Nisi79
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ich bin neu hier und auch neu in Sachen Angststörung (seit Frühjahr 2018 in Therapie) und Depression.
Mein Leben gleicht gerade einem Albtraum.
Wir waren im Oktober im Urlaub und der war schon sehr belastend. Flugangst, Angst vor Unwetter, Sorge die kleine Tochter nicht immer im Auge zu haben, usw. Der Rückflug war dann zusätzlich belastend, aufgrund von starken Turbulenzen. Hinzu kamen viele Sorgen, bzw. Stress im Beruf und privat.
Ich kam mit Oberbauchschmerzen aus dem Urlaub zurück und ging zum Hausarzt. Hier wichtig zu wissen, dass ich 2015 die Galle entfernt bekommen habe und 2 Monate später hatte ich eine schwere Leberentzündung, aufgrund einer Unverträglichkeit eines Medikaments. Jedenfalls war der Hausarzt der Meinung, dass sich eine Magen-/Darmgrippe ankündigen würde.
Dem war nicht so, also ging ich selber davon aus, dass es wieder einmal eine Magenschleimhautentzündung ist. Also nahm ich einen Säureblocker und in der selben Nacht wurde ich auf einmal wach, ging auf die Toilette und als ich mich wieder aufs Bett setzte, bekam ich einen so starken Schwindel, als ob jemand meinen Kopf in der Hand hält und schüttelt. Ich dachte, ich kippe jeden Moment um. Mein Herz raste, ich hyperventilierte, ich zitterte an Armen und Beinen und fror sehr stark.
Meine Frau versuchte mich zu beruhigen, aber ich war so überzeugt davon, dass es was schlimmes sein muss, dass wir noch ins KH gefahren sind. EKG ok, Ultraschall und Blut ok, wieder nach Hause.
Dieses Szenario wiederholte sich in einer Woche mehrfach, fast immer nachts. Ich versuchte herauszufinden wann diese Attacken kommen bzw. was der Auslöser ist. Mitterweile bin ich der Überzeugung, dass es davon kommt, wenn ich auf der Seite liege.
Die Attacken sind auch nur noch in abgeschwächter Form da. Meine Frau hatte mir bei der 3. oder 4. Attacke einen Luftballon in die Hand gedrückt und UNO mit mir gespielt. Das hat wahre Wunder geholfen.
Also sind die Attacken nun nicht mehr so stark, aber dennoch da.
Das was mich am meisten belastet ist, ich habe Angst zu schlafen.
Sobald ich mich auf die Seite drehe, verspüre ich einen Druck im Kopf und werde nervös. Das halte ich maximal 10 Minuten aus und dann dreht sich alles.
Wenn ich die Augen schließe und beginne einzuschlafen, zuckt sowohl der Körper, als auch mein Kopf, bzw. es zuckt in meinem Kopf. Es fühlt sich an wie ein kurzer Schwindelanfall. Das passiert mehrfach hintereinander und dann werde ich schlagartig wach, mir ist schwindelig und ich habe Herzrasen und bin innerlich unruhig.
Ich schlafe jetzt seit 2 Wochen auf der Couch, mehr im sitzen, als im liegen.
Mitterweile war ich auch beim HNO und Psychiater. Ich nehme seit 3 Tagen Paroxetin und alle sagen, es wäre psychosomathisch bedingt, aber irgendwie will das nicht in meinen Kopf.
Ich kann einfach nicht verstehen, warum nur, wenn ich den Kopf drehe?
Jetzt kommt seit gestern noch die Sorge hinzu, dass mir das Medikament wieder auf die Leber schlägt und prompt habe ich Bauchschmerzen und Sodbrennen.
Diese ewigen Gedanken was könnte es sein, haben mich depressiv gemacht. Ich bin zu nichts mehr in der Lage und kann für meine Familie nicht mehr da sein. Meine 3 jährige Tochter hat nichts mehr von ihrer Mama, die ist nur noch gereizt und vegetiert vor sich hin.
Meine Frau (ja, ich bin selbst auch eine Frau) hat es dadurch so unendlich schwer, weil ich als Belastung auch noch hinzu komme.
Ich möchte doch einfach nur, dass das wieder aufhört und alles so ist wie früher.
Hat jemand einen Rat?
Danke, dass du dir Zeit für mich und meine Gedanken genommen hast.
LG
Nisi, w, 39 Jahre alt