Stottern und keine Freunde - Einsamkeit Forum

S
Ich stottere ziemlich stark und habe echte Probleme mich mit fremden Menschen zu unterhalten. Daher ist es unglaublich schwer leute kennen zu lernen. Ich hatte noch nie eine Freundin, das höchste der gefühle war Händchen halten, da war ich 25!
Es ist einfach zum Kotzen, ich hab studiert, hab einen gut job bei einem der größten DAX-Unternehmen. Mein Chef ist mit mir sehr zufrieden, ich verstehe mich mit den Kollegen, plaudere mit ihnen und bin scheinbar glücklich.

Doch wenn ich aus dem büro gehe, dann bin ich leer, ein Privatleben habe ich nicht.
Ab und zu unternehme ich was mit kollegen, aber das ist nur sporadisch.

Ich habe versucht menschen kennen zu lernen, aber tun wenn ich der disco bin und kein Wort rausbekomme? Wie soll ich da eine Frau kennen lernen? Habe es bei einigen Frauen im früheren Freundeskreis versucht - nichts.

Was ich gemerkt habe, solange die beziehung platonisch bleibt, verstehe ich mich mit frauen, wenn ich was von ihnen will dann läuft nichts. Wenn ich aber sehe mit welchen vollpfosten sie stattdessen was anfangen wird mir schlecht. Manch eine sagte selbst, der Typ ist ein Trottel, hat sie aber nicht davon abgehalten ihm am nächsten Tag die Zunge in den Hals zu stecken. Manchmal hasse ich die frauen, die mich versmäht haben und wünsche ihnen schlimmeres als den tod. Im Grunde weis ich aber dass sie nichts dafür können. Die Illusion, dass ich irgendjemanden verantwortlich machen kann, hält nur eine sehr kurze Zeit. Dann bin ich zurück in der Realität.

Aber am meisten hasse ich mich selbst, dafür dass ich meinen Kopf nicht bezwingen kann. Ich habe Therapien gemacht, habe soviel versucht und das Stottern trotzdem nicht besiegt. Dafür aber Angst und Hemmungen abgelegt. Heute kann ich sagen, durch all die verrückten Aktionen spüre ich keine Angst mehr. Adrenalinschübe habe ich extrem selten, egal ob vor fremden Leuten oder in gefährlichen Situationen. Aber das Stottern kriege ich nicht in den Griff, mein Körper ist wie ein Gefängnis, es gibt einfach keinen Ausweg.

Ich stottere so gut wie gar nicht wenn ich glücklich bin, glücklich bin ich aber nur, wenn wenn ich im Arbeitsflow bin, verliebt bin oder stotterfrei reden kann. Wenn ich mich nur auf die Arbeit stürze, dann denke ich mir nach ein Paar Wochen/Monaten, dass es die Anstrengung gar nicht wert war, dass ich massig Überstunden gemacht habe und die Wochenenden im Büro verbracht habe. So lerne ich auch niemanden kennen. Verliebtheit traue ich leider auch nicht mehr, ich weis wie es am Ende ausgeht und unterdrücke das Gefühl. Und naja, flüssig sprechen kann ich so gut wie nie.

Ich fühle mich auch richtig gut, wenn ich hart sport treibe. Ich war letztens drei stunden im fitnessstudio und hab ziemlich gut trainiert, habe durch kurze Sprints meinen Körper ziemlich nahe an die absolute Belastungsgrenze gebracht und war wie im Rausch. Es ist nur so, dass durch die körperliche Anstrengung mein Stottern leider verstärkt wird.
Mit antidepressiva geht das Stottern zurück, dafür ertrage ich die Nebenwirkengen nicht. Es ist wie ein Irrgarten, nur ohne Ausgang.

Jeden Tag sehe ich glückliche Menschen, ich sehe wie sich Menschen zusammen finden und weis, dass ich das nicht kenne. Ich weis nicht wie es ist, wenn einem gesagt wird dass man geliebt wird, weis nicht richtig was guter S. ist. Und ich fürchte, das wird auch so bleiben.

Mein einzige wirklich Angst ist, dass ich mit 40 oder 50 merke, mein Leben ist vorbei, da war nichts und da kommt nichts mehr.
Eigentlich möchte ich am liebsten sterben, aber das kann ich meiner Familie nicht antun.

12.08.2011 18:09 • #1


S
Hallo sonstwer,

ich kann mir gut vorstellen, wie belastend es sein muss, wenn man stottert.

Zitat von sonstwer:
Ich habe Therapien gemacht, habe soviel versucht und das Stottern trotzdem nicht besiegt.

Kannst Du mal näher beschreiben, welche Art von Therapien Du gemacht hast und wie die Therapeuten mit Dir gearbeitet haben?

Zitat von sonstwer:
Mit antidepressiva geht das Stottern zurück, dafür ertrage ich die Nebenwirkengen nicht.

Es gibt ja auf dem Markt eine Menge unterschiedlicher Antidepressiva. Wie viele hast Du denn ausprobiert und welche Art von Nebenwirkungen hast Du nicht ertragen?
Ich frage das deswegen, weil manche Menschen aufgeben, wenn sie ein Antidepresiva ausprobiert und es nicht vertragen haben. Dafür gibt es aber noch viele andere auf dem Markt und es kann ja sein, wenn man noch weitere ausprobiert, dass man irgendwann das findet, was zu einem passt.

12.08.2011 22:42 • #2


A


Hallo sonstwer,

Stottern und keine Freunde - Einsamkeit Forum

x 3#3


S
Ich habe verschiedene Therapien gemacht, mit unterschiedlichen Ansätzen. War aber alles nicht langfristig erfolgreich. Mir haben Leute geraten es weiter zu versuchen, aber das will ich nicht. Irgendwann habe ich meine eigene Therapie begonnen, habe mich Situationen gestellt, die schwierig waren oder vor denen ich Panik hatte. Z. B. habe ich immer wieder Mädels in der U-Bahn angelächelt und wenn sie positiv reagiert haben habe ich sie angesprochen. Ich wuste, dass daraus nichts wird, aber so habe ich den adrenalinfluss in den Griff bekommen. Ich bin immer mehr auf Leute zugegangen, aber außer normalen Beziehungen hat sich nicht ergeben.

Ich habe ein Antidepressiva ausprobiert, bei der Wirkung gab es zwei Komponenten:

1. Es hat die negativen Gedanken blockiert sodass ich keine Depressionen mehr hatte.
2. Es gab mir einen Euphorieschub

Die Nebenwirkugen waren Übelkeit und sowas ähnliches vollkomene gefühlsmäßige Leere. In meinem Kopf konnte ich mir nicht vorstellen einer Frau nahezukommen. Das Bild gab es einfach nicht und wenn ich daran gedacht habe wurde mir richtig übel.
Im Grunde war ich wie ein kleines Kind, happy und ohne sorgen, ich habe gegrinst wie ein Honigkuchenpferd und die Welt bestand aus rosa Zuckerwatte. Aber wer will schon wieder wie ein Kind empfinden?

Ich habe irgendwann herausgefunden wie ich die negativen Gedanken blockieren kann. Leider tauchen dann die selben Nebenwirkungen wie bei den Antidepressiva auf. Nur die Euphorie kann nicht einfach so erzeugen.
Ich muss immer versuchen meine Gedanken und negativen Gefühle bis zu einem gewissen Grad zu blockieren, es aber nicht zu übertreiben. Daher bringen andere Antidepressiva nichts, sobald die negativen Gedanken weg sind, folgt die Leere.
Wie oben beschrieben, ein Irrgarten mit vielen Wegen nur ohne Ausgang.

So blöd es auch klingt, aber Verliebtheit ist der einzige Zustand den ich kenne bei dem mit mir alles stimmt.

12.08.2011 23:45 • #3


S
Zitat:
Wenn ich aber sehe mit welchen vollpfosten sie stattdessen was anfangen wird mir schlecht. Manch eine sagte selbst, der Typ ist ein Trottel, hat sie aber nicht davon abgehalten ihm am nächsten Tag die Zunge in den Hals zu stecken.


Der Grund dafür (dass du sie Vollpfosten nennst) liegt doch vermutlich in der Tatsache begründet, dass diese Vollpfosten eine Methode haben, die Frauem rum zu bekommen, während du einfach gar keine Methode besitzt. Da ist es natürlich einfacher, die, welche eine Methode haben, zumindest als Vollpfosten zu deklarieren, um sich selbst u.a. auch als etwas besseres darstellen zu können, obwohl man selbst nicht besser ist, weil man ja selbst gar keine Methode hat....und die, die eine Methode haben und sei sie noch so minderwertig, immerhin eine Methode haben...

Gute Nacht.

13.08.2011 01:22 • #4


S
Da hast du zum Teil Recht, nur sind *beep* und Typen die nur ihren Hauptschulabschluss geschafft haben für mich Vollpfosten.
Da bilde ich mir durchaus was darauf ein, dass ich studiert habe und ein ziemlich gutes logisches Verständnis habe.

13.08.2011 09:48 • #5


S
Hallo sonstwer,

aufgrund deiner Beiträge bin ich der Meinung, dass du eine großes Maß an Selbstbewußtsein hast.

Vllt. bist du dir dieser Tatsache nicht wirklich bewußt. Das anzunehmen und zu erkennen, könnte der erste Schritt sein, deine Probleme anzugehen.

Serafina

13.08.2011 10:04 • #6


S
Zitat:
Da hast du zum Teil Recht, nur sind *beep* und Typen die nur ihren Hauptschulabschluss geschafft haben für mich Vollpfosten.
Da bilde ich mir durchaus was darauf ein, dass ich studiert habe und ein ziemlich gutes logisches Verständnis habe.


Ja, das verstehe ich. Aber hast du dir schonmal die Frage gestellt, ob das Leben an sich überhaupt logischen Gesetzmäßigkeiten folgt? Ist es denn z.B. logisch, wenn so ein Vollpfosten eine intelligente und hübsche Frau abbekommt?

Hat dir deine Logik in all den Jahren irgendwie geholfen eine Frau rum zu bekommen? Anscheinend ja nicht.
Nun: Dann muss man es irgendwie anders machen. Logik ist anscheinend keine gute Hilfe dabei Frauen rum zu bekommen.

13.08.2011 10:21 • #7


G
Zitat von sonstwer:
Da hast du zum Teil Recht, nur sind *beep* und Typen die nur ihren Hauptschulabschluss geschafft haben für mich Vollpfosten.
Da bilde ich mir durchaus was darauf ein, dass ich studiert habe und ein ziemlich gutes logisches Verständnis habe.

Ein Bildungsgrad ist kein messbarer Grad der persönlichen Intelligenz. 1. gibt es unter studierten wahnsinnig viele *beep*, und 2. sind Studierte per se nicht frei davon, nicht auch Vollpfosten zu sein. Mein Mann hat z.B einen Realabschluss und nur eine Informatikausbildung, allerdings steckt er so manchen Diplom-Informatiker locker in die Tasche (vor allem die, die sich etwas auf ihr Diplom einbilden).

Auf mich wirkt dein Einstellung sehr überheblich, und diese Überheblichkeit spüren Frauen. Da wundert es mich nicht, wenn die Frauen sich nicht von dir angezogen fühlen.

Mich würde mal interessieren, welchen Typ Frau du denn immer so ausguckst. Der dummen-tussen-blondinen-typ, gekleidet mit High-Heels und super dünn? Tja, die Tanten sind meist selbst ausgesprochen oberflächlich. Willst du so etwas wirklich haben? Und wenn ja, warum? Zum angeben? Zum Steigern des Selbstwertgefühls?

Und verabschiede dich von dem Gedanken, dass dein Problem wegen dem Stottern kommt. Es gibt Männer, die Stottern oder Holzbeine haben, im Rollstuhl sitzen, kleinwüchsig sind, eine verbrannte Gesichtshälfte haben, keine Augen haben, am Tourette-Syndrom leiden usw. Dennoch haben die Ehefrauen und sogar Kinder. Die haben nämlich aufgehört (oder es vielleicht auch nie getan), ihren Fehler als Grund für ihr geringes Selbstwertgefühl zu nehmen.

13.08.2011 13:05 • #8


JeanLucca
Hallo Sonstwo.

Zitat von sonstwer:
Ich stottere ziemlich stark und habe echte Probleme mich mit fremden Menschen zu unterhalten.

Zitat von sonstwer:
Und ich fürchte, das wird auch so bleiben.
Na ja, Du schreibst hier. Ziemlich offen sogar. Von daher hast Du ja Hoffnung. Ich finde es toll das Du Dein Problem aussprichst.

Zitat von sonstwer:
Ich habe verschiedene Therapien gemacht, mit unterschiedlichen Ansätzen. War aber alles nicht langfristig erfolgreich.
Meine Tochter hat auch gestottert. 2 Jahre lang. Ihr Logopäde meinte mal es gibt über 100 Ansätze die helfen können. Das Schwierige ist die Eine Methode zu finden die helfen kann. Bestimmt hat er das damals gesagt um seine Arbeit zu verteidigen weil er weiß das ich als Elternteil Sorge habe und ungeduldig war. Für mich fühlte sich der Ausspruch nicht gut an weil ich damit keine schnelle Hilfe verbunden habe. Na ja, mittlerweile spricht meine Tochter flüssig und nur die die sie kennen wissen das sie ein ganz eigenes Redetempo hat.

Ich kann Deine Sehnsucht schon gut fühlen und lese ein klein wenig Resignation aus Deinen Beiträgen. Ich denke aber, dass es keine Veränderung geben wird wenn Du Dich ergibst. Das Du hier schreibst bedeutet ja für mich das Du Dich noch nicht ergeben hast. Von daher denke ich das Du Dir vielleicht einen/eine Logopädin suchst.
Das Ziel muss ja für Dich nicht knallhart auf die Bewältigung des Stotterns in allen Lebensbereichen liegen, sondern einfach darin, dass Du eine Chance wahrst.

Dann schreibst Du davon das Du Hemmungen abgelegt hast und keine Angst mehr hast. Ich greife das mal auf und verknüpfe das mit Deinem Sport - ich denke das es eine Möglichkeit sein kann Menschen kennenzulernen wenn Du einen Mannschaftssport machst. Das ist natürlich keine Garantie eine Partnerin kennenzulernen aber es ist eben so das man Dich dort komplett kennenlernt und nicht nur auf das Stottern reduziert (wie in der Disko). Meistens trifft man sich dort auch ausserhalb der Trainingszeiten und die anderen bringen ihre Freunde mit, ec. Das Netz wird also immer grösser.

Oder wenn Du ein Ehrenamt ausübst?

Ich meine, dass wenn Du es schaffst neben Deinem Job (in dem Du erfolgreich und anerkannt bist) weitere Bereiche in Deinem Leben zu platzieren, bei dem Du den Menschen die Chance gibst Dich kennenzulernen dann steigt die Chance das Dir eine passende Partnerin begegnet.
Ich selbst bin auch grad dabei wie ich es schaffe etwas in meinem Leben zu installieren um aus der Einsamkeit herauszukommen. So einfach wie es sich liest was ich da Oben geschrieben habe ist es nicht - aber es ist ein Weg.

Lieben Gruß, JeanLucca

13.08.2011 14:39 • #9


T
Hallo Sonstwer,

ich habe lange überlegt dir zu antworten, denn deine Meinung über Menschen die nur einen Hauptschulabschluss haben ist mir ziemlich sauer aufgestoßen. Ich habe Abitur und studiert, meine Freundin hat nur einen Hauptschulabschluss und eine Lehre. Ist sie deswegen dümmer als ich? Nein. Ich möchte hier nicht ihre Geschichte erzählen, aber es lag weder an ihrer Intelligenz noch an ihrem Fleiß, dass sie nur den Hauptschulabschluss hat.

Ich war auch über Jahre mit meinem Beruf verheiratet, letzten Endes hat mich das psychisch krank gemacht. Zurückblickend kann ich sagen es war eine Fluch in die Arbeit, eine Flucht vor mir selber. Ich hatte meine Aufgaben, meine Vorgaben, teilweise sogar meine Rolle, die ich zu spielen hatte, ich brauchte mich nicht um mein eigentliches Wesen zu kümmern. Natürlich war das ein Stück weit bequem, aber am ende hat es mich krank gemacht.

Das Tho

13.08.2011 16:23 • #10


S
Zitat von Tho:
Hallo Sonstwer,

ich habe lange überlegt dir zu antworten, denn deine Meinung über Menschen die nur einen Hauptschulabschluss haben ist mir ziemlich sauer aufgestoßen. Ich habe Abitur und studiert, meine Freundin hat nur einen Hauptschulabschluss und eine Lehre. Ist sie deswegen dümmer als ich? Nein. Ich möchte hier nicht ihre Geschichte erzählen, aber es lag weder an ihrer Intelligenz noch an ihrem Fleiß, dass sie nur den Hauptschulabschluss hat.

Ich war auch über Jahre mit meinem Beruf verheiratet, letzten Endes hat mich das psychisch krank gemacht. Zurückblickend kann ich sagen es war eine Fluch in die Arbeit, eine Flucht vor mir selber. Ich hatte meine Aufgaben, meine Vorgaben, teilweise sogar meine Rolle, die ich zu spielen hatte, ich brauchte mich nicht um mein eigentliches Wesen zu kümmern. Natürlich war das ein Stück weit bequem, aber am ende hat es mich krank gemacht.

Das Tho


Ich war selbst auf der Hauptschule und kannte Hauptschüler, leider habe ich mit diesen Menschen nicht allzugute Erfahrungen gemacht. Ich wurde dort von den Leuten enttäuscht, die ich für meine besten Freunde hielt. Sie haben mein Selbstvertrauen und das Vertrauen in andere Menschen auf Jahre! hinaus zerstört. Und für mich ist es eine Faustregel, je höher der Bildungsstand desto mehr Sozialkompetenz besitzen die Menschen in der Regel. Ausnahmen bestätigen nur die Regel.

13.08.2011 17:28 • #11


JeanLucca
Hallo Sonstwer.

sorry, aber...

Zitat von sonstwer:
...je höher der Bildungsstand desto mehr Sozialkompetenz besitzen die Menschen in der Regel. Ausnahmen bestätigen nur die Regel.
Ähm, überhaupt nicht. Das Eine (Sozialkompetenz) hängt mit dem Anderen (Bildungsstand) in keiner Weise zusammen. Aber das ist ja Deine eigene Faustregel.

Lieben Gruß, JeanLucca

13.08.2011 17:36 • #12


S
Zitat von JeanLucca:
Hallo Sonstwer.

sorry, aber...

Zitat von sonstwer:
...je höher der Bildungsstand desto mehr Sozialkompetenz besitzen die Menschen in der Regel. Ausnahmen bestätigen nur die Regel.
Ähm, überhaupt nicht. Das Eine (Sozialkompetenz) hängt mit dem Anderen (Bildungsstand) in keiner Weise zusammen. Aber das ist ja Deine eigene Faustregel.

Lieben Gruß, JeanLucca


Da habe ich andere Erfahrungen gemacht, je weiter ich gekommen bin, desto weniger Idioten hatte ich um mich, die nichts besseres zu tun hatten, als mir das Leben zur Hölle zu machen.

Zitat:
Zitat von sonstwer:
Da hast du zum Teil Recht, nur sind *beep* und Typen die nur ihren Hauptschulabschluss geschafft haben für mich Vollpfosten.
Da bilde ich mir durchaus was darauf ein, dass ich studiert habe und ein ziemlich gutes logisches Verständnis habe.

Ein Bildungsgrad ist kein messbarer Grad der persönlichen Intelligenz. 1. gibt es unter studierten wahnsinnig viele *beep*, und 2. sind Studierte per se nicht frei davon, nicht auch Vollpfosten zu sein. Mein Mann hat z.B einen Realabschluss und nur eine Informatikausbildung, allerdings steckt er so manchen Diplom-Informatiker locker in die Tasche (vor allem die, die sich etwas auf ihr Diplom einbilden).

Auf mich wirkt dein Einstellung sehr überheblich, und diese Überheblichkeit spüren Frauen. Da wundert es mich nicht, wenn die Frauen sich nicht von dir angezogen fühlen.

Mich würde mal interessieren, welchen Typ Frau du denn immer so ausguckst. Der dummen-tussen-blondinen-typ, gekleidet mit High-Heels und super dünn? Tja, die Tanten sind meist selbst ausgesprochen oberflächlich. Willst du so etwas wirklich haben? Und wenn ja, warum? Zum angeben? Zum Steigern des Selbstwertgefühls?

Und verabschiede dich von dem Gedanken, dass dein Problem wegen dem Stottern kommt. Es gibt Männer, die Stottern oder Holzbeine haben, im Rollstuhl sitzen, kleinwüchsig sind, eine verbrannte Gesichtshälfte haben, keine Augen haben, am Tourette-Syndrom leiden usw. Dennoch haben die Ehefrauen und sogar Kinder. Die haben nämlich aufgehört (oder es vielleicht auch nie getan), ihren Fehler als Grund für ihr geringes Selbstwertgefühl zu nehmen.


Überheblich bin ich nicht, ich berufe mich einfach auf meine Erfahrung. Und wenn ich an meine früheren Mitschüler zurück denke, dann kann ich nicht anders über sie denken.

Auf Tussis stehe ich nicht, da muss die Frau was im Kopf haben.

Und verabschiede dich von dem Gedanken, dass dein Problem wegen dem Stottern kommt. Es gibt Männer, die Stottern oder Holzbeine haben, im Rollstuhl sitzen, kleinwüchsig sind, eine verbrannte Gesichtshälfte haben, keine Augen haben, am Tourette-Syndrom leiden usw. Dennoch haben die Ehefrauen und sogar Kinder. Die haben nämlich aufgehört (oder es vielleicht auch nie getan), ihren Fehler als Grund für ihr geringes Selbstwertgefühl zu nehmen.

Ja das habe ich in meinem Freundeskreis schon so oft gehört, ich glaube es nur nicht (mehr).

13.08.2011 17:40 • #13


S
Zitat:
Ausnahmen bestätigen nur die Regel.


Sorry. Aber das ist natürlich völliger Schwachsinn. Ausnahmen zeigen, dass die Regel eben nicht immer stimmt. Sie besitzt keine allgemeine Gültigkeit. Würde Anspruch auf allgemeine Gültigkeit erhoben werden, so würde eine einzige Ausnahme die allgemeine Aussage widerlegen.

Ich denke du willst einfach gar nicht anders denken. Ausnahmen bestätigen für dich die Regel und somit ist die Regel allgemeingültig. Sie stimmt für dich also immer (weil Widersprüchlichkeiten zur Regel die Regel ja nur bedtätigen). Aus logischer Sicht betrachtet ist das natürlich völliger Käse.

Kann es sein, dass du ein sehr ausgeprägtes Schubladendenken besitzt? Das wäre aber dann alles andere als intelligent.

13.08.2011 18:00 • #14


A


Hallo sonstwer,

x 4#15


S
Mein Schubladendenken sieht so aus:

Seit der Grundschule wurde ich aufgezogen und ausgegrenzt. Auf dem Schulhof war ich von der reinen Körpergröße her größer als die anderen, dazu noch still und zurückgezogen, konnte mich gegen verbale Angriffe nicht wehren. Also ein perfektes Opfer für jeden, der zeigen wollte was für ein toller Hecht er war. Schlägereien und Einschüchterungen waren nunmal an der Tagesordnungen. Da ich meist Einzelgänger war, hatte ich immer Gruppen gegen die ich mich behaupten musste.

Dann FOS, keine Iditioten, die mich anpöbeln, angreifen und beleidigen.

Dann Studium, echte Freunde gefunden. Keine, die lachen nur weil man stottert, sondern echte Freunde. Freunde die da sind wenn man sie braucht.

Selbstverständlich habe ich auf der Hauptschule Leute getroffen, die ich mochte aber das waren nun mal die Ausnahmen.
Meine Meinung muss dir nicht gefallen, aber es nun mal so, dass ich meine schlimmsten Erfahrungen auf der Hauptschule hatte. Daher mag ich die Leute von damals weder sehen noch an sie denken.

Zitat:
Ich denke du willst einfach gar nicht anders denken.

Dann habe ich mir das nur eingebildet, dass die Leute eben nur in der Hauptschule es auf mich abgesehen hatten.
Und der Bruch von einem Jahr auf das andere, der Wechsel von Hauptschule auf die FOS. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Ich frage mich welche Erfahrungen du mit der Hauptschule hast? Bis zu welcher Klasse warst dort, wenn überhaupt?

13.08.2011 18:16 • #15

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