@Sandra:
Zitat:Meines Erachtens vergisst du vollkommen, dass SIE das Kind ist und ihr den Part habt sie zu leiten, zu unterstützen und zu lehren.
Es ist offensichtlich, dass sie ganz oft mit Resignation reagiert, was meines Erachtens keine unübliche Reaktion eines Kindes ist, dass soviel durchmachen musste, sie ist schlicht und ergreifend überfordert mit dem, was ihr von ihr verlangt.
Klar hat sie viel mitgemacht, das weiß ich auch selbst, aber warum is dieses verhalten schon von klein an so und wird nur noch schlimmer?
Ist es zuviel verlangt, das das Kind redet? Und damit meine ich nicht nur guten morgen und gute Nacht
Zitat:da ist es doch wahrlich nicht unverständlich, dass es Zeit braucht, bis sie Vertrauen fassen und auch ihre Vorteile aus dieser Therapie ziehen kann.
Es war erstmal nur ein aufnahmegespräch mit der Psychologin, wo 10 Jahre zusammen gefasst wurden. Und in dem Gespräch hat die Psychologin der kleenen als tip mitgegeben, das sie z.b. mal Blumen im Feld sammeln könnte wenn sie mag und sowas. Die kleine war sofort Feuer und Flamme für diese idee. Wir haben mit ihr anschließend nochmal gesprochen und wenn sie es wirklich will, dann können wir es gemeinsam machen oder auch sie alleine wenn es ihr lieber sei. Sie wollte es sich überlegen. Spricht mehrfach die woche darüb er, aber wenn man es mit ihr umsetzen will blockt sie ab.
Wir gehen viel gemeinsam die Wege. Lassen sie ja nicht alleine mit dem erlebten und versuchen ihr beim verarbeiten zu helfen. Wir zwingen sie überhaupt nicht darüber zu reden, denn das würd nix bringen. Wenn sie drüber reden mag, dann macht sie es und wenn nicht dann eben nicht, auch ok.
Zitat:Du solltest vor allem ganz dringend deine Erwartungen runterschrauben.
Welche meinst du da? Das ich das Kind weiterhin 24 std am Tag und 7 tage die woche schweigen lasse? Das sie nicht kommt wenn sie was hat, wenn sie was braucht? Dann kann ich das Kind auch ne eigene Wohnung beziehen lassen und sich komplett selbst überlassen.
Denn genau diese dinge erwarte ich von einer 10 jährigen, das sie redet wenn was is und nicht erst wenn alles zu spät ist. sondern einfach immer zwischendurch, egal was...
@Missi:
Zitat:Mein Eindruck ist, das das Kind überfordert ist, ständig über seine Gefühle, Wünsche und Gedanken reden zu müssen.
Wer sagt denn das sie darüber reden MUSS? Was wir möchten is, das sie überhaupt mal irgendwas redet, was erzählt. Sei es wie ihr Tag was, was sie erlebt hat oder sonst was. Wir zwingen sie nicht über Gefühle oder sonst was zu reden.
Zitat:Wenn du von ihr schreibst, finde ich ihr Verhalten für eine 10-Jährige erstmal unauffällig, völlig normal.
Du findest es also völlig normal, das sie den ganzen tag, ja sogar Tage lang nichts sagt, sie stumm vor dir sitzt? Sie auf alltäglich fragen keine antworten gibt? Wie z.B. hast du dir schon die Zähne geputzt? Also sorry, ich find so ein verhalten überhaupt nicht normal. Auch mit ihrer 13 jährigen cousine redet sie so gut wie nicht und die kennt sie von klein an, is also nicht fremd oder sonst was. Die Cousine versteht sie überhaupt nicht und weiß sich da nicht zu helfen, sie sucht rat bei uns, den wir ihr aber auch nicht geben können. Und es is ja auch nicht nur bei mir so, sondern bei ihrem Vater genauso. Er weiß da keinen rat mehr.
Zitat:Wenn mein Sohn (7) sich nach zwei Stunden LEGO-Spielen endlich mal zu mir ins Wohnzimmer bewegt, bleibt das in der Regel unkommentiert. Er setzt sich zu mir und fängt meist selbst an zu erzählen
Ja das is ein normales kindliches verhalten und damit hätte ich auch kein problem. Aber ich habe eins damit, wenn sie garnix sagt. Verstehste was ich meine?
Zitat:ielleicht kannst du Kontakt zu Müttern von zehnjährigen Mädchen aufnehmen und dich mit ihnen austauschen, um zu hören, dass andere Mädchen genau so sind.
Den Kontakt habe ich schon längst. Und die leiblichen Mütter sagen mir genau das gegenteil wie du. Sie verstehen die kleine auch absolut nicht, können es nicht begreifen wieso sie so reagiert und sich verhält. Ihr Mädls waren und sind alle anders.
Kinder ziehen doch irgendwie immer einen nutzen für sich selbst. Sei es bewusst oder unbewusst. Sie wollen immer das beste für sich rausholen. Und meine is da genau anders. Sie wartet darauf das konsequenzen eintreffen, die ihr bereits angekündigt wurden. Sie versucht es in keinster weise abzuwenden. Wenn ich zu ihr sage, wenn du dies und das nicht machst, dann...... und sie wartet einfach ab bis es eintrifft. Es war bis jetzt immer so. Sie bekam noch nie konsequenzen die sie nicht vorher wusste, sie hatte bislang immer die möglichkeit es abzuwenden.