelt, jeder der sein: du musst, wieder in Anspruch nimmt und nicht liegen bleibt,
der wird irgendwann erkennen, wie stolz er auf sich sein kann
und dass es sich geloht hat, eben diesen Weg zu gehen.
man muss keine Berge versetzen, es reicht schon sein Tief, sein eigenes Loch zuschütten zu können.
wenigstens für kurze Zeit.


Das hört sich wirklich gut an, aber die Umsetzung ist alles andere als einfach! Ja, wer hat gesagt, dass es einfach ist... !
Ich habe so oft versucht, wieder auf die Beine zu kommen und habe es dann auch irgendwie mehr oder weniger geschafft. Aber es kommt immer wieder, dieses schwarze, tiefe Loch! Oder mangelt es mir immer noch an Akzeptanz?
Ich hab das alles manchmal so satt!

LG Lost111

07.10.2020 20:17 • x 3 #21


Betse66
Liebe Lost,
es ist immer einfacher anderen gute Ratschläge zu geben. Wenn man diese selbst bekommt, kann man nichts damit anfangen. Das ist zumindest oft meine eigene Erfahrung. Ja und wenn gerade dieses blöde schwarze Loch wieder da ist, geht sowieso gar nichts. Bei mir sind es die mittlerweile erwachsenen Kinder, die mich in der Vergangenheit gerettet haben und es noch heute tun ... ohne viel Worte, einfach weil es sie gibt. Du schreibst von deinen Mäusen. Bei meinem Freund/Partner sind es genau auch diese, die ihn immer wieder aufrichten. Ja, genau. Es ist gut, dass du sie hast. Und ich weiß nicht, wie du das siehst? Aber auch wenn wir uns alle hier im Forum nicht persönlich kennen, so können wir uns doch Halt und Stärke geben. Mich drängt es in ganz angespannten Situationen regelrecht hierher. Ich muss nur an die ersten Tage im Krankenhaus denken. Ich muss nicht zu jedem Thema eine Meinung haben, ich weiß aber, dass hier Menschen unterwegs sind, die mich verstehen können ... und dich auch.

Ich wünsche dir, dass du das jetzige Loch akzeptierst, aber nicht weil du verdienst, sondern weil du wieder zu dir kommen sollst ... und du schaffst das auch diesmal wieder.
Ich schicke dir einen Lichtstrahl. Betse

07.10.2020 20:45 • x 5 #22


Lost111
Liebe Betse,

danke für die lieben Worte.

Zitat:
es ist immer einfacher anderen gute Ratschläge zu geben. Wenn man diese selbst bekommt, kann man nichts damit anfangen. Das ist zumindest oft meine eigene Erfahrung.


Das ist richtig, so geht es mir auch. Bei Anderen weiß ich meistens einen Rat, aber wenn es um mich selbst geht, steh ich auf dem Schlauch und/oder weiß nicht, was ich machen soll. Dabei sollte ich vllt. mal auf die Ratschläge hören, die man mir gegeben hat.
Na ja, mit meinem Selbstbewusstsein ist es auch nicht weit her.

Zitat:
Du schreibst von deinen Mäusen. Bei meinem Freund/Partner sind es genau auch diese, die ihn immer wieder aufrichten. Ja, genau. Es ist gut, dass du sie hast. Und ich weiß nicht, wie du das siehst? Aber auch wenn wir uns alle hier im Forum nicht persönlich kennen, so können wir uns doch Halt und Stärke geben.


JA! Ich LIEBE meine Mäuse über alles! Sie sind mein ein und alles!
Letztes Jahr stand das Leben von Flöckchen auf des Messers Schneide; sie hatte einen großen Tumor an der Niere, der in einer komplizierten OP glücklicherweise erfolgreich entfernt werden konnte, aber ob sie überlebt oder nicht sah man erst während der OP. Ich hatte sooo große Angst um sie! Sie hat es aber gut überstanden und ist mittlerweile mit ihren 16 Jahren ja auch schon eine alte Dame, und ich weiß auch, dass ich sie eines Tages gehen lassen muss. Aber diesen Gedanken verdränge ich natürlich. Aber: das Leben ist endlich.
Ich musste schon einige Fellnasen über die Regenbogenbrücke ziehen lassen, und es war jedes Mal unendlich schwer und kaum zu ertragen.
Du hast deine Kinder, die dir Halt geben. Wohnen sie in deiner Nähe?

Ja, ich habe hier im Forum auch viel Trost und liebe Worte erfahren, u.a. auch von dir natürlich!
Ich fühle mich einfach verstanden und gut aufgehoben, so würde ich es beschreiben. Man sieht, dass man nicht alleine ist.
Und das ist schon sehr viel wert.

Zitat:
Ich wünsche dir, dass du das jetzige Loch akzeptierst, aber nicht weil du verdienst, sondern weil du wieder zu dir kommen sollst ... und du schaffst das auch diesmal wieder.


Danke dir, ich habe (noch) nicht aufgegeben. Vllt. wird es irgendwann mal besser. Momentan bin ich in einem Zustand, wo mir das alles eigentlich ziemlich egal ist. Die Welt könnte unter gehen - na und?!

Ich schicke dir ein kleines Lichtlein, dass dich begleitet in der dunklen N8.

LG Lost111

07.10.2020 21:22 • x 2 #23


buddl1
manchmal hilft es, sich an etwas zu klammern, sei es ein eine Fellnase, Mäuse, oder eben ich mit den gefiederten Gesellen (damit die wellis nicht immer vor mir gehen, hab ich auch einen Graupapagei), am besten jedoch, am Besten wenn es liebe Menschen sind. zu lieben, mit ihnen Zeit zu genießen, vor allem geben und nehmen, genau das macht unser leben aus, eben lebenswert.

ja, man kann lernen sich zu loben, sich zu lieben, es muss ja keiner sehen, das ist besonders wichtig,
wenn man bei seiner Arbeit gespiegelt bekommt, dass man diese so gut bewältigen konnte und doch diese nicht von anderen als solche gewertet bekommt....
das trifft natürlich auch auf den eigenen Bereich zu, wenn man seine Wohnung, sein Garten, seine Termine usw. auf Vordermann gebracht hat, sich abends zurück lehnt und sich selber sagt: geschafft und zwar gut!
jeder hat dazu seine eigene Methode entwickelnd. der weg dann ist egal, entscheidend ist es das Ziel auch zu würdigen.
wir leben auch von der Belohnung dafür und wenn das keiner macht,
darf man ruhig dies auch für sich in Anspruch nehmen und damit gut fühlen!
buddl1,

08.10.2020 08:03 • x 1 #24


Lost111
@buddl1

Zitat:
manchmal hilft es, sich an etwas zu klammern, sei es ein eine Fellnase, Mäuse, oder eben ich mit den gefiederten Gesellen (damit die wellis nicht immer vor mir gehen, hab ich auch einen Graupapagei), am besten jedoch, am Besten wenn es liebe Menschen sind.


Das ist tatsächlich so. Kein Tier kann einen Menschen ersetzen, aber sie geben einem trotzdem soviel.
Ja, mit Menschen habe ich es in RL nicht so. Ich lebe sehr zurückgezogen. Ich tue mich schwer damit, mich Menschen zu öffnen. Ich bin da sehr zurückhaltend und schüchtern. Es dauert lange, bis ich auftaue. Natürlich ist menschlicher Kontakt auch wichtig, aber schwer zu finden, wenn man so ist wie ich.
Ich würde gern lernen, mich loben zu können. Ob mir das jemals gelingen wird?

08.10.2020 19:26 • x 2 #25


Lost111
Heute ist wieder so ein Tag zum wegwerfen... Zu lange geschlafen, nichts weiter gemacht, nur rum gelegen.
Ich weiß, dass es an mir ist, etwas daran zu ändern. Aber das kostet soviel Kraft, die ich immer noch nicht zu haben scheine.
Manchmal würde ich am liebsten den ganzen Tag im Bett liegen bleiben, wenn da nicht eine innere Stimme in mir sagen würde, dass das auch keine Lösung ist.
Ich verabschiede mich jetzt in die N8.

09.10.2020 23:45 • #26


buddl1
nur wer sich selber zwingt, sich selber ermahnt,
kann sein Dasein aus der sich selbst eingeschlossenen Welt helfen.
ja, so einfach wie es geschrieben ist, so schwer ist es manchmal dies umzusetzen.
dazu gehört das Aufstehen, wenn man wach geworden ist, weil gerade da Gedanken lernen zu kreisen.
Aufstehen und um sich selber kümmern, einen Tee, Kaffee oder eine Milch warm machen,
sich geschäftigen und die Nachrichten wahrnehmen.
dann die, sofern vorhanden, Kontaktpflege zu den Tieren, meist warten die schon darauf...
und schon ist man in einem Gang der sich Alltag nennen kann...
sicher es ist nicht für jeden immer gleich, aber sich dem Leben anpassen,
damit sein eigener Gedankenkreise in geordneten Bahnen verlaufen kann.
die Kraft dafür gibt dir die Nacht,
es macht keinen Sinn, diese für sich nutzen zu wollen,
allein, zuhause, mit dem Blick in ferne Welten und sich immer wieder zu fragen
was wäre wenn...
nein, man muss es am Morgen versuchen,
es einfach tun...
es ist nichts unmöglich,
man muss es nur tun...
buddl1,

11.10.2020 08:14 • x 2 #27


A
Hallo,
Ich bin heute zum ersten Mal in dem Forum und hatte lost's und alle anderen Beiträge gelesen. Mir geht es zur Zeit genau wie Lost seit ein paar Tagen so richtig Grotten schlecht. Ich will nix essen und nicht aufstehen und nix machen. Einziger Lichtpunkt ist heute Abend Therapie, ich hoffe das hilft, sonst gehe ich glaube in einer Klinik, ich halt's kaum noch aus.
Die Beiträge hier helfen ein bisschen. Danke an alle.

Lg
Aiko

12.10.2020 13:52 • x 1 #28


buddl1
es gibt weit schlechtere Wege,
da ist die Klinik nahezu der bessere Ort,
wenn es nicht anders geht,
sie werden dich auffangen können,
dir die Ruhe und die Zeit geben...
damit du dein ich wieder annehmen kannst.
Aber,
nutze zuerst die Thera,
wer weiß, vielleicht kannst du dort ja einiges für dich mitnehmen.
manchmal brauch man nur einen der zuhört, der versteht,
der einfach nur da ist...
buddl1,

12.10.2020 15:01 • x 2 #29


A


Hallo Lost111,

x 4#15


A
Ja da hast du recht.
Meine Therapeutin ist auch richtig gut, also ich versteh mich mit ihr und vertraue ihr, das ist sehr wichtig. Aber leider ist sie total neu dabei. Also ich bin ihre erste Patientin ubd die Verständnis hilft aber ich bräuchte mehr Ratschläge oder Hilfestellung was ich machen soll wenn sie ent da is. Habt ihr Evtl Tipps?

12.10.2020 17:49 • #30

Weiterlesen »




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag