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Stationärer Aufenthalt Ja oder Nein

J
Zitat von florica:
Hast du denn erst in der Klinik zum ersten mal die Medikamente bekommen oder wie war dein Verlauf?
Und warum dann die 2te Klinik

Ich hatte vorher schon die Medikamente und dann als es wieder schlimmer wurde einen Klinikaufenthalt. Allerdings konnte ich mir die Klinik aussuchen.


Die erste Klinik von der ich die Horrorstorys schreibe war eine akut-Klinik. Dort bin ich hin, weil ich irgendwann gemerkt habe, dass es mir immer schlechter geht und meine Arbeit darunter leidete, sodass ich mit 19 Jahren etwas ratlos da stand und mir mein Hausarzt zu besagtem Klinikaufenthalt riet. Das brachte mir persönlich fast nichts.

Die zweite Klinik kam im Anschluss, als ich mich bei meiner Krankenkasse beschwert hatte über die Fachkompetenzen der Arbeiter sowie, dass das alles für die Katz war. Mir wurde versprochen in eine spezielle psychosomatische Klinik eingewiesen zu werden nach etwas Wartezeit und das man mir dort besser helfen kann. Prinzipiell gefiel es mir in der zweiten Klinik auch deutlich besser, da ich mehr das Gefühl hatte das mir zugehört wurde. Es brachte auch tatsächlich mehr, denn immerhin ging ich wenigstens mit einer Diagnose nach Hause die auch tatsächlich stimmte. Dennoch empfand ich 5 Wochen Aufenthalt um nur eine Diagnose zu kriegen einfach nicht Sinn der Sache und eine intensive ambulante Einzeltherapie hätte mir mehr gebracht in deutlich weniger Zeit.

Medikamente hatte ich vorher keine, da ich nur beim Hausarzt war und die Wartezeit auf den Psychiater einfach unendlich lange war. D.h. experimentiert wurden bei mir das erste Mal mit Medis im ersten Krankenhaus und das zweite Krankenhaus hat nach dem Motto never change a running system einfach weiter die Medikation gegeben auf die ich eingestellt war ohne groß nachzufragen.

02.01.2019 23:27 • #16


E
Dann war mein Verlauf auch anders. Ich wollte auch gerne die Medikamente umstellen.
Und meine Ärztin hat das als weiteres Argument für die Klinik genommen, das es ja eh besser ist - wenn man dabei jederzeit jemand sprechen kann, wenn man sich komisch fühlt.

Und zu dem Zeitpunkt war mir eh alles egal.
Es war auch eine Akut-Klinik allerdings gemischt mit Reha-Leuten.

02.01.2019 23:32 • #17


A


Hallo Theodore-Finch,

Stationärer Aufenthalt Ja oder Nein

x 3#3


T
Ich habe mich jetzt nach langer Überlegung dazu entschieden in eine Klinik zu gehen. Auch wenn ich noch nicht so ganz weiss wie ich es anstellen soll. Klar ich könnte mir jetzt ein Messer nehmen und mir die pulsader aufschneiden aber das ist nicht besonders angenehm und außerdem würden das auch meine Nachbarn mitbekommen und das ist nicht das was ich will. Ich habe kein Plan wie ich es anstellen soll ohne das es jemand mitbekommt. vielleicht kann mir jemand einen Rat geben wie ich es anstellen kann?

09.01.2019 13:21 • #18


E
Also ich denke du musst nicht mit einem Käsemesser rumhantieren - kann ja auch schief gehen

Die letzte Klinik war für dich ok?
Wenn ja würde ich dort z.B. anrufen und sagen das du es nicht mehr aushältst und du der Meinung bist du kommst ohne Hilfe nicht mehr länger alleine klar.
Oder Du gehst zu deinem Arzt und bittest um einen Einweisungsschein für eine Klinik.

09.01.2019 16:01 • #19


E
Ich hatte mich verlesen, du hast ja Tagesklinik gemacht. Dann einfach zum Arzt und um einen Einweisungsschein für eine Klinik bitten.

09.01.2019 16:40 • #20


K
Hallo Theodore,

hast du schon mal eine kognitive Psychotherapie gemacht? Ich war 20 Jahre lang depressiv, ich habe auch alle möglichen Therapien ausprobiert, alles war sinnlos. Ich habe mir auch schon gedacht, dass meine Situation sich nie ändern wird, aber dann hatte ich Glück und habe einen sehr guten Psychotherapeuthen gefunden und meine Depression ist jetzt weg. Deswegen bin ich von der kognitiven Psychotherapie sehr überzeugt.

09.01.2019 20:50 • x 1 #21


D
Liebe alle,

Ich bin so froh dieses Forum hier gerade gefunden zu haben. Seitdem 31.12.18 habe ich extrem starke Kopf und - Nackenschmerzen und trotz Medikamente depressiv. Da ich seit 9
Jahren die Medikamente nehmen muss (ein Absetzversuch mit ausschleichen über ein Jahr endete in der Klinik) bin ich total verunsichert warum es mir grad so geht. Vor ca. einen Monat sagte ich zu meiner Freundin das ich soooo gerne endlos leben würde weil das Leben so

schön sein kann und jetzt nehme ich es wieder zurück.

Kennt das einer von euch? Das es euch trotz Medikamenten so richtig schlecht gehen kann? Habe Angst das sie nicht mehr wirken!

Zitat von Katjusha:
Psychotherapeuthen gefunden und meine Depression ist jetzt weg. Deswegen bin ich von der kognitiven Psychotherapie sehr überzeugt.


Liebe/lieber Katjusha,

meinst du eine Verhaltenstherapie?

Ich muss jetzt zur Arbeit, auch wenn es mir richtig mies geht. Ich hasse diese Depressionen und körperlichen Symptome so sehr. Echt traurig das man sowas durchmachen muss... Wünsche euch einen schönen Tag... Und freue mich über Antworten

10.01.2019 08:31 • #22


K
Liebe Duffy,

kognitive Verhaltenstherapie stammt zwar von der Verhaltenstherapie, arbeitet aber nicht mit Verhalten, sondern mit Gedanken und Überzeugungen. Sie ist, meiner Meinung nach, sehr effektiv, aber man muss auch natürlich einen guten Psychoterapeuth finden, der diese Methode richtig anwenden kann.

10.01.2019 20:07 • #23


K
Die Ursachen von einer Depression sind natürlich auch wichtig, wenn das körperliche Ursachen sind, wie hormonale Störung, dann kann man die nur mit Tableten behandeln, wenn es psychische Ursachen sind - dann ist die Therapie am Besten.

10.01.2019 20:11 • #24


D
Hallo liebe Katjusha,

vielen Dank für deine Nachricht. Sry habe erst vorhin bemerkt dass das Thema in der Gruppe um einen stationären Aufenthalt ging. In meiner Panik heute morgen dachte ich nur oh schön, endlich ein Forum wo die letzten nicht 2010 geschrieben haben und voller Freude drauf losgetippt. Vielen dank, werde mich mal schlau machen. War 2 mal in den letzten 9 Jahren in der Klinik und habe auch eine Verhaltenstherapie hinter mir, nur manchmal habe ich das Gefühl das nicht näher auf wichtige Themen wie z. B im Krieg geboren und mit 4 Jahren nach Deutschland geflüchtet, eingegangen wird. Werde mich mal erkundigen, merke grad das etwas nicht mit mir stimmt. Wird hoffentlich wieder, ich schaue mal gleich in den anderen Gruppen vorbei. Brauche ein wenig Austausch. Bis dann ihr Lieben

11.01.2019 00:30 • #25


K
Liebe Duffy,

das ist super, dass du nicht aufgibst und nach einer Lösung von deinem Problem suchst. Soweit ich weiß, kann man Traumafolgen auch mit der kopgnitiven Psychptherapie gut behandeln. Bis du einen Psychotherapeuthen finden wirst, kann es noch dauern. Es gibt ein sehr gutes Buch von David Burns Feeling good: Depressionen überwinden, damit kannst du jede Zeit anfagen selbstständig zu arbeiten. Aber das Buch kann natürlich keine Therapie ersetzen.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Liebe Grüße

Katja

11.01.2019 21:24 • x 1 #26


A


Hallo Theodore-Finch,

x 4#12


D
Liebe Katja,

vielen Dank für deine Mühe, deine Worte und dein Buchtipp. Es ist manchmal echt gemein das man/ich mit solchen heftigen Symptomen kämpfen muss. Grad sensibele Menschen die mehr mit Herz dieses Leben leben, haben es noch schwerer weil die Abgrenzung nicht so möglich ist und Gefühle stärker empfunden werden. Ich werde es überleben es auch diesmal überleben... Vielen Dank nochmal und ich werde berichten3

12.01.2019 23:18 • #27

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