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Ständige Angst vor Angina Pectoris / Infarkt

Alexandra2
Liebe juju,
Ich fragte nach Deinem Gefühl bzl. Krankheit und Gesundheit, weil viele Menschen unsicher sind was da wäre und ob man krank sein könnte. Diese Vermutung, da könnte etwas sein, kann vollkommen richtig sein. Und es ist eben überhaupt nicht klar, was los ist. Manches bekommt man mit diversen Ärzten nicnt raus. Und dann wird schnell psychosomatisch draufgestempelt. Das ist nur dazu geeignet, einen mundtot zu machen.
Ich finde es sehr wichtig, seinen Körper gut zu kennen, Symptome zuzuordnen und ein gutes Gefühl für Gefahr zu bekommen.
Jahrzehntelang bekam ich mit chronischen Schmerzen, die auf kein Schmerzmittel anschlagen, psychosomatisch draufgestempelt. Ich fühlte, daß das falsch war und war es leid, keine Behandlung zu bekommen, bis ich vom neuen Hausarzt zur Rheumatologin geschickt war, und siehe da, die Symptome hatten einen Namen. Und ich die Gewißheit, da ist etwas. Das Gefühl war anders, als bei den Ärzten. Wenn ich sie aufsuche, höre ich immer in mich hinein, was sagt mir mein Körper? Zuletzt hatte ich die Nase voll von der Ärztin, die eine Behandlung anderer Probleme nicht führt nötig hielt, was ich frech fand und entwürdigend. Sie haben haben ja sowieso immer Schmerzen O- Ton, da ist jetzt dieser Schmerz auch egel, war die Botschaft. Oh war ich sauer, ich habe sofort gewechselt und Achtung, entzündete Bänder, Sehnen, Muskeln inzwischen am ganzen Arm mit Muskelverkürzung bis zu Brustmuskel behandeln lassen müssen.

Es ist gut und richtig, die Verantwortung für die eigene Gesundheit im vernünftigen Maß in die Hand zu nehmen, sich nicht aufzuregen, sondern dem Körper zu vertrauen. Und das ist m.E. eine Übungssache, ich mache es schon lange so, und stoße bei manchen Ärzten auf Widerstand. Aber das ist nicht mein Problem.
Ich habe gute Erfahrungen mit eigenen Wahrnehmungen gemacht und schwer kranke Menschen gesehen. Diese Kenntnisse sind sehr wichtig, um entspannt zu bleiben mit eigenen Symptomen. Und dann gibt es noch die Selbstheilungskräfte, regelmäßig eingesetzt, können sie auch etwas bewirken.
Deshalb bin ich dafür, sich zu beobachten, aber nur, um seinen Körper noch besser kennen zu lernen. Ich weiß z.B. inzwischen genau, welche Allergene ich wann vertrage und wann dieselben große Probleme verursachen. Und welche Allergene keine Kompromisse erlauben. Und ich bestehe darauf, daß ein Arzt sich daran hält.

Wegen Nebenwirkungen musste ich zum Kardiologen, hatte das Gefühl, da ist nichts, war aber irritiert. Die Untersuchungen ergaben ein gesundes Herz mit wenig Pulsschlag, weil es groß ist. Und dieser Puls fühlt sich manchmal so an, als würde mein Herz Anlauf nehmen, vor der nächsten Pumpbewegung. jetzt kann ich dieses Gefühl zuordnen.
Hab Vertrauen in dich, daß Du immer mehr dem Alarmsystem Deines Körpers vertraust, ohne achtsam hinzulauschen und Dir Sorgen zu machen. Versuche, Dich zu entspannen und der Homöostase zu glauben, daß sie es gut mit Dir meint.
Liebe Grüße

04.04.2019 17:23 • #61


Juju
Zitat von Alexandra2:
Liebe juju,
Ich fragte nach Deinem Gefühl bzl. Krankheit und Gesundheit, weil viele Menschen unsicher sind was da wäre und ob man krank sein könnte. Diese Vermutung, da könnte etwas sein, kann vollkommen richtig sein. Und es ist eben überhaupt nicht klar, was los ist. Manches bekommt man mit diversen Ärzten nicnt raus. Und dann wird schnell psychosomatisch draufgestempelt. Das ist nur dazu geeignet, einen mundtot zu machen.
Ich finde es sehr wichtig, seinen Körper gut zu kennen, Symptome zuzuordnen und ein gutes Gefühl für Gefahr zu bekommen.
Jahrzehntelang bekam ich mit chronischen Schmerzen, die auf kein Schmerzmittel anschlagen, psychosomatisch draufgestempelt. Ich fühlte, daß das falsch war und war es leid, keine Behandlung zu bekommen, bis ich vom neuen Hausarzt zur Rheumatologin geschickt war, und siehe da, die Symptome hatten einen Namen. Und ich die Gewißheit, da ist etwas. Das Gefühl war anders, als bei den Ärzten. Wenn ich sie aufsuche, höre ich immer in mich hinein, was sagt mir mein Körper? Zuletzt hatte ich die Nase voll von der Ärztin, die eine Behandlung anderer Probleme nicht führt nötig hielt, was ich frech fand und entwürdigend. Sie haben haben ja sowieso immer Schmerzen O- Ton, da ist jetzt dieser Schmerz auch egel, war die Botschaft. Oh war ich sauer, ich habe sofort gewechselt und Achtung, entzündete Bänder, Sehnen, Muskeln inzwischen am ganzen Arm mit Muskelverkürzung bis zu Brustmuskel behandeln lassen müssen.

Es ist gut und richtig, die Verantwortung für die eigene Gesundheit im vernünftigen Maß in die Hand zu nehmen, sich nicht aufzuregen, sondern dem Körper zu vertrauen. Und das ist m.E. eine Übungssache, ich mache es schon lange so, und stoße bei manchen Ärzten auf Widerstand. Aber das ist nicht mein Problem.
Ich habe gute Erfahrungen mit eigenen Wahrnehmungen gemacht und schwer kranke Menschen gesehen. Diese Kenntnisse sind sehr wichtig, um entspannt zu bleiben mit eigenen Symptomen. Und dann gibt es noch die Selbstheilungskräfte, regelmäßig eingesetzt, können sie auch etwas bewirken.
Deshalb bin ich dafür, sich zu beobachten, aber nur, um seinen Körper noch besser kennen zu lernen. Ich weiß z.B. inzwischen genau, welche Allergene ich wann vertrage und wann dieselben große Probleme verursachen. Und welche Allergene keine Kompromisse erlauben. Und ich bestehe darauf, daß ein Arzt sich daran hält.

Wegen Nebenwirkungen musste ich zum Kardiologen, hatte das Gefühl, da ist nichts, war aber irritiert. Die Untersuchungen ergaben ein gesundes Herz mit wenig Pulsschlag, weil es groß ist. Und dieser Puls fühlt sich manchmal so an, als würde mein Herz Anlauf nehmen, vor der nächsten Pumpbewegung. jetzt kann ich dieses Gefühl zuordnen.
Hab Vertrauen in dich, daß Du immer mehr dem Alarmsystem Deines Körpers vertraust, ohne achtsam hinzulauschen und Dir Sorgen zu machen. Versuche, Dich zu entspannen und der Homöostase zu glauben, daß sie es gut mit Dir meint.
Liebe Grüße


Liebe Alexandra2
Danke für Deine Antwort.
Aber ich verstehe gerade nicht was Du meinst und worauf Du mich vielleicht hinweisen möchtest?
Bin eigentlich nicht begriffstutzig.

04.04.2019 17:43 • #62


A


Hallo Juju,

Ständige Angst vor Angina Pectoris / Infarkt

x 3#3


Alexandra2
Liebe juju,
Ich wollte nur wissen, ob Du Deinem Körper genügend vertraust bzw. das Vertrauen ausbauen könntest? Diese Angst vor Krankheit kann einen zermürben, und als Gegenpol zur Hilflosigkeit und Ohnmacht sehe ich die Rückbesinnung auf den Körper, das Ausbauen des Vertrauens.
Liebe Grüße

04.04.2019 17:53 • #63


Juju
Zitat von Alexandra2:
Liebe juju,
Ich wollte nur wissen, ob Du Deinem Körper genügend vertraust bzw. das Vertrauen ausbauen könntest? Diese Angst vor Krankheit kann einen zermürben, und als Gegenpol zur Hilflosigkeit und Ohnmacht sehe ich die Rückbesinnung auf den Körper, das Ausbauen des Vertrauens.
Liebe Grüße


Jetzt habe ich verstanden.
Kleines Dummerchen . manchmal
Ich kenne meinen Körper so noch nicht.
Ich kann mir aber gut vorstellen, dass er einfach alle Symptome zeigt, die ich ihm die letzten Wochen eingetrichtert habe, mit meiner Angst.
Ich möchte das gerne lernen, ihm zu vertrauen.
Aber wie?

04.04.2019 17:58 • #64


Alexandra2
Liebe Juju,
Du bist kein Dummerchen
Wenn Du mit dem Herzen anfängst, ist da der Ruhepuls, wenn Du entspannt auf dem Sofa liegst. Wie schnell, wie gleichmäßig, und wie gut gefüllt ist die Arterie an der Daumenseite?
Wie geht es Dir gerade, entspannt, sprungbereit.
Das machst Du an ein paar Tagen nacheinander, um einen Eindruck zu bekommen. Es geht nur darum, ein Gefühl zu bekommen, nicht zu bewerten.
Wenn Du damit Sicherheit gewonnen hast, machst Du das bei ruhiger Belastung, staubwischen, aufräumen etc. Und das Gleiche nochmal, wieder nur ein Gefühl bekommen. Nach und nach lernst Du Deine Körperreaktionen kennen und bist dann beruhigter.
Liebe Grüße

04.04.2019 18:10 • #65


S
Hallo Alexandra,

Danke für deine Anregungen und Tipps. Ich habe schon vieles ausprobiert, also Atemübungen, mir immer wieder in Gedanken und auch oft laut gesagt- du bildest dir das alles nur ein- , doch meine negativen Gedanken überwiegen und verdrängen alle guten Gedanken. In dem Moment, wenn mir ein Arzt nach einer Untersuchung etc. sagt, es ist alles i.O., glaube ich das auch. Doch wenn die Sympthome dann wieder auftreten, ist alles wie am Anfang wieder da. Ich bin oft so verzweifelt über mich selbst. Habe schon daran gedacht mich in eine Tagesklinik einweisen zu lassen oder auch für eine Zeit Vollstationär. Doch dann erwacht mein Kampfgeist wieder und ich denke, dass ich es mit Therapie und Medikamenten allein schaffe. Heute ist ein Tag, an dem ich wieder morgens große Probleme hatte nach dem Aufstehen. Musste bloß zum Hausarzt zur Blutauswertung meines TSH-Wertes - habe Hashimoto. Wert war super - 1,03. Danach waren meine körperlichen Beschwerden fast weg.
Jeder Tag bedeutet für mich ein Kampf, will auch, dass meine Umwelt davon nichts mitbekommt. Also immer lächeln und funktionieren.

LG Sanna

05.04.2019 13:31 • x 2 #66


S
Liebe Juju,

ich habe mich oft damit befasst, dass andere Menschen auch Ängste haben, Hezrasen, Herzstolpern etc. und das die meisten Menschen dies alles nicht wahrnehmen oder nicht als bedrohlich empfinden. Was da in meinem Leben schief gelaufen ist kann ich nur ahnen, aber wirklich wissen kann ich es nicht. Ich mache seit 2 Jahren eine Verhaltenstherapie. Sitze ich vor der Therapeutin, kann ich über meine vielseitigen Sympthome nicht sprechen, weil ich dort gar nicht daran denke und ich mich ja auch dort sicher fühle. Ich fühle mich auch vom Hausarzt, Kardiologen und der Psychiaterin nicht ernst genommen, wenn ich über meine bunten Beschwerden - so stand es mal in einem Bericht an die Psychiaterin - spreche.

Da ich aber schon mal eine längere Zeit keine Ängste hatte, hoffe ich, dass es irgendwann wieder alles normaler wird, ob mit oder ohne Therapie oder Medikamenten.

LG Sanna

05.04.2019 13:47 • x 1 #67


Alexandra2
Liebe Sanna,
Ich meine nicht die Selbstberuhigung oder Denkprozesse. Ich meine, sich anzufreunden mit Herz, Kreislauf, Allem was Dir Sorgen macht. Es ist wichtig, die Symptome richtig zu interpretieren, damit man nicht zu Tode erschreckt. Es geht um kennenlernen und von vornherein festzustellen, ach so, wenn ich das mache passiert das, und das ist eine normale Reaktion.
Seitdem ich weiß, daß mein Puls sehr langsam ist und durchaus Ärzte erschreckt, stört es mich nicht, es ist Teil meiner Selbst. Ich akzeptiere, daß es so ist. Das hat durch Körperwahrnehmung und der Einordnung (ungewöhnlich und ungefährlich) für mich funktioniert.
Das kann jeder durch Wahrnehmung, Einschätzung und Einordnung erreichen.
Es ist sehr beruhigend, sich von Ärzten nicht verrückt machen zu lassen, sondern in sich hineinzuhören. Noch bevor die Angst so groß ist, daß man nicht mehr nachdenken kann. Wenn das Nervensystem erst angesprungen ist (Kampf oder Flucht) und kein Säbelzahntiger in Sicht ist, bleibst Du mit dem Adrenalin 'hocken' weil Du Dich deshalb nicht mehr traust Dich zu belasten. Dadurch kreist das Adrenalin lange weiter im Organismus. Und je öfter das passiert, um so konditonierter bist Du. Das Verhalten umzupolen ist viel anstrengender, als quasi prophylaktisch hinzuhören und Symptome realistisch zu bewerten.
Ich hab leicht reden. nee nee, ich war mehrfach schwer krank ohne Diagnose und Behandlung, und da habe ich mir Gedanken gemacht.
Liebe Grüße

05.04.2019 14:15 • x 1 #68


Juju
Gerade sitze ich wieder da. kontrolliere den Puls.

Ich bemerkte eine Rhythmusstörung und das das Herz stolperte. Seither schlägt es schneller und ich schaue alle Minute auf die Uhr,die ja den Puls misst. Dann messe ich manuell nach.
Es macht mir wieder so Angst.
Ich bekomme dann auch irgendwie atemeaussetzer.
Für mich deutet das alles aufs Herz hin und ich steigere mich wieder rein.
Das ist so krank.

07.04.2019 16:23 • #69


Alexandra2
Wieviel Pulsschläge/Min. hast Du?

07.04.2019 16:31 • #70


Juju
Zitat von Alexandra2:
Wieviel Pulsschläge/Min. hast Du?


Bin spontan ne halbe Stunde in den Wald spazieren.
Hatte Angst und bin einfach los.
Auf Teufel komm raus.
Du wirst lachen Alexandra.
Im Durchschnitt am Tag 78-80 .
In Ruhe meist 65-70.

Dann geht der aber plötzlich im Liegen hoch 90-100.

Aber das war schon immer so . nur jetzt macht es mir wieder Angst.

07.04.2019 17:47 • #71


Alexandra2
Nein, ich lache nicht, kennst Du Deine Belastungsgrenze?
Der Spaziergang ist goldrichtig, weg mit dem Adrenalin.
Was machst Du, wenn die Angst beginnt?

07.04.2019 18:53 • #72


Juju
Beim Belastungs-EKG Anfang des Jahres bin ich 180 Watt problemlos getreten.
Ansonsten war ich ja Extrem-Sportlerin.
Vielleicht vermisst das Herz das auch.
Generell gehe ich genau so wie heute gegen die Angst an.
Gehe trotz Herzinfarkt-Angst in den Wald auf Teufel komm raus.

07.04.2019 19:09 • x 1 #73


E
Bewegung ist sowieso super!

Juju, ich hatte etwas ähnliches- bin sogar mal nachts aufgewacht, da war der Puls bei 120.

Ich bin von Arzt zu Arzt gerannt, ich habe das, seit ich so um die 40 war, also seit nahezu 17 Jahren.
Bei einem solchen Anfall war ich beim Doc, der hat mir damals eine Tavor gegeben- danach war es gut.

Seither habe ich die genommen, wenn es wieder soweit war und keiner hat mir gesagt, die ganzen Jahre nicht, daß es nichts mit dem Herzen zu tun hat, wenn eine Tavor hier, in diesem Fall, wirkt, sondern daß es ein Angst-Anfall ist.
Ich war jedesmal in Panik (Vater hatte oft Angina Pektoris und starb am Herzinfarkt), das ist so bedrohlich.

Auf jeden Fall war ich in der Uniklinik, die wirklich alles genau untersuchten.
Ich war wütend, weil ich mich nicht ernst genommen fühlte.

Was ich damit sagen will:
Selbst WENN der Hintergrund, wie bei mir, psychosomatisch ist, ist die Situation nicht weniger schlimm- außerdem hat es mich extrem verunsichert, weil es in allen Lebenslagen auftrat, auch im Job.
Und weil ich nicht weiß, was es auslösen kann (Gerüche? Situationen? Geräusche?) will ich schauen, das Problem, das mich sehr einschränkte, in den Griff zu bekommen.

Ich will dir hiermit Mut machen, daß es tatsächlich in den Griff zu bekommen ist.
Nicht von heute auf morgen, bei mir sind das jetzt Pausen von vier bis fünf Monaten, aber ich mache auch täglich Übungen, wie Zähneputzen.

Und immer, immer wieder:
Sei freundlich zu dir.
Rede dir gut zu, sei verständnisvoll, wenn die Angst wieder kommt.
Sie hat einen Grund, sie hat ihre Daseinsberechtigung, sie darf wieder gehen.

Ich wünsch dir ganz viel Gutes und Ruhe

07.04.2019 19:21 • x 3 #74


A


Hallo Juju,

x 4#15


Alexandra2
Juju, welches ist die höchste Herzfrequenz an der Belastungsgrenze?
Hast Du abtrainiert?
Die Idee von Resi mit der Tavor hört sich gut an, wäre einen Versich wert, oder?
Liebe Grüße

07.04.2019 19:47 • #75

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