SVV bei Jugendlichen und Erwachsenen / Alter

Luzie
Hallo Angelika, mir helfen manchmal noch die Skills, um mich runterzufahren. Mit der Erleichterung, das kenne ich. ich stehe momentan auch hundertmal davor, mir was zu tun. das Kann ich bis jetzt noch verhindern. Meine Therapeutin hat mir das gestern nochmal erklärt, das es auch mit der Postt. belastungsstörung zusammen hängt. Das das Trauma dieses 2te ich in mir größer werden läßt, und die Kämpferin kleiner macht. Ich muß dran arbeiten, das die Kämpferin wieder größer wird. Auch das die Abstürze immer wieder kommen werden.
Die letzten Jahre sind viele liebgewonnene Menschen jung gestorben, auch einige Haustiere von mir hatten die dollsten Krankheiten. Auch bei mir gings gesundheitlioch bergab. Auch mit dem Altern komme ich nicht klar, ich werde 45, und sehe nur wie sch... mein Körper aussieht. Meinen Mann kann ich auch schon länger nicht mehr nah an mich lassen. das hängt evtl. auch mit dem Mißbrauch zusammen, der mir momentan auch wieder in Form von Flashbacks in mir hochkommt.
Das schlimme ist auch, das in den Medien das Thema so hochkocht, und ich so jeden Tag dran erinnert werde.
Ich hoffe, das mir die Kur hilft. Obwohl ich wahnsinnige Angst habe, alleine zu sein.
Sprich das ruhig an, mit dem Nägelkauen.
Als mir das mit der Borderlinestörung gesagt wurde, war ich erst schockiert, wußte dann aber, warum ich bin, wie ich bin, und wo die unkontrollierbare Wut her kommt. So kann ich ja auch mit Hilfe lernen, damit umzugehen.
Du hattest ja auch angemerkt, mit der EU Rente, wieviel Prozent vom Lohn bekommt man da überhaupt?
Und das ist ein Riesenschritt, da ich mich ja eh immer als Versagerin fühle, habe ich Angst, das es dann schlimmer wird. LG Luzie

09.03.2010 17:51 • #16


F
Hallo, meine Therapeutin hat mir sofort auf meine Email geantwortet, weil ich vor Mitte April keinen Termin bekomme ... ich hatte ihr ganz ausführlich alles geschildert, mit den gleichen Worten wie hier:

Liebe Angelika,

eine Borderline-Persönlichkeitsstörung kann ich nicht sehen bei dir, wohl aber immer wiederkehrende Symptome einer posttraumatischen Belastungstörung. Ob das eine Rolle für die Berentung spielt ? Gerne biete ich dir zum nochmalgucken und Mut machen für deinen Weg eine Stunde an ..


Jetzt geht es mir besser als in den vergangenen drei Stunden.

LG
Angelika

09.03.2010 18:52 • #17


A


Hallo Luzie,

SVV bei Jugendlichen und Erwachsenen / Alter

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F
Zitat von Luzie:
Hallo Angelika,...
Sprich das ruhig an, mit dem Nägelkauen.

... ich kratze wg. Juckreizes ... das mit dem Nägelkauen bin ich nicht ...


Zitat:
Du hattest ja auch angemerkt, mit der EU Rente, wieviel Prozent vom Lohn bekommt man da überhaupt?
Und das ist ein Riesenschritt, da ich mich ja eh immer als Versagerin fühle, habe ich Angst, das es dann schlimmer wird. LG Luzie


Ich kann dir das jetzt nur in Zahlen ausdrücken, ich habe immer gearbeitet, jedoch nie Vollzeit. Es kommt ja wohl auch auf die Zeiten an, in denen man in die RK eingezahlt hat. Ich soll ca. 900 Euro bekommen, davon gehen jedoch Sozialabgaben ab für Krankenkasse, Rentenversicherung und ALV usw., der Auszahlungsbetrag läge so ca. bei 820 Euro. Vorher hatte ich ein Einkommen von ca. 1300 Euro. Das ist natürlich schon ein Unterschied, jedoch wäre ich schon froh, den Rentenbetrag wieder zu haben, damit ich das Gefühl habe, dass ich mein eigenes Geld verdiene.

Überlege es dir einfach noch einmal ... ob das nicht vielleicht der richtige Weg wäre.

LG
Angelika

09.03.2010 19:01 • #18


Luzie
Sorry mit Nägelkauen. Mit der Rente, da scheue ich vor zurück, aber ich merke täglich, das ich das Pensum nicht schaffe. Ich denke, ich spreche das auch in der Kur an. Da bin ich weit weg von zuhause, da sieht man vielleciht einiges anders.
Wenn es so kommen sollte, was ich mir sehr schwierig vorstelle,dann müßten wir ein Auto weg geben. Aber ich könnte meinen Mann wegbringen, und abholen. Im Sommer kann er auch mit dem kleinen Motorrad fahren, was schon 2 Jahre angemeldet und ungenutzt in der Garage steht.
Oh mann, mein Kopfkino rattert schon wieder.Lg. und danke für die Antwort Angelika, Luzie

09.03.2010 19:19 • #19


F
Liebe Luzie, du hättest zumindest mehr Lebensqualität, klar, es ist weniger Geld, aber du denkst ja schon darüber nach, worauf du verzichten kannst.

Ja, spreche das mit dem Sozialdienst durch, ich denke, die werden dich vollends beraten. Auch hier, drüben bei Wolfgang, findest du wertvolle Tipps.

Es ist kein leichter Weg zur EU-Rente, ich hänge ja gerade mittendrin, aber ich kämpfe, bis ich es erreicht habe. Sieh nur zu, dass deine PTBS (ich meine, das ist auch eine Diagnose von dir? Ich will dir da keineswegs zu nahe treten, falls nicht, entschuldige ich mich jetzt schon) immer in den Vordergrund gebracht wird, eben auch das, was du hier schilderst. Bei mir ist diese Diagnose zu Anfang an nicht wahrgenommen worden und stand auch nicht im Rentenantrag.

Du bekommst erst Krankengeld, dann für ein Jahr lang das ALG I, in der Zeit kann schon einiges passieren.

Ich glaube, du kannst den Rentenantrag aber auch schon unabhängig von allem, was du vorhast stellen, dann würde das schon mal laufen. Aber frage da bitte mag oder Wolfgang, ich will da nichts Verkehrtes mitteilen.

Ich wünsch dir was ...

LG
Angelika

09.03.2010 19:35 • #20


Luzie
Hallo Angelika, mit der PTBS lagst du richtig, war eine der Diagnosen, Ich denke auch das ich das in der Kur regele. Danke für die Antwort.
Gestern habe ich den Druck nicht mehr ausgehalten, und mir die Arme geritzt. Es geht mir heute besser, die Unruhe ist mal weg. Mein Nacken schmerzt wie blöd. Das Chaos im Kopf ist noch da. lg Luzie

11.03.2010 14:37 • #21


Luzie
Ich habs schon wieder getan, ich stehe unter unheimlichen Druck......morgen komt die ganze Familie, ich muß kochen, weiß nicht richtig was und wie und wann...obwohls mein Beruf ist, und mir das unheimlichen Spaß gemacht hat, für andere zu kochen, und zu sehen, wie es ihnen schmeckt. Jetzt habe ich Panik zu versagen, ich muß auch noch die ganze Wohnung putzen, habe Angst das auch nicht zu schaffen, die bleiben bis Montag hier, Montag muß ich wieder arbeiten....ich kriegs nicht sortiert .
Ich ärgere mich, das es mit den Skills mal wieder nicht geklappt hat, obwohl, das war das erste Mal seit Dezember. Ich bin auch drauf und dran, mir meine Ta.... einzuwerfen, damit ich ruhiger werde, aber dann kann ich ja kein Auto mehr fahren, ich muß auch noch einkaufen.
Was mir auch auffällt, ist das wenn mein Tagesablauf sich irgendwie ändert, ich das nicht hinkriege. Solange der normal ist, geht es.
Auch die Agressionen sind schlimmer, wenn der Tagesablauf sich ändert.
Morgen ist auch der Todestag meiner Mama, wo ich immer noch dran knabberre, obwohl es 7 jahre her ist.
Meinen Mann will ich damit auch nicht belasten, ich habe mittlerweile Angst, das er auch depressiv davon wird.
Ich will auch meine Freunde nicht damit zumüllen.
Aber ich bin froh, das es dieses Forum gibt, mir hilft es meinen Seelenmüll niederzuschreiben, mir tut es nur leid, das ich anderen hier nicht helfen kann.
Danke an die, die das können, vielleicht schaffe ich das ja auch irgendwann. Liebe Grüße, Luzie mit viel Chaos im Kopf

12.03.2010 09:51 • #22


F
Hallo, Luzie, vielleicht beruhigt es dich ein wenig, wenn ich dir sage, dass ich auch seit gestern Chaos im Kopf habe, nen Freßanfall hatte und heute nur noch erschöpft bin, obwohl ich so viel geschafft habe durch Therapie, dass ich mittlerweile eine innere Gelassenheit die meinige nennen kann.

Manchmal ist es einfach so, dass Ereignisse da sind, die es einem grad so schwer machen. Ich weiß aber nicht, ob das grad ein Trost für dich sein könnte.

LG
Angelika

12.03.2010 10:35 • #23


Luzie
Hallo Angelika, du bringst mich ein wenig zum Grinsen, wir können uns wegen dem Freßanfall die Hand geben , Was ich gestern gefuttert habe, wahnsinn. Ich kann das dann auch nicht steuern, genau wie das selbstverletzen.
Aber es wird wohl immer wieder Rückschläge geben. Es es gut das wir uns hier so austauschen können, man merkt immer wieder , das man nicht alleine damit ist. Und auch das man nicht verrückt ist, oder wie mir letztens ein Kollege sagte Das du einen an der Klatsche hast , hast du ja sogar schriftlich, Hahaha, sehr witzig...., aber solche idioten wird man ja immer wieder treffen. LG Luzie

12.03.2010 12:02 • #24


V
hallo,
denke, dass mit zunehmenden Alter das SVV nicht abnimmt sondern sich verlagert. Die Tendenz sich offenkundig zu verletzen geht zurück, aber Süchte werden aufgebaut und/oder stärkere Depressionen, weil alles in sich hineingefressen wird.

12.03.2010 17:14 • #25


Luzie
Mit den Süchten halte ich auch für wahrscheinlich, wenn ich so an meine Freßorgien denke.... Manchmal bin ich drauf und dran wieder mit dem Rauchen anzufangen, aber dann denke ich, nein, das hat dich einiges an Nerven, Entzug gekostet und einige Kilos auf die Hüften gebracht, und für das Asthma wäre es auch fatal. Mit den Selbstverletzen ist vielleicht nicht ganz so heftig, weiß ich aber nicht, ob das in jungen Jahren nicht schlimmer ist.
Ich habe es wohl da nicht so extrem ausgelebt, obwohl ich teilweise sehr agressiv war, wegen meinem Erzeuger, und das mir keiner geholfen hat, weder bei den körperlichen noch seelischen Mißhandlungen, geschweige bei den Mißbräuchen durch den Opanachbarn und dem Vater meiner Freundin.
Ich habe auch oft einen Filmriß in meinen Erinnerungen, aber an manche Sachen erinnere ich mich noch, zb.wie ich meinen Vater an der Kehle hatte, einen Sessel hoch geworfen habe, geschrieen bis ich heiser war, oft mit einem Messer in der Hand gestanden habe, und gedacht habe, mach doch Schluß..., aber ich konnte meine Mutter, die ganz schwer Rheuma hatte, und nicht alleine Essen und trinken, oder zur Toilette konnte, nicht alleine essen, mit diesem Ekel.
Mit den Selbstmordgedanken trage ich mich manchmal immer noch, aber jetzt halten mich mein Mann und meine Tiere am leben, und die Hoffnung das es Zeiten gibt, wo die schlechte Seite in mir klein wird.
Die Depressionen sind stärker als früher.
Ich muß auch aufpassen das ich nicht abhängig werde von Beruhigungsmitteln, aber die habe ich auch seit Dezember nicht mehr genommen.
Lg Luzie

12.03.2010 19:19 • #26


Luzie
TRIGGER SVV



Hallo leider ging es vorige Woche nicht ohne Beruhigungsmittel,

ich war nach dem letzten Absturz wieder eine Woche krank, habe mir die Arme blau geschlagen, meinen Arm aufgeschnitten, es ging nichts mehr, ich war mit allem überfordert.
Mittwoch mußte ich arbeiten, bin trotz meiner Prothipendyltablette nciht ans Schlafen gekommen. Ich habe dann noch eine Stunde später eine Tranx.... eingeworfen, noch eine Stunde hin und hergewälzt, dann noch 2 Promet.... hinterher, dann habe ich 2 Std. geschlafen, 4 15 Uhr aufgestanden, total down zur Arbeitb gefahren. Meine Kollegen meinten um 9 Uhr, ob ich nicht wieder nach Hause gehen will......

Die nächste Nacht war genauso, aber ich war bei meiner Therapeutin, danach gings besser.
Gestern abend haben wir uns mit ehemaligen Patienten aus der Klinik getroffen, ich war richtig aufgedreht, fühlte mich wie 20... total bescheuert. Ich war auch erst um 24 30 zuhause. Dann habe ich glatt bis 6 Uhr heute morgen geschlafen, und nur mit der Dominal.
Wenn es jetzt erst mal so weitergeht, wäre ich schon zufrieden.

Meine Therapeutin hat mir auch geraten, mich nur mal unverbindlich bei der Rentenversicherung zu erkundigen was ich an EU Rente kriegen würde. Das werde ich nächste Woche in Angriff nehmen.
Lg Luzie

27.03.2010 22:20 • #27


Luzie
Liebe Nina, erst mal danke für deine Hilfe, nein Abschalten kann ich gar nicht, mir gehts seit Monaten 2 Tage gut, dann eine Woche Stimmungsschwankungen heftigster Art.
Das macht mich fertig, aber 3 Tage nichts machen, und entspannen......das war das letzte Mal in Holland wo ich mit meiner Freundin und den Hunden eine Woche im November das Ferienhaus gebucht habe. Das war schön, auch ohne Mann zu sein.
Ich habe die ganz leise Hoffnung, das mir die Reha im Juni evtl. hilft. Obwohl ich sehr unruhig werde, wenn ich dran denke.
Heute morgen bin ich auch wieder zittrig, durcheinander.
Eine Freundin rief mich an, wir wollen gleich in die Sauna, ich hoffe das mir das hilft beim Runterkommen.

Mit den starken Beruhigungsmitteln, das macht mir auch Kopfzerbrechen, weil ich die während der Depressionen gar nicht genommen habe. Ich habe das Gefühl das die Borderlinestörung, oder Persönlichkeitsstörung momentan die Überhand gewinnt. Weil das ist wirlich so, als wenn ich das nicht selber bin.

Ich war nie so unruhig, zittrig, ängstlich, angespannt, agressiv gegen mich selbst schon gar nicht. Auch Suizidgedanken kamen während der Depressionen nicht stark hoch.

Heute bin ich auch unruhig, ich denke das ist weil ich morgen wieder arbeiten muß, und dann bis Ostermontag durcharbeiten muß. Ich habe jetzt schon Magenschmerzen, wenn ich dran denke.

Aber ich mache das mit der Sauna, und versuche mich doch zu entspannen, ganz liebe Grüße Luzie

28.03.2010 11:57 • #28


Luzie
Hallo liebe Nina, du kannst so toll schreiben...., du hast das alles sehr gut ausgedrückt. Meine Therapeutin hat mir als Hausaufgabe aufgegeben, eine kleine schöne Sache zu finden, das war schon sehr schwierig, danach die Woche 2 Sachen, das ging gar nicht. Diese Woche soll ich immer 1 Sache aufschreiben, wo ich stolz auf mich bin

Wenn mein 2tes ich hochkommt, das sieht nichts schönes, aber die Luzie die sieht ab und zu was schönes, und kann sich an kleinen, für andere selbstverständliche Sachen freuen, zb. über meine Tiere, die mich mindestens 1mal am Tag doch zum Lächeln bringen. Einen Sonnenuntergang, den Mond, die Sterne, die Natur, wenn ich mit meinen Hunden spazierengehe, die Vögel am Himmel.

Ich bin froh, die Sauna für mich als Skill gefunden zu haben, das war gestern echt schön, diese Ruhe um uns. Mit meiner Freundin,( die ich auch in der Klinik kennen gelernt habe, die auch Borderline hat) kann ich das meistens genießen. Anfangs habe ich echt Hemmungen gehabt, mich auszuziehen, aber ich habe gemerkt, das keiner aufdringlich guckt.
Das hat mich gestern auch wieder zur Ruhe gebracht, ich war zwar immer noch etwas unruhig, aber kein Vergleich zu Mittags.
Wenn ich frei gehabt habe , fällt mir auf, und die Arbeit wieder näher kommt, wird die Unruhe immer schlimmer.
Mit der Reha bin ich auch gespannt, wenn es mir so weiterhilft wie die Tagesklinik, und meine Therapeutin momentan, das wäre was.....

Ich habe mir vorgenommen, die schönen Tage doppelt zu genießen, und davon zu zehren, und die Bösen Tage, da versuche ich nicht groß drüber nachzudenken.

LG Luzie

29.03.2010 16:27 • #29


A


Hallo Luzie,

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Luzie
Hallo, gestern war ich bei meiner Therapeutin, wir haben nochmal über die Erregungszustände und die Unruhe, die mich sehr belastet, gesprochen. Dann kam sie ganz vorsichtig auf die Mißbrauchsgeschichten und meinen gewalttätigen Vater zu sprechen..... das wühlte mich zwar auf, aber als ich im Zug saß, wurde ich ruhiger.

Sie meinte, das die starke Unruhe und der starke innerliche Druck vielleicht darauf zurückzuführen ist, das mein Unterbewußtsein anfängt zu verarbeiten. Habt ihr auch solche Erfahrungen gemacht?

Mir ist das schon bei unserem letzten Gespräch aufgefallen, das es mir auch danach besser ging, als wir, bis dahin für mich unaussprechliche Dinge, angetastet haben, zb. mit der EU Rente, mich trennen. Bisher habe ich darüber auch mit keinem so richtig drüber gesprochen, und die Mißbrauchssachen liegen schon 30-35 Jahre zurück. Selbst mein Mann und meine Freundin wissen auch nur das es Mißbrauch gab, aber nicht wie, wann wo.
Lg Luzie

01.04.2010 16:24 • #30

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