
Dys
- 1488
- 1
- 2235
Meiner Erfahrung nach, richtet sich der MD gerne nach Gutachten oder Befunde, die es schon gibt, wenn sie nicht zu alt sind. Daher ist es möglich, dass der dann laut Aktenlage so entscheidet, wie es die Rehaklinik sieht. Dann müsstest Du für diese 3-6 Stunden für geeignete Jobs zur Verfügung stehen. So ist es bei mir auch gewesen und ist es noch, obwohl ich eine teilweise EM Rente bekomme.
Was den Druck angeht, ist die Realität ja eigentlich garnicht so extrem, denn was bedeutet es schon, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen und mitzuwirken um einen Job zu bekommen. Genau genommen nichts. Erstens bedeutet es ja nicht, dass ich einen Job bekomme, nur weil ich mich darauf bewerbe. Zweitens selbst wenn mich ein Arbeitgeber zu einem Vorstellungsgespräch läd, habe ich den Job nicht zwangsläufig. Drittens, ich muss auch nicht den erstbesten Job annehmen und werde nicht automatisch sanktioniert. Viertens, die Möglichkeiten einen Job nicht zu behalten sind mannigfaltig. Meistens läuft es ja aus meiner Erfahrung darauf hinaus, dass es bei erstens oder zweitens schon erledigt ist.
Also selbst wenn Du ein paar Anschreiben im Monat „abliefern“ sollst, lässt sich das mit ein paar Vorlagen in denen man halt Adresse und Text entsprechend ändern muss, auch erledigen wenn es einem mal nicht so gut geht. Den Lebenslauf erstellt man einmal und Zeugnisse hat man eh. Die hängt man also nur ans Anschreiben dran.
Anfangs sah ich da auch Druck, aber mittlerweile sehe ich es relativ entspannt. Da ich aber tatsächlich wieder einen Job will, gebe ich mir Mühe bei den Anschreiben. Nur ist es ja auch so, kein Arbeitgeber wartet ausgerechnet auf mich.
Also hab bitte keine Angst davor, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen zu müssen.
VG Dys