Soziale Phobie Therapie - was passiert dort?

Q
ich weiss nicht wie ich das anfangen soll.kann ja nicht bei allen therapeuten hier im ort einen termin machen und schauen ob die chemie stimmt,wie hast Du das gemacht,hattest Du einen bestimmten der Dich auf die Warteliste nahm oder wie?

20.05.2009 18:38 • #16


Jellybaby
doch, so in der Art geht das. Ich habe eine Liste von der Krankenkasse bekommen mit allen Theras die in der Stadt zugelassen sind (und Kassenpatienten nehmen). Da habe ich angerufen, erst mal die in der Nähe. Wo nur ein AB ranging oder der Mensch am Telefon schon so unfreundlich war habe ich sofort aussortiert.
Wartelisten gibt es überall, meistens mehrere Monate. Immer ja sagen, meistens wird viel früher was frei.
Nach ein paar Anrufen hatte ich dann einen am Telefon der sich nicht vorwurfsvoll anhörte, freundlich war und auch gleich ein paar Fragen stellte. Habe ich als Interesse aufgefasst, war ein gutes Zeichen fand ich. Aber es hieß auch bei dem ein halbes Jahr warten. Ich bekam aber einen Termin ein paar Wochen später wo ich noch mal nachfragen sollte. Habe ich auch, und war auch sofort was frei. Dann hatte ich ein bßchen Glück das es gleich passte mit dem Thera. Ansonsten hätte ich wirklich noch ein paar durchprobiert, man kann ja immer 5 Probestunden machen, genau aus diesem Grund.

20.05.2009 19:43 • #17


A


Hallo Queen of Rain,

Soziale Phobie Therapie - was passiert dort?

x 3#3


Q
Muss ich nicht erst zu meinem Hausarzt der muss mich doch überweisen oder die Notwendigkeit feststellen?
Hab so was in Erinnerung,das alles über den Hausarzt läuft.
Werd gleich am Freitag dahin gehen und fragen,bevor der Mut mich wieder verlässt.

20.05.2009 21:18 • #18


Jellybaby
nein, eine Überweisung vom Hausarzt hat nur den Vorteil, dass man nicht bei jedem Erstbesuch bei einem neuen Therapeuten die Praxisgebühr abgeben muss. Erst wenn die Probestunden vorbei sind muss ein Bericht an die Krankenkasse gehen vom Hausarzt. Da muss er aber nur reinschreiben das nichts gegen eine Therapie spricht. Nötig finden muss er das nicht mal.

20.05.2009 21:41 • #19


S
Zitat von Queen of Rain:
Hallo Sanduhr,

ich weiss nicht ob es so gut wäre wenn ich meine Gefühle zum Ausdruck bringe,glaube ich empfinde und fühle anders als die anderen,komme mir manchmal wie ein Outsider vor und es ist ja auch so dass ich isoliert bin,diese Kluft scheint mir unüberwindbar.


ok, das wäre vielleicht ein bisschen viel für den Anfang. Es reicht ja auch schon, sich einfach locker zu fühlen in Gegenwart einer anderen Person. Ich denke das ist der Schlüssel. Was du schlussendlich sagst oder verschweigst, ist eher Nebensache. Im Prinzip musst du überhaupt nichts sagen. Einfach nur, hallo wie gehts und dann wartest du einfach ob dir was einfällt. Wenn nicht spielts auch keine Rolle denn mehr alleine wie jetzt kannst du ja nicht mehr werden. Du hast also in der Beziehung schon mal nichts zu verlieren. Apropos verlieren: Was kannst du eigentlich überhaupt verlieren? Gibt es etwas dass durch das Reden mit einer anderen Person von dir weggenommen werden könnte? Es geht hier darum, dass du dir klar machst was es genau ist.

Zitat von Queen of Rain:
Ich fühle mich am wohlsten wenn ich allein bin ,dann muss ich mich nirgendswo anpassen und riskiere nicht verletzt zu werden.


also da habe ich vollstes Verständnis, denn es hat ja durchaus Vorteile alleine zu sein. Man kann tun was man will und wann man es will und braucht auf Niemanden Rücksicht zu nehmen. Ausser auf deine Kinder natürlich aber das ist ja was anderes.

Zitat von Queen of Rain:
Meine Beziehungen waren stets so dass ich mich nie getraut habe etwas zu sagen wenn mir was nicht passte,hab immer geschluckt und geschluckt,meine angesammelte Wut fand sich immer auf anderem Weg ein Ventil.


auch hier stellt sich wieder die Frage, was du dabei zu verlieren befürchtest, wenn du sagst was du denkst. Ich vermute mal du befürchtest es könnte lächerlich sein was du zu sagen hast. Und ich möchte hier keine falschen Versprechungen machen, denn; es kann tatsächlich passieren dass es vom Gegenüber so aufgefasst wird. Das hängt ein bisschen von der Person ab mit der du gerade zu tun hast. Nehmen wir mal an es wird als lächerlich aufgefasst von der anderen Person. Hat er oder sie dann recht damit? Ist es lächerlich? Wer entscheidet das? Könnte es sein dass die andere Person gar nicht recht damit hat? Dass seine Reaktion gar nicht angemessen ist? Wenn es so wäre, dass die andere Person unangemessen reagiert hat und du wüsstest es, wie würdest du reagieren. Was würde das an der Situation ändern?

Zitat von Queen of Rain:
Ich weiss auch garnicht worüber ich mich mit anderen unterhalten soll,solche oberflächlichen Gespräche wie z.B über das Wetter fand ich schon immer blöd,wozu soll man über etwas sprechen was man nicht ändern kann?


im Prinzip geht es eigentlich nur darum sich durch angenehme Gesellschaft die Zeit zu vertreiben. Das können Gespräche sein, gemeinsame Unternehmungen, Spiele usw. eigentlich ähnlich wie du mit deinen Kindern umgehst halt.

Zitat von Queen of Rain:
Was macht eigentlich einen guten Therapeuten aus?
Muss die chemie stimmen und muss ich ihm oder ihr vertrauen?


ich denke es ist wichtig dass der Therapeut/Therapeutin sympatisch ist.

liebe Grüsse,

Sanduhr

20.05.2009 23:06 • #20

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